Cormac McCarthy The Sunset Limited

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Inhaltsangabe zu „The Sunset Limited“ von Cormac McCarthy

'McCarthy has a true ear for the truncated rhythms of dialogue ... intensely alive to the power of words.' The Times

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  • Rezension zu "The Sunset Limited" von Cormac McCarthy

    The Sunset Limited

    TheRavenking

    29. June 2012 um 15:37

    Ein Roman in dramatischer Form, so lautet der Untertitel zu The Sunset Limited. Das Buch besteht ausschließlich aus Dialogen zwischen den beiden Hauptfiguren. Zwei Männer, Black und White, sitzen sich in einem Raum gegenüber. White ist ein wohlhabender, weißer Universitätsprofessor, Black ein gottesfürchtiger Schwarzer aus ärmlichen Verhältnissen. Black hat White vor dem Freitod bewahrt, wie ein Schutzengel tauchte er plötzlich auf, als dieser sich vor einen Zug werfen wollte. Doch White glaubt nicht an Schutzengel, tatsächlich glaubt er an überhaupt nichts mehr, er hat nach wie vor die Absicht, sich das Leben zu nehmen, und Black will es ihm ausreden. In Blacks Wohnung beginnen die beiden eine Diskussion über Sinn und Unsinn des Lebens. Zwei verschiedene soziale Schichten und zwei Weltanschauungen prallen aufeinander. Wäre dies ein Hollywoodfilm wüsste man wo die Reise hingeht, doch Cormac McCarthy präsentiert keineswegs eine simple Geschichte über die Läuterung eines Pessimisten. White hat das Vertrauen in die Welt verloren, und es sieht nicht so aus, als würde es ihm gelingen, seine Verbitterung zu überwinden. "If people saw the world for what it truly is. Saw their lives for what they truly are. Without dreams or illusions. I dont believe they could offer the first reason why they should not elect to die as soon as possible." - sagt er an einer Stelle. Blacks unbändiger Optimismus scheint wirkungslos zu sein, wenn es darum geht, seinem Gegenüber das Leben wieder schmackhaft zu machen. Im Grunde reden die beiden Männer aneinander vorbei, jeder von ihnen bleibt eine Insel, unfähig den anderen an seinen Gefühlen teilhaben zu lassen. Sie unterhalten sich über Bücher. Welches ist das beste Buch? - will Black wissen. Vielleicht Krieg und Frieden, - antwortet White. Warum gerade dieses? - fragt Black. Black kennt nur ein Buch, die Bibel. Für ihn das Buch aller Bücher. Obwohl er ja kaum Vergleiche anstellen kann. White dagegen hat sämtliche Klassiker gelesen, aber zählt seine Meinung deshalb mehr? Wer bestimmt letztendlich, welches das beste Buch ist? und wer bestimmt wie man sein Leben zu leben hat, oder ob man überhaupt leben sollte. Es gibt keine Gewissheiten mehr, es lassen sich Argumente für oder gegen alles finden. Wir geben als Menschen Werturteile ab, wir selektieren, aber letztendlich bringt uns das kaum weiter. Das Leben weiß nichts von uns und wir wissen nichts vom Leben, schrieb der Nobelpreisträger William Faulkner, der als wichtigstes Vorbild McCarthys gilt. Wir können uns noch so sehr abstrampeln und versuchen allem Bedeutung beizumessen. Letztendlich ist unser Leben absolut bedeutungslos. Was kümmert es die Natur, ob ein menschliches Individuum lebt oder stirbt? Wieder einmal zeigt McCarthy, dass die Welt sich dem Menschen gegenüber indifferent verhält. Und trotzdem: wenn schon die Welt gegen uns ist, oder doch ganz sicher nicht für uns, sollten wir doch versuchen für einander zu sein. Black mag naiv und ungebildet sein, doch immerhin ist er jemand, der sich um seine Mitmenschen sorgt, der versucht die Welt zum Besseren zu verändern. Eine eindeutige Aussage bleibt das Buch dennoch schuldig, aber es regt einen dazu an, über die großen Fragen nachzudenken und das eigene Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Kurz innezuhalten und sich zu fragen: Wer bin ich, was bin ich, wofür lebe ich eigentlich?

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