Cornelia Travnicek

 3.8 Sterne bei 161 Bewertungen
Autorin von Chucks, Junge Hunde und weiteren Büchern.
Cornelia Travnicek

Lebenslauf von Cornelia Travnicek

Geboren 1987 in St. Pölten. Abschluss der HTL St. Pölten und Studium der Sinologie und der Informatik an der Universität Wien. Arbeitet als Researcher in einem Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung. Ihre literarischen Arbeiten erhielten bereits mehrere Preise und Stipendien.

Alle Bücher von Cornelia Travnicek

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Chucks

Chucks

 (120)
Erschienen am 13.01.2014
Wir leben im Nordlicht: Erzählungen

Wir leben im Nordlicht: Erzählungen

 (12)
Erschienen am 10.03.2014
Junge Hunde

Junge Hunde

 (15)
Erschienen am 12.10.2015
Parablüh

Parablüh

 (6)
Erschienen am 01.04.2017
Fütter mich

Fütter mich

 (5)
Erschienen am 28.02.2017
Die Asche meiner Schwester

Die Asche meiner Schwester

 (1)
Erschienen am 01.07.2008
Mit maximaler Reisegeschwindigkeit

Mit maximaler Reisegeschwindigkeit

 (1)
Erschienen am 31.03.2016
How I fucked Jamal

How I fucked Jamal

 (1)
Erschienen am 01.04.2010

Interview mit Cornelia Travnicek

7 Fragen an Cornelia Travnicek

1) Wie bist Du zum Schreiben gekommen und was begeistert dich daran besonders?

Über das Lesen, mit der Liebe zum Erzählen. Am meisten begeistert mich der Gedanke jemanden mit meinen Büchern so zu berühren, wie manche Bücher mich berührt haben.

2) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Gerne suche ich Empfehlungen in den Rezensionen zu aktuellen Neuerscheinungen und in bestimmten Editionen. Ich lasse mir auch von FreundInnen und KollegInnen Bücher empfehlen, von denen ich weiß, dass sie einen ähnlichen Geschmack haben, oder wo ich mir sicher bin, dass sie lohnende Neuentdeckungen empfehlen werden. Dabei bin ich sehr offen und nicht auf bestimmte AutorInnen oder bestimmte Genres fixiert. Ich suche eher nach einzelnen Büchern, deren Lektüre dann aber dazu führen kann, dass ich mehr von der selben Person lesen möchte.

3) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner Bücher wünschen und warum?

Da hätte ich einige KandidatInnen, aber das kommt auf das Buch an und manche davon sind leider bereits verstorben. Ein Vorwort von Julie Zeh würde mir zum Beispiel gut gefallen. Oder eines von Volker Braun.

4) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration fürs Schreiben?

Von überall, und aus dem Moment ebenso wie aus der Erinnerung.

5) Wie und wann schreibst Du normalerweise, kannst Du dabei diszipliniert vorgehen oder wartest, bis Dich in einer schlaflosen Nacht die Muse küsst?

Da gibt es bei mir kein "normalerweise" und Disziplin schon gar nicht, die Muse überfällt mich meistens und das oft zu den unpassendsten Momenten. (Gerne, wenn eigentlich andere Arbeit ansteht.)

6) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich wünsche mir, dass ich es schaffe mich in meinem Schreiben weiterzuentwickeln und noch ein paar Bücher zu verfassen, die mich so glücklich wie "Chucks" machen.

7) Wie fühlt man sich, wenn man erfährt, dass das erste eigene Buch veröffentlicht wird?

Unwirklich. Albern. Verdammt gut. Ängstlich. Wieder verdammt gut. Und das alles gleich noch einmal von vorne.

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Cornelia Travnicek

Neu

Rezension zu "Fütter mich" von Cornelia Travnicek

Diffuses Wähnen
Thomas_Lawallvor 8 Tagen

"Marasmus" nennt sich eine Geschichte, in der das Gegenteil stattfindet. 
Eine namenlose Frau beginnt einen Dialog mit ihrem ungeborenen Kind, jenem "Ding in ihrem Bauch". Sie fängt an, Gedichte zu schreiben. "Wie das Fremde einem innewohnt."

"Wo wir sind" ist anders. Ganz anders. Isabell ist einsam und sie ist "schwierig". Sagt Thomas. Er versucht, zu ihr durchzudringen. Mit mäßigem Erfolg - während Isabell mit der "Bodenhaftung" kämpft ...

Einen anderen Kampf liefert sich "(A)nuschka" in "Eklipse". Mit ihrem Gewicht. Alles muss genau dokumentiert werden. Die Waage ist ihr ständiger Freund und Begleiter. Augenbrauen, Fußnägel, Ohrenschmalz - alles wiegt etwas. Und dann ist da noch jenes Nebenzimmer ...

Hilflosigkeit, die Suche nach Orientierung und manchmal das Grauen nehmen sich an die Hand. Geschichten, die sich einer unmittelbaren Bedeutung entziehen. Vielleicht haben die Personen, welche auf den ersten Blick nicht das Geringste oder allenfalls wenig miteinander zu tun haben, doch etwas gemeinsam. Das Glück kennen sie nicht. Sie alle scheinen in gewisser Weise auf der Suche zu sein. Ein unstillbares Verlangen eint sie, auch wenn es eher ein diffuses Wähnen ist. Was sie genau suchen, bleibt jedoch unklar. Wie das eben so ist. Oder so.

Vordergründig suchen sie sicher nach dem, was uns der Klappentext anbietet. "Hunger, Liebe, Anerkennung oder Schönheit" wirken aber angesichts der Tiefe der Erzählungen wie hilflos plakative Erklärungsmuster. In Wahrheit suchen die traurigen Protagonisten wohl so etwas wie die wahren Beweggründe für dieses, jenes und überhaupt alles, und sie wären gerne in der Lage, das zu benennen, was sie (und uns Beobachter) in schlaflosen Nächten umtreibt. 

Vielleicht gibt uns das Leben permanent die falschen Antworten. Möglich wäre auch, dass wir die falschen Fragen stellen, sie "aufrollen und unsere Theorien darauf ausbreiten". Wie jene, welche die Autorin den gesunden Abstand zur Geschichte "Der Riss im Morgen" verlieren und ein Eigentor schießen ließ. Nicht jeder, der nach einem Amoklauf Betroffenheit zeigt, hat einen "überfressenen Bauch" und versteckt sich hinter Analysen "vor der eigenen Hilflosigkeit". Aber gut. Was einem so rausrutscht.

Die Art und Weise, wie Cornelia Travnicek Menschen beobachtet, detailverliebt und schonungslos offen, ist eine Gabe. Man hat sie oder man hat sie nicht. Wer sie nicht hat, ist dennoch nicht verloren, denn dazu gibt es ja Bücher wie diese! Dann nimmt man beispielsweise jene Hauthügel ebenfalls wahr, "auf deren Spitzen je ein einzelnes, fein blondes Haar" wächst, die zuckenden Augen, welche Wut "morsen", oder dieses wässrige Blau in den Augen, welches "davonschwimmen möchte".

Etwas Humor darf es aber auch sein. Allerdings wohldosiert und ohne jede peinliche Übertreibung. Wie jene Urgroßmutter, die es bedauert, keine lustigen Geschichten zu kennen. Dann erzählt sie doch eine. Oder der Versuch, Einsteins Relativitätstheorie mit etwas einfacheren Worten zu erklären.

Geschichten, die rührend sind, auch surreal und manchmal grauenerregend, raffiniert einfach erzählt und doch so kühn und wohldurchdacht und aus einem unschuldigen Blickwinkel heraus entwickelt. Ein starkes Buch. Mit ganz starkem Schluss. Geschichten, die es anderswo, so oder ähnlich, nicht gibt. Nur im wahren Leben. Vielleicht.

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Rezension zu "Parablüh" von Cornelia Travnicek

3 x 50
Estrelasvor einem Jahr

"Parablüh" heißt Cornelia Travniceks Gedichtsammlung, die aus jedem Gedicht aus Sylvia Plaths "Der Koloss" ein neues macht. Als Teilnehmer der Leserunde ließen wir uns auf das Experiment ein, 50 Gedichte in 50 Tagen zu erarbeiten. Und wenn man es genau nimmt, gab es von jedem Gedicht sogar drei Versionen, denn die zugrundeliegende Sammlung Plaths ist zweisprachig zuzüglich der Adaptation. Ich war neugierig und habe die Herausforderung angenommen, weil ich von beiden Autorinnen schon viel gehört, aber noch nichts gelesen hatte und weil ich es mal wieder mit Lyrik versuchen wollte. Ich bewundere Travnicek für ihre Mission, sich solch ein viel besprochenes Werk vorzunehmen, aus jedem Stück eine Essenz zu ziehen, Elemente des Originals zu spiegeln oder neu zu interpretieren. Aber ich gebe auch zu, dass ich mich schwertat. Weder habe ich es in 50 Tagen geschafft noch habe ich tolle Analysen geliefert, weil es mir einfach schwerfiel, alle Anspielungen zu verstehen. Die Gedichte sind oft mythisch und düster, gar bedrückend (was sicher der Vorlage geschuldet ist). Und ich kann das Werk aus diesem Grund vielleicht nicht genügend würdigen; eine wertvolle Erfahrung war es dennoch. Und an manchen Stellen hat mich die Autorin auch überrascht und zum Lächeln gebracht.

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Rezension zu "Parablüh" von Cornelia Travnicek

100 Gedichte in 50 Tagen
Orishavor 2 Jahren

Ein Experiment: 50 Gedichte von Cornelia Travnicek, 50 Gedichte aus Sylvia Plaths Colossus - im Dialog - Monolog miteinander.

Zugegeben es war eine Herausforderung, als ich von der Aufgabe las: 50 Gedichte in 50 Tagen. Eigentlich 100 Gedichte in 50 Tagen. Denn Cornelia Travnicek hat sich Sylvia Plaths Colossus lyrisch vorgenommen und tritt in Monolog mit selbigen. Dabei sind es verschiedene Dinge, die sie aufgreift: Bruchstücke, ein Motiv, eine Antwort, ein Gedanke - so unterschiedlich diese Dinge sind, so unterschiedlich sind auch die Gedichte. Mal schwer, mal leichtfüßig. Komplex, aber nie banal, spielen beide Frauen mit Worten, ringen nach selbigen, fragen sich, geben Antworten, lassen den Leser rätseln, träumen, kombinieren und vieles mehr.

Sie erzählen persönliches, mischen es mit Mythischem. Kunsthistorisches mit Naturgeschichte. Beobachtungen, Auflistungen, Gefühle, gepaart mit Themen wie Vergänglichkeit, das Altern, Liebe, Verlust oder Zeitgeschichte. So widmet Travnicek ein Gedicht dem toten Flüchtlingskind Aylan, welches zu meinen persönlichen Highlights zählt.

Dank dieses Experiments konnte ich nach langem mal wieder in die Welt der Lyrik eintauchen, mich mit ihr auseinandersetzen, mich an ihr reiben, mir das Gehirn zermattern, mich freuen, traurig sein und einfach nur nachdenken. 

Fazit: Nehmt euch die Zeit beide Gedichtbände nebenher zu lesen. Parablüh und Der Koloss werden euch neue Welten eröffnen. Lesenswert.

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

Neu
Poetry! Can you handle it?
50 Tage, 50 Texte.
Die Leserunde der etwas anderen Art.

Gerne wird mit einem Lächeln behauptet, dass "ja mehr Leute Lyrik schreiben als Lyrik lesen" - hier kann das Gegenteil bewiesen werden!

Das ist eine Leserunde für jede und jeden, der oder die sich für Lyrik des 20./21. Jahrhunderts interessiert. Es gibt 7 Print-Ausgaben von "Parablüh. Monologe mit Sylvia" zu gewinnen:
http://www.limbusverlag.at/index.php/parablueh

Hier habt ihr Gelegenheit mit mir als Autorin genau über den Entstehungsprozess, die Hintergedanken, Interpretationen und Bedeutungen einzelner Gedichte zu diskutieren, und die Referenzen an "Der Koloss" von Sylvia Plath nachzuvollziehen. Natürlich kommt auch der persönliche Eindruck nicht zu kurz. Es soll also nicht nur eine Beschäftigung mit meinen Texten, sondern auch, über diese Brücke, mit Plaths Originalen werden. (Einiges davon ist im Internet zu finden.)

Wir werden eine Reise machen. Wir werden uns Zeit nehmen.  Jeden Tag lesen wir ein Gedicht. 50 Tage, 50 Texte.

Gedichte als Rätselbilder.
Niemand hat hier eine Lehrmeinung.
Nichts steht fest, alles wird entdeckt.

Am Ende sollen 7 Auseinandersetzungen stehen, die ihr hier auf Lovelybooks, auf euren Blogs, und/oder allen anderen Medien eurer Wahl veröffentlicht - Auseinandersetzungen mit Mehrwert.

Ich freu' mich darauf!
Zur Leserunde
Zum Welttag des Buches verlose ich 3 signierte Exemplare meines zweiten Romans "Junge Hunde"!

Im Roman gibt es vier Hunde: Die Beagle Baghira & Balu, den Mini-Malteser Gloria und den Mops Manfred. Um an der Verlosung teilzunehmen, postet doch bitte, welchen Hund ihr in einem Roman mitspielen lassen würdet!


Johanna kümmert sich gern um andere – um die Tochter ihrer alleinerziehenden Nachbarin Julia, um den betagten Herrn Glantz und sein Malteserhündchen Gloria und auch um ihren besten Freund Ernst. Doch eines Tages beschließt Ernst, nach China zu reisen, um dort seine leibliche Mutter zu suchen, und Johanna bleibt mit ihrem langsam dement werdenden Vater allein zurück. Als sie beim Ausräumen des elterlichen Hauses eine alte Postkarte ihres Vaters entdeckt, die jahrelange Gewissheiten auf den Kopf stellt, beginnt auch für sie plötzlich eine Suche. Am anderen Ende der Welt muss Ernst erkennen, dass das reale China nichts mit dem märchenhaften Land seiner Kindheitsfantasie zu tun hat und er in seiner vermeintlichen Heimat ein Fremder ist.

Eine berührende Geschichte über die Suche zweier junger Menschen nach der eigenen Wahrheit, über Familie, Freundschaft und Aufrichtigkeit.


"Travniceks zweiter Roman „Junge Hunde“ handelt vom Abschied, von der Vergänglichkeit – aber auch vom Ankommen. Es ist ein Roman übers Erwachsenwerden, aber mehr noch übers Erwachsen-sein – allerdings eines, das erst ganz am Anfang steht. [...] das erzählt Travnicek lakonisch, poetisch, melancholisch, in einem ganz eigenen Ton. Und als strenge Komposition bis fast ins kleinste Bild und Motiv hinein."

CULTURMAG.DE

»Charakterstark«

WIENERIN, Dezember 2015


»Cornelia Travnicek macht die Schmerzen der Selbstfindungsprozesse mit souveränem Sprachwitz erlebbar.«

NEWS (A), 28.11.2015


»Bewegende, hochpoetische Erzählkunst!«

ORF III, TV, erLesen - Büchermagazin, 1.12.15


»Der Roman verfügt über subtilen Witz, weist Momente der Spannung auf, ist mitunter traurig und hält dennoch Abstand zur Rührseligkeit. File under: Unterhaltung mit Anspruch.«

Falter (A), 07.10.2015



Letzter Beitrag von  frenx1vor 3 Jahren
Mein Buch ist heute angekommen - vielen lieben Dank!
Zur Buchverlosung
Hallo liebe LovelybookerInnen -
nachdem es mit meinem nächsten Roman doch noch ein bisschen dauert, dachte ich, ihr wollt euch die Zeit bis dahin vielleicht gemeinsam mit mir mit einer Leserunde verkürzen :)

Mein Verlag, die DVA, war so nett ältere Texte von mir (aus dem mittlerweile  vergriffenen Prosaband "Aurora Borealis"), sowie zwei an anderer Stelle veröffentlichte Texte, als e-Book herauszubringen. Von diesem eBook mit dem Titel "Wir leben im Nordlicht" darf ich 25 Exemplare unter euch verlosen. Alle Formate sind möglich, es kann also mit allen Lesegeräten mitgemacht werden!

Über das Buch:
Das Nordlicht, dieser geheimnisvolle Kampf des Lichts am Polarhimmel, erstrahlt dort, wo es besonders kalt ist. „Wir leben im Nordlicht“ erzählt Geschichten von Menschen, die frieren und erfrieren, an Einsamkeit, der Unmöglichkeit der Liebe, an Wortlosigkeit und Gewalt. Und doch steht das Nordlicht in Cornelia Travniceks Erzählungen nicht nur für Unheil: da sind die beiden Freundinnen, die für einander keine Gebrauchsanweisung brauchen; da ist das junge Paar, das doch zu zweit geht, weil es leichter ist; da ist die Mutter, die an das Glück ihres Sohnes glaubt, die Stiche in seiner Armbeuge wird sie nie sehen. Acht Erzählungen – ohne Pathos, ohne voyeuristische Betroffenheit, unsentimental, lakonisch, poetisch.

Hier gibt es eine Leseprobe


Also, wenn ihr Fans anspruchsvollerer Kurzprosa seid, bewerbt euch bis 1. April.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Cornelia Travnicek im Netz:

Community-Statistik

in 223 Bibliotheken

auf 32 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 8 Lesern gefolgt

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