Cornelia Gerlach Pionierin der Arktis

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Inhaltsangabe zu „Pionierin der Arktis“ von Cornelia Gerlach

Als Robert E. Peary in die Arktis aufbricht, beschließt seine Frau Josephine, ihn zu begleiten. Von der Presse umjubelt, sticht das Schiff 1891 mit ihr an Bord in See – sie selbst hingegen kann in ihrem Handeln keinen Heldenmut entdecken, sie hält es für selbstverständlich, dass eine Frau an die Seite ihres Mannes gehört. Und wenn dieser besessen ist von der Idee, den Nordpol zu bezwingen, dann muss sie ihm dabei helfen. Und wenn das bedeutet, mit sechs Männern unter einer Dachpappe die Polarnacht zu bedauern, hochschwanger die Reise anzutreten und dort ihr Baby zur Welt zu bringen – dann heißt es das eben. Dennoch ist das Leben mit einem Mann, der sein ganzes Leben der Nordpolbezwingung unterordnet, alles andere als einfach und hält so manche Strapaze bereit. Die ergreifende Lebensgeschichte von Josephine Peary – jetzt auch verarbeitet in 'Nobody Wants The Night', dem Eröffnungsfilm der Biennale 2015 mit Juliette Binoche in der Hauptrolle.

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  • Rezension zu "Pionierin der Arktis" von Cornelia Gerlach

    Pionierin der Arktis
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    08. March 2012 um 10:31

    Bei den Vorbereitungen zu ihrer Reise im Sommer 2010 in die Arktis stieß die Autorin auf Unterlagen von Josephine Peary. In ihrem Vorwort informiert Cornelia Gerlach den Leser über das Leben des Ehepaars Peary, die seit deren ersten Expedition 1891 in Amerika bekannt wurden. Vieles ließ sich aus dem Nachlass von Josephine lesen, doch wohl nur das, was die Öffentlichkeit lesen durfte. Das über 350 Seiten umfassende Buch zeichnet nicht nur die damaligen Lebensumstände auf, die Leidenschaft für das Extreme, sondern gibt dem Leser auch den Einblick in das Leben der Inuit, das Leben an einem der extremsten Orte der Welt. Die Karten im Buchdeckel geben die Möglichkeit, sich die Wege, die Orte vor Augen zu führen. Als Robert E. Peary die Expedition in die Arktis umsetzen will, beschließt seine Frau Josephine, an dieser teilzunehmen. Für sie war es selbstverständlich, an der Seite ihres Mannes zu sein. Doch das verursachte enorme öffentliche Reaktionen. Zum Teil Unverständnis für Jos Verhalten, zum anderen machten die damaligen Medien einen Hype daraus. Eine Expedition in eine fremde Welt, fremde Sprache, und das als Frau, schier unvorstellbar. Spoiler: Vorwort – Und man begreift einmal mehr: Hinter einem erfolgreichen Mann steht oft eine starke Frau. Robert E. Pearys Ziel war seit eh und je den Nordpol zu erobern. Doch bei einer nächsten Expedition sind die Umstände für Josephine, deren Eltern deutsche Einwanderer sind, anders; denn Jo ist schwanger. Äußerst lebendig und spannend schildert die Autorin hier das Gefühlsleben, das Für und Wider der Teilnahme von Josephine an der Expedition. Am 12. September wird das Kind geboren. Was man schon vielleicht aus anderen Büchern oder Berichten weiß, war es zur damaligen Zeit nicht gerade einfach, eine Expedition zu finanzieren. Josephine hatte ihre vorangegangenen Aufzeichnungen vermarktet und u. a. durch den Verkauf des Buches, später dann mehr, mit dazu beigetragen, dass der Traum ihres Mannes verwirklicht werden konnte. 1920 starb Robert E. Peary. Fazit: „Pionierin der Arktis – Josephine Pearys Reisen ins ewige Eis“ ist ein besonderes Buch, anderes, als man vielleicht erwartet oder denkt. Ich kann das Buch von Cornelia Gerlach empfehlen. Es ist wunderbar geschrieben, der Schreibstil der Autorin, die Wiedergabe des Lebens der Pearys macht das Buch zu einem Erlebnis. Ebenfalls finden sich Fotos der Pearys hierin, die der Autorin freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden. Das Buch wird am Schluss ergänzt durch den Nachweis der Literatur, Anmerkungen sowie den Bildnachweisen.

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  • Rezension zu "Pionierin der Arktis" von Cornelia Gerlach

    Pionierin der Arktis
    sports

    sports

    18. January 2012 um 13:16

    passend zur jahreszeit, aber nicht zum wetter hier in deutschland, habe ich
    am montag die "pionierin der Arktis" zwischen die finger und vor die augen
    bekommen. spannend zu lesen, eine tragische heldin und erst weggelegt als
    das buch dann zu ende war. für mich hat es sich gelohnt.