Cornelia Lotter Die Geliebte des Funkers

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Inhaltsangabe zu „Die Geliebte des Funkers“ von Cornelia Lotter

Ein alter Mann. Eine junge Frau. Erinnerungen, zu Anekdoten verklärt. Ein Wehrmachtsfunker, der sich selbst als „tollen Hund“ bezeichnet, der alles wusste und alles konnte und seine Erlebnisse auf Korsika, in Italien und Griechenland als Abenteuergeschichten erzählt. Was hat der sechsundachtzigjährige Emil Wagner wirklich erlebt, was hat er gewusst und was sich selbst zurechtgestrickt, um mit seiner Schuld weiterleben zu können? Lange waren die Verbrechen der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung der besetzten Länder ein Tabuthema. Was hatte Emil Wagner damit zu tun? Und stimmt seine Geschichte mit der Geliebten auf Korsika, die Mitglied der korsischen Untergrundbewegung Maquis war? Viola geht den Geschichten des Charmeurs nach; sie fährt selbst auf die Insel und gerät dort in nicht erwarteter Weise in eine sehr persönliche Verbindung zu Emil und seiner Vergangenheit. Ein Roman über selektives Erinnern und persönliche Schuld, dessen Handlung weit in die Gegenwart hinein seine Wirkung entfaltet. (Dieser Roman ist eine Überarbeitung des Romans „Ein toller Hund“.)

Ein Roman zum Nachdenken, über einen Funker im Weltkrieg und einer Liebe auf Korsika

— Caroas
Caroas
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  • Leserunde zu "Die Geliebte des Funkers" von Cornelia Lotter

    Die Geliebte des Funkers
    cornelia_lotter

    cornelia_lotter

    Diesmal möchte ich mit euch einen Roman lesen, der die Protagonistin in eine längst vergangene Zeit entführt. Eine Zeit, in der dunkle Verbrechen geschehen sind. Viola lernt einen alten Mann kennen, der ihr aus seiner Wehrmachtszeit erzählt. Doch hat er seine Erinnerungen nicht zu sehr geschönt? Viola beginnt zu recherchieren und fährt nach Korsika, wo Emil Wagner eine Geliebte hatte, die der korsischen Untergrundbewegung angehörte. Als Viola den gut aussehenden Sandro kennenlernt, ahnt sie noch nicht, dass dieser mit der Geschichte des alten Mannes sehr viel zu tun hat.Wer also gern mit mir zusammen auf Spurensuche gehen will, möge sich um eine der 10 Dateien (PDF oder Word) bewerben.

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  • Ein Wilder Hund – ja der war ich

    Die Geliebte des Funkers
    Caroas

    Caroas

    14. April 2016 um 20:09

    Emile trifft Viola und bei den kurzen Treffen erzählt er ihr aus seiner Vergangenheit im 2. Weltkrieg als Funker. Viola recherchiert seine Aussagen und der Leser erfährt dadurch viel über diese Zeit. Emile beschönigt und verdrängt vieles aus dieser Zeit, besonders Ereignisse die damals bereits unentschuldbar waren, ein Phänomen, dass bei vielen Menschen aus dieser Zeit zu beobachten war/ist. Emile bezeichnet sich in seinen Erzählungen immer als „wilder Hund“ und „Frauenschwarm“. Er erzählt Viola auch aus seiner Zeit auf Korsika, u.a. über seine Bekanntschaft mit Helene, einem Mitglied der korsischen Untergrundbewegung Maquis. Viola reist nach Korsika um diese Frau kennen zu lernen und erfährt dort vieles, über die Insel, über die Korsen und vor allem über die Vergangenheit. Sie lernt dort die Insel und auch Sandro kennen und lieben.Die Autorin schafft es die Parallelgeschichten, einerseits die Erinnerung von Emil über die Zeit im Weltkrieg und andererseits die Zeit Violas auf Korsika gekonnt so zu erzählen, dass beide sich nicht dabei stören und am Ende problemlos ineinander zu verweben. Nebenbei bekommt der Leser einen Reisebericht über die Inselsehenswürdigkeiten.Fazit, eine berührende und zum Nachdenken anregende Geschichte mit gut recherchierten historischen Hintergrund die ich jeden empfehlen kann der sich geschichtlich interessiert. 

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  • Ein toller Hund

    Die Geliebte des Funkers
    melanie1984

    melanie1984

    03. April 2016 um 17:20

    "Die Geliebte des Funkers" ist eine Überarbeitung von "Ein toller Hund" und basiert auf einer wahren Begebenheit. Viola macht sich auf den Weg nach Korsika um Helene zu suchen, von der ihr der alte Emil schon erzählt hat. Emil war während des zweiten Weltkrieges Funker und berichtet gerne von dieser Zeit. Er hatte damals eine Liebelei mit Helene. Auf Korsika lernt Viola Sandro kennen und verliebt sich in ihn. Plötzlich verschwimmen Vergangenheit und Gegenwart miteinander... Der meiste Teil der Geschichte wird aus der Sicht von Viola erzählt, in kurzen Kapiteln lässt die Autorin den Leser auch an den Gedanken von Emil teilhaben. Der 86-Jährige Österreicher erzählt gerne aus der Zeit des zweiten Welkrieges, vieles verdrängt oder beschönigt er, um sein damaliges Handeln zu vergessen und zu entschuldigen. Durch eine lieblose Kindheit war es leicht, ihn als Anhänger des Regimes zu gewinnen. Emil hält sich selbst für einen tollen Hund, der alles konnte und überaus beliebt bei den Frauen war. Er erzählt sogar, dass er in seinem Leben über 2000 Frauen gehabt hätte. Über dieses Thema scheint er mit Vorliebe zu sprechen. Als Leser entwickelt man einen regelrechten Hass auf diesen Mann, der seine Fehler und auch die Gräueltaten der NS- Zeit nicht wahrhaben möchte. Von Viola erfährt man eher weniger, es fällt mir sogar schwer, ihr Alter zu schätzen. Auch sie muss mit einer schwierigen Vergangenheit und einer Krankheit kämpfen. Sandro scheint ihr aber gut zu tun. Da Helene für mich auch eher eine Nebenrolle spielt, gefällt mir der alte Titel "Ein toller Hund" besser, da er treffender ist. Leider sind beim Schreiben einige Fehler passiert und manche Sätze sind sehr verschachtelt, was meinen Lesefluss etwas gestört hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da ich mich auch für die Zeit des zweiten Weltkrieges sehr interessiere und auch Einiges an Hintergrundwissen habe. Deswegen empfehle ich diesen sehr berührenden und nachdenklich machenden Roman auch eher geschichtlich Interessierten.

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