Cornelius Hartz Excrucior

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Inhaltsangabe zu „Excrucior“ von Cornelius Hartz

In der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. ist das Leben im alten Rom von Dekadenz und Gedankenlosigkeit geprägt. Zugleich ist die Stadt Schauplatz politischer Intrigen, fingierter Prozesse und grausamer Morde. Während Caesar in Gallien Krieg führt, befindet sich Rom am Rande eines neuen Bürgerkriegs. Zu dieser Zeit wendet sich eine Gruppe junger Männer von der Politik ab und flüchtet sich in die schöne Scheinwelt der Dichtung. Einer von ihnen wird zum berühmtesten Poeten der Welt: Catullus. Der junge und unbequeme Dichter hat nur Hass und Misshandlung erfahren. Er sucht nach Liebe, doch als er sie gefunden hat, wird alles nur noch schlimmer ...

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  • Rezension zu "Excrucior" von Cornelius Hartz

    Excrucior
    sabisteb

    sabisteb

    13. August 2010 um 12:36

    Der VERLAG PHILIPP VON ZABERN ist ein international führender Fachverlag auf allen Gebieten der Archäologie, Geschichte und Kunstgeschichte. 2008 erweiterte der Verlag sein Repertoire um historische Romane. Auch hier bleibt der Verlag jedoch seinen selbst gesetzten hohen Standards und seinen Qualitätsansprüchen treu. Mit Excucior legt Dr. Cornelius Hartz, ein klassischer Philologe, der bisher für Bücher wie "Zur Rezeption griechischer Epigramme bei Catull" und "Catulls Epigramme im Kontext hellenistischer Dichtung" bekannt ist, seinen ersten Roman vor. Excrucior handelt vom berühmten römischen Dichter Catull, der bekannt war für seine bissigen, wortgewandten Gedichte, welche die römische Oberschicht verspotteten. Catull wurde ca. 85 v. Chr. in Sirmione in der Nähe von Verona geboren. Wenig ist von seinem Leben bekannt, aber anhand von Zeitzeugenberichten und basierend auf seinen Gedichten erschafft Cornelius Hartz ein farbenfrohes Sittengemälde der damaligen Zeit und erzählt von der zwiespältigen, gequälten Künstlerseele des römischen Dichters. Cornelius Hartz lässt Gaius Licinius Macer Calvus am Vorabend seines Todes seine seit Knabenzeit besztehende Freundschaft zu Catullus Revue passieren. In Episoden, die eingebettet sind in die Beschreibung des letzten Abendessens mit Catullus, erzählt Calvus vom bewegten Leben seines Freundes. Catullus, geboren als Gaius Valerius Catullus wurde mit einem Feuermahl, welches einen Großteil seines Gesichtes bedeckte, geboren. Seine Mutter starb bei seiner Geburt und sein Vater hasste ihn deswegen. Als sein Bruder, teils durch Catulls Mitverschulden, ermordet wird, sperrt er den Jungen zunächst wochenlang fort und schickt ihn anschließend nach Rom, um ihn nie wieder sehen zu müssen. Schon früh in seinem Glauben an die Liebe und Zuneigung pater familias erschüttert, muss Catull bereits mit 15 Jahren seinen eigenen Weg finden. Statt jedoch Anwalt zu werden, wie es sein Vater für ihn beschlossen hatte, entdeckt er seine Leidenschaft zur Dichtkunst und verfällt der fixen Idee, das perfekte Gedicht zu schreiben, die sein weiteres Leben beherrschen soll. Aus dem übermütigen Jungen wird mit der Zeit ein Besessener, der sich in die berühmt berüchtigte Clodia verliebt, welche ihn jedoch nur benutzt und verachtet. Zerrissen zwischen Liebe und Hass zu dieser Frau ergeht sich Catullus in Selbstzerfleischung und Weltschmerz, die ihn kreativer werden lassen den je. Cornelius Harzt beschreibt sprachgewandt und fesselnd die Kindheit, Jungend und kurze Lebenszeit dieses größten römischen Dichters; die freundlichen und hellen Seiten der Dichterseele aber auch deren dunklen Abgründe. Jedes der Buchkapitel beginnt mit einem passenden Ausschnitt aus einem von Catulls Gedichten, die auch als historischer Beleg des Erzählten gelten können. Abgerundet wird der Roman durch eine Zeittafel der historischen Ereignisse, einer Tafel der römischen Konsuln, einem ausführlichen, erklärenden Glossar, einem Verzeichnis der historischen Personen mit kurzer Biografie, einem Literaturverzeichnis und Kartenmaterial. Mit diesem Auftakt an ersten historischen Romanen im Verlag Philipp von Zabern beweist dieser, dass historisch exakt recherchierte Romane fesselnd und spannend sein können ohne sich in der Bücherwelt gängigen Mustern beugen zu müssen.

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