Cornelia Naumann Scherben des Glücks

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Inhaltsangabe zu „Scherben des Glücks“ von Cornelia Naumann

Wilhelmine, Tochter des strengen „Soldatenkönigs“, verliebt sich Hals über Kopf in den Erbprinzen von Bayreuth. Durch die Hochzeit hofft sie, dem von Intrigen geprägten Berliner Hof entfliehen zu können. In Bayreuth feiert das junge Paar rauschende Feste. Doch schon kurze Zeit später ziehen dunkle Wolken auf: Auch der Bayreuther Hof ist nicht frei von Intrigen …

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  • Rezension zu "Scherben des Glücks" von Cornelia Naumann

    Scherben des Glücks

    Lesegenuss

    02. May 2011 um 09:56

    Wilhelmine wächst als Tochter des strengen "Soldatenkönigs" am Hof in Berlin auf, hin und her gerissen zwischen den widerstreitenden Interessen ihrer Eltern. Die Mutter drängt auf eine Heirat mit dem englischen Kronprinzen, der Vater hat Wilhelmine dem Erbprinzen von Bayreuth versprochen. Als sich die beiden kennen lernen, verliebt sich die junge preußische Prinzessin Hals über Kopf in den charmanten Bayreuther. Zugleich hofft Wilhelmine, durch diese Heirat dem von Intrigen geprägten Berliner Hof entfliehen zu können. Die einzigen Lichtblicke in ihrem bisherigen Leben sind ihr Bruder Friedrich, mit dem die leidenschaftliche Komponistin die Liebe zu Musik und Philosophie teilt, und ihre Hofmeisterin Fräulein von Sonsfeld, genannt Sonsine. Voller Hoffnung machen sich die jungen Frauen auf den Weg ins ferne Bayreuth. In der markgräflichen Residenzstadt feiert das junge Paar rauschende Feste und lässt das Markgräfliche Opernhaus erbauen. Doch schon kurze Zeit später ziehen dunkle Wolken auf: Auch der Bayreuther Hof ist nicht frei von Intrigen... Statement: Der Roman „Scherben des Glücks“ von Cornelia Naumann ist die historische Geschichte der Wilhelmine von Preußen, angereichert durch Ergänzungen der Autorin. In mehrere Kapitel aufgeteilt, liest es sich, durch den klaren Schreibstil der Autorin, sehr gut. Der Leser begibt sich hier auf eine Zeitreise in die Vergangenheit, in die Zeit des Rokoko. Durch jahrelange, sorgfältig geführte Recherchen von Claudia Naumann schildert sie klar und deutlich das Leben am Hofe des Soldatenkönigs in Berlin / Potsdam sowie in Bayreuth, der künftigen Heimat von Wilhelmine. Ihr Bruder Friedrich wird später als „Friedrich der Große“ in die Geschichte eingehen. Aufgewachsen in einer gefühlslosen Umgebung, dem strengen Regiment des Vaters ausgesetzt, durchlebt sie eine harte Kindheit. Ihr musikalisches Interesse verbindet sie innig mit ihrem Bruder, der ebenfalls sehr der Kunst angetan ist. Wilhelmine war sehr talentiert. Für die damaligen Verhältnisse hätte sie schon längst verheiratet sein müssen. Doch ihre Eltern stritten sich um die jeweiligen Ehekandidaten. Die Mutter wollte sie mit dem englischen Kronprinzen vermählen, der Vater hatte sie dem Erbprinzen von Bayreuth versprochen. Wilhelmines Umzug in das ländliche Bayreuth ist für sie ein Schock, auch in kultureller Hinsicht. Doch sie handelt und aus dem unscheinbaren Hof wird eine Hochburg der Künste. Sie selbst komponiert und musiziert weiterhin. Zum Bruder hält sie engen Briefkontakt. Ihre Pflichtheirat entwickelt sich positiv, denn Wilhelmine liebt ihren Mann. Trotz allem geht aus der Ehe nur eine Tochter hervor, Friederike. Jeder einzelner Charakter nimmt einen besonderen Stellenwert im Buch ein, sind sehr gut beschrieben und man kann sie sich förmlich bildlich vorstellen. „Wir geben zuviel Geld für Kriege aus. Es wäre besser, wenn wir mehr Opern aufführen würden.“ Luciano Pavarotti (1935-2007) Buchinnenseite Fazit: Der warme Grünton des Covers umhüllt das Ganze warm und weich, vorn sieht man ein Gemälde von Liotard, bearbeitet und mit Scherben zersetzt. Auf S. 173 spricht Wilhelmine selbst …. vom harmlosen Sprung bis zu zerbrochenem Glas“… oder man könnte auch sagen „am falschen Ort zur falschen Zeit“. Eine empfehlenswerte Lektüre, gestützt durch Wilhelmines Memoiren, ein gelungener Roman.

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