Cornelia Travnicek Chucks

(116)

Lovelybooks Bewertung

  • 108 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 1 Leser
  • 61 Rezensionen
(29)
(42)
(30)
(13)
(2)

Inhaltsangabe zu „Chucks“ von Cornelia Travnicek

Mae zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin über Metaphysik und Komplizierteres. Im AidsHilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae gegen sein Verschwinden anzukämpfen: Sie sammelt seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien und fängt zuletzt die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Schon einmal hat sie einen geliebten Menschen verloren, ihren älteren Bruder, von dem ihr nur ein paar rote Chucks geblieben sind.

Ein emotionales Buch mit interessanter Erzählweise, das aber nach meinem Geschmack gern auch etwas mehr ins Detail hätte gehen können.

— once-upon-a-time
once-upon-a-time

Mae hat mich sehr überzeugt! Sie kommt natürlich und ungezwungen rüber. Schon lange kein Buch mehr gelesen mit so einem einmaligem Charakter

— GlitterFairy
GlitterFairy

Stöbern in Romane

Töte mich

Ein leichtes und doch doppelbödiges Kabinettstück, unterhaltsam und grazil-heftig.

Trishen77

Drei Tage und ein Leben

Mitreisend und grausam

dartmaus

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Ein Roman wie eine Ratatouille

Schwaetzchen

Palast der Finsternis

Schrecken unter der Erde...

Eternity

Die Kapitel meines Herzens

Spezieller Hauptcharakter, zu dem ich leider keinen Zugang fand...

Eternity

Ellas Geheimnis

Ein Buch, das einen kaum loslässt.

nati51

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Von Trauer, Verlust und Einsamkeit

    Chucks
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    Vor etwas über 3 Jahren erschien das eigenwillige Debüt der jungen Österreicher Autorin Cornelia Travnicek. "Chucks" lautete der Titel, der mich ebenso ansprach wie die Aussicht auf eine tiefgründige, traurige Geschichte. Bis dato hatte ich fast ausschließlich historische Romane, Fantasy und eher leichte zeitgenössische Literatur gelesen. Dass es Geschichten gibt, in denen man auch zwischen den Zeilen lesen kann, war mir neu. Statt das Neue zu erkennen und mich darauf einzulassen, verschloss ich mich dem, wandte mich vom Buch ab. Ich stempelte es ab mit den Worten "kein gutes Buch" und gab es weg. Heute, drei Arbeitsjahre als Sozialpädagogin mit besonderem Interesse an Verhaltens- und Entwicklungspsychologie und Berufserfahrung in pädagogischen sowie psychologischen Bereichen, später, weckt die Autorin mit ihrem neusten Roman "Junge Hunde" mein Interesse und ihr Debüt "Chucks" kommt mir wieder in den Kopf. Ich mache mir Gedanken dazu. Frage mich, ob ich es nun, mit oben genannten Lebenserfahrungen, vielleicht anders betrachten würde und ertappe mich bei dem Wunsch es noch lesen zu wollen - was mir eher selten passiert. Auf der Buchmesse bekomme ich Gelegenheit mit Autorin und Verlagsmitarbeiterin zu sprechen, beide finden die Idee eines Re-Reads gut, auch auf die Gefahr hin, dass ich das Buch erneut nicht mag. Doch wie so oft ist die Veränderung der Perspektive sinnvoll für die Betrachtung. "Warum sich die lange Mitte unseres Lebens immer um den unvermeidlichen Anfang und das zu vermeidende Ende dreht." Mae ist Einzelkind. Zumindest seit dem Tod ihres Bruders. Leukämie hat ihn dahin gerafft, nach und nach zerstört. Mae hat dabei zugesehen. Unwissend aufgrund ihres Alters und mangelnder Aufklärung durch die Eltern. Eigentlich ist sie auch kein Einzelkind, denn die Eltern haben ja schon seit Beginn der Erkrankung aufgehört sie zu beachten. Alles drehte sich nur noch um ihren kranken Bruder. Eine Mae-Welt gibt es Zuhause nicht mehr. Ein Kreislauf, der in vielen Familien auftritt, in denen eins der Kinder schwer erkrankt.  Mae nimmt sich selbst in die Hand. Sie landet bei Tamara und deren Punk-Freunde, adoptiert diese sozusagen als ihre neue Familie. Ob sie ein guter Umgang für Mae sind, sei dahingestellt, aber sie geben ihr das, was sie schon lange vermisst: Aufmerksamkeit, Geborgenheit, Akzeptanz. Wie man richtig damit umgeht, weiß sie nicht, hat sie möglicherweise verlernt. Das bekommt auch Jakob zu spüren, mit dem sie später eine feste Beziehung eingeht. "Das bin ich, sind wir, im Endeffekt: nicht gern allein." Das Verhältnis zur leiblichen Familie ist gebrochen. Der Vater hat diese schon vor langer Zeit verlassen, die Beziehung zwischen Mutter und Mae ist kalt und leer. Lange versucht Mae dort Aufmerksamkeit zu bekommen. Doch die Mutter traut sich nicht angemessen zu reagieren. Angst und Trauer beherrschen sie nach wie vor. Zwischen ihr und ihrer Tochter gibt es keine Interaktion mehr, nur noch ein dunkles Loch. Es kommt, wie es kommen muss - Mae wird straffällig. Um einer Haftstrafe zu entgehen, leistet sie Sozialdienst ab. In einem Haus für Aids Kranke. Dort lernt sie Paul kennen und auf besondere Art finden die beiden zueinander. Mae muss sich nun wieder damit auseinandersetzen, dass ein Mensch, der ihr am Herzen liegt, von einer Krankheit aufgefressen wird, bis nichts mehr von ihm da ist. Man könnte sich fragen, warum sie sich das noch einmal antut? Warum sie all diese Qualen auf sich nimmt? Aber es ist ihre Art Ruhe zu finden. Ihre Möglichkeit den Sterbenden zu begleiten, Abscheid zu nehmen und bewusst die Trauer zu verarbeiten. " 'Was sonst? Wir haben doch nur Angst, dass es aus sein könnte, dass wir dieses und jenes nicht mehr erleben. Wir ärgern uns, dass der Spaß ein Ende hat.' 'Und der Schmerz?' 'Der Schmerz ist dann die Sache all jener, die noch länger hier bleiben.' " Ich empfinde die Grundstimmung des Romans als sehr drückend. Ich habe Mitleid mit Mae, deren Leben anders hätte verlaufen können, sollen, wenn es darin nicht so viele unausgesprochene Worte, so viele unterdrückte Taten gegeben hätte. Außerdem mag ich Paul, Jakob und Tamara, die jeder seine eigene Last zu tragen haben, zum Teil aber auch von Mae mit reingezogen werden, kann ihnen nur schlecht beim Leiden zusehen. Vor drei Jahren fand ich Maes Verhalten sehr seltsam und vor allem abstoßend. Sie sammelt Pauls Fußnägel in Tupperdosen ... hallo?! Heute erkenne ich die Gründe für ihr Verhalten, weiß wie es dazu kommen konnte. Welche Erfahrungen sie zu der jungen Frau gemacht haben, die sie ist. Wie sehr sie immer noch von Verlusten und Ängsten beherrscht wird und an allem festhält, was sie festhalten kann. Nicht normal, aber erklärbar.  "Das ist, was Paul erreicht: dass ich mich erkannt fühle." Ich habe den Roman diesmal richtig gern gelesen. Die kurzen, prägnanten Sätze der Autorin gefallen mir. Sätze, die auf verschiedene Arten gelesen werden können - oberflächlich unterhaltend oder eben auch tiefgründig und nachdenklich. Die volle Punktzahl bekommt die Cornelia Travnicek für "Chucks" immer noch nicht. Dafür ist die Beziehung zwischen Mae und mir einfach zu kühl. Mae kann halt nicht anders, aber ich auch nicht. Außerdem brauche ich noch ein bisschen Spielraum für die anderen Romane der Autorin, denn die möchte ich nun unbedingt auch lesen.

    Mehr
    • 2
  • **VOLL** Wanderbuch "Chucks" von Cornelia Travnicek **VOLL**

    Chucks
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    Hallo, da ich das Buch vor kurzem erst gelesen habe und es sicherlich noch mehr von Euch gibt, die es auch interessiert, biete ich es hier als Wanderbuch an. Es zählt nämlich auch zur Debütautoren-Aktion. Klappentext: Mae ist Anfang zwanzig und zog vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin Tamara über Quanten und Strings, Quarks und Spins. Im Aids-Hilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie den HIV-positiven Paul kennen, verliebt sich in ihn und macht Schluss mit Jakob, der eh nur Luftschlösser baut. Mit Paul ist das Leben jeden Tag neu, weil jeder Tag der letzte sein kann. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien zu sammeln, zuletzt fängt sie die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Sie weiß genau, wie man gegen das Vergessen ankämpft. Von ihrem älteren Bruder sind ihr nur ein Paar nagelneue Chucks geblieben, die sie Tag für Tag trägt. Die Regeln für das Buch: - Dein Vorleser wird Dich nach Deiner Adresse fragen. Gib bitte kurz hier bescheid, wenn das Buch bei dir angekommen ist und wenn du es an den nächsten weiter schickst. Die Adresse deines Nachfolgers auf der Liste kannst du ganz einfach per Nachricht selbst erfragen, sobald du fertig bist. Die Portokosten trägt ebenfalls jeder selber! - Ich würde mich sehr über eine Rezension freuen um zu sehen, wie Euch das Buch gefallen hat. Gerne könnt ihr auch einen kurzen Kommentar auf meinem Blog hinterlassen (unter meiner Rezension zum Buch http://dieliebezudenbuechern.blogspot.com/2012/03/rezension-chucks-von-cornelia-travnicek.html) - das ist aber natürlich keine Bedingung. - Das Buch hat 187 Seiten, sollte also relativ schnell zu lesen sein. Zwei Wochen sollten zum Lesen also ausreichen. Wenn ihr es vorher schafft umso besser. - Generell gilt außerdem bei Wanderbüchern: falls es verloren gehen sollte, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für eine Neuanschaffung. Der letzte in der Liste schickt das Buch dann wieder zurück an mich. Adresse auf Anfrage, wenn es soweit ist. Eine Bitte habe ich noch: Bitte geht pfleglich mit dem Buch um!!! (Versand im Luftpolsterumschlag) Die Liste von kiwi_ 01 angel2212 - [erhalten] und [gelesen] 02 Nicecat --> [erhalten am 31.03] und [gelesen] 03 fabulanta --> [erhalten am 04.05] und [gelesen] 04 ferkel --> [erhalten am 23.07] und [gelesen] 06 manu-83 --> [erhalten am 29.07] und [gelesen] 06 Pennelo --> [erhalten] und [gelesen] 07 KinderundBuecher --> [erhalten am 18.09] und [gelesen] 08 Schnippsi --> [erhalten am 13.10.] und [gelesen] 09 gamaschi --> [erhalten] --> zurück an kiwi_ Warteliste: sissy84 (da es bei anderen WB Probleme gibt, erstmal ausstehend) Dank andrea_zeige ist hier noch einmal eine zweite Runde gestartet. Sie bietet ihr Buch ebenfalls als Wanderbuch an. Die Bedingungen sind natürlich die gleichen! Bitte pfleglich mit dem Buch umgehen! Die Liste von andrea_zeige 01 Deli [erhalten] und [gelesen] 02 Anendien --> [erhalten am 04.04.] und [gelesen] 03 Fake_Illusion --> [erhalten am 16.04] und [gelesen] 04 lake_like --> [erhalten am 02.05] und [gelesen] 05 agnieszka --> [erhalten am 21.05] und [gelesen] 06 Marakkaram --> [erhalten] und [gelesen] 07 koeniginvonsaba --> [erhalten] und [gelesen] 08 Gackelchen --> [erhalten 04.07] und [gelesen] 09 Nefertari35 --> [erhalten am 25.07] und [gelesen] 10 Bücherwurm --> [erhalten am 18.09] und [gelesen] --> zurück an andrea_zeige Viel Spaß beim Lesen :)

    Mehr
    • 196
  • Chucks - Cornelia Travnicek

    Chucks
    SonnenBlume

    SonnenBlume

    26. December 2014 um 20:41

    Maes Leben war in Ordnung, bis ihr Bruder an Krebs stirbt und sich ihre Eltern trennen. Ihre Familie bricht auseinander und sie geht freiwillig auf die Straße, wo sie auf Tamara trifft, mit der sie einen weiteren Teil ihrer Zukunft verbringt. Bei Dosenbier und Joints lebt sie in den Parks Wiens und nimmt an vielen Protestaktionen teil. Genau bei einer solchen trifft sie auf Jakob, einen jungen Architekten, der sie bei sich aufnimmt. Es wird für mich nicht klar, ob sie eine Beziehung führen oder es sich nur um Freundschaft plus handelt, in jedem Fall wohnen sie aber zusammen. Wegen Körperverletzung bekommt Mae aber eine Strafe auferlegt und muss im Aids- Hilfe-Haus die Patienten aufnehmen. Mit ihrem Bewährungshelfer kommt der rebellische Teenager nicht wirklich klar und als ihre Zeit vorüber ist, kracht sie auch mit ihrem Chef zusammen, der ihr vorwirft, dass sie zu unfreundlich zu den Patienten ist. Aber die „Zwangsarbeit“ hatte auch ihre guten Seiten, denn Paul stolpert im wahrsten Sinne des Wortes über sie. Aus heiterem Himmel verlässt Mae Jakob und steht mit gepackten Koffern bei Paul vor der Tür. Paul ist HIV-positiv, aber das macht Mae nichts aus, denn ohne es richtig zu merken, verliebt sie sich in den Fotografen. Als die Krankheit bei Paul ausbricht und er Tag für Tag immer mehr verschwindet und durchscheinender wird, beginnt Mae Erinnerungen zu sammeln. Seine Zehennägel, eine Haarsträhne und bevor er stirbt auch noch die Luft in seinem Krankenhauszimmer. Verzweifelt versucht sie gegen den Verlust anzukämpfen, der schon seit ihrer Kindheit ein fixer Bestandteil ihres Lebens ist. Zu Beginn wird dem Leser ein normaler Teenager mir typischer Scheiß-egal-Haltung präsentiert, der sich aber im Laufe der Geschichte in eine reife junge Frau entwickelt, die sensibel ist und Liebe und Zuneigung dringender als alles andere braucht. Als Paul dann zu sterben beginnt, versucht sie krampfhaft, an allem festzuhalten, das ihr bleiben kann. Sie ist so verletzlich, zeigt dies nach außen hin aber nicht so sehr wie andere. Die Geschichte in dem Buch ist wie das Leben selbst. Es kommen Menschen und es gehen Menschen. Nur wenige bleiben, manche davon auch nur als Erinnerung. Manchmal fällt es einem leicht, jemanden gehen zu lassen, andere Male zerbricht man fast daran. Und doch geht das Leben weiter. Irgendwie. Ich finde es schön, wie die Protagonistin ihre Liebe und Zuneigung durch das Sammeln von Erinnerungen zeigt, unbewusst, aber als Leser ist man sehr berührt. 

    Mehr
  • Der Klappentext versprach mehr, als das Buch hielt... Eine enttäuschend hohle Geschichte...

    Chucks
    HazzzelEyyyes

    HazzzelEyyyes

    12. September 2014 um 14:58

    Als ich den folgenden Klappentext las, war mir klar, ich muss dieses Buch lesen... Punkig, zärtlich, bedingungslos ehrlich – eine starke neue Stimme! Mae zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin über Metaphysik und Komplizierteres. Im AidsHilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie Paul kennen und verliebt sich in ihn. Als bei ihm die Krankheit ausbricht, beginnt Mae gegen sein Verschwinden anzukämpfen: Sie sammelt seine Haare und Fußnägel wie Devotionalien und fängt zuletzt die Luft in seinem Krankenzimmer in einem Tupperdöschen ein. Chucks erzählt eine bezaubernde Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod und ist von einem Ton durchdrungen, der mal humorvoll, mal aufwieglerisch laut, aber auch überaus zärtlich sein kann. Der Klappentext verspricht mehr, als das Buch im Endeffekt halten konnte. Die Hauptfigur Mae sprang wahllos in mehren Szenen hin und her. Mal ging es um ihre Zeit als Punk auf der Strasse, mal um den Krebstod ihres Bruders Sebastian, mal um die Beziehung zu Jackob und dann um Paul, der während ihrer Beziehung starb. Die etwas lieblos zusammen gewürfelten Worte, Sätze und Absätze ließen kaum Raum für Gefühl, Romantik und Tränen. Ein Buch, welches einen so magischen anziehenden Klappentext hat, verpufft lieblos zwischen den Zeilen. Ich hätte mir mehr Geschichte, mehr Gefühl, mehr Dramatik, mehr Romantik, mehr Beziehung, mehr Drumherum und mehr Tränen gewünscht. Schade... Lieben Gruß HazelEyes

    Mehr
  • Chucks

    Chucks
    InaVainohullu

    InaVainohullu

    26. January 2014 um 17:10

    Das Cover passt zum Titel, wie der Titel zum Cover passt. Man sieht einen roten Turnschuh und Schmetterlinge, beides ein wichtiger Bestandteil in Mae's Erinnerungen. Mich würde das Buch rein optisch immer wieder ansprechen. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gewöhnungsbedürftig, denn sie springt innerhalb eines Kapitels mehrmals und ohne jegliche Form der Vorwarnung in der Zeit vor und zurück, wobei sich das Zurück auf mehrere Teile der Vergangenheit der Protagonistin Mae bezieht. Mit der Krankheit von Maes Bruder beginnt sich deren Leben komplett zu verändern. Als er schließlich stirbt gerät alles aus den Fugen. Die Eltern trennen sich und Mae hat mit beiden ihre Probleme, weshalb sie irgendwann aus freien Stücken auf der Straße und somit bei Tamara landet, die zu Mae's wichtigster Bezugsperson wird, in einer Zeit, in der sie keine Lust mehr auf Schule hat, sich lieber herumtreibt, sich Widerstandsbewegungen anschließt und ihre Zeit in den schönen Wiener Parks verbringt um Bier zu trinken und über das Leben im Allgemeinen zu philosophieren. Dies scheint sich zu ändern als Jakob in ihr Leben tritt. Der junge Architekt ist verlässlich, zielstrebig und das komplette Gegenteil von Mae. Er zeigt ihr ein anderes Leben, das sie wiederum aufgibt als ihr bei ihrer, durch ihren Bewährungshelfer auferlegten, Arbeit in der Aids-Hilfe Paul begegnet. Paul hat Aids, doch das schreckt Mae nicht ab. Sie verliebt sich in ihn und braucht etwas an dem sie sich festhalten kann, als die Krankheit ihn ihr mehr und mehr wegnimmt. Mae wirkt erst wie ein klassisch aufmüpfiger Teenager auf mich, doch sie entwickelt sich in eine völlig andere Richtung, als sie auf Paul trifft. Aus dem Mädchen mit der "Scheiss-egal-Haltung" wird eine sensible junge Frau, die beginnt ihre Liebe in Tupperdosen zu packen und einzufrieren, nur um daran festzuhalten. Es gibt immer wieder kurze Ausschnitte aus verschiedenen Zeiten und man muss sich einiges zusammenpuzzeln um die Zusammenhänge zu finden und zu begreifen. Manches wird leider gar nicht erläutert, das ist auch der Grund warum ich dem Buch nicht die volle Punktzahl geben kann. Das Buch hat mich sonst aber wirklich positiv überrascht und mich am Ende auch zu Tränen gerührt. Fazit: Trotz anfänglicher Verwirrtheit, konnte mich Cornelia Travnicek mit ihrem eigenwilligen Erzählstil wirklich schnell fesseln. Vor allem die Geschichte im Hier und Jetzt hat mich sehr gerührt. CHUCKS ist rebellisch, sensibel, skurril, draufgängerisch, bittersüß und wunderschön.

    Mehr
  • Mae hat Paul und Paul hat Aids...

    Chucks
    Rosha

    Rosha

    26. September 2013 um 11:35

    Die Einordnung des Romans fällt nicht leicht. Die erwachsene Mae erzählt uns aus ihrem Leben. Dabei springt sie immer wieder in die Vergangenheit zurück, erzählt von Begebenheiten, die sie als Kind erlebt hat. In gewissem Sinne könnte man deshalb diesen Roman auch als Jugendbuch deklarieren. Mit dem Krebs-Tod von Maes Bruder (den sie innig liebt) zerbricht nicht nur die Familie, sondern auch ihre Kindheit (sie ist zehn Jahre alt). Und damit das Urvertrauen, auf das sich die Persönlichkeitsbildung stützt. Mae lässt sich Stacheln wachsen, die sie der Welt und allen Menschen entgegen hält. Sie erscheint ruppig, unhöflich, dreist, enthemmt und auf ganzer Linie unsympathisch. Doch das alles dient ihrem Schutz. Darunter gibt es noch eine andere Mae, eine, die genau hinsieht, die zu aller Liebe fähig ist. Diese schenkt sie Paul, der an Aids erkrankt ist, von dem sie weiß, dass auch er sie verlassen wird, wie schon ihr Bruder zuvor. Auch Tamara, eine Punkerin, spielt eine große Rolle in Maes Leben, als sie sich dem aus den Fugen geratenen Leben verweigert und eine Zeit lang mit Tamara auf der Straße lebt. In Maes Worten hört sich das so an: S. 11 Auf einmal hatte ich einen Punk und war unheimlich stolz darauf, selbst Pippi Langstrumpf hat es nur zu einem Affen gebracht. Das nichtlineare Hin- und Herspringen in der Zeitleiste ist anfangs etwas verwirrend bis ärgerlich. Man muss sich konzentrieren, bei einem Buch, das sich von der Schreibweise wunderbar leicht lesen lässt. Aber diese Konzentration ist unabdingbar, wird dem Buch nur gerecht. Die Autorin verbindet das Schwere mit dem Leichten, das scheinbar Offensichtliche mit dem Tiefgründigen. Sie stellt Maes Suche nach Sicherheit und der gleichzeitigen Gegenwehr dar. S.15 Jetzt ist alles anders, jetzt umgibt mich Sicherheit. Sicherheit, das ist, wenn man Milch über seine Cornflakes gießen kann, ohne sich vorher schnuppernd vergewissern zu müssen, dass man nicht gleich verdorbene Eiweißklümpchen auf seinen Ballaststoffen findet. Das Buch entzieht sich einer Kategorisierung, zeigt verschiedene Facetten. Es stößt ab und bindet den Leser gleichzeitig an das Geschehen. Es ist flapsig und doch zutiefst ernsthaft. Ein Buch voller Widersprüche, von dem ich jedoch eines ganz genau sagen kann: Es hat mich berührt. Ich habe mir ganz viele Textstellen markiert, die mich sehr angesprochen haben. Hier noch ein Beispiel, in dem Mae von ihrem Bruder erzählt: S. 126 Sebastian. Se-bas-ti-an. Jede Silbe dieses Namens nahm in meinem Kopf Anlauf, stieß mir von hinten gegen die Augäpfel wie ein Meißel, wollte Tränen absprengen wie kleine Gesteinssplitter. Das ist ein unaussprechlicher Name.

    Mehr
  • Tiefgreifend und berührend

    Chucks
    Ninjutsu

    Ninjutsu

    13. August 2013 um 12:55

    Inhalt Das Buch dreht sich um das Leben von Mae. Mae die als Punk, mit ihrer Freundin Tamara durch Straßen von Wien zieht und deren Bruder an Krebs gestorben war. Während sie ihre Strafe wegen Körperverletzung im Aids-Hilfe-Haus abarbeitet lernt sie Paul kennen, der Aids hat. Sie verliebt sich in ihn und trennt sich von Jakob um mit ihm zusammen zu sein. Auch als bei Paul die Krankheit ausbricht weicht sie ihm nicht von der Seite. Cover Das Cover ist wirklich schön gestaltet. Die Idee den Titel in die Streifen des Chucks zu schreiben ist wirklich gut gelungen. Der Fokus liegt ganz auf dem Schuh und die Schmetterlinge bringen etwas Lebendigkeit ins Cover. Mich hat das Cover sofort angesprochen. Es ist einfach mal etwas Anderes. Meinung Ich hab dieses Buch direkt nach "Was vom Sommer übrig ist" gelesen und dachte im ersten Moment: "Och nö, schon wieder so ein tiefgreifendes Buch". "Chucks" hat mir aber sehr viel besser gefallen. Die Geschichte wird in der Ich-Form aus der Perspektive von Mae erzählt. Schnell wird einem klar, wieso das Buch "Chucks" heißt. Ich finde den Titel gut gefällt, er ist im Gegensatz zu vielen anderen kurz und knackig. Es wird oft zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, was manchmal nicht so einfach zu verstehen ist, mit der Zeit aber leichter wird. Es ist wirklich erstaunlich und berührend wie Mae damit umgeht, das ihr Freund Paul bald sterben wird.  Die Charaktere sind ganz gut ausgearbeitet. Was ich mir aber gewünscht hätte, wäre zu erfahren wieso Mae so geworden ist. Das hat sich mir leider nicht so ganz aus den Rückblenden erschlossen. Ein paar Kapitel mehr hätten also nicht geschadet und man hätte Maes Verhalten noch besser verstanden. So aber bleiben einige Fragen offen. Das könnte aber von der Autorin durchaus gewollt sein, denn so denkt man später noch über das Buch nach und versucht irgendwie Antworten auf die offenen Fragen zu finden. Den Schreibstil fand ich sehr erfrischend, so konnte man sich Mae noch viel besser vorstellen. Fazit Ein sehr berührendes und auch ein wenig philosophische Buch mit viel Tiefgang. Wer mal etwas ganz anderes Lesen möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Von mir bekommt das Buch 4 von 6 Bookie-Monster. 

    Mehr
  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

    Mehr
    • 37
  • Rezension zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    nw0783

    nw0783

    25. January 2013 um 16:50

    Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, es wird flüssig erzählt und man findet sehr schnell in die Geschichte hinein. Ich denke nicht, dass es in diesem Buch um Spannung geht dennoch kann man nichtmehr aufhören zu lesen. Es regt zum Nachdenken an und man wird wieder einmal daran erinnert wie gut es einem geht. Überraschend fand ich, dass parallelen zu einem anderen Buch gezogen wurden, welche ich erst vor kurzem gelesen habe (Plenzdorf) bzw. Harald Lesch dem ich auch positiv zugewandt bin und mich fast täglich beschäftige.

    Mehr
  • Rezension zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    Dubhe

    Dubhe

    16. January 2013 um 20:36

    Mae verliert schon sehr früh ihren großen Bruder, in der Jugend hat sie ständig geschwänzt, geraucht und getrunken und nun als junge Erwachsene ist sie nicht viel besser, nur dass sie einen Freund hat und Sozialstunden in einem AIDS-Hilfehaus abarbeiten muss. Und dort verliebt sie sich in Paul, der sein Leben lebt, als wäre es sein letzter, da es wirklich bald so sein könnte... . Ein nettes Buch, das etwas sonderbar in der Reihenfolge der Erzählungen ist. Es wechselt sich immer regelmäßig mit Jugend, Gegenwart und Kindheit ab. Am herzzerreißensten ist ihre Kindheit, in der es um ihren großen Bruder geht. Alles in allem geht es eigentlich um das große böse Leben und wie es manchmal so spielen kann. Ob wir aus den Situationen etwas gutes oder böses machen, das liegt allein bei uns.

    Mehr
  • Rezension zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    libri

    libri

    16. November 2012 um 10:02

    Ein schönes, intensives Buch. Toll geschrieben. Mara lässt ihr Leben Revue passieren : ihr Bruder, Mae, Paul und Jakob spielen jeweils eine wichtige Rolle. Die jeweiligen Erzählstränge werden ohne langes Drumherum abwechselnd zur Sprache gebracht. Kann irritierend sein, ich fands aber ok, da man sofort merkte um wenn es gerade ging. Mir hats prima gefallen.

  • Leserunde zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    CorneliaTravnicek

    CorneliaTravnicek

    Ich freue mich sehr darauf hier eine Leserunde zu meinem ersten Roman "Chucks" begleiten zu dürfen. Weitere Informationen folgen bald in den jeweiligen Unterthemen. (Die Titel der Themen sind an die Struktur der Kapiteltitel in meinem Buch angepasst.) Ich bin leider irrsinnig schlecht darin selbst meine Bücher zusammenzufassen (ich hole immer zu weit aus und erzähle zu viel), darum hier als Info für euch der Klappentext: Mae ist Anfang zwanzig und zog noch vor Kurzem als Punk durch die Straßen Wiens, lebte von Dosenbier und den Gesprächen mit ihrer Freundin Tamara über Quanten und Strings, Quarks und Spins. Im Aids-Hilfe-Haus, wo sie eine Strafe wegen Körperverletzung abarbeiten muss, lernt sie den HIV-positiven Paul kennen, verliebt sich in ihn und macht Schluss mit Jakob, der eh nur Luftschlösser baut. Mit Paul ist das Leben jeden Tag neu, weil jeder Tag der letzte sein kann. Chucks ist eine bezaubernde Geschichte vom Aufwachsen zwischen Liebe und Tod – punkig, zärtlich, bedingungslos ehrlich. "Wenn ich mit einer Figur der zeitgenössischen Literatur in einem Lift stecken bleiben möchte, dann mit Mae. Ob ich heil aus dem Lift kommen würde, weiß ich nicht, aber das wär's wert." Clemens J. Setz Ich bin gespannt auf euch und eure Meinungen zum Buch - bewerbt euch bitte bis zum 5. März (Erscheinungstermin, Ende der Bewerbungsfrist genau um 23:59 Uhr) im Unterthema "Vom Buch und warum ihr es lesen wollt." Es werden insgesamt 25 Bücher verlost.

    Mehr
    • 789
  • Rezension zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    gamaschi

    gamaschi

    28. October 2012 um 13:00

    Mh...bin nicht so gut mit dem Buch zurecht gekommen. Die Handlung sprang immer so hin und her und manchmal wusste ich nicht, wo Mae gerade war....Habe es aber trotzdem zu Ende gelesen.

  • Rezension zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    LibriHolly

    LibriHolly

    16. October 2012 um 17:08

    „Warum sich im Leben immer genau die Situationen wiederholen, die man doch auf keinen Fall noch einmal erleben will.“ (erster Satz von „Chucks“) Mae Reimer ist gerade einmal 10 Jahr alt, als ihr 3 Jahre älterer Bruder an Leukämie stirbt. Ihre Familie zerbricht daran. Vater und Mutter lassen sich scheiden und Mae lebt teilweise auf der Straße mit ihrer Drogensüchtigen Punk-Freundin Tamara. Als sie den jungen Architekten Jakob kennenlernt zieht sie kurzentschlossen zu ihm. Jakob ist bequem, umsichtig, informiert, ein Sparbuchbesitzer, taktvoll, rational, statisch, der geborene Planer, klassisch,….und das aufregendste was er kennt, ist illegal Premiere zu schauen oder ein illegales Feuer zu machen. Wen wundert es da, dass Mae Jakob Hals über Kopf verlässt, als sie Paul kennenlernt. Paul, sensibel, immer für eine Überraschung gut, der Mae als eigenständige Person erst so richtig wahrnimmt. Doch Paul hat AIDS. Wir, als Leser, dürfen in „Chucks“ die junge Mae ein Stück weit durch ihr nicht immer ganz einfaches Leben begleiten. Mae ist ein auf ihre Art liebenswertes Mädchen, doch auch voller Wut, Wut über den frühen Tod ihres Bruders, Wut über die Eltern, die damit nicht fertig werden und Angst davor haben sich ihrer eigenen Trauer zu stellen. Immer dabei Maes rote „Chucks“, die Schuhe ihres toten Bruders, die einzige wirkliche Konstante in Maes Leben. Doch Mae wächst mit den Jahren und den Herausforderungen, die ihr das Leben stellt. Mutig geschrieben, in einer jungen, frechen, modernen und energiegeladenen Sprache, manchmal beinahe schon vulgär, manchmal aber auch traurig, sehr feinfühlig und melancholisch. Ein Buch über das Leben, aber auch über den Tod der unweigerlich dazugehört. „These boots are made for walking…..“ …mal gespannt wohin der Weg die junge Autorin noch so führen wird.

    Mehr
  • Rezension zu "Chucks" von Cornelia Travnicek

    Chucks
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    Es tut mir wirklich leid! Ich muss leider gestehen, dass mich das Buch "Chucks" von Cornelia Travnicek weder berührt noch mitgenommen hat. Es gehört zu den Büchern, die man in wenigen Stunden runterlesen kann, die man innerhalb von 2 Tagen weglegt und fast noch schneller vergisst. Es tut mir deswegen so leid, weil ich denke, dass die Autorin mit der Erzählung aus dem Leben der jungen Punkerin Mae sicherlich aufklären, schockieren oder wenigstens berühren wollte. Vielleicht auch einfach Verständnis wecken, für die Jugend von heute, die Schulbildung in unserer Gesellschaft ablehnt und -obwohl hochintelligent und interessiert-, sich lieber auf die Strasse setzt, sich prostituiert, Drogen konsumiert und Häuser besetzt. Trotz des lockeren, leichten Erzählstils, des Springesn von Thema zu Thema, von Vergangenheit in Gegenwart und zurück, was sicher auch eine Darstellung der Zerissenheit von Maes Gedanken darstellen soll, gab es auf keiner Seite auch nur annährend eine Sympathie, Spannung oder Aufflackern des Mitgefühls. Mae ist eine junge Frau, die früh den Tod des krebskranken Bruders miterleben musste, in einer zerstrittenen Familie aufwuchs, vernachlässigt wurde und aussteigt. Mit jeder Seite wird klar, dass Mae einfach unfähig ist, sich ihren eigenen Problemen zu stellen, die richtigen Lebensfragen zu stellen, die ihr selbst weiterhelfen würden, sondern dass sie mit nahezu blinder Gewissheit sich mit Absicht in das nächste Trauma begibt. Hilfe wird abgelehnt, nicht gesucht, alles Positive schlecht gemacht, man schwimmt in der Welle der Aussteiger und merkt gar nicht, dass man sich in deren Gesellschaft genauso anpasst, wie man es ja so gar nicht möchte. Teilweise fand ich das Buch unerträglich, beispielsweise, die Schilderung des Einkaufs. Die netten Nachfragen an der Kasse werden als Kampf aufgefasst, nicht als Freundlichkeit oder Benimm, Mae steht sich auf jeder Seite, bei allen Aktivitäten selbst im Weg und merkt gar nciht, dass sie selbst sich die Wunden zufügt und nicht die Gesellschaft. Ich lebe seit 30 Jahren in Berlin in einem Stadtbezirk, der phasenweise von der Polizei aufgegeben wurde. Ich habe während meiner aktiven Zeit des Arbeitens oft mit Hausbesetzern, Ausstiegern, Obdachlosen zu tun gehabt. Zur Zeit bin ich selbst "obdachlos", lebe in einem grossen Zimmer einer Pension und nicht auf der Strasse, denn "Hinfallen" kann jeder Mensch, egal, wie alt oder intelligent oder lebenserfahren man ist. Der Trick ist, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen, selbst zu bestimmen, welchen Weg man gehen möchte, denn da, wo ein Wille und ein Ziel ist, da gibt es auch Wege und mehr oder weniger Hilfe. Sich auf die Strasse zu setzen und von anderen Menschen zu erwarten, das sie Verständnis haben und mitleidig Barmherzigkeit zeigen, damit zieht man sich selbst nur weiter runter, da muss man sich nicht wundern, wenn das Selbstbewusstsein auf Null fällt. Ohne Abitur und offizieller Einschreibung an Vorlesungen der Uni teilzunehmen, das zeugt von höchster Feigheit, man muss sich den Prüfungen nicht stellen, kann aber frech Einwände in den Hörsaal brüllen. Ich finde den Inhalt des Buches entsetzlich und kann nur jedem sagen: Das Leben auf der Strasse, das Sterben eines Aids-kranken ist wesentlich härter als hier dargestellt. Man muss nicht mit der Gesellschaft konform gehen, aber auf Kosten gerade dieser Gesellschaft zu leben, die man so verdammt, das ist einfach nur lächerlich. Schade, wirklich schade. Das Buch brachte nichts Neues, keine Erkenntnisse oder Lebensfazits, es war für mich eher ein lahmer Aufrüttelversuch, der mir aber eigenltich nur ein junges Mädel zeigte, die so komplett unfähig ist, mal über sich selbst zu reflektieren und sich selbst zu kritisieren und in diesem Sinne auch nicht wirklich intelligent ist. Man kann also gern auf das Lesen des Buches verzichten, es sei denn man möchte ohne grossen Zeitaufwand die "Gelesen"-Statistik um ein Buch erweitern.

    Mehr
    • 3
  • weitere