Spieler wie wir

von Cornelia Jönsson 
3,8 Sterne bei20 Bewertungen
Spieler wie wir
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S

Die Schmerzen des Liebens und Sich selbst Findens werden unbeschwert & humorvoll beschrieben. Sehr erotisches Buch, poetisch geschrieben.

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Inhaltsangabe zu "Spieler wie wir"

Franzi und Pauline, beide Mitte zwanzig, wohnen gemeinsam in Berlin-Kreuzberg. Neben ihrer Überlebensarbeit im Theater, an der Uni, im Café sind sie vor allem mit ihrem Lust- und Liebesleben beschäftigt.

Pauline verfällt der dominanten Ann, erlebt sexuelle Erfüllung und schmerzhafte Abhängigkeit. Anns Mann, Fotograf mit Faible für junge Frauen, wird eifersüchtig. Ann ist überfordert und verlässt Pauline.

Franzi ist seit vier Jahren mit Marius, Jurist, Mitte dreißig, zusammen. Ihr Sexleben stagniert. Er blüht mit der devoten Katharina auf, während Franzi ihre dominante Seite entdeckt. Schließlich teilt Marius seine Geliebte mit seiner Freundin und beide mit anderen Männern.

Auf ihrem Weg geht es den Charakteren nie darum, Scheitern zu vermeiden, sondern darum, authentisch zu scheitern. Und natürlich ergründen sie nebenbei diesen seltsamen Zustand, den wir Liebe nennen …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783896025487
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Schwarzkopf & Schwarzkopf
Erscheinungsdatum:01.10.2008

Rezensionen und Bewertungen

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    SimoneBs avatar
    SimoneBvor einem Jahr
    Dieses Buch hat mein Herz gebrochen!

    Dieses Buch hat mein Herz gebrochen!
    (Und das werde ich ihm nie verzeihen)



    Von Anfang an: Spieler wie wir ist der Auftakt einer Triologie von Cornelia Jönsson um eine Gruppe von Freunden, die polyamor und BDSM-affin in Berlin leben und sich mehr schlecht als Recht mit Nebenjobs/Promotion/Kunstprojekten durchs Leben schlagen: Franzi, ihr Partner Marius, die beste Freundin und Protagonistin Pauline, sowie verschiedene teils wechselnde, teils beständige Nebencharaktere. Der Plot des ersten Bands kommt in Fahrt, als die ziellos und dekonstruierend durchs Leben treibende Pauline in einem SM-Club Bekanntschaft mit der viel älteren und gnadenlos schönen Professorin Ann macht. Sie verliebt sich und unterwirft sich ihr fortan. Doch Ann wird von dem extremer werdenden, kompromisslosen Begehren Paulines und ihrer besinnungslosen Liebe überfordert, ihr eigener Ehemann ist ein ziemlich arroganter Typ, und Marius und Franzi haben auch ihre ganz eigenen Sorgen. So endet die Geschichte dann auch in einer Katastrophe. Da ich mich sehr in die Charaktere hineinversetzen konnte, ging mir das ziemlich nahe, ich kann also nur ausdrücklich eine Warnung aussprechen: das hier ist kein romantisches Buch, und es gibt kein Happy End


    Die Gedankenwelt der Protagonisten ist lebendig und anschaulich beschrieben. Manchmal driftet die Autorin in einen für meinen Geschmack etwas ausschweifenden Stil ab, aber im ersten Band ist das noch viel weniger der Fall als in Band 2 und 3, auch die gesellschaftskritischen Mono- und Dialoge halten sich hier noch in Grenzen. Trotzdem gibt es für die teilweise sehr eigenwilligen Metaphern und Abschweifungen einen Stern Abzug.


    Stattdessen geht es um die Wünsche und Bedürfnisse der sehr real wirkenden jungen Menschen, und natürlich auch um Sex. Dieser ist direkt und in klarer, einfacher Sprache beschrieben. Natürlich wird gedemütigt und gezüchtigt - immerhin ist Pauline eine masochistische Sub, wie sie im Buche steht, und Franzi eine energiegeladene Switch. Wenn überhaupt, könnte man sagen, dass die Charaktere etwas überzeichnet sind: Ann etwas zu göttlich, Pauline etwas zu gierig auf Schmerz und Selbstaufgabe. Doch das Scheitern der Figuren an ihren eigenen Zwängen relativiert diese Überzeichnung wieder. 
     Sehr lobenswert ist, dass die BDSM-Szene, in der sich die Charaktere bewegen, ihre Einstellungen und die ganze Art und Weise, wie sie ihre Lustspiele ausleben, absolut realistisch sind. (Naja, abgesehen davon, dass es unrealistisch viele junge, hübsche Leute in den Clubs gibt. Aber das ist ein anderes Thema) Hier merkt man, dass die Autorin Ahnung davon hat, was im echten BDSM-Leben vor sich geht. Die Konflikte, Nöte und Ängste sind ebenfalls allzu plausibel und keineswegs an den Haaren herbeikonstruiert. Mitfiebern und Mitleiden ist also vorprogrammiert. 


    Die Geschichte ist für mich etwas Besonderes, da sie mein Einstieg in die literarische Welt der Erotik war. Damals traf mich das eher ambivalente, teils sogar deprimierende Ende vollkommen unvorbereitet. :'( Heute stehe ich dem Ganzen mit etwas mehr Distanz gegenüber. Dennoch lautet mein Fazit:


    Realistische, 100% authentische BDSM-Geschichte im modernen Berlin - aber nichts zum Wohlfühlen und Fallenlassen. 



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    Fanny_Lasalles avatar
    Fanny_Lasallevor 7 Jahren
    Rezension zu "Spieler wie wir" von Cornelia Jönsson

    Wer den üblichen eroischen Roman sucht, um das Kopfkino anzuregen, wied mit "Spieler wie wir" sicher nicht zufrieden sein. Die Autorin folgt ihren Protagonisten auf ihrer Suche nach Selbstverwirklichung, bei ihren erotischen Irrungen und Wirrungen. All das klingt ungemein authentisch, die BDSM-Szene wird von innen heraus beschrieben. Ich fand das ungeheuer spannend, gut geschrieben und immer ganz nah an den Protagonisten dran. Tolles Buch!

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    T
    Trinity_vor 8 Jahren
    Rezension zu "Spieler wie wir" von Cornelia Jönsson

    Schlechter Schreibstil und eine schwache Story.

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    F
    Frekivor 9 Jahren
    Rezension zu "Spieler wie wir" von Cornelia Jönsson

    "Pauline glaubt nach diesem Abend tatsächlich an die Möglichkeit von schönen Momenten, aber das ist nicht, was sie sucht. Was sie sucht, ist, was sie zerstört hat, und sie wird nicht aufhören, genau das zu wollen."

    Das, was mir in anderen Büchern in denen BDSM vorkommt fehlt, tritt hier dafür um so schöner in den Vordergrund: Gefühl und Authentizität. Egal ob SMler oder nicht - diese Geschichte zieht einen in den Bann, denn es geht vor allem um Liebe, um das Scheitern und die Suche nach seinem Glück.

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    sonjastevenss avatar
    sonjastevensvor 10 Jahren
    Rezension zu "Spieler wie wir" von Cornelia Jönsson

    Spieler wie wir - Cornelia Jönsson

    Dieser Roman beschäftigt sich mit dem Thema Sadomasochismus und der dominant-devoten Liebe. Als erstes sollte man erwähnen, dass man schon eine gewisse Affinität (zumindest Neugier) für SM haben sollte, sonst wird man mit diesem Buch nichts anfangen können. Ist diese aber vorhanden, wird dieses Buch bestimmt ein schöner erotischer Ausflug in die Welt der Dominanz und Unterdrückung, bzw. Unterwerfung. Ich war aber auch etwas geschockt, welche Schmerzen eine der Protagonistinnen bereit ist auszuhalten um in vollkommener Abhängigkeit von ihrer Herrin zu sein.
    Das Buch handelt von zwei devoten Frauen, die beide in Dreiecksbeziehungen geraten, welches nicht nur ein weiterer erotischer Kick ist, sondern auch Probleme wie Eifersucht mit sich bringt. Franzi ist mit Marius zusammen, jedoch ist ihre Beziehung ziemlich langweilig geworden. Beide sehnen sich nach Abenteuern, die sie irgendwie versuchen zusammen zu erleben. Pauline lernt die dominante Anne kennen, welche eigentlich verheiratet ist, sie verfällt ihr total, so dass sie sich gelähmt fühlt am 2normalen“ Leben teilzunehmen.
    Das Buch ist in sieben Kapitel aufgeteilt, wobei auffällt, dass vor allem im ersten Kapitel des Buches die Sexspiele sehr genau beschrieben werden, danach, im zweiten Teil, geht es eher um die zwischenmenschlichen Gefühle und Abhängigkeiten. Sex wird eher zu Nebensache und von der Autorin nur noch am Rande erwähnt.
    Die Sprache des Buches ist eher flach, es sind einfache Sätze. Jedoch habe ich hinter diesem Buch keine hohe Literatur erwartet, sie wäre wahrscheinlich auch fehl am Platz.

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    Gracey_Vs avatar
    Gracey_Vvor 10 Jahren
    Rezension zu "Spieler wie wir" von Cornelia Jönsson

    Ich war dem Buch gegenüber anfangs sehr skeptisch, allerdings auch neugierig auf das Thema - es könnte ja lustig sein. Der Gedanke an eine in Lack und Leder gekleidete Domina, die einen nackten Mann verprügelt, ist schon irgendwie ein wenig amüsant...
    Mit dem Thema Erotikbücher konnte ich bisher keine Erfahrungen sammeln - also Zeit, etwas neues auszuprobieren.

    "Spieler wie wir" handelt von zwei Pärchen (inkl. Dreiecksbeziehung), die ein ganz besonderes Hobby haben. Kennengelernt haben sich Franzi und Marius in einem Sado-Maso-Club, wohin sie auch hinterher Pauline mitnehmen. Diese lernt dort die dominante Ann kennen, der sie unbedingt dienen möchte. Das Buch durch führen sie eine sadomasochistische Beziehung, in deren Verlauf Pauline oft und gern von ihrer "Herrin" bestraft wird.
    Das ist für Leser wie mich, denen dieses Milieu unbekannt ist, doch etwas gewöhnungsbedürftig: Klammern an die Brustwarzen und in den Schambereich, Intimpiercings, Schlagen mit Stöcken oder anderen Utensilien...das sind nur einige der Dinge, die den nichtsahnenden Leser zu überraschen und schockieren wissen.
    Schmunzeln inklusive, denn einige Stellen (...auf dem nicht vorhandenen Bettvorleger ringelt sich der Gürtel und tut so, als sei er bloß ein unschuldiger Gürtel"...haha) sind doch recht humoristisch angehaucht und entschärfen den "Kulturschock SM-Szene" ein wenig.

    Das Buch fällt durch einen klaren angenehm lesbaren Schreibstil auf und auch die Handlung selbst ist für ein Erotikbuch nicht zu anspruchslos: Man erfährt z.B. auch etwas über die Psyche der Charaktere, von denen Pauline regelrecht abhängig von ihrer SM-Beziehung wird.
    Bemerken sollte man, dass es sich hierbei um den ersten Teil aus einer Trilogie handelt, die Handlung aber soweit abgeschlossen ist.

    Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieser kleine Einblick in die SM-Szene zu gefallen wusste und durchaus lesenswert ist. Nur muss man sich mit den geschilderten, teils merkwürdigen, Praktiken erst einmal anzufreunden wissen.

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    Sonne0707vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Die Schmerzen des Liebens und Sich selbst Findens werden unbeschwert & humorvoll beschrieben. Sehr erotisches Buch, poetisch geschrieben.
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    OliverCosmovor 2 Jahren
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    Sweety1707vor 4 Jahren
    SinaVallens avatar
    SinaVallenvor 5 Jahren

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