Cory Doctorow

 4.1 Sterne bei 273 Bewertungen
Autor von Little Brother, Walkaway und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Cory Doctorow

Sympathischer Trotzkopf mit Nerd-Appeal: Der Kanadier Cory Doctorow wurde 1971 in Toronto geboren und gehört zu den schillernden Figuren der Bloggerszene. Als Stammautor von „Boing Boing“, einem der weltweit erfolgreichsten Blogs, genießt er Kultstatus, wozu auch sein ungewöhnlicher Werdegang beiträgt. Seinen Schulabschluss erlangte er an der SEED Alternative School in Toronto, einer Privatschule, in der Schüler selbst entscheiden, was sie lernen wollen. Selbstbestimmt und ohne Zwang verlief auch Cory Doctorows Laufbahn als Student an verschiedenen Universitäten, die er ohne entsprechende Abschlussprüfungen absolvierte. Beruflich war er eine Zeit lang als Buchhändler tätig, bevor er sich für eine Karriere als Buchautor, freier Journalist und Blogger entschied. Im Jahre 2000 wurde er als bester Nachwuchsautor mit dem renommierten John W. Campbell Award ausgezeichnet. Als Mitglied der EFF (Electronic Frontier Foundation) sowie Mitbegründer der Open Rights Group gehört Cory Doctorow zu den Galionsfiguren des internetbasierten Kampfs um digitale Freiheit, Datenschutz und Erhalt der Privatsphäre im Webzeitalter. Die Nutzung digitaler Technologien prägt auch seine erfolgreichen Science-Fiction-Romane, die als Taschenbücher regelmäßig auf den Bestsellerlisten landen. Nach Jahren in London lebt der Ehemann und Vater einer Tochter heute in Los Angeles, wo er auch als Gastdozent an der University of Southern California tätig ist.

Neue Bücher

Wie man einen Toaster überlistet

 (4)
Neu erschienen am 08.04.2019 als Hardcover bei Heyne.

Wie man einen Toaster überlistet: Novelle

 (1)
Neu erschienen am 08.04.2019 als Sonstige Formate bei Heyne Verlag.

Alle Bücher von Cory Doctorow

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For the Win

For the Win

 (19)
Erschienen am 11.10.2011
Little Brother - Homeland

Little Brother - Homeland

 (15)
Erschienen am 30.09.2013
Walkaway

Walkaway

 (19)
Erschienen am 11.06.2018
Upload

Upload

 (14)
Erschienen am 03.03.2008
Backup

Backup

 (16)
Erschienen am 01.10.2007
Das echte Leben: Digitale Welten

Das echte Leben: Digitale Welten

 (9)
Erschienen am 18.05.2015
Pirate Cinema

Pirate Cinema

 (5)
Erschienen am 01.09.2014
Wie man einen Toaster überlistet

Wie man einen Toaster überlistet

 (4)
Erschienen am 08.04.2019

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Neue Rezensionen zu Cory Doctorow

Neu

Rezension zu "Wie man einen Toaster überlistet" von Cory Doctorow

Unautorisiertes Brot? Salimas Abenteuer als Hackerin
MiHa_LoRevor einem Monat

Für meinen Geschmack war das Buch viel zu kurz. Aus dem Thema hätte man locker mehr machen können, aber hier war es immerhin überhaupt nicht in die Länge gezogen.

Salima ist meistens schnell von Begriff, gründlich und hat gute Absichten. Sie möchte mit ihren Jailbreak-Aktionen (= Änderung des Betriebssystems, um andere Funktionen einzubauen) nur denjenigen helfen, die durch die steifen und unfairen Regeln so sehr benachteiligt werden. Natürlich gibt es da auch schnell viele Interessenten, weil die Dringlichkeit der aktuelle Lage wichtiger scheint als die drohenden Konsequenzen.

Das Buch thematisiert also schon einige interessante Probleme, die aktuell schon vorhanden sind, wenn auch nicht in diesem Ausmaß. Die Umsetzung davon fand ich schon gelungen und auch gut verständlich.

Dabei geht es um Toaster, Waschmaschinen und andere Geräte und alles ist sehr digital und "smart" - was heutzutage ja total angesagt ist - und daher sowohl angenehmer für den Verbraucher als auch komplizierter, wenn es um Nutzungsrechte geht. Salima gehört dabei zu einer Gruppe, die keine echte Wahl hat, was sie benutzen kann, weil sie keine finanziellen Mittel hat, und dadurch dazu gezwungen wird, in anderer Hinsicht Geld auszugeben. Auch Diskriminierung spielt in dem Buch eine Rolle!

Enttäuschend fand ich aber, dass manches hier viel zu gut lief und vor allem zum Schluss alles zu schnell und einfach ging. Es ist zwar eine Novelle und daher kann man keine umfangreiche Geschichte erwarten, aber nach dieser zusammenhängenden und angemessen ausführlichen Story hätte ich mir auch ein entsprechendes Ende gewünscht.

Fazit
Mir hat "Wie man einen Toaster überlistet" ziemlich gut gefallen und ich mochte die Darstellung der Regeln um Patente, Nutzungsbedingungen und co. und auch Salimas Abenteuer als Hackerin fand ich spannend und unterhaltsam!

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Rezension zu "Wie man einen Toaster überlistet" von Cory Doctorow

Gar nicht smart
Flaventusvor 2 Monaten

Der Titel dieser kleinen Novelle ist durchaus wörtlich zu nehmen. Der Aufhänger ist tatsächlich ein Toaster, der sich weigert, ein Toast zu toasten, weil seine Programmierung dies nicht zulässt. Selbstverständlich wird der Leser in dieser kleinen Novelle auf einen anderen Pfad geleitet.

Intelligenz

Die Erzählung spielt in der nahen Zukunft (auf neudeutsch Near Future), in der das Leben durch zahlreiche IoT-Geräte erleichtert wird. Der Gedanke, dass alles “smart” sein soll, wird hier weitergesponnen. Mit “IoT” ist “Internet of Things” oder zu gut deutsch “Internet der Dinge” gemeint. Dahinter versteckt sich ein Allesnetzwerk, in dem viele beliebige Geräte untereinander kommunizieren. Wie z.B. eine Toastscheibe mit einem Toaster oder das Geschirr mit dem Geschirrspüler.

Dass die “Intelligenz” der Internetgiganten recht fragwürdig ist, merken die User im tagtäglichen Umgang im Netz, in dem die hochgelobten intelligenten Algorithmen ebenso versagen, wie die vermeintlich intelligenten Geräte in dieser Novelle. Doctorow zeigt dem Leser ein Szenario, in dem der soziale Status eng mit dieser Intelligenz verbunden wird und eine Klassengesellschaft formiert. Eine Angst, die aktuell mit der Angst um die Freiheit im Internet einhergeht und gar nicht mal so weit hergeholt sein mag.

Fazit

Diese kleine “Near Future Novelle” regt den Leser zum Nachdenken an, ob wirklich alles smart werden muss und wohin die Möglichkeiten eines “Internet der Dinge” führen kann. Dadurch wird diese Erzählung zu einem Buch über Freiheit und Selbstbestimmung, die sich kein Mensch in einer Gesellschaft nehmen lassen sollte. Sehr bemerkenswert fand ich in diesem Zusammenhang die Wertfreiheit hinsichtlich der gezeigten Hauptfigur, die frei von ethnischer Herkunft und Religion dargestellt ist. Eine empfehlenswerte Novelle, die ich allen Lesern ans Herz legen kann.

Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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Rezension zu "Wie man einen Toaster überlistet: Novelle" von Cory Doctorow

Smart-Technologie und Copyright
thursdaynextvor 2 Monaten

Erst kürzlich war in der Presse zu lesen, dass Amazon via Alexa Benutzergespräche mithören und dokumentieren lässt. Vorgeblich um die Nachfrage der Konsumenten besser zu bedienen, beziehungsweise ihre Wünsche vorauszuahnen oder sie überhaupt erst auf die Idee zu bringen sie hätten Bedarf an dem jeweiligen Produkt. Ein Kühlschrank der nachbestellt was fehlt, Rolläden die man aus der Ferne bedienen kann, Licht das auf Zuruf an und ausgeht und Musiktitel die abgespielt werden sobald man sie nennt und vieles weitere gibt es bereits. Fernseher sind in der Lage, ihre Besitzer auszuspähen, Google lauscht auf dem Smartphone mit. Die Internetkonzerne machen es uns leicht, warum auch nicht, wir haben ja nichts zu verbergen und wer liest schon alle Nutzungsbedingungen?

Ein interessantes Geschäftsmodell hat Cory Doctorow für die nahe Zukunft ersonnen. Der Boulangism ist nicht nur ein Toaster, sondern auch ein Herd, samt Backofen. Die Mahlzeiten, die man damit zubereiten kann sind limitiert. Nur die lizenzierten Fertiggerichte und Brote, etc. können damit gegart werden. Die Kitchenettes der Sozialwohnungen im Bostoner Gebäudekomplex Dorchester Towers, inklusive der Spülmaschine, die ebenfalls nur lizenziertes Geschirr spült, machen die Wohnungen für die Armen vordergründig so günstig, dass sie sie sich leisten können. Nachdem die Firma insolvent ist funktionieren die Geräte nicht mehr, wer essen möchte muss das knapp bemessene Geld auswärts für Futter ausgeben. Die junge Salima, die sich das genau so wenig leisten kann, wie die anderen Sozialfälle in den Dorchester Towers, versucht, auf eigene Faust ihre Geräte zum Laufen zu bringen. Auch das Problem mit den Aufzügen, die vorrangig den Reichen zur Verfügung stehen, wird angegangen …

Diese Novelle ist ein typischer Doctorow, abgesehen vom Umfang, seine sonstigen Romane sind befriedigend dicke Schinken und anfangs war ich skeptisch, doch Doctorow kann auch kurzgefasst eine ganze, potentiell mögliche Welt erschaffen und das ebenso spannend und bedeutungsvoll, wie in seinen anderen, erheblich umfangreicheren Werken. Chapeau!

Mit dem Zitat Edward Snowdens ist zu „Wie man einen Toaster überlistet“ dann endgültig alles gesagt:
„Cory Doctorow erinnert uns daran, dass die Zukunft für die wir uns entscheiden, auch die ist, in der wir leben werden.“

Eine faszinierende, empörende und aufrüttelnde Erzählung für unsere Gesellschaft. Unbedingte Leseempfehlung!

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Gespräche aus der Community

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Hallo kann sein das ich mal wieder blind bin aber ich finde das Buch Makers nicht auf Deutsch
Zum Thema
Ja, Little Brother von Doktorow, oder so ähnlich, das Buch hat mit Computertechnik und Spielen zu tun, ist gesellschaftskritisch, spannend und man sagt es erinnert an George Orwells 1984.
Letzter Beitrag von  rennmausvor 9 Jahren
das Buch ist total empfehlenswert - habs grad erst durch
Zum Thema
Ich habe vor kurzem Cory Doctorow's "Little Brother" gelesen, war hellauf begeistert und suche nun nach ähnlichen Büchern. Alles rund um Zukunfstszenarien, gerne auch Gesellschaftskritische. Wäre toll wennn jemand die ein oder andere Empfehlung für mich hätte. lg Malvea
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Cory Doctorow wurde am 17. Juli 1971 in Toronto (Kanada) geboren.

Cory Doctorow im Netz:

Community-Statistik

in 386 Bibliotheken

auf 71 Wunschlisten

von 17 Lesern aktuell gelesen

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