Literarische Vorlage des Filmklassikers...
LITERARISCHE VORLAGE DES FILMKLASSIKERS...
Als die Erzählung "Rear Window" 1942 im Dime Detective Magazine erschien, hieß sie "It Had to Be Murder". An Mord glaubt auch Hal Jeffries, der wegen eines eingegipsten Beines zu Bewegungsunfähigkeit und Langeweile verdammt in seinem brütend heißen Hinterhof-Apartment festsitzt. In Ermangelung anderer Unterhaltung - Bücher sind nicht seine Sache - verlegt er sich aufs Beobachten. Der Blick in die Wohnungen gegenüber ist wie Kino: Auf dem Programm stehen Slapstick, Drama - und Mord. Gesehen hat "Jeff" das Verbrechen allerdings nicht. Beweise liegen schon gar nicht vor. Aber wo war plötzlich die bettlägerige Frau aus der vierten Etage? Und war das Verhalten ihres Mannes nicht äußerst seltsam? Jeff "geht" der Sache auf den Grund. (Verlagsbeschreibung)
Wie kein anderer hat Alfred Hitchcock, der 'Master of Suspense‘, für legendäre, unvergessliche Filmszenen gesorgt. Die Dusche in "Psycho“, das Weizenfeld in "Der unsichtbare Dritte“, der Glockenturm in "Vertigo“. Was vielen nicht bewusst ist: rund 40 seiner Filme basieren auf literarischen Vorlagen. Für die neue Hörbuchreihe "Verfilmt von Alfred Hitchcock“ nimmt Jens Wawrczeck sich jener Romane und Erzählungen an, die einst Hitchcock zu seinen Filmklassikern inspirierten – und diese wiederum Wawrczeck zu seiner Hörbuchreihe.
Der Fotograf Hal "Jeff“ Jeffries ist durch ein gebrochenes Bein an den Rollstuhl gefesselt und kann seine Wohnung nicht verlassen. Aus lauter Langeweile beginnt er von seinem Fenster aus, seine Nachbarn zu beobachten. Irgendwann kennt er ihre Abläufe und Gewohnheiten und hat den Eindruck, dass bei den Nachbarn gegenüber, den Thorwalds, etwas nicht stimmt. Seine Vermutungen erhärten sich immer, er sammelt kleine Indizien, beobachtet weiter und ist schließlich davon überzeugt, dass Lars Thorwald seine Frau ermordet hat. Doch wie soll er das beweisen, eingeschränkt wie er ist?
Die Kurzgeschichte von Cornell Woolrichs ist gut auf den Punkt gebracht, knapp in der Erzählung und dadurch wirklich spannend. So verzichtet die Erzählung z.B. auf die Liebesgeschichte, um die Hitchcock seinen Film erweitert hat. Die Wahl der Ich-Perspektive sorgt zudem dafür, dass auch der Hörer / die Hörerin zum Voyeur wird und die Ereignisse hautnah miterlebt. Hitchcock hat das in seinem Film sehr gut umgesetzt, aber auch das Hörbuch braucht sich nicht zu verstecken.
Auch wenn man den Film schon kennt, bleibt die Geschichte spannend - und die gerade einmal 1 Stunde und 40 Minuten des Hörbuchs vergehen (auch dank der gekonnten Sprecherleistung durch den Drei ??? Sprecher Jens Wawrczeck) wie im Flug. Empfehlenswert!
© Parden