Cornelia Franz

 4,2 Sterne bei 296 Bewertungen
Autorin von Calypsos Irrfahrt, Ins Nordlicht blicken und weiteren Büchern.
Autorenbild von Cornelia Franz (©  Christian Anhalt)

Lebenslauf

Cornelia Franz wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Amerikanistik, vielen abenteuerlichen Reisen sowie diversen Jobs machte sie eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin und arbeitete mehrere Jahre als Verlagslektorin für Reiseführer und Kunstbücher. 1993 begann sie, Jugend- und Kinderbücher und auch Reiseführer zu schreiben. Einige Romane für Erwachsene entstanden im Autorenteam mit Katja Reider und Sylvia Heinlein unter dem Pseudonym Lia Norden. Als Mitbegründerin des „Hamburger VorleseVergnügens“ setzt sie sich für die Leseförderung ein. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann in Hamburg.

Alle Bücher von Cornelia Franz

Cover des Buches Calypsos Irrfahrt (ISBN: 9783551555199)

Calypsos Irrfahrt

 (82)
Erschienen am 25.02.2021
Cover des Buches Ins Nordlicht blicken (ISBN: 9783423782784)

Ins Nordlicht blicken

 (56)
Erschienen am 01.02.2014
Cover des Buches Poolparty (ISBN: 9783423740098)

Poolparty

 (24)
Erschienen am 01.03.2015
Cover des Buches Swing High (ISBN: 9783836961059)

Swing High

 (22)
Erschienen am 31.01.2022
Cover des Buches Wie ich Einstein das Leben rettete (ISBN: 9783836960571)

Wie ich Einstein das Leben rettete

 (20)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Wenzel und die wilden Räuber (ISBN: 9783423762564)

Wenzel und die wilden Räuber

 (15)
Erschienen am 25.10.2019
Cover des Buches Carlsen Clips: Egal, was morgen ist (ISBN: 9783551313546)

Carlsen Clips: Egal, was morgen ist

 (19)
Erschienen am 30.01.2015
Cover des Buches Das Land des Vergessens (ISBN: 9783688112067)

Das Land des Vergessens

 (9)
Erschienen am 20.07.2018

Neue Rezensionen zu Cornelia Franz

Cover des Buches Goldene Steine (ISBN: 9783551585172)
Buchbahnhofs avatar

Rezension zu "Goldene Steine" von Cornelia Franz

Wichtiges Thema, für jüngere Leser gut erzählt
Buchbahnhofvor 3 Monaten

Goldene Steine… Stolpersteine finden sich in vielen unserer Städte. Yara wohnt in einem Haus, vor dem diese goldenen Steine zu finden sind. Drei Personen sind hier verewigt. Eine Familie. Über Yara und ihr Interesse für die goldenen Steine wird dem Leser nahe gebracht, was die Stolpersteine sind, wofür sie stehen. Über eine Nachbarin, Frau Winter, erfahren wir nach und nach die Geschichte hinter den Steinen. Wir erfahren, wie die Freundin von Frau Winter, Ella Cohen, mit ihrer Familie abtransportiert wurde, bevor sie in die Schweiz fliehen konnten. Ella ist nur 11 Jahre alt geworden. Yara ist zum Zeitpunkt der Geschichte 13 Jahre alt. Das macht schon nachdenklich. Yara, aber auch den Leser. 

Weiterer Protagonist ist Leon. Ein recht einsamer Junge, der im Elternhaus nicht besonders viel Liebe erfährt. Leon tat mir leid. Er ist der Auslöser dieser ganzen Geschichte, da er einem Mann die Kippa klaut. Zum Zeitpunkt des Diebstahls fand er es einfach lustig, er hat keine Ahnung, was eine Kippa ist. Sie ist für ihn in dem Moment halt eine lustig aussehende Kopfbedeckung, die er dann selbst trägt. Ja, und so nimmt dann das Grauen seinen Lauf. 

Was es genau mit der Kippa auf sich hat, erfahren wir und Leon und Yara durch Nikolai. Nikolai ist Jude und lebt mit der ständigen Furcht, dass ihm das passiert, was Leon nun widerfahren ist. Gefördert wird diese Angst durch seine sehr ängstliche Mutter, die Nikolai am liebsten nur im Haus behalten würde. 

Aus meiner Sicht hat Cornelia Franz es geschafft, auch einem Leser, der sich mit dem Thema noch gar nicht befasst hat, sehr eindrücklich vor Augen zu führen, wozu der Hass auf Juden führen kann und vor allem, wie sich jemand fühlt, der täglich mit der Angst vor tätlichen Angriffen leben muss. Sie hat aber auch gezeigt, was Freundschaft ist und wo die wahre Stärke von Freundschaft liegt. Die drei Protagonisten kennen sich bis zu dem Angriff auf Leon nicht persönlich. Schnell finden sie aber zueinander und es entsteht eine unglaublich tiefe, innige Freundschaft, die sich durch nichts brechen lässt. 

Schön fand ich, dass die Autorin die Jugendlichen los geschickt hat, um die Tat von Leon (den Diebstahl der Kippa) wiedergutzumachen. Natürlich ist von Anfang an klar, dass es utopisch ist, in einer Millionenstadt, wie Frankfurt den Mann zu finden, dem Leon die Kippa gestohlen hat. Aber die Geschichte wird zu einem runden Ende gebracht. Letzten Endes haben alle, vor allem aber Leon ihre Lektion gelernt. 

Sehr berührt hat mich Frau Winter, die ehemalige Nachbarin von Yara und Ella. Sie ist eine unglaublich sympathische Frau, die das Herz am richtigen Fleck hat. Einerseits mag ich, dass ihr Umgang mit Yara unglaublich liebevoll ist, fast wie eine Ersatzoma. Andererseits erfahren wir gerade durch Frau Winter einiges über den Holocaust. Aber, aus meiner Sicht einem Jugendbuch ab 12 Jahren angemessen. Die Autorin geht nicht zu sehr ins Detail, was ich gut fand. 

Insgesamt empfand ich das gesamte Buch, trotz des schwierigen Themas, als sehr unaufgeregt. Und das absolut nicht im negativen Sinn. Es tut der Handlung gut, dass man als Leser teilweise sogar mit einer gewissen Distanz dabei ist. Ich glaube, dass das doch schwierige und bedrückende Thema so für Jugendliche leichter zu verstehen und auch zu verdauen ist.  

Ich vergebe 5 Sterne. Absolut lesenswertes und wichtiges Jugendbuch. 

Cover des Buches Ins Nordlicht blicken (ISBN: 9783423782784)
P

Rezension zu "Ins Nordlicht blicken" von Cornelia Franz

Ins Nordlicht blicken
Phzlraidervor einem Jahr

Hättest schreiben brauchen                                              


                                                                                                                                                                                                                                      


Cover des Buches Swing High (ISBN: 9783836961059)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Swing High" von Cornelia Franz

Die Swingheinis waren gewiss keine Widerständler
Dr_Mvor 2 Jahren

Heute würde man sie vielleicht als Party-Gänger bezeichnen. Worin ihr angeblicher Widerstand gegen die Nazis bestanden haben soll, erklärt auch Cornelia Franz nicht. Im Gegenteil, sie erzählt wie der Oberheini im Knast auf einen jungen Kommunisten trifft, der wirklich etwas gegen die Nazis getan hatte. Im Dialog der beiden, der von der eigentlichen Handlung abgetrennt läuft, werden die Unterschiede schnell deutlich.

Die Swingheinis gab es in Hamburg tatsächlich. Warum ihnen die Autorin jetzt, viele Jahre später, ein Buch widmet, bleibt rätselhaft. Irgendwie scheint diese Zeit eine seltsame Anziehungskraft auf manche Menschen zu entfalten. Vielleicht liegt es auch daran, dass man mit Schilderungen aus dieser Zeit keine Fehler machen kann. Alles ist einfach und schwarz-weiß. Aber so war es gewiss nicht.

Swing ist größtenteils schwarze Musik, also nicht das, was man im Nazi-Deutschland hören sollte. Leute, die das dennoch taten, und wie hier auch noch öffentlich, kamen schnell ins Visier der Gestapo. Nun hat die Autorin diese Zeit nicht erlebt. Und je länger man von diesen zwölf dunklen Jahren entfernt lebt, umso weniger erschließt sich die damalige Situation für die Nachgeborenen. Alles wird nur noch grob dargestellt, weil die speziellen Erinnerungen fehlen und man sich deshalb nur auf ein paar Informationen zurückziehen kann, aus denen man sich dann eigene Vorstellungen erschafft, die mit der damaligen Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun haben müssen.

Im Deutschland dieser zwölf dunklen Jahre gab es nur eine gültige Geisteshaltung, eine akzeptierte Kultur, eine politische Richtung. Doch so zu tun, als wäre dies alles eine einzige signifikante Abweichung, die es nur damals und nur in Deutschland gegeben hätte, ist sicher grundfalsch. Merkwürdig ist eben, dass Menschen, die über diese Zeit solche Bücher schreiben, vielleicht glauben, dass eine Wiederholung solcher gesellschaftlicher Zustände ebenso ablaufen würde. Sie sind seltsam blind dafür, dass diese Dinge immer latent vorhanden sind und eine Gesellschaft von oben gesteuert schnell ins Totalitäre abgleiten kann.

Gespräche aus der Community

Hamburg 1939. Henri und seine Freunde versuchen alles auszublenden, was ihnen den Spaß am Leben verderben könnte. Jazz und Swing statt Gleichschritt, Strammstehen und Kriegsalltag. Doch die unangepassten Jugendlichen geraten ins Visier der Polizei, und eines Nachts schnappt für Henri die Falle zu. Erst im Keller der Gestapo begreift er den Ernst der Lage.

272 BeiträgeVerlosung beendet
CorneliaFranzs avatar
Letzter Beitrag von  CorneliaFranzvor 2 Jahren

Besser spät als gar nicht ... Dir einen schönen Sonntag!

Diesen Monat erschien beim Deutschen Taschenbuch Verlag der spannende Jugendroman "Ins Nordlicht blicken", das neueste Buch der Autorin Cornelia Franz. Und diese Woche habt ihr beim Fragefreitag die Möglichkeit, Cornelia Franz eure Fragen zu stellen!

Cornelia Franz wurde 1956 in Hamburg geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Amerikanistik, vielen abenteuerlichen Reisen sowie diversen Jobs machte sie eine Ausbildung zur Verlagsbuchhändlerin und arbeitete mehrere Jahre als Lektorin für Reiseführer und Kunstbücher. Seit 1993 schreibt sie sehr erfolgreich Kinder- und Jugendbücher sowie Romane. Ihr Buch ›Verrat‹ wurde von der Presse hoch gelobt. Cornelia Franz lebt mit ihrer Familie in Hamburg.

Grönland im Jahr 2020: Eine immer grüner werdende Insel, das ewige Eis dramatisch geschmolzen. Der junge Bildhauer Jonathan Querido macht sich von Deutschland auf in seine alte Heimat - und muss sich dabei seinem eigenen dunklen Geheimnis stellen. Das, was damals vor neun Jahren passiert ist und zum Bruch mit seinem alten Leben führte, lässt noch heute Panik in ihm aufkommen. Was ist aus seinem Vater, seinen alten Freunden und seiner ersten Liebe Maalia geworden, nachdem ihn alle für vermisst und tot erklärt hatten? Was ist damals wirklich geschehen, auf dem Kreuzfahrtschiff MS Alaska von Grönland nach Hamburg?


--> Leseprobe 

Da die Handlung ja im Jahr 2020 spielt, ist eine spannende Geschichte zu erwarten - das dunkle Geheimnis des jungen Bildhauers macht mich aber noch neugieriger! Ich würde mich zwar nie ins kalte Grönland wagen, aber das ist ja das Schöne an Büchern - man kann überallhin reisen, ohne zu frieren ;-) Wenn ihr auch so neugierig geworden seid oder die Autorin vielleicht aus anderen Büchern kennt, könnt ihr ab sofort alle eure Fragen an die Autorin stellen! Unter allen Fragestellern verlosen wir auch wieder 5 Exemplare von "Ins Nordlicht blicken"!

Ich wünsche euch allen einen interessanten und unterhaltsamen Fragefreitag! :-)
Zum Thema
128 Beiträge
L
Letzter Beitrag von  LuluausdemAllvor 8 Jahren
die Eisbären sterben :(

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