Cornelia Leymann Moin, Moin

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Inhaltsangabe zu „Moin, Moin“ von Cornelia Leymann

Wie schön: Hertha, die vom Tod ihres Gatten so sehr mitgenommen ist, findet in Laboe eine neue Liebe und erholt sich prächtig. Klar, Marlene ist nicht gerade begeistert, denn schließlich ist es ihr Zukünftiger, der an Herthas Angel zappelt. Aber wie das immer ist im Leben, des einen Leid ist des anderen Freud: Die Rivalin stirbt bei bestem Wetter im Standkorb. Nun hätte für Marlene alles so herrlich werden können, wenn nicht Edeltraut, der das Ganze reichlich spanisch vorkommt, die Ermittlungen aufnähme ...

Mit viel Witz geht es hier menschlichen Gefühlen auf den Grund, Nebenbuhler haben es echt schwer!

— sommerlese
sommerlese

wer ist schlimmer, bequemer Ehemann oder eifersüchtige Freundin?

— Archimedes
Archimedes

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  • Von todtraurig über vergnügt zu echt tot!

    Moin, Moin
    sommerlese

    sommerlese

    08. June 2017 um 20:39

    Cornelia Leymanns Küstenkrimi "Moin, Moin" erschien 2015 im Emons Verlag. Hertha Enken ist frisch verwitwet und zu Tode betrübt, da kommt ein Tapetenwechsel mit einem Urlaub in Westerland vielleicht gerade richtig. Doch ihre Reise geht weiter nach Laboe, dort lernt sie eine  neue Liebe kennen und erholt sich prächtig. Aber es gibt eine Nebenbuhlerin, Marlene, die mit genau dem Mann ganz eigene Pläne vorhatte. So kommt es, wie es kommen muss, der Wunsch von Hertha kollidiert mit Marlenes Wunsch. Das Ende vom Lied ist Herthas Tod im Standkorb. Aber Marlene kann ihr Glück nicht geniessen, denn Herthas Freundin Edeltraut untersucht die Gegebenheiten vor Ort. Sie kann Herthas Tod nicht einfach so hinnehmen. Sie ermittelt und findet eine heiße Spur. Nach "Kieler Sprotte" hat mich Cornelias Leymanns genialer Erzählstil so begeistert, das ich gleich im Anschluss ihr Buch "Moin, Moin" lesen musste. Das Buch beginnt mit Hertha, die in Laboe gut eingeölt im Strandkorb sitzt und die Schiffe beobachtet. Das tut sie eine geraume Zeit, sogar am Abend sitzt sie noch genauso da und bekommt eigentlich gar keine Sonne mehr ab. Kein Wunder, sie merkt es ja nicht mehr, denn sie ist mausetot. Ihr Leben hatte mit dem Tod ihres Gatten Heinz eine jähe Wendung genommen und Hertha hat sich in ihrem edlen Zuhause nicht mehr wohlgefühlt. Ihrer Freundin Edeltraut ist es zu verdanken, das Hertha erst mal einen Urlaub unternimmt. Dort soll sie sich erholen und wieder Lebensmut gewinnen.  Hertha lernt einen netten Mann kennen und gerät damit ihrer Nebenbuhlerin Marlene in die Quere. Auch der ältere Mann Ernst hat ein Auge auf Hertha geworfen. Eigentlich ist er Heiratsschwindler, aber nun hat er sich auch verliebt.  Auch dieser Band ist auf seine Art charmant witzig und hat mich wieder gut unterhalten. Es ist humorvoll, geht auf die menschlichen Vorstellungen von Ehe und Partnerschaft ein und bringt damit eine Krimihandlung in Gang, die mit interessanten Wendungen überrascht. Besonders schön sind die Einblicke ins Kreuzfahrtgeschäft und Herthas Ausflüge nach Westerland, Föhr und Laboe sind vergnügliche Erlebnisse, die man gerne miterlebt. Jedoch: das Böse im Menschen ist immer mit dabei. In diesem Fall gibt es mehrere Böse und auch die gute Ehefrau Edeltraut geniesst ihre Freiheit fern von Küche, Haus und Ehemann Rudi. Mit vergnüglichen Sprüchen kann man auch dieses Buch geniessen und dem Mörder auf die Spur kommen.  Die "Kieler Sprotte" hatte allerdings noch etwas mehr zu bieten.

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  • Am Ende bleibt nur einer übrig!

    Moin, Moin
    Archimedes

    Archimedes

    27. March 2016 um 16:22

    "Moin, Moin" von Cornelia Leymann, ein Küstenkrimi aus dem Hause Emons Verlag, auf 192 Seiten.Nach dem Tod ihres Gatten Heinz, fällt Hertha in ein sehr tiefes Loch. Nur die liebevoll gesammelten Antiquitäten und ihr geschmackvolles Zuhause sind ihr geblieben. Auch ihre langjährige Freundin Edeltraut vermag sie nicht zu trösten. Wie wäre es da mit einem Urlaub? Zögerlich willigt Hertha ein, ein paar Wochen an der See auszuspannen. Vielleicht werden dann die Bilder weniger schwarz oder dunkelgrau. Aber niemand ahnt, zu was eine Rivalin fähig ist, obwohl gar keine Gefahr besteht, denn das Gefährliche lauert ganz woanders oder doch nicht? Kann ein älterer sympathischer Herr, was im Schilde führen, dass noch hinterhältiger ist, als das, was eine ausgebuffte Sekretärin geplant hat? Oder andersrum? Am Ende kann nur einer das Leben in saus und braus genießen, aber wer?Fazit:Genau wie der erste Krimi, Kieler Sprotte, ungemein unterhaltsam. Nicht nur das Eheleben wird hinterfragt, sondern auch das Leben nach der Ehe. Humor, gepaart mit einer gewissen Ironie, macht das Buch zum puren Lesevergnügen.

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