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CorneliaHarz

vor 1 Monat

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Hallo,

ich möchte euch wieder zu einer Leserunde einladen. Diesmal geht es um meinen neuen Psychothriller »Killerkind«, den es ausschließlich als Amazon Kindle E-Book gibt.

Der Beschreibungstext:

»Wenn du jemals glücklich sein willst, Charlotte, musst du es nur schaffen, dass Charly nie wieder weint.«

Im Rahmen einer privaten Therapie lässt sich Charlotte ganz intensiv auf ihr »inneres Kind« ein. Charly wird zum festen Bestandteil ihres Lebens. Beide lernen sich noch besser kennen, sie haben Spaß zusammen. Doch sobald sie in Situationen geraten, die sie an unerträgliche Momente ihrer Vergangenheit erinnern, weint Charly so heftig, dass es Charlotte das Herz bricht. Wie weit wird sie gehen, um die Tränen des Mädchens für immer zu trocknen? Führt der Weg zum Glück tatsächlich über Leichen?

»Killerkind« gehört zu der Art Psychothriller, die das Unbewusste der Menschen in eine Bildsprache kleiden. Es könnte also sein, dass sich während des Lesens auch Ihr eigenes »inneres Kind« zu Wort meldet.

Das Formelle:
Das Kindle E-Book kann sich jeder, der über 18 Jahre alt ist und einen Amazon-Account hat, vom 16.3.2019 (ab 9:30 Uhr) bis einschließlich 20.3.2019 kostenlos von Amazon.de herunterladen (weil es ein "0 €-Kauf" ist, ist wie bei anderen Käufen auch die Eingabe einer Bankverbindung / Kreditkarte notwendig). Es gibt also nicht direkt »Gewinner« bei dieser Leserunde, wenn ihr mitmachen möchtet, holt euch bitte das Buch direkt aus dem Shop innerhalb der o. g. Zeit. Trotzdem werde ich diejenigen (zumindest die ersten zwanzig), die sich melden, als »Gewinner« anklicken, damit die Leserunde ganz normal durchläuft. Und falls jemand kein Lesegerät für Kindle-Bücher hat, es gäbe auch eine kostenlose Lese-App.

Die Frage:
Passend zum Thema »inneres Kind« hab ich mir folgende Frage ausgesucht, um uns schon mal etwas einzustimmen:
Habt ihr als Kind ein Lieblingsstofftier gehabt?
Also meins war ja ein ganz normaler, nicht allzu großer rotbrauner Teddy gewesen. Nur blöderweise hab ich den immer als Kopfkissen benutzt, wodurch sein Kopf irgendwann ziemlich platt geworden ist. Hab später mal versucht, den wieder runder zu kriegen, hat aber nicht geklappt. Ich wüsste gerne, wo der Bär jetzt ist. Wahrscheinlich hat er sich von mir misshandelt gefühlt und ist einfach ausgezogen. ;-)

Die Leseprobe:
Meine Hände tun weh, eigentlich tut mir alles weh, ich zittere. Es ist Sommer, es müsste noch einigermaßen warm sein, aber ich kann dieses Zittern einfach nicht abstellen. Nichts ist mehr so, wie es früher gewesen ist, ich nicht, die Welt um mich herum nicht, gar nichts. Ich hämmere weiter gegen die riesigen Glasscheiben. »Ich hab sie umgebracht, hört ihr?« Doch diese Tür vor mir zuckt keinen Millimeter.
Vor ein paar Jahren habe ich im Gebäude nebenan meinen Bruder besucht, Blinddarm. Damals habe ich an dem Eingang, an dem ich nun stehe, das Schild
Psychiatrie gelesen und mich gefragt, wie weit man sein müsse, damit man hier landen würde. Heute weiß ich das.
Hastig laufe ich in der Dunkelheit auf und ab. Es ist still. Obwohl sich so viele Leute in den Gebäuden um mich herum befinden müssten, ist es so unsagbar still. Ich habe mein Auto mitten auf dem Besucherparkplatz abgestellt, bestimmt steht die Tür immer noch offen, ich bin einfach rausgesprungen und hierher gerannt. Aus der Ferne zeigt sich der große Parkplatz nur schwach, die kleinen Lampen ziehen die Autos auf die Seite der Nacht. Ich kneife meine Augen zusammen, aber es ist alles verschwommen, überall sehe ich tanzende Flecken.
Irgendwann werden sie mich reinlassen, sie müssen das tun, ich bin eine Mörderin. Kraftlos sacke ich auf den Boden. Es riecht nach Heu, frisch und gammelig gleichermaßen. Ich lehne mich mit dem Rücken an die kalte Glasschiebetür und lege meinen Kopf auf meinen Knien ab. Der Traum von einem schönen Leben, er ist tot, genau wie
Mein Körper zittert immer stärker. Wenn meine Hände sich nicht ganz fest um meine Knie klammern könnten, wäre er längst in seine Einzelteile zerfallen. »Jetzt holt mich doch endlich!«, schreie ich. Meine Augen sind nass, ich schließe sie, aber die Bilder der letzten Wochen sind immer noch da, eingebrannt wie Tätowierungen meiner Seele.
Auf einmal höre ich, dass sich hinter mir etwas bewegt. Zwei Pfleger kommen heraus. »Sie wollen zu uns?«
Endlich. Ich springe auf. »Ja, Sie müssen mich wegsperren, ich bin eine Gefahr, ich «
»Kommen Sie doch bitte erst mal mit.«
Ich betrete gemeinsam mit ihnen das Gebäude.
Einer der beiden setzt mich in einen Behandlungsraum. »Es wird sich gleich ein Arzt um Sie kümmern«, sagt er. »Haben Sie Ihre Versicherungskarte dabei?«
»Meine Karte? Verdammt, ich hab grad andere Sorgen!«, brülle ich. »Ich habe sie alle umgebracht«, füge ich leise hinzu.
Der Pfleger schaut mich stumm an. Er scheint froh zu sein, als ein etwa fünfzig Jahre alter Mann mit Glatze und weißem Kittel hereinkommt. »Sie sagt, sie habe jemanden getötet.«
Der Arzt nickt ihm kurz zu und wendet sich an mich. »Ich bin Dr. Holzwein.« Er schüttelt mir die Hand.
Plötzlich wird mir klar, welch folgenschweren Schritt ich gegangen bin. »Tramp-mann«, stottere ich. »Ich heiße Charlotte Trampmann.« Ist es dumm gewesen, herzukommen? Hört man doch ab und an, wie schnell man für immer in dieser Maschinerie gefangen bleibt.
Der Psychiater nimmt Platz. »Frau Trampmann, Sie glauben also, Sie wären für den Tod eines Menschen verantwortlich.«
»Das glaube ich nicht nur, das weiß ich.« Ich versuche, ihm selbstbewusst ins Gesicht zu sehen, aber mein Blick wendet sich ab, hinab auf die Tischplatte.
»Wen haben Sie denn getötet?« Dr. Holzwein mustert mich.
Ich weiß, dass er mir nicht glaubt.
Du siehst zu brav aus. Mein ganzes Leben lang habe ich das gehört. »Charly«, sage ich nur.
»Und wer ist Charly?«, fragt er.
»Ein kleines Mädchen, ich hab sie überfahren.«
»Ein Unfall?« Der Psychiater reißt seine Augen weit auf. »Verdammt, warum sagen Sie das nicht gleich?«
Ich zucke mit den Schultern. »Sie ist tot«, flüstere ich.
»Wo genau ist der Unfall passiert?«
»Etwa fünf Autominuten von hier.« Ich starre in die Luft. »Auf der Landstraße Richtung Sportplatz.«
Der Arzt springt auf und lässt mich sitzen.
Ich sehe, dass eine Krankenschwester mit meiner Handtasche unter dem Arm in den Behandlungsraum kommt. »Ich nehme an, es ist Ihr Auto, das offen auf dem Besucherparkplatz steht?«
Ich nicke.
Sie legt meine Tasche auf den Tisch. »Darf ich?«
Ich nicke noch einmal.
Die Schwester kramt meinen Geldbeutel hervor und zieht meinen Ausweis heraus. »Charlotte Trampmann. Die Adresse stimmt noch?«
»Ja.«
»Sie sind achtunddreißig Jahre alt, richtig?«
»Richtig.«
»Und haben eine neue Frisur.«
Stimmt, auf dem Foto sind meine Haare noch lang. »Ja«, sage ich wieder und greife mit meiner rechten Hand zu meinen kurzen Stoppeln.
»Die Farbe ist echt?«, fragt sie.
»Naturbrünett«, antworte ich.
Sie zieht ihre Mundwinkel etwas nach oben, macht sich ein paar Notizen und geht zur Seite.
Dr. Holzwein ist zurückgekommen. Er setzt sich mir gegenüber hin. »Erzählen Sie mir doch bitte ganz genau, was passiert ist«, fordert er mich auf.
»Ich hab sie umgebracht. Ich habe Charly getötet.«
»Ist das Ihre Tochter?«
»Nein«, antworte ich.
»Eine Verwandte?«, fragt er.
Ich schüttele den Kopf.
»Vielleicht können Sie es mir ein wenig leichter machen.« Er lächelt. »Würden Sie mir verraten, wer Charly ist?«
»Ich war Charly.«
Der Arzt sieht mich stumm an. »Sie sind Charly«, wiederholt er. »Sie wollen mir erzählen, Sie hätten sich selbst überfahren?«
»Charly hat mich zum Monster gemacht. Wegen ihr hab ich große Schuld auf mich geladen.« Ich mache eine Pause. »Ich weiß, das hört sich seltsam an.«
---

Wenn ihr Lust habt, das Buch gemeinsam mit mir zu lesen, meldet euch bitte.

Ich freue mich auf eine schöne Leserunde.

Viele Grüße!

Conny

Autor: Cornelia Harz
Buch: Killerkind: Psychothriller

Eva_Endejan

vor 1 Monat

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Ja, einen Bären, Otto

Sakle88

vor 1 Monat

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Ich hatte eine Teddybär. Der war mir sehr wichtig.. Die Augen hab ich regelmäßig durch Knöpfe ersetzt. Doch dann wollte ich nicht aufräumen und MEIN Stiefvater war so "nett" und schmiss ihn weg
Ich habe den Bären geliebt und gebraucht.

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Beiträge davor

SteffiGluecklederer

vor 2 Wochen

7. Leseabschnitt (Kapitel 26 bis 28)
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Ich mag ja ein Ende, bei dem es noch mal Überraschungen gibt, das war hier der Fall. Überhaupt finde ich das Ende gelungen und auch passend zum Rest.

SteffiGluecklederer

vor 2 Wochen

Rezensionen / Fazit

Danke, dass ich dabei sein durfte. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Cornelia-Harz/Killerkind-Psychothriller-1993345121-w/rezension/2024870345/

CorneliaHarz

vor 2 Wochen

5. Leseabschnitt (Kapitel 19 bis 22)
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@SteffiGluecklederer

Das Verhältnis zwischen "der Neuen" und "der Ex" ist ja meistens etwas schwierig. Und jo, die Sache mit Leo flutscht. ;-)

CorneliaHarz

vor 2 Wochen

6. Leseabschnitt (Kapitel 23 bis 25)
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@SteffiGluecklederer

Ich glaube, Renata war wirklich selber froh, dass das nicht geklappt hat.

CorneliaHarz

vor 2 Wochen

7. Leseabschnitt (Kapitel 26 bis 28)
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@SteffiGluecklederer

Beim Ende wollte ich noch mal zeigen, dass jeder Gründe hat für das, was er tut, und dass scheinbar niemand unbeeinflusst an seiner Vergangenheit vorbeikommt. Es freut mich sehr, dass es dir gefallen hat.

CorneliaHarz

vor 2 Wochen

Rezensionen / Fazit
@SteffiGluecklederer

Dir ganz vielen Dank, dass du mitgemacht hast!
Ich weiß es sehr zu schätzen, dass du dir die Zeit für die Geschichte genommen hast, und eure Rückmeldungen sind für mich einfach super (besonders, wenn sie so positiv ausfallen ;-)).
Ganz lieben Dank auch für deine tolle Rezension. Falls du magst, wäre es prima, wenn du sie für mich auch noch bei Amazon reinstellen könntest (wenn es funktioniert, an den Voraussetzungen zum Rezensieren hat sich wohl etwas geändert, also wenn es nicht geht, ist das natürlich auch kein Problem).
Ich lade dich einfach nächstes Mal direkt wieder mit ein, wenn du dann zufällig grad Zeit und Lust hast, lesen wir uns vielleicht ja einmal wieder. ;-)
Viele Grüße!
Conny

CorneliaHarz

vor 1 Woche

Plauderecke

Hallo ihr,
ich wollte mich nur kurz für heute abmelden. Am Sonntag bin ich wieder da. :-)
Euch allen ein schönes Wochenende und viele Grüße!
Conny

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