Cory Doctorow

 4.1 Sterne bei 260 Bewertungen
Autor von Little Brother, For the Win und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Cory Doctorow

Sympathischer Trotzkopf mit Nerd-Appeal: Der Kanadier Cory Doctorow wurde 1971 in Toronto geboren und gehört zu den schillernden Figuren der Bloggerszene. Als Stammautor von „Boing Boing“, einem der weltweit erfolgreichsten Blogs, genießt er Kultstatus, wozu auch sein ungewöhnlicher Werdegang beiträgt. Seinen Schulabschluss erlangte er an der SEED Alternative School in Toronto, einer Privatschule, in der Schüler selbst entscheiden, was sie lernen wollen. Selbstbestimmt und ohne Zwang verlief auch Cory Doctorows Laufbahn als Student an verschiedenen Universitäten, die er ohne entsprechende Abschlussprüfungen absolvierte. Beruflich war er eine Zeit lang als Buchhändler tätig, bevor er sich für eine Karriere als Buchautor, freier Journalist und Blogger entschied. Im Jahre 2000 wurde er als bester Nachwuchsautor mit dem renommierten John W. Campbell Award ausgezeichnet. Als Mitglied der EFF (Electronic Frontier Foundation) sowie Mitbegründer der Open Rights Group gehört Cory Doctorow zu den Galionsfiguren des internetbasierten Kampfs um digitale Freiheit, Datenschutz und Erhalt der Privatsphäre im Webzeitalter. Die Nutzung digitaler Technologien prägt auch seine erfolgreichen Science-Fiction-Romane, die als Taschenbücher regelmäßig auf den Bestsellerlisten landen. Nach Jahren in London lebt der Ehemann und Vater einer Tochter heute in Los Angeles, wo er auch als Gastdozent an der University of Southern California tätig ist.

Alle Bücher von Cory Doctorow

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For the Win

For the Win

 (19)
Erschienen am 11.10.2011
Little Brother - Homeland

Little Brother - Homeland

 (15)
Erschienen am 30.09.2013
Upload

Upload

 (14)
Erschienen am 03.03.2008
Walkaway

Walkaway

 (14)
Erschienen am 11.06.2018
Backup

Backup

 (16)
Erschienen am 01.10.2007
Das echte Leben: Digitale Welten

Das echte Leben: Digitale Welten

 (8)
Erschienen am 18.05.2015
Pirate Cinema

Pirate Cinema

 (5)
Erschienen am 01.09.2014
Internet

Internet

 (2)
Erschienen am 01.03.2009

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Neue Rezensionen zu Cory Doctorow

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GrueneRonjas avatar

Rezension zu "Walkaway" von Cory Doctorow

Langatmig ...
GrueneRonjavor 4 Stunden

Der Klappentext dieses Buches klingt sehr spannend: Eine Welt im Überfluss und Menschen, die ihrem Gefängnis entkommen wollen. Klasse. Doch leider entspricht das Buch überhaupt nicht meinen Erwartungen. Das Gefängnis, also die Städte, entsprechen einer nicht allzu fernen Zukunft unserer realen Städte. Vieles ist hoch technologisiert und einfache Arbeiten werden von Maschinen oder künstlichen Intelligenzen/ Robotern übernommen. Die Arbeitslosenzahl ist hoch und das Geld gering. So ist es nicht verwunderlich, dass für viele der Walkaway attraktiv ist. So auch für die Helden.

Der Walkaway ist aber ganz anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Natürlich liegt es nahe aus verlassenen Gebäuden und Fabriken die Materialien für neue Gebäude zu nutzen. Aber die Art und Weise, wie aus diesen Dingen Kleidung und insbesondere Nahrungsmittel hergestellt werden, entzieht sich völlig meiner Vorstellungskraft.

Interessant finde ich allerdings die Mentalität der Walkaways. Ihre Grundgedanken sind sehr gemeinschaftlich: jeder gibt sein bestes und erwartet nichts. Natürlich gibt es auch immer Menschen, die ein Belohnungssystem einführen wollen, die Vergleiche anstellen oder sich an die Spitze anderer stellen wollen, doch der Konsens der Gruppe ist in den meisten Fällen überzeugend und harmonisch. Beeindruckend.


Jedes Kapitel ist in Unterkapitel unterteilt, sodass es eine Aneinanderreihung von verschiedenen Geschichten ist, die alle zusammen gehören und zeitlich in einer Reihenfolge stattfinden, aber immer einen anderen Fokus haben. So lernt man im ersten Kapitel die Helden kennen, im zweiten etwas über den Walkaway und im Dritten ist die Unsterblichkeit das erste mal Thema, wozu ich nichts weiter sagen möchte, und so weiter.

Alles in allem ist dieses Buch recht langatmig und doch fesselnd, weil man wissen möchte, wie es im Walkaway weiter geht. Es ist ein umfangreiches Buch, und damit meine ich nicht die Seitenanzahl. Doch der Überfluss, in dem die Walkaways Leben, macht für mich einfach keinen Sinn und daher gefällt mir das Buch nicht.

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EsthersBuechers avatar

Rezension zu "Walkaway" von Cory Doctorow

Interessante Ideen, Probleme mit der Ausführung
EsthersBuechervor 2 Monaten

Der neue Roman von Cory Doctorow bringt uns in eine nicht allzu ferne Zukunft. Der Planet ist vom Klimawandel gezeichnet, manche Teile sind unbewohnbar, viele Flächen stehen unbewohnt und unbenutzt da. In den Städten, im „Default“ ist das Leben nicht einfach, außer man ist Mitglied der superreichen Minderheit, die alle Macht in der Hand hält. Alle anderen können nur schuften und darauf hoffen, dass die Arbeit ihnen oder ihren Kindern irgendwann mal eine bessere Zukunft ermöglicht. Aber meistens führen sie ein Leben ohne große Aussichten. Eine Möglichkeit für ein anderes Leben bietet der Walkaway.

Im Walkaway zu sein oder eine Walkaway zu sein heißt vereinfacht nur so viel, wie das Wort schon sagt: weggehen. Alles (Job, Wohnung, Freunde, Familie…) hinter sich lassen, und ein Leben außerhalb der Städte zu führen mit anderen Walkaways. Dank neuster 3D Drucktechnologie lässt sich nämlich alles nach einer Programmierung einfach herstellen, von den herkömmlichsten Alltagsgegenständen bis zu großen Häusern, die vielen Walkaways ein Heim bieten können.

Denn es gibt in dieser Welt alles im Überfluss. Im Default sorgen die Reichen, die „Zottas“ dafür, dass das Leben zu einem harten Kampf wird. Aber es wäre eigentlich gar nicht nötig, wenn jeder einfach seinen Beitrag leisten würde und so viel nehmen würde, wie er braucht. Im Walkaway funktioniert das Geben und Nehmen auf eine ganz natürliche Art und Weise. Manche leisten mehr, andere weniger, aber Leistungen werden im Walkaway nicht gemessen. Es gibt keinen Druck, keine Zwänge.

Es wäre die ideale Welt, würden die Zottas den Walkaway nicht als Bedrohung ihrer eigenen Existenz sehen. Und als im Walkaway dann auch noch eine bahnbrechende Entdeckung gemacht wird, sieht der Default die Zeit gekommen, die Walkaways endgültig aus dem Weg zu räumen.

Wir begleiten in diesem Buch mehrere Walkaways über viele Jahre hinweg, und erleben mit ihnen Freude, Glück, Leid und Tod. Denn obwohl der Walkaway mit seinen Hippie-Nerds eine Utopie verwirklicht, kehrt hier der Frieden selten für eine längere Zeit ein. Der Default kämpft gegen sie, und die Walkaways sehen sich immer wieder gezwungen, aufzustehen und wegzugehen.

Eine sehr interessante Grundidee bietet die Basis des Romans, es hapert jedoch an der Ausführung. Die ersten ca. 200 Seiten waren eine Qual, es lässt sich nicht beschönigen. Die Figuren verwickeln sich immer wieder in lange philosophische Streitgespräche, die sich unrealistisch anfühlen. Hier fühlt sich irgendwie jeder dazu angehalten, in einer alltäglichen Situation einen Vortrag zu halten. Später wird es dann besser, teilweise ist die Geschichte ausgesprochen spannend, trotzdem hatte ich das Gefühl, dass gerade die Teile, die wirklich interessant wären (wie ist das Leben längerfristig im Walkaway? kann diese Welt aufrechterhalten werden? woher kommt das viele Material für die 3D Drucker?) ausgespart werden oder nach einem Zeitsprung zusammenfassend erzählt werden.

Die Zeitsprünge und die Perspektivenwechsel erschweren auch die Entstehung einer Beziehung zu den Figuren. Da hilft es auch nicht, ganz im Gegenteil, dass im Walkaway alle einen neuen Namen aufnehmen, der ihre neue Identität repräsentieren soll, aber für mich zumindest sehr willkürlich gewirkt hat.

Mit seinen über 700 Seiten eine zum Teil anstrengende, zum Teil viel zu technische Lektüre. Die Idee hätte eine bessere Ausführung verdient, trotzdem bin ich froh, das Buch gelesen zu haben, weil es mir einige Denkanstöße gegeben hat. Ob der Walkaway tatsächlich funktionieren könnte? Er hat einige Parallelen zum Kommunismus, der nicht verwirklicht werden konnte. In einer Welt, in der tatsächlich alles im Überfluss ist (obwohl ich keine Ahnung habe, wie das möglich sein sollte), könnte der Walkaway eventuell funktionieren. Es stehen aber so viele Fragen dafür in der Luft, von denen Doctorow nur wenige beantworten konnte, dass ich keine reale Grundlage dafür sehe.

Dass der Default entstehen kann, das steht auf der anderen Seite wohl gar nicht zur Debatte. Umso wichtiger ist es, sich Gedanken darüber zu machen, wie man ihm entkommen kann.

Es ist eine bedingte Leseempfehlung, aber wer sich darüber Gedanken macht, in welche Richtung sich unsere Welt entwickelt und sich vor philosophischen Debatten nicht zurückschrecken lässt, der wird eventuell sogar seine Freude mit diesem Buch haben.

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michelles-book-worlds avatar

Rezension zu "Walkaway" von Cory Doctorow

Walkaway
michelles-book-worldvor 3 Monaten

Bevor ich mir dieses Buch kaufen wollte, habe ich mir einige Rezensionen durchgelesen und bin sehr froh darüber, dass ich mich davon nicht abschrecken lassen habe und doch die über 700 Seiten gelesen habe! Vielen Dank an das Bloggerportal für dieses Rezensionexemplar!

,,In a world wrecked by climate change, in a society owned by the ultra-rich, in a city hollowed out by industrial flight, Hubert, Etc, Seth and Natalie have nowhere else to be and nothing better to do.''

In diesem Roman hat es der Autor sehr gut geschafft, aktuelle Themen wie den 3D Drucker und die Angst vor dem sterben in eine Geschichte einzubinden, die hier nicht nur dunkel ist.

Das finde ich zum Vergleich von vielen anderen Geschichten sehr abwechselnd. Der Inhalt der Geschichte ist sehr komplex und regte mich viel zum Nachdenken an.  Wie wollen wir in Zukunft leben? Welche Möglichkeiten geben uns all die Dinge, die sich immer weiter in unseren Alltag drängen? Und wie gehen wir mit ihnen um?

In dem Buch werden auch weitere Themen benannt, wie Korruption und Polizeibrutalität. Außerdem wird die Welt in dieser Geschichte von ,,Zottas'' regiert, weshalb die ,,Walkaways'' ihren Traum nur wo anders Leben können.

Was ich persönlich sehr schade fand, war, dass ich mit dem Protagonisten nicht richtig warm geworden bin, da sie mir nicht detailliert genug ausgearbeitet waren.

Die Protagonisten des Buches rauchen immer mal wieder Meth und ich bin ein wenig schockiert beim Lesen und hoffe auf irgendeine Erläutern oder Erklärung, nur leider kam die nie...

Aber bei Büchern von Cory Doctorow konnte mich sein Schreibstil und sein Interesse für besondere Themen bei der Sache behalten. Er schreibt einfach und spaßig, sodass man sehr schnell durch die 700 Seiten kommt.

Auch die Veränderungen bei den Figuren ist ziemlich hoch. In diesem Buch kann man sich viele Gedanken machen, aber auch gleichzeitig sich unterhalten lassen, hierbei tragen die Figuren einen großen Teil bei. :-)

Selbst die außergewöhnliche Umgebung hat mich wiederum sehr begeistert. Die Geschichte spielt in den USA und Kanada und schenkt dem Leser viele bunte Eindrücke, wie z.B. von der Party bei der es lumineszierendes Bier gibt.

Der Autor hat die Welt in der Geschichte clever beschrieben, weil viele Lücken von Fantasie gestaltet werden muss durch den Leser und dabei bestimmt das ein oder andere außergewöhnliche Bild vor Augen hat.

Walkaway ist ein unglaublicher toller Roman in einer Zukunftsvision, die zwar leicht zu lesen ist, aber nicht leicht zu verdauen.

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Gespräche aus der Community

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DarkRoses avatar
Hallo kann sein das ich mal wieder blind bin aber ich finde das Buch Makers nicht auf Deutsch
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sonjastevenss avatar
Ja, Little Brother von Doktorow, oder so ähnlich, das Buch hat mit Computertechnik und Spielen zu tun, ist gesellschaftskritisch, spannend und man sagt es erinnert an George Orwells 1984.
rennmauss avatar
Letzter Beitrag von  rennmausvor 8 Jahren
das Buch ist total empfehlenswert - habs grad erst durch
Zum Thema
Malveas avatar
Ich habe vor kurzem Cory Doctorow's "Little Brother" gelesen, war hellauf begeistert und suche nun nach ähnlichen Büchern. Alles rund um Zukunfstszenarien, gerne auch Gesellschaftskritische. Wäre toll wennn jemand die ein oder andere Empfehlung für mich hätte. lg Malvea
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Zusätzliche Informationen

Cory Doctorow wurde am 17. Juli 1971 in Toronto (Kanada) geboren.

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