Cormac McCarthy Verlorene

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Inhaltsangabe zu „Verlorene“ von Cormac McCarthy

Knoxville/Tennessee: Anfang der fünfziger Jahre. In einem Slum am Ufer des Tennessee-Rivers lebt auf einem Hausboot Cornelius Suttree. Er ist so verloren wie seine Freunde. Eine archaische Welt im Schatten der rigiden, rassistischen Gesellschaft des amerikanischen Südens, geprägt durch Armut und brutalen Überlebenskampf. Dort ist der Tod alltäglich. Aber eigentlich steht im Mittelpunkt des Buches der Fluss, Lebensader und Styx: Suttree lebt vom Verkauf der Fische, doch allzu oft treibt eine Kinderleiche im Wasser. Im Schlamm, halb verborgen unter Giftsumach, und an den Abstürzen des Steilufers vegetieren die Außenseiter, die heroischen Überlebenskünstler; auf der anderen Seite des Flusses, hell erleuchtet und unerreichbar fern, liegt die moderne, die reiche Stadt. (Quelle:'E-Buch Text/19.07.2013')

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    Verlorene
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    09. January 2017 um 16:08

    Cornelius Suttree ist die zentrale Person in Cormac McCarthys „Verlorene“. Ein wahrer Aussteiger, der Frau und Kind verließ, seine Zeit im Arbeitshaus fristete und nun in einem Hausboot in Tennessee lebt. Sein Einkommen ist der Ertrag aus seinen Netzen, die er im Fluß ausgelegt hat. Er führt ein minimalistisches Leben ohne echten Besitzstand, ohne Verpflichtungen, aufs Wesentliche beschränkt lebt er, von vereinzelten Sauftouren mit seinen Freunden unterbrochen, in den Tag hinein. Seine Freundschaft zum „Melonenficker“ Gene Harrogate ist von einer oberflächlichen, beinahe hilflosen Fürsorge geprägt, wie auch alle anderen Freundschaften eher lose gehandhabt werden. Geht einer ans Leben verloren, dann ist dieser Verlust dem Schicksal geschuldet und war beinahe überfällig, denn alle sind sie „Verlorene“. Ein Verhältnis zu einem Mädchen vom Fluß wird vom Leben ebenso barsch unterbrochen, wie die spätere Beziehung zu einer Prostituierten, die Cornelius kurzfristig vom Hausboot auf festen Boden zieht. Doch auch Joyce gehört zu den vom Leben aufgegebenen und kann Suttree nicht halten. Aller Leben erscheint vom Dasein bestimmt, von der Erfüllung ein Platzhalter zu sein, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, nicht mehr und nicht weniger. Diese Bestimmung fesselt sie alle an den Fluß, die stinkenden Abfälle, die in ihm treiben und die alles umspannende Ausweglosigkeit aus diesen ärmlichen Verhältnissen. Cornelius Suttree ist dennoch kein Gebrochener, er glaubt an das unvermeidbare Morgen, den Sonnenaufgang und seinen nächsten Fang, eine Tasse Kaffee am Morgen und einen Drink am Abend. Cornelius kommt aus gutem Haus, ist gebildet, geduldig und besonnen, einfallsreich und listig. Wenn seinen Geist dunkle Gedanken umschwirren, wie die Fliegen den stinkenden Fischabfall, dann zerrt er sich aus einer Nische seiner Seele eine Portion Zuversicht und macht einfach weiter. Den geduldigen Leser erwartet ein Epos, dass mich an diese düstere Atmosphäre in Faulkners „Als ich im Sterben lag“ erinnert. Definitiv nichts für Alltagsoptimisten, die auf Sonnenschein, Hoffnung und Perspektiven warten.

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  • Rezension zu "Verlorene" von Cormac McCarthy

    Verlorene
    Beagle

    Beagle

    04. September 2008 um 12:52

    Ein gigantisches Werk, wie es die Geschichte von Cornelius Suttree erzählt, angefangen bei seiner Haft im Arbeitslager, die Freundschaft zu dem jungen Harrogate, Trunkenheit, Leid und Tod. Bis zum Schluß spannend erzählt.

  • Rezension zu "Verlorene" von Cormac McCarthy

    Verlorene
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    01. September 2008 um 15:00

    Nachdem ich mit "Die Straße" meinen ersten Cormac McCarthy gelesen hatte und davon überwältigt war (hie und da ist eine gezielte Werbeaktion im Bereich der Literatur ja dann doch auch gut...), musste ich einfach mehr von Cormac McCarthy lesen. "Verlorene" hat nicht nur gehalten, was ich mir (nach "Die Straße") erhofft hatte, sondern eigentlich noch übertroffen. Schon nach den ersten Seiten hatte ich hier das Gefühl, in Berührung mit etwas sehr Großem zu sein. (Kennen Sie dieses Gefühl?) Eine Art der Erregung, die mich schon am ersten Abend bis fast 4 Uhr früh wach hielt (da zwang ich mich, aufzuhören). Ein kompromissloses Buch, ein bewegendes Buch, ein Meisterwerk...

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  • Rezension zu "Verlorene" von Cormac McCarthy

    Verlorene
    EdeKnievel

    EdeKnievel

    22. June 2008 um 15:00

    Suuuper !!! unbedingt lesen... ich muss meinem Vorredner leider widersprechen. Ich fand das Buch kein bischen anstrengend. Vor allem im Gegensatz zu Grenzgänger. 10 Sterne !!!!!