Cory Doctorow

 4 Sterne bei 314 Bewertungen
Autor von Little Brother, Walkaway und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Sympathischer Trotzkopf mit Nerd-Appeal: Der Kanadier Cory Doctorow wurde 1971 in Toronto geboren und gehört zu den schillernden Figuren der Bloggerszene. Als Stammautor von „Boing Boing“, einem der weltweit erfolgreichsten Blogs, genießt er Kultstatus, wozu auch sein ungewöhnlicher Werdegang beiträgt. Seinen Schulabschluss erlangte er an der SEED Alternative School in Toronto, einer Privatschule, in der Schüler selbst entscheiden, was sie lernen wollen. Selbstbestimmt und ohne Zwang verlief auch Cory Doctorows Laufbahn als Student an verschiedenen Universitäten, die er ohne entsprechende Abschlussprüfungen absolvierte. Beruflich war er eine Zeit lang als Buchhändler tätig, bevor er sich für eine Karriere als Buchautor, freier Journalist und Blogger entschied. Im Jahre 2000 wurde er als bester Nachwuchsautor mit dem renommierten John W. Campbell Award ausgezeichnet. Als Mitglied der EFF (Electronic Frontier Foundation) sowie Mitbegründer der Open Rights Group gehört Cory Doctorow zu den Galionsfiguren des internetbasierten Kampfs um digitale Freiheit, Datenschutz und Erhalt der Privatsphäre im Webzeitalter. Die Nutzung digitaler Technologien prägt auch seine erfolgreichen Science-Fiction-Romane, die als Taschenbücher regelmäßig auf den Bestsellerlisten landen. Nach Jahren in London lebt der Ehemann und Vater einer Tochter heute in Los Angeles, wo er auch als Gastdozent an der University of Southern California tätig ist.

Alle Bücher von Cory Doctorow

Cover des Buches Little Brother (ISBN: 9783499257827)

Little Brother

 (143)
Erschienen am 01.11.2011
Cover des Buches For the Win (ISBN: 9783453267527)

For the Win

 (21)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Walkaway (ISBN: 9783453317932)

Walkaway

 (24)
Erschienen am 10.06.2018
Cover des Buches Little Brother – Revolution (ISBN: 9783453410374)

Little Brother – Revolution

 (16)
Erschienen am 08.11.2021
Cover des Buches Wie man einen Toaster überlistet (ISBN: 9783453320154)

Wie man einen Toaster überlistet

 (18)
Erschienen am 07.04.2019
Cover des Buches Upload (ISBN: 9783453524132)

Upload

 (14)
Erschienen am 03.03.2008
Cover des Buches Backup (ISBN: 9783453522978)

Backup

 (19)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Das echte Leben: Digitale Welten (ISBN: 9783957983046)

Das echte Leben: Digitale Welten

 (9)
Erschienen am 18.05.2015

Videos

Neue Rezensionen zu Cory Doctorow

Cover des Buches Red Team Blues – Vom Jäger zum Gejagten (ISBN: 9783453323148)
Buecherbriefes avatar

Rezension zu "Red Team Blues – Vom Jäger zum Gejagten" von Cory Doctorow

Die Zukunft ist jetzt
Buecherbriefevor 3 Monaten

Mit Red Team Blues hat Cory Doctorow einen Finanzthriller verfasst, der gegen so ziemlich jede Regel des modernen Romans verstößt und sich beharrlich den Konventionen jeglicher Genres verweigert. Was den Roman dennoch so unterhaltsam macht, erfahrt ihr in dieser Rezension.


Das rote Team greift an, das blaue Team verteidigt …


Alleine schon die Ausgangslage ist mehr als nur ungewöhnlich: Unsere Hauptfigur ist ein beinahe siebzig Jahre alter forensischer Buchhalter, der mithilfe seines Laptops die Finanzströme der Welt durchschaut, spielerisch mit Kryptowährungen und Co. umgeht, dabei Geldwäsche und andere kriminelle Aktivitäten aufdeckt und sich mit faulen Behörden, gierigen Tech-Start-ups und gnadenlosen Drogenbanden anlegt, während er wahlweise Whisky oder Hanf-Gummibärchen zu sich nimmt – Was kann da schon schief gehen?


Und tatsächlich scheint es auf den ersten Blick viele Punkte zu geben, die wir als Leser kritisieren könnten: So ist das Ausgangsszenario – abgesehen vom Krypto-Rahmen - nicht sonderlich innovativ: ein alternder Held, der einen allerletzten Job erledigen möchte, bevor er sich endgültig zur Ruhe setzt und dabei in große Schwierigkeiten gerät – das haben wir so oder so ähnlich schon öfters gehört.


Unkonventionelle Strukturen


Darüber hinaus scheint „Red Team Blues“ nicht dem üblichen Aufbau eines Romans zu folgen: So ist der eigentliche und größte Spannungsbogen nach gut der Hälfte des (viel zu kurzen) Romans abgeschlossen und die entscheidenden Fragen sind zu diesem Zeitpunkt bereits geklärt. 

Hinzu kommt ein recht ungewöhnliches Verständnis des Autors für Timing und Beschreibungen. Während die meisten Action-Szenen und eigentlich alle relevanten Entwicklungen sozusagen „Off-Screen“ vonstattengehen, kommen wir in den Genuss vieler – dafür aber nicht sonderlich ausführlicher – Beschreibungen von Essen, Alkohol und Sex.

Irgendwo in einer nicht weit entfernten Zukunft


Und dennoch habe ich mich durchweg hervorragend unterhalten gefühlt. Doch woran liegt das? Vielleicht am interessanten Szenario, das Doctorow vor uns aufbaut. Dass sich der Roman dennoch wie ein Science-Fiction-Roman anfühlt, hat in erster Linie damit zu tun, dass unsere Handlung weitestgehend im Silicon Valley in San Francisco angesiedelt ist. 


Wir bewegen uns also nicht in einer Zukunftsvision, sondern viel mehr in einer Parallelwelt. Als eine der bedeutendsten Keimzellen des technologischen Fortschritts zeigt die Region dabei ihre zwei bekannten Gesichter: Auf der einen Seite die glänzende Metropole, in der jede Woche neue Start-Ups entstehen von Abermilliarden von Dollars umgesetzt werden, auf der anderen Seite in direkter Tuchfühlung bitterste Armut und der alltägliche Kampf ums Überleben.


Die Untiefen der Finanzbranche


Diese Umgebung gibt auch die bestimmenden Motive des Romans vor. Doctorow zeigt uns dabei auf, wie neue Errungenschaften wie Krypto-Währungen von herkömmlichen Kriminellen und bekannten Institutionen missbraucht werden. Ich bin kein Experte auf dem Finanzmarkt und auch nicht vernarrt in Kryptowährungen, aber die von ihm entworfenen Szenarien sind auch für mich extrem faszinierend und haben dazu geführt, dass ich mich tiefer in das Thema eingelesen habe.


Spezialwissen muss man übrigens nicht haben – auch ohne den entsprechenden Hintergrund kann man die Geschichten genießen, auch wenn es das Lesevergnügen steigert, wenn man beispielsweise weiß, was ein Ledger oder eine Blockchain ist.


Unterhaltsamer Erzähler


Es schadet sicherlich auch nicht, dass unser Autor ein unterhaltsamer Erzähler ist. Trotz des oben angeschriebenen ungewöhnlichen Poltaufbaus herrscht in der ganzen – alleine aus der Perspektive von Martin Hench erzählten – Geschichte ein hohes Erzähltempo vor. Neben vielen Monologen hilft es, dass Doctorow durchaus dazu in der Lage ist, zeitliche Abläufe sprachlich zu verdichten, wenn er denn nur will.

Freunde gepflegter Action-Szenen könnten hingegen enttäuscht werden. Trotz des Geldwäsche-Rahmens und der Verstrickung diverser Behörden und krimineller Vereinigungen sehen wir meist nur die Ergebnisse der zu erwartenden Eskalationen.


Sympathisches Figurenensemble


Das ist insoweit konsequent, als dass unsere Hauptfigur Martin Hench nun einmal auf die siebzig zugeht und keinen Expendables-Verschnitt oder auch nur einen Detektiv der alten Schule darstellt. Auch sonst handelt es sich bei ihm eine ungewöhnliche Figur. Hench bewegt sich seit der Dotcom-Blase im Fahrwasser bekannter Tech-Größen und verdient sein Geld als eine Art forensischer Cyber-/Krypto-/Finanzbuchhalter. Seine Aufgabe ist es dabei, in den Wirren finanzieller, tatsächlicher und rechtlicher Konstruktionen Daten und Informationen auf nicht immer ganz legalen Wegen zu beschaffen.


Fazit


Cory Doctorow spielt in Red Team Blues mit der Erwartungshaltung seiner Leser und liefert einen in jeglicher Hinsicht ungewöhnlichen, dafür aber nicht weniger unterhaltsamen, brisanten und hochaktuellen Roman ab!


Cover des Buches Wie man einen Toaster überlistet (ISBN: 9783453320154)
Norway01s avatar

Rezension zu "Wie man einen Toaster überlistet" von Cory Doctorow

Schwierig.. sehr schwierig.
Norway01vor einem Jahr

Also ich nehme vorneweg, dass mich das Buch leider auf einer persönlichen Schiene null überzeugt hat.

Das Buch ist gut geschrieben eigentlich und der Lesefluss ist auch gut. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und es wäre eher ein Kurzroman. Es ist an sich sehr interessant und gibt einen beängstigenden Eindruck, wie unsere Zukunft aussehen könnte an einem sehr kleinem und scheinbar unwichtigem Beispiel.
Es sind viele Themen inbegriffen und vieles was Unterbewusst angesprochen und verarbeitet wird, viel mehr als man wahrscheinlich direkt beim Lesen mitbekommt und was einem noch ein paar Tage später oder mehr (?) erst richtig bewusst wird.
Die Themen sind zwar ein wenig verstörend, jedoch nicht gruselig, da Sie doch auch unter anderem sehr realistisch scheinen. 

Ich hatte dem Buch erst 3 Sterne gegeben, da ich mir nicht sicher war, was ich damit anfangen soll und es relativ positiv eingeschätzt hatte. Anschließend war ich jedoch schon nach kurzer Zeit unzufrieden mit der Wertung, denn für mich und mein Gefühl hat es einfach nicht für 3 Sterne gereicht.
Gerade das Ende habe ich als sehr schwierig empfunden. Ich nehme an, das war bewusst so gehalten, für mich jedoch eine absolute Katastrophe das Ende, denn gefühlt hätte es einfach an jeder möglichen Romanstelle plötzlich enden können mitten im Plot. Ich habe das Buch weggelegt und war verwirrt und unzufrieden.
Das hat nichts damit zu tun, wie das Ende gedacht worden ist, sondern mit der Umsetzung und der Heranleitung an das Ende und Umsetzung - einfach plump und vor allem scheint es hauptsächlich Dramaturgie zu sein. 

Aus diesem Grund und dem zwar vorhandenen Spannungs-Anstieg in der letzten Hälfte interessanterem Buch, dennoch an sich Spannung sehr gering und einfach insgesamt nicht sonderlich zufriedenstellend.
Zusätzlich erwähnt: ich habe keine Probleme mit schwerem Themen, problematischen Themen oder unbefriedigenden Themen als Inhalt... aber hier ging es mir um die Stilistik, Aufbau und Umsetzung, welche mich einfach absolut nicht überzeugt haben. 

Cover des Buches Little Brother – Aufstand (ISBN: 9783453321670)
Charlie753s avatar

Rezension zu "Little Brother – Aufstand" von Cory Doctorow

Kampf für die eigene Freiheit
Charlie753vor 2 Jahren

Das größte Hobby von Marcus Yallow ist Hacken und er ist wirklich gut darin. Eines Tages verüben Terroristen einen Anschlag auf San Francisco und er und seine Freunde sind leider in der Nähe des Tatorts. Deswegen werden sie von der Heimatschutzbehörde festgenommen und tagelang gefangen gehalten. Als sie entlassen werden, hat sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt. Marcus will das so nicht hinnehmen und kämpft dagegen an.


Die Idee, dass Jugendliche sich gegen einen Überwachungsstaat wehren, ist nicht neu. Das besondere an Little Brother ist aber, dass die Handlung sehr realistisch wirkt und es in der nahen Zukunft spielt.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Marcus erzählt und somit werden einem gut seine Gefühle dargelegt. Cory Doctorows Schreibstil ist gut, ich habe immer alles verstanden. Leider ist es aber so, dass in dem Roman oft technische Begriffe vorkommen. Zwar wurden diese erklärt, aber ich habe oft selber nicht wirklich verstanden, sie genau sie nun funktionieren. Das finde ich nicht gut, der Autor hätte die technischen Details besser erklären sollen.

Ich konnte oft die Ideen und Vorstellungen von Marcus nicht verstehen. Die Heimatschutzbehörde hat ihm Unrecht getan, indem sie ihn mehrere Tage lang gegen seinen Willen festgehalten hat. Aber warum hackt Marcus danach einfach die Parkausweise von mehreren Autos und fälscht die Daten? Warum tut er etwas Illegales, wenn er doch friedlich dagegen demonstrieren kann? Dann kann ich auch die Heimatschutzbehörde etwas verstehen, wenn sie Marcus und seine Freunde für Terroristen halten.


Insgesamt hat mich der erste Teil der Little-Brother-Trilogie nicht so ganz überzeugt, was zum größten Teil daran liegt, dass ich die Hauptperson Marcus nicht immer nachvollziehen kann.

Gespräche aus der Community

Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

Zum Thema
99 Beiträge
Daniliesings avatar
Letzter Beitrag von  Daniliesingvor 4 Jahren

Hallo,

ich habe tatsächlich ganz viel verschenkt oder einfach raus an die Straße gestellt. Mittlerweile haben sich aber irgendwie auch schon wieder einige angesammelt. Eine neue Runde ist wohl in Kürze nötig.

Danke dir auf jeden Fall für dein Feedback!

Hallo kann sein das ich mal wieder blind bin aber ich finde das Buch Makers nicht auf Deutsch
Zum Thema
2 Beiträge
DarkRoses avatar
Letzter Beitrag von  DarkRosevor 13 Jahren
Ich habe keine PLan deshalb hab ich die frage geöffnet,Little Brother war toll... nun will man die anderen auch lesen aber in Englisch neee
Ja, Little Brother von Doktorow, oder so ähnlich, das Buch hat mit Computertechnik und Spielen zu tun, ist gesellschaftskritisch, spannend und man sagt es erinnert an George Orwells 1984.
Zum Thema
2 Beiträge
rennmauss avatar
Letzter Beitrag von  rennmausvor 14 Jahren
das Buch ist total empfehlenswert - habs grad erst durch

Zusätzliche Informationen

Cory Doctorow wurde am 17. Juli 1971 in Toronto (Kanada) geboren.

Cory Doctorow im Netz:

Community-Statistik

in 433 Bibliotheken

auf 65 Merkzettel

von 16 Leser*innen aktuell gelesen

von 6 Leser*innen gefolgt

Reihen des Autors

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks