Herr der Diebe

von Cornelia Funke und Maximilian Meinzold
4,2 Sterne bei951 Bewertungen
Herr der Diebe
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Positiv (770):
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Sehr schönes Buch, toller Handlungsort und Protagonisten, doch irgendwas hat mich gestört. Was genau kann ich nicht sagen

Kritisch (28):
BuecherweltDenises avatar

Eigentlich eine schöne Geschichte aber für mich ist es nichts gewesen.

Alle 951 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Herr der Diebe"

Das erfolgreichste Kinderbuch von Cornelia Funke.
Nach dem Tod ihrer Mutter sollen die Brüder Prosper und Bo getrennt werden. Kurzentschlossen hauen sie ab nach Venedig, der geheimnisvollen Stadt, von der ihre Mutter ihnen immer erzählt hat. Sie schließen sich einer Kinderbande an, deren Anführer der „Herr der Diebe“ genannt wird. Er hält die Bande mit dem Verkauf ihres Raubguts über Wasser. Eines Tages entdecken die Kinder ein Geheimnis, das alles verändert. Und ein uralter Wunsch der Menschheit könnte sich erfüllen.
»Der Herr der Diebe“ von Cornelia Funke, ein Klassiker der deutschen Kinderliteratur, mit neuem, besonderem Coverdesign und Innenillustrationen von Max Meinzold.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783791500836
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Dressler
Erscheinungsdatum:24.09.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2002 bei Jumbo erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Books-have-a-souls avatar
    Books-have-a-soulvor 7 Tagen
    Wundervolle Geschichte!

    Dieses Buch stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste. Bisher kannte ich nur die Verfilmung, aber die Geschichte hat mir total gut gefallen und ich wollte es sofort unbedingt mal lesen. Diese tolle Auflage war da natürlich perfekt, um endlich auch mal etwas von dieser Autorin zu lesen.

    Der Schreibstil ist wundervoll. Malerisch, bildhaft, absolut einnehmend und schafft einen sofortigen Bezug zu den Charakteren. Ich habe die Gruppe um Prosper und Bo sofort lieb gewonnen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, obwohl ich ja die Geschichte an sich schon kannte. Natürlich ist hier noch mal alles viel intensiver und ausführlicher, um Welten besser als in der Verfilmung. Es ist so eine geniale Handlung mit Freundschaft, Zusammenhalt und auch über das Überleben. Als Erwachsene hat es mich auch teilweise sehr zum Nachdenken gebracht und der Verlauf bringt so einige Wendungen, die sehr emotional aber auch irgendwo traurig sind.

    Trotzdem hat die Autorin hier eine perfekte Mischung geschaffen. Spannung, Witz, Emotionen und auch ein Hauch Magie haben dieses Buch zu einem einzigartigen Abenteuer gemacht. Der Fantasyanteil kommt erst relativ spät zum Vorschein, ist dafür aber umso genialer.

    Fazit
    Herr der Diebe ist ein grandioses Kinderbuch für alt und jung, mit vielen Überraschungen, tollen Wendungen und einem ganz wundervollen Fantasyanteil, der sich  zwar erst spät zeigt, mich aber schon in der Verfilmung richtig begeistern konnte. Das Buch ist noch mal um ein Vielfaches besser als der Film, emotionaler, der Bezug zu den Charakteren kommt besser zum Vorschein, es ist spannend und liest sich dank dem grandiosen Schreibstil flüssig und schnell. Das Setting ist natürlich auch gigantisch, Venedig, es wurde alles richtig toll beschrieben, ich hatte das Gefühl, ich wäre selbst dabei und kenne diese Stadt, obwohl ich noch nie dort war. Für mich ein absolutes Must-Read, 5 von 5 Sternen!

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    Meganemolls avatar
    Meganemollvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eines meiner Lieblingsbücher. Ich kann es immer wieder lesen. :)
    Realismus und Fantasie in perfekter Harmonie

    Einleitung:
    »Der Herr der Diebe« ist ein Jugendroman der Autorin Cornelia Funke. Die Originalfassung erschien im Jahr 2000 im Dressler Verlag. 2005 wurde das Buch sogar verfilmt.
    Die Geschichte handelt von den beiden Brüdern Bonfazius (Bo) und Prosper. Die beiden verlieren ihre Mutter und sind fortan Waisen. Zwar gäbe es eine Tante, die sie gerne adoptieren würde, aber die Jungen ziehen es vor, nach Venedig zu flüchten. Einem Ort, von dem ihre Mutter stets zu schwärmen pflegte. Ihre Erlebnisse und Bekanntschaften in Venedig stellen den Hauptteil dieser Geschichte dar.

    Inhalt:
    Nach ihrer Ankunft in Venedig, treffen die Brüder ziemlich schnell auf einen maskierten jungen Mann, der sich selbst als "Herr der Diebe" bezeichnet. Dieser führt sie zu seinem Versteckt und stellt ihnen die Straßenkinder Wespe, Mosca und Riccio vor. Bo und Prosper schließen sich der Gruppe an. So bekommen sie zunächst nicht mit, dass Victor, ein Privatdetektiv, sich im Auftrag ihrer Tante auf die Suche nach den beiden Jungen gemacht hat.
    Im weiteren Verlauf treffen Victor, die Kinder und auch die Tante immer wieder aufeinander, wodurch es zu verschiedenen Komplikationen kommt. Ganz beiläufig wird noch ein großes Geheimnis aufgedeckt. Wen das betrifft und worum es sich handelt, behalte ich für mich, denn spoilern möchte ich nicht.

    Hintergründe:
    Die Geschichte spielt in Venedig. Im Buch befindet sich praktischerweise eine Karte der Stadt, sowie ein Mini-Fremdwörterlexikon. Das erweist sich als nützlich, denn im Verlauf der Kapitel tauchen immer wieder italienische Begriffe auf. Das hält sich aber in Grenzen und ist gut dosiert. Sodass man den Eindruck bekommt, sich in Italien zu befinden. Vermutlich hat die Autorin persönlichen Gefallen an Venedig gefunden, denn die Stadt ist sehr ausführlich und liebevoll beschrieben. Zum Ende hin mischen sich in das sonst realistische Szenario auch fantastische Elemente mit ein, die dem Zauber der Stadt entsprechen.
    Vorne im Buch befindet sich ein schönes Gedicht zum Thema Erwachsen werden. Das bereitet einen gut auf die Geschichte vor, die am Ende auch vom Erwachsenwerden (oder auch nicht? ;) ) handelt.

    Bewertung:
    Ich muss zugeben, dass ich zuerst den Film gesehen und danach das Buch gelesen habe. Aber seitdem ich letzteres nachgeholt habe, bin ich spätestens hin und weg von der Geschichte des Herrn der Diebe. Die Einführung von Zauberei im letzten Drtittel der Geschichte empfinde ich immer wieder als sehr erfreulich. Das Ende passiert auch ganz unerwartet und gerade deswegen kann ich mir das Buch immer wieder durchlesen. Zwischendurch tauchen wundervolle Illustrationen im Buch auf, die von der Autorin persönlich angefertigt wurden.

    Fazit:
    Es ist ein Jugendbuch, das aber durchaus auch für jüngere Kinder geeignet ist. Ich bin mittlerweile Erwachsen und liebe es immernoch.

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    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine wirklich nette Geschichte für Kinder und Jugendliche mit venezianischem Hinterrund und der Herausforderung allein klar zu kommen
    Ab in die Lagunenstadt

    Bo und Prosper laufen gemeinsam vor ihrer schrecklichen Tante Esther davon, nachdem diese sie nach dem Tod der Mutter aufnehmen sollte. Es verschlägt sie nach Venedig, der Lagunenstadt, von der ihnen ihre Mutter so oft erzählt hat. Und es ist mindestens genauso toll und spannend wie in ihren Erzählungen. Ein Glück auch, dass sie von einer Bande Kinder aufgenommen werden, um die sich der "Herr der Diebe" kümmert. Sie werden Freunde und gehen durch dick und dünn. Allerdings müssen sie auch irgendwie ihren Lebensunterhalt beschaffen und damit nicht genug, setzt Esther auch noch einen Detektiv auf Bo und Prosper an, um beide im Gewirr der Kanäle und Brücken wieder zu finden.

    Eine wirklich nette Geschichte, die im traumhaften Venedig spielt. Besonders schön ist es dabei die Orte zu erkennen, die ich selbst schon besucht habe. Eine Geschichte übers Erwachsenwerden. Darüber, dass man auch ohne Eltern durchs Leben kommt, aber deren Hilfe im Leben manchmal nötig ist.

    Kommentare: 1
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    Ponybuchfees avatar
    Ponybuchfeevor 2 Jahren
    Ich liebe dieses Buch...

    Ein schönes Kinderbuch, was in Venedig spielt. Fantasy die Kinder beflügelt. Einfach lesenswert.

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    B
    Betty_Foerstervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Perfekte Geschichte für Fünft- oder Sechstklässler. Würde sich auch als Lektüre eignen.
    Ein weiteres Buch von Cornelia Funke

    .

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    jujumauss avatar
    jujumausvor 3 Jahren
    Tolle Grundidee mit merkwürdigen Wendungen

    Mit großen Erwartungen bin ich an "Der Herr der Diebe" herangetreten, weil man den Titel einfach kennt und weil er zudem verfilmt wurde.
    Ich hatte bisher weder den Film gesehen, noch habe ich genau gewusst, worum es geht. Leider musste ich feststellen, dass es mich nicht wirklich begeistern konnte. Ich mochte die Figuren sehr gerne und auch die Grundidee des Buches von Jugendlichen, die sich mit Diebstahl durchbringen müssen und von dem Herrn der Diebe zusammengehalten werden, hat mir sehr gut gefallen.
    Die unerwartete Wendung über den Herrn der Diebe fand ich dagegen enttäuschend. Ich hatte mir mehr darunter vorgestellt. Als das Ganz dann ins phantastische abgedriftet ist, war ich letztedlich sogar regelrecht frustriert und habe das Buch nur noch zuende gelesen, weil mich das Ende gereizt hat, welches mich dann aber auch nicht umgehauen hat.

    Alles in allem hat das Buch eine richtig gute Grundidee mit tollen Charakteren und für Kinder sind die Wendungen wahrscheinlich sogar spannend. Ich als Erwachsene, die sehr gerne Kinder- und Jugendbücher liest und auch mit den entsprechenden Erwartungen an diese herantritt, fand die Wendungen allerdings zu weit hergegriffen, nicht besonders logisch und einfach künstlich herbeigeführt.

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    Günter-ChristianMöllers avatar
    Günter-ChristianMöllervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Herr der Diebe Esther Hartlieb taucht eines Tages mit ihrem Mann Max in Venedig bei dem Privatdetektiv Victor Getz auf. „Uns ist etwas ve...
    Wenn du kein Zuhause mehr hast

    Esther Hartlieb taucht eines Tages mit ihrem Mann Max in Venedig bei dem Privatdetektiv Victor Getz auf. „Uns ist etwas verloren gegangen.“ Auf einem Foto sind zwei Jungen zu sehen, zwei Brüder, die Söhne ihrer verstorbenen Schwester. Doch Esther hat nur Interesse an dem kleinen süßen fünfjährigen Bo und nicht an dem störrischen Bruder Prosper.

    Die beiden sind tatsächlich in Venedig. Sie haben Unterschlupf im Sternenversteck gefunden, einem alten geschlossenen Kino. Vier andere Jugendliche gibt es dort, die versuchen, sich mit kleineren Diebstählen über Wasser zu halten. Mosca, der nicht zu seiner Familie zurück will, weil sie ihn nicht vermisst, Riccio, auf den nur das Kinderheim wartet. Und Wespe, die nichts über ihr früheres  Zuhause erzählt, weil es sie traurig macht. Ach, und dann ist da ja auch noch der Herr der Diebe, Scipio, der viele wertvolle gestohlen Dinge besorgt, die sie dann bei dem Hehler Barbarossa verkaufen und sich von dem Geld Nahrungsmittel und Kleidung besorgen. Doch Victor kommt den Kindern auf die Spur.

    Eine faszinierende Geschichte, die einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Der Leser wird nicht nur von jugendlichen Charakteren und Gefühlen in den Bann gezogen, die so viel Lebenskraft und Lebensfreude ausstrahlen, um die sie jeder Erwachsene beneiden muss.  Nein, er findet in diesem Buch auch Erwachsene, die so viel Herz haben, eine andere Lösung für die Situation der Jugendlichen zu finden, als die, die im Normalfall für diese Übeltäter vorzusehen wäre.

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    j125s avatar
    j125vor 4 Jahren
    Ein Buch über das Erwachsensein ...

    ... oder die Frage, ob man nicht doch besser Kind ist.

    Inhalt:
    Der Herr der Diebe - das ist der geheimnisvolle Anführer einer Kinderbande in Venedig, die er mit dem Verkauf der Beute aus seinen Raubzügen über Wasser hält. Keiner kennt seinen Namen, seine Herkunft. Auch nicht Prosper und Bo - zwei Ausreißer, die auf der Flucht vor ihrer Tante und dem Detektiv Victor Unterschlupf bei der Bande gefunden haben. Als Victor den Kindern tatsächlich auf die Spur kommt, bringt er dadurch alle in Gefahr. Aber endgültig scheint die Gemeinschaft der Bande aufzubrechen, als ein rätselhafter Auftrag, erteilt von dem mysteriösen "Conte", die Kinder auf eine Laguneninsel führt. Diese Insel, von außen unbewohnt und einsam scheinend, birgt ein Geheimnis, das alles verändert. (Oetinger Verlag)

    Meine Meinung:
    zu den Charakteren:
    Ich finde die unterschiedlichen Personen sehr toll dargestellt, sie machen es einem leicht sie zu mögen oder eben nicht. Vor allem Tante und Onkel von Bo und Prosper machen es einem wirklich leicht sie unsympathisch zu finden. Sie interessieren sich eigentlich nur für Bo, weil er goldenes Engelshaar hat und mit seinen fünf Jahren noch wunderbar erzogen werden kann, so wie man es gern hätte. Für Prosper interessieren sie sich dagegen wenig, er soll in ein Internat abgeschoben werden und bitte schön noch dankbar sein, weil er seinen Bruder einmal im Monat (!) sehen darf. Durch ihr Verhalten, ihre Wortwahl und ihr demonstratives Desinteresse gegenüber Prosper und sämtlichen Gefühlsargumente, kommt die Absicht der Verwandtschaft richtig gut zur Geltung.

    Prosper und Bo dagegen taten mir allein deswegen Leid, weil sie erst ihre Mutter verlieren und dann nicht mal jemand da ist der sie tröstet. Anstatt das sie gemeinsam trauern dürfen, sollen sie dann auch noch auseinander gerissen werden. Prosper ist ein toller großer Bruder, der Bo vor allem beschützen möchte und versucht so gut es eben geht, in den von den illegalen Aktivitäten fernzuhalten. Bo dagegen ist typisch der Kleine, der es hasst, dass ihm alle über die Haare streicheln und der überall dabei sein will, aber oft doch Angst hat.

    Auch die anderen Mitglieder der Bande, Mosca, Riccio und Wespe sind tolle Charaktere, die ihre ganz eigene Geschichte haben, warum sie auf der Straße leben. Der Anführer, der Herr der Diebe, wirkt zunehmend geheimnisvoller, er taucht mitten in der Nacht auf, mal ist er drei Tage nicht zu sprechen. Die Auflösung seiner Herkunft ist recht simpel, aber dennoch sehr effektvoll.

    zum Handlungsort:

    Ich selbst war noch nie in Venedig, habe aber große Lust auf diese Stadt bekommen. Man bekommt einen tollen Eindruck von den kleinen Straßen, den Gondeln und Kanälen und auch der Lagune. Die Beschreibung der Häuser, mit den geflügelten Löwen hat etwas fantastisches, geheimnisvolles.

    zum Inhalt:
    Eigentlich bin ich ein Mensch der ein sehr ausgeprägtes Gewissen hat, dennoch hat mich in diesem Fall nicht gestört das die Kinder geklaut haben. Sie waren so sympathisch, dass man ihnen diese kleinen Diebstähle zugestanden hat, schließlich müssen sie auch irgendwie überleben.

    Auch die Thematik, dass viele Erwachsene gern wieder Kind wären und umgekehrt Kinder so gern erwachsen wären, wurde sehr schön umgesetzt. Es kann sehr verlockend sein, bringt aber auch einige Nachteile mit sich.
    „Kinder sind Raupen und Erwachsene sind Schmetterlinge. Und kein Schmetterling erinnert sich mehr daran, wie es sich anfühlte, eine Raupe zu sein.“ (S.32)

    Die volle Punktzahl kann ich nicht geben, da der Einstieg ein wenig lang war und mir irgendwie dieser WOW-Moment gefehlt hat. Es ist ein tolles Buch, keine Frage, aber es stellte sich einfach keine Begeisterung für die Geschichte ein.
    zur Aufmachung:
    Jedes Kapitel wird mit einem kleinen Bild eingeleitet, in das der Titel integriert ist. So werden zum Beispiel die Gondeln oder auch die geflügelten Löwen noch einmal deutlich unterstrichen. Außerdem gibt es am Ende ein kleines Wörterbuch, darin aufgelistet sind alle italienischen oder lateinischen Ausdrücke die in dem Buch vorkommen, sowie bei Bedarf Aussprachehilfen. Zusätzlich gibt es noch einen Übersichtsplan über Venedig.

    Fazit:

    Ein bekanntes Kinderbuch, welches durchaus unterhaltsam ist. Die Geschichte wird sehr anschaulich erzählt, spannend und unterhaltsam, auch die Charaktere sind wundervoll. Sollte man auf jeden Fall kennen.

    Kommentare: 1
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    Nasuadas avatar
    Nasuadavor 5 Jahren
    Herr der Diebe / Cornelia Funke

    Handlung:

    Nach dem Tod ihrer Mutter sollen die beiden Brüder Bonifazius – genannt Bo – und Prosper voneinander getrennt werden. Ihre einzigen noch lebenden Verwandten, Tante Esther und Onkel Max, haben nämlich nur Augen für den niedlichen, 5-jährigen Bo mit dem blonden Haar und dem Engelsgesicht. An Prosper, der immerhin schon 12 Jahre alt ist, zeigen sie keinerlei Interesse und wollen ihn daher in ein Kinderheim abschieben. Doch da haben die beiden Erwachsenen die Rechnung ohne Prosper und Bo gemacht, denn die beschließen, einfach wegzulaufen und nach Venedig zu fliehen – die Stadt, von der ihnen ihre Mutter vor ihrem Tod immer die wundervollsten und märchenhaftesten Dinge erzählt hatte. Und tatsächlich schaffen es die beiden Brüder auch in die Lagunenstadt, wo sie sich einer Bande Straßenkinder anschließen. Der Leseratte Wespe und den Jungen Mosca und Riccio. Anführer der Kinder ist Scipio, der sich selbst “Herr der Diebe” nennt und die Kinder durch seine Raubzüge mit Geld, Lebensmitteln und anderem versorgt. Doch eines Tages tauchen Tante Esther und Onkel Max in Venedig auf und beauftragen den Privatdetektiv Victor mit der Suche nach den Brüdern.

    Eigene Meinung:

    Schon die Aufmachung des Buches zeigt deutlich, dass man es als Leser hier mit einem Kinderbuch bzw. einem Buch für jüngere Jugendliche zu tun hat. Das Cover zeigt Scipio, den “Herr der Diebe” bei einem seiner Raubzüge vor Kulisse Venedigs. Die Zeichnungen auf dem Umschlag, wie auch diejenigen im Innenteil, stammen wieder von der Autorin selbst und illustrieren liebevoll Kapitelanfang und -ende. Es sind typische, venezianische Stadtansichten oder kleine Details wie Masken oder Teile von Hausfassaden oder Gondelverzierungen zu sehen. Die Schrift an sich ist etwas größer, was wiederum auf den Druck für ein jüngeres Lesepublikum hindeutet.

    Wie die Reckless-Reihe oder die Tinten-Trilogie auch, lebt dieses Buch von Cornelia Funkes tollen Charakteren. Zuerst sind da natürlich die beiden Brüder Prosper und Bo, die nach dem Tod ihrer Mutter noch fester zueinander stehen als je zuvor. Vor allem der 5-Jährige vermisst seine Mutter schmerzlich, auch wenn Prosper sich alle Mühe gibt, gut für ihn zu sorgen. Trotz allem hat Bo aber seine Neugier an allem, was um ihn herum geschieht, nicht verloren. Für ihn ist Venedig ein einziger großer Abenteuerspielplatz. Nichts wünscht er sich mehr, als einmal mit dem “Herrn der Diebe” auf Beutezug zu gehen; schließlich sorgt der jeden Tag für das Überleben der Straßenkinder und hat sich so Bos grenzenlose Bewunderung verdient. Prosper hingegen ist stets hin- und hergerissen zwischen seinen festen Moralvorstellungen, die es ihm verbieten, zu stehlen und dem Wunsch, seinem kleinen Bruder alles kaufen zu können. Auch die anderen Kinder der Bande sind sehr interessante Charaktere, vor allem Wespe scheint eine tragische Kindheit hinter sich zu haben. Leider erfährt man hiervon nur wenig; das ist mein einziger, kleiner Kritikpunkt an der Geschichte.

    Aber nicht nur die Kinder, auch die Erwachsenen sind gut charakterisiert und glaubhaft gestaltet. Natürlich ist, wie in einem Kinderbuch üblich, von Anfang an gut zu unterscheiden, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. So sind dem Leser der Privatdetektiv Victor, der die Brüder eigentlich verraten soll, dann aber Mitleid mit ihnen hat und die wohlhabende Ida Spavento, bei der die Band einbricht, dann aber von ihr überrascht wird, sofort sympathisch. Sie unterstützen die Kindern, wo sie nur können und ermöglichen ihnen so ein neues, leichteres Leben. Im Gegensatz dazu hat man als Leser von Anfang an eine Abneigung gegen Bos und Prospers Onkel und Tante sowie gegen den Antiquitätenhändler Barbarossa, bei dem die Kindern ihr Diebesgut verkaufen und den geheimnisvollen Conte, der dem “Herrn der Diebe” einen mysteriösen Auftrag erteilt. Was ich der Autorin aber hoch anrechne, ist, dass ihre Figuren trotz dieser klaren Aufteilung in gut und böse, dennoch nicht einfach nur schwarz/weiß gezeichnet sind. Während die “guten” Charaktere Fehler machen und Schwächen besitzen, zeigen die “bösen” Figuren im Handlungsverlauf immer wieder, dass auch sie Menschen mit Träumen sind, die trotz allem auch etwas Gutes in sich tragen.

    Und dann bleibt da noch Scipio, der “Herr der Diebe”, Namensgeber des Buches. Er ist wohl mit die interessanteste und geheimnisvollste Figur des gesamten Buches. Unzählige Raubzüge gehen auf das Konto des Jungen, der selbst nicht viel älter als Prosper ist. Doch obwohl es überdeutlich ist, wie sehr er die Bandenmitglieder mag und sich um sie sorgt, bleibt er dennoch unnahbar, fast schon arrogant. Jede Nacht verschwindet er aufs Neue, niemand weiß, wo er eigentlich liebt und wer er in Wahrheit ist. Dieses Geheimnis wird natürlich im Verlauf der Handlung gelüftet und ich muss sagen, dass ich doch überrascht war. Auch der Auftrag des Conte an Scipio und seine Bande nimmt von Seite zu Seite an Brisanz zu und wird das Leben der Kinder schließlich für immer verändern.

    Ich kann nur sagen, dass der “Herr der Diebe” mich begeistert hat. Die Figuren, die Handlung, der Ort – all das hat mich verzaubert. Venedig war schon immer eine Stadt, die ich gerne einmal besuchen wollte, doch nach der Lektüre des Buches ist dieser Wunsch so stark, dass ich am liebsten sofort in den nächsten Flieger steigen möchte. (Eine ähnlich Wirkung hatte übrigens auch “Zeitenzauber” von Eva Völler auf mich. Hier erscheint im März 2013 endlich Band 2!) Auch den Film habe ich gleich auf den Weihnachtswunschzettel gesetzt und hoffe, dass er zumindest einen Bruchteil des Zaubers einfangen kann.

    Fazit: eine zauberhafte Geschichte, die auch Erwachsene in ihren Bann zieht und Lust auf eine Reise nach Venedig macht

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 6 Jahren
    Ein echter Funke-Kinderroman

    Prosper und Bo flüchten nach dem Tod ihrer Mutter nach Venedig. Der Stadt, von der ihre Mutter ihnen immer die schönsten Geschichten erzählt hat - und auch sie fangen an, die Stadt zu lieben. Sie dinden Unterschlupf bei Wespe, Riccio und Mosca - und die werden unterstützt vom Herr der Diebe. Dieser geht auf Diebstähle in reichen Häusern, das Diebesgut verhökern sie an den Antiquitätenhändler Barbarossa. Und von dem Geld leben die Kinder.

    Eines Tages tauchen Onkel und Tante von Prosper und Bo auf, angaieren den Detektiv Viktor Gretz - sie wollen Bo unbedingt finden. Denn Bo soll zu ihnen kommen und da leben, wo hingegen Prosper in ein Internat soll. Doch die Kinder wollten sich nicht trennen.
     Viktor macht die Kinder ausfindig - was soll er nun tun?

    Das Buch ist wundervoll geschrieben. Cornelia Funke hat hier ein kleines Meisterwerk geschaffen, voll von Freundschaft, Geschwisterliebe und Vertrauen.  Und das alles vor einer traumhaften Kulisse in Venedig.

    Ein Happy End gibt es auf jeden Fall für die Brüder und Wespe. Klar auch Mosca und Riccio bekommen das, was sie wollen - aber ist das so ein Happy End? Sie leben wieder auf der Strasse und Riccio geht wieder stehlen. Auch Scipio - ist er richtig glücklich mit seiner Entscheidung? 

    Trotzdem hat mir das Buch sehr gefallen und es ist einfach nur empfehlenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar
    Hallo ihr Lieben, jetzt zur beginnenden kalten Jahreszeit brauche ich so richtige Wohlfühlbücher. Könnt ihr mir da etwas empfehlen? Die Bücher sollten weder zu brutal, noch zu traurig sein, sondern heimlig schön und trotzdem nicht langweilig. Sozusagen sollte man richtig Lust bekommen, sich mit dem Buch in eine Decke gewickelt und mit einer schönen heißen Tasse Kakao oder Tee auf die Couch zu lümmeln. Bin gespannt auf eure Vorschläge / Empfehlungen! Für mich ist z.B. "Herr der Diebe" von Cornelia Funke so ein Buch, es kann aber gern auch in eine ganz andere Richtung gehen, müssen auch keine Jugendbücher sein. Danke :-)
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