Cornelia Dehner-Rau , Luise Reddemann Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen

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Inhaltsangabe zu „Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen“ von Cornelia Dehner-Rau

Heilung ist möglich! - Bin ich traumatisiert? - Herzrasen, Panikanfälle, Sucht oder Selbstverletzung: Viele Beschwerden gründen in extrem belastenden seelischen Erfahrungen. Sie vermuten, dass Sie – akut oder schon lange – betroffen sind? Dann finden Sie hier einen Begleiter zur sicheren Diagnose und zu den wirksamen Therapien. - Heilsame Imaginationen gegen Ohnmacht und Angst: Nach einem Trauma wollen Sie sich wieder geborgen fühlen und die Erinnerungen hinter sich lassen. Die gezielten Methoden der modernen Trauma-Therapie helfen Ihnen dabei. Körperübungen und Imaginationen stärken Ihren Körper und Ihre Seele – Sie entdecken neues Zutrauen. - An der Erfahrung wachsen: Die Autorinnen wissen: Menschen verfügen über erstaunliche Kräfte der Heilung und der Regeneration. Mit Geschichten und Übungen kommen Sie Ihren eigenen Stärken auf die Spur. Sie helfen Ihnen, wieder gesund zu werden und gesund zu bleiben. - Dr. med. Luise Reddemann leitete lange Jahre die Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin am Johannes-Krankenhaus in Bielefeld. Sie ist eine der Pionierinnen der Traumatherapie in Deutschland. - Dr. med. Cornelia Dehner-Rau arbeitet seit 2001 als Assistenzärztin an der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin am Johannes-Krankenhaus.
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  • Rezension zu "Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen" von Cornelia Dehner-Rau

    Trauma: Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen

    schnecke

    14. September 2010 um 00:41

    Der Schreck, wenn das Telefon läutet. Die Angst vor Gesichtern. Schweißausbrüche, Alpträume, Schlafstörungen. Manche Menschen sind so reizbar, dass sie wegen einer Fliege an die Decke gehen. Zuerst kommt die Depression, dann die Angst. Klarer wird das Bild von traumatischen Störungen, wenn sozialer Rückzug die Folge ist. Zwänge sich entwickeln, Süchte, Essstörungen, eventuelll Selbstmordgedanken. Dann liegt die Vermutung nahe, dass irgendein traumatisches Erlebnis vorliegt, das nicht verarbeitet werden konnte. "Posttraumatische Belastungsstörungen" nennt sich dieses Phänomen, das den Betroffenen vielleicht selbst gar nicht bewusst ist. Doch der Körper erinnert sich - auch wenn es der Geist nicht tut. Und die Seele leidet mit. "Das heiße Gedächtnis" bezeichnen die Autorinnen das, wenn erwachsene Menschen haltlos weinen, untröstlich sind und selbst nicht wissen, was gerade mit ihnen geschieht. Der Zustand ist ihnen unerklärlich und deshalb noch mal so schlimm. Es ist, als würde man eben dieses traumatische Erlebnis noch einmal durchmachen müssen - obwohl es eigentlich längst vorbei ist. Frühkindliche Traumata scheinen die schlimmsten zu sein. Bindungsstörungen im erwachsenen Alter können entstehen und unerklärliche Ängste, Selbstverletzung. Weil es besser ist, sich selbst zu verletzen als wenn es andere tun... "Trauma" ist ein Übungsbuch für Körper und Seele. Die beiden Psychotherapeutinnen Dr. Luise Reddemann und Dr. Cornelia Dehner-Rauh haben in diesem Werk zusammengefasst, was Traumatisierung bedeutet, welche Folgen ein Trauma haben kann, welche die Folgestörungen sind und wie eine Therapie sein und wirken sollte. Die "großen" Diagnosen werden untermauert mit typischen und möglichen Verhaltensmustern. Komplexe dissoziative Störungen und Borderline-Störung ähneln sich in ihren Äußerungen, unterscheiden sich aber in ihren Ausmaßen. Klären kann das nur ein guter Psychotherapeut. Dieses Buch kann aber Betroffenen helfen, ein wenig Licht in ihr Dilemma zu bringen, sich selbst ein bisschen besser zu verstehen. Und wer unter einer dieser posttraumatischen Störungen leidet, der ist nicht verrückt! Er ist krank! "Eine traumatische Störung ist aber keine lebenslängliche Strafe" - auch wenn es erst mal so scheint. Die beiden Autorinnen geben auch Tipps zur Selbststärkung. Manche Ratschläge werden den Menschen bekannt vorkommen, die bereits den Weg in eine Therapie gefunden haben. Kraftquellen und Ressourcen für ein besseres Körpergefühl sind wichtig. Und die kleinen Hilfen zu Imaginationen und die bildhaften Parabeln, die Reddemann und Dehner-Rau beschreiben sind es wert, dieses Trauma-Buch zu Ende zu lesen. Denn Bilder im Kopf können so viel bewegen... Die Geschichte von der kleinen Seele und dem Tränenland hat mich wirklich sehr berührt. Dieses Buch ist eine gute Begleitung auf dem Weg zu einem anderen Ich. Ein Ich, das sich auch wieder freuen kann und sich selbst als starke Person mit ganz persönlichen Stärken empfindet. "Trauma - Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen" hat mir viel Klarheit verschafft, was in mir vorgeht und was ich erst allmählich realisiere. Wenn das Leben unerträglich geworden ist und ein kleiner Tropfen mal ausreichte, um das berühmte Fass zum Überlaufen zu bringen, dann sollte es nur diese eine Möglichkeit geben: Verstehen, das Trauma annehmen, denn auslöschen lässt es sich nicht. Die Traumata sind da und wahrscheinlich haben sie sogar einen Grund, da zu sein... Es scheint einen Weg zu geben, das Leben wieder lebenswert zu machen. Aber es ist ein langer steiniger Weg. Ein Buch für Menschen, die unter einem Trauma leiden und die Folgestörungen kaum mehr kompensieren können. Und ein Buch für Angehörige, für Partner, um ihre Liebsten und ihre (manchmal) so konfusen und destruktiven Verhaltensweisen ein kleines bisschen besser zu verstehen. Sie können nämlich nichts dafür!

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