Cornelia Travnicek Parablüh

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Inhaltsangabe zu „Parablüh“ von Cornelia Travnicek

Mit Parablüh greift Cornelia Travnicek auf die autobiografische Lyrik der Amerikanerin Sylvia Plath (1932–1963) zurück, deren Werk in den 1960er- und 1970er-Jahren zur Kultliteratur avancierte und sie zu einer Symbolfigur der Frauenbewegung machte. Zu jedem Gedicht in Sylvia Plaths Band Der Koloss hat Travnicek eine Entsprechung geschrieben; die so entstandenen Monologe mit Sylvia sind eine faszinierende sprachliche Verbindung zweier Dichterinnen, die in unterschiedlichen Zeiten leben, dennoch ähnlich sind und mit ihrer jeweils eigenen, wachen lyrischen Sprache ihre Umgebung betrachten. So betreibt Travnicek schonungslose Introspektion, beweist einen arglosen Blick auf das soziale Leben, auf das menschliche Handeln, auf die Natur und das eigene Ich.

Großartige lyrische Umsetzung von Sylvia Plath' Colossus auf sehr interessante Art und Weise

— Wolfgang_Kunerth

Ein Buch, das Lyrik von Frauen besonders gut in den Vordergrund hebt. Zeitlos, bildstark und wunderschön.

— katkaesk

Ein sehr vielfältiger Gedichtband mit einem tollen, ich glaube sogar einzigartigem, Konzept!

— mehe

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  • 3 x 50

    Parablüh

    Estrelas

    17. August 2017 um 11:39

    "Parablüh" heißt Cornelia Travniceks Gedichtsammlung, die aus jedem Gedicht aus Sylvia Plaths "Der Koloss" ein neues macht. Als Teilnehmer der Leserunde ließen wir uns auf das Experiment ein, 50 Gedichte in 50 Tagen zu erarbeiten. Und wenn man es genau nimmt, gab es von jedem Gedicht sogar drei Versionen, denn die zugrundeliegende Sammlung Plaths ist zweisprachig zuzüglich der Adaptation. Ich war neugierig und habe die Herausforderung angenommen, weil ich von beiden Autorinnen schon viel gehört, aber noch nichts gelesen hatte und weil ich es mal wieder mit Lyrik versuchen wollte. Ich bewundere Travnicek für ihre Mission, sich solch ein viel besprochenes Werk vorzunehmen, aus jedem Stück eine Essenz zu ziehen, Elemente des Originals zu spiegeln oder neu zu interpretieren. Aber ich gebe auch zu, dass ich mich schwertat. Weder habe ich es in 50 Tagen geschafft noch habe ich tolle Analysen geliefert, weil es mir einfach schwerfiel, alle Anspielungen zu verstehen. Die Gedichte sind oft mythisch und düster, gar bedrückend (was sicher der Vorlage geschuldet ist). Und ich kann das Werk aus diesem Grund vielleicht nicht genügend würdigen; eine wertvolle Erfahrung war es dennoch. Und an manchen Stellen hat mich die Autorin auch überrascht und zum Lächeln gebracht.

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  • Leserunde zu "Parablüh" von Cornelia Travnicek

    Parablüh

    CorneliaTravnicek

    Poetry! Can you handle it?50 Tage, 50 Texte.Die Leserunde der etwas anderen Art.Gerne wird mit einem Lächeln behauptet, dass "ja mehr Leute Lyrik schreiben als Lyrik lesen" - hier kann das Gegenteil bewiesen werden!Das ist eine Leserunde für jede und jeden, der oder die sich für Lyrik des 20./21. Jahrhunderts interessiert. Es gibt 7 Print-Ausgaben von "Parablüh. Monologe mit Sylvia" zu gewinnen:http://www.limbusverlag.at/index.php/parabluehHier habt ihr Gelegenheit mit mir als Autorin genau über den Entstehungsprozess, die Hintergedanken, Interpretationen und Bedeutungen einzelner Gedichte zu diskutieren, und die Referenzen an "Der Koloss" von Sylvia Plath nachzuvollziehen. Natürlich kommt auch der persönliche Eindruck nicht zu kurz. Es soll also nicht nur eine Beschäftigung mit meinen Texten, sondern auch, über diese Brücke, mit Plaths Originalen werden. (Einiges davon ist im Internet zu finden.)Wir werden eine Reise machen. Wir werden uns Zeit nehmen.  Jeden Tag lesen wir ein Gedicht. 50 Tage, 50 Texte. Gedichte als Rätselbilder.Niemand hat hier eine Lehrmeinung. Nichts steht fest, alles wird entdeckt. Am Ende sollen 7 Auseinandersetzungen stehen, die ihr hier auf Lovelybooks, auf euren Blogs, und/oder allen anderen Medien eurer Wahl veröffentlicht - Auseinandersetzungen mit Mehrwert. Ich freu' mich darauf!

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    • 784
  • 100 Gedichte in 50 Tagen

    Parablüh

    Orisha

    24. July 2017 um 20:32

    Ein Experiment: 50 Gedichte von Cornelia Travnicek, 50 Gedichte aus Sylvia Plaths Colossus - im Dialog - Monolog miteinander. Zugegeben es war eine Herausforderung, als ich von der Aufgabe las: 50 Gedichte in 50 Tagen. Eigentlich 100 Gedichte in 50 Tagen. Denn Cornelia Travnicek hat sich Sylvia Plaths Colossus lyrisch vorgenommen und tritt in Monolog mit selbigen. Dabei sind es verschiedene Dinge, die sie aufgreift: Bruchstücke, ein Motiv, eine Antwort, ein Gedanke - so unterschiedlich diese Dinge sind, so unterschiedlich sind auch die Gedichte. Mal schwer, mal leichtfüßig. Komplex, aber nie banal, spielen beide Frauen mit Worten, ringen nach selbigen, fragen sich, geben Antworten, lassen den Leser rätseln, träumen, kombinieren und vieles mehr.Sie erzählen persönliches, mischen es mit Mythischem. Kunsthistorisches mit Naturgeschichte. Beobachtungen, Auflistungen, Gefühle, gepaart mit Themen wie Vergänglichkeit, das Altern, Liebe, Verlust oder Zeitgeschichte. So widmet Travnicek ein Gedicht dem toten Flüchtlingskind Aylan, welches zu meinen persönlichen Highlights zählt.Dank dieses Experiments konnte ich nach langem mal wieder in die Welt der Lyrik eintauchen, mich mit ihr auseinandersetzen, mich an ihr reiben, mir das Gehirn zermattern, mich freuen, traurig sein und einfach nur nachdenken. Fazit: Nehmt euch die Zeit beide Gedichtbände nebenher zu lesen. Parablüh und Der Koloss werden euch neue Welten eröffnen. Lesenswert.

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    • 2
  • Über Lyrik muss man reden!

    Parablüh

    mehe

    22. July 2017 um 13:19

    In 50 Gedichten nimmt Cornelia Travnicek das Werk "Kosloss" der Amerikanerin Sylvia Plath zur Brust und erarbeitet zu jedem Gedicht darin ein ganz persönliches Gegenstück.Mal erkennt man den Bezug deutlich und ein andermal geht Travnicek wesentlich freier an Plaths Text heran und man muss die Verbindung förmlich suchen. So ergibt sich beim synchronen Betrachten beider Gedichtbände eine Art Spurensuche.Hierbei kommt es folglich zu einer großen Varianz und auch einer enormen Bandbreite an Themen. Für jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Auch aktuelle Themen, wie etwa die Flüchtkingskrise, fließen ein. Wobei Plaths Gedichte eindrucksvoll zeigen, dass Lyrik eigentlich immer - auch nach Jahren noch - den Zeitgeist treffen kann, solange man die Zeilen so deuten möchte.Erfreulich ist der bunte, leichte und fröhliche Ton, der in "Parablüh" vorwiegt und sich sehr von Plaths düster-depressiver Grundstimmung abhebt. Das lässt aber keinesfalls auf einen Mangel an Tiefe schleißen. Das Werk besticht durch seinen Reichtum am starken Bildern und sprachliche Spitzfindigkeiten.Auch wenn der Untertitel von "Monologe[n] mit Sylvia" spricht ist dies vermutlich nur der Tatsache geschuldet, dass die Inspirationsquelle Sylvia Plath bereits verstorben ist und nicht mehr antworten kann. Denn eigentlich ist dieses einzigartige Projekt vielmehr ein Aufruf zum Dialog über Lyrik.In einer sehr ausführlichen Leserunde durfte ich diesen schönen Gedichtband näher kennen lernen und mit anderen besprechen.Mein Fazit lautet, dass es sich definitiv lohnt, sich näher mit Gedichten zu befassen. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch. Es ist immer wieder interessant, wie viele Deutungsmöglichkeiten eine einzige Zeile hergibt an die unter Umständen nicht einmal der Autor gedacht hat.Dieses Büchlein, dieses interessante Projekt, ist ein flammendes Plädoyer für die Auseinandersetzung, den Dialog mit Lyrik. Man kann "Parablüh", das durchaus für sich alleine steht, auch ohne das Referenzwerk von Plath lesen, ich empfehle aber gleich beide zu lesen (auch wenn es Plath in sich hat und nicht einfach zu lesen ist), das vergrößert die intensive und außergewöhnliche Lyrikerfahrung und kommt der Absicht der Autorin noch näher!

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    • 2
  • Lyrik inspiriert Lyrik

    Parablüh

    Kugeni

    19. July 2017 um 19:47

    „Parablüh – Monologe mit Sylvia“ ist ein Gedichtband der österreichischen Autorin und Lyrikerin Cornelia Travnicek. Inspiriert ist der Band von Sylvia Plaths „Der Koloss“. Zu jedem Gedicht gibt es in „Parablüh“ ein Gegenstück. Chronologisch sind alle Gedichte entsprechend dem „Koloss“ geordnet, so dass man beide Werke gut parallel lesen kann, so wie ich es gemacht habe.   LESEEINDRUCK Travniceks „Parablüh“ ist keinesfalls eine „Neuauflage“ des „Koloss“ oder der Versuch einer Nachdichtung. Ganz im Gegenteil! Travnicek nutzt Plaths Originale als Inspirationsquelle aus der sie etwas  ganz Neues, Eigenes erschafft. Manchmal greift sie dabei das Thema wieder auf oder auch nur ein einzelnes Element und bringt es in einen aktuellen Kontext oder nutzt es zum Ausdruck eigener Gedanken und Erfahrung. Beide Künstlerinnen drücken sich in ihren Werken ganz klar mit ihrer eigenen Stimme und Persönlichkeit aus. Plaths Gedichte sind durchzogen von den Depressionen, der inneren Zerrissenheit und der Todessehnsucht unter der die Lyrikerin Zeit ihres Lebens gelitten hat. Diese düstere Grundstimmung wird von Travniceks nicht aufgegriffen. Die Sprache ist leichter ohne dabei ein Ernsthaftigkeit zu verlieren. Die einzelnen Gedichte rühren auf, bewegen, regen zur Selbstreflektion an oder zaubern einfach mal ein Lächeln ins Gesicht.   Meine persönlichen Favoriten in „Parablüh“ waren „Bis dahin“ welches sich mit der eigenen Identität und Identitätsfindung beschäftigt und „Meine nachtwandernden Schwestern“ welches die Rolle der Frau aufgreift. Auch die Gedichte über den Herbst haben mir sehr gut gefallen welcher von Travnicek als golden, fruchtbar und Zeit des Wandels dargestellt wird. Ein weiteres Highlight dann der Abschluss des Bandes, der Zyklus über die Raunächte welcher mystisch, surreal und traumgleich anmutet.   FAZIT Ich kann die Lektüre beider Gedichtbände in Kombination nur empfehlen. Die jeweiligen Gedichtpaare ergänzen sich untereinander sehr gut und lassen das jeweils andere Gedicht noch mal durch ganz neue Augen sehen und immer wieder neue Aspekte entdecken. Jedoch „Parablüh“ funktioniert auch eigenständig. Beide Autorinnen haben ihre ganz eigene Erzähl- und Bildsprache in die ich mich mit jedem Gedicht etwas mehr hineinfühlen konnte und auch heimisch gefühlt habe.    

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  • Faszinierende Lyrik einmal anders

    Parablüh

    Wolfgang_Kunerth

    19. July 2017 um 01:41

    Parablüh von Cornelia Travnicek ist eine großartige Interpretation der Gedichte von Sylvia Plath in ihrem Werk Colossus. Sie nimmt Die Vorlagen als Ausgangspunkt für eine sehr persönliche Umsetzung, teilweise stilistisch und inhaltlich mit gewissen Parallelen, aber das Spannende und Faszinierende ist, dass immer ein ganz eigener Ansatz zu erkennen ist. Ein spielerischer sehr mitreißender Umgang mit Lyrik, teils realistisch, teils ins Surreale entführend, aber immer berührend und fesselnd. Ein großartiges lyrisches Experiment!

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  • Grandiose Lyrik

    Parablüh

    katkaesk

    17. July 2017 um 13:17

    Das Buch besticht durch den Gegenwartsbezug genauso wie durch den Vergangenheitsbezug zur Lyrik, die Sylvia Plath in den 1960iger Jahren geschrieben hat. 50 Gedichte von Plath, die in je 50 neue Gedichte von Travnicek münden, dabei zeitlos, bildstark und wunderschön. Viele selbsterfahrene Eindrücke sind kunstvoll verarbeitet worden, ein ganz eigenes Genre.

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