Cory Doctorow

 4 Sterne bei 327 Bewertungen
Autor von Little Brother, Walkaway und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Sympathischer Trotzkopf mit Nerd-Appeal: Der Kanadier Cory Doctorow wurde 1971 in Toronto geboren und gehört zu den schillernden Figuren der Bloggerszene. Als Stammautor von „Boing Boing“, einem der weltweit erfolgreichsten Blogs, genießt er Kultstatus, wozu auch sein ungewöhnlicher Werdegang beiträgt. Seinen Schulabschluss erlangte er an der SEED Alternative School in Toronto, einer Privatschule, in der Schüler selbst entscheiden, was sie lernen wollen. Selbstbestimmt und ohne Zwang verlief auch Cory Doctorows Laufbahn als Student an verschiedenen Universitäten, die er ohne entsprechende Abschlussprüfungen absolvierte. Beruflich war er eine Zeit lang als Buchhändler tätig, bevor er sich für eine Karriere als Buchautor, freier Journalist und Blogger entschied. Im Jahre 2000 wurde er als bester Nachwuchsautor mit dem renommierten John W. Campbell Award ausgezeichnet. Als Mitglied der EFF (Electronic Frontier Foundation) sowie Mitbegründer der Open Rights Group gehört Cory Doctorow zu den Galionsfiguren des internetbasierten Kampfs um digitale Freiheit, Datenschutz und Erhalt der Privatsphäre im Webzeitalter. Die Nutzung digitaler Technologien prägt auch seine erfolgreichen Science-Fiction-Romane, die als Taschenbücher regelmäßig auf den Bestsellerlisten landen. Nach Jahren in London lebt der Ehemann und Vater einer Tochter heute in Los Angeles, wo er auch als Gastdozent an der University of Southern California tätig ist.

Neue Bücher

Cover des Buches Enshittification (ISBN: 9783351051433)

Enshittification

(3)
Neu erschienen am 13.05.2026 als Gebundenes Buch bei Blumenbar.

Alle Bücher von Cory Doctorow

Cover des Buches Little Brother (ISBN: 9783499257827)

Little Brother

(145)
Erschienen am 01.11.2011
Cover des Buches For the Win (ISBN: 9783453267527)

For the Win

(22)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Walkaway (ISBN: 9783453317932)

Walkaway

(24)
Erschienen am 11.06.2018
Cover des Buches Little Brother – Revolution (ISBN: 9783453410374)

Little Brother – Revolution

(17)
Erschienen am 09.11.2021
Cover des Buches Wie man einen Toaster überlistet (ISBN: 9783453320154)

Wie man einen Toaster überlistet

(18)
Erschienen am 08.04.2019
Cover des Buches Upload (ISBN: 9783453524132)

Upload

(14)
Erschienen am 03.03.2008
Cover des Buches Backup (ISBN: 9783453522978)

Backup

(19)
Erschienen am 01.10.2007
Cover des Buches Das echte Leben: Digitale Welten (ISBN: 9783957983046)

Das echte Leben: Digitale Welten

(10)
Erschienen am 18.05.2015

Neue Rezensionen zu Cory Doctorow

Cover des Buches Enshittification (ISBN: 9783351051433)
Sternenstaeubchens avatar

Rezension zu "Enshittification" von Cory Doctorow

Sternenstaeubchen
Hält seiner Leserschaft den Spiegel vor

Vor Jahren oder besser Jahrzehnten war das Internet noch anders: Man nutzte (verschiedene) Suchmaschinen, die einem Ergebnisse lieferten, nach denen man gesucht hatte. Doch das änderte sich und so lief es fast überall. Nur ein Gefühl oder Tatsache? Dieser Frage geht Cory Doctorow in „Enshittification“ nach.

 

Nach einer kurzen Einleitung, worum es bei dem Buch gehen soll, widmet sich dessen Autor dem ersten Teil, dem natürlichen Krankheitsverlauf. Dieser Teil ist immer gleich aufgebaut und geht der Reihe nach verschiedene große Portale durch. Im zweiten Teil geht es um die „Pathologie“, also welche Formen der Disziplinierung es gebe. Im dritten Teil geht es um die Epidemiologie (begonnen beim Ende des Wettbewerbs über Diskriminierungen bis zu Gewerkschaften), all das vorgestellt an diversen Apps und im vierten Teil geht es um die Heilung (hier geht es weitgehend um Regulierungen, Gesetze usw.). Im Fazit geht es schließlich noch um die Frage, ob Enshittification letztlich nur Kapitalismus sei. Die Erläuterungen im Anhang verleihen dem Buch einen wissenschaftlichen Anstrich.

 

Auch wenn es oben hieß, dass es im Buch um die Frage gehe, ob das Internet schlechter werde, ist festzuhalten, dass Doctorow faktisch die These aufstellt und das belegt, verglichen mit dem sehr treffenden Bild von Krankheiten, deren Verlauf sowie weiteren „Folgen“. Mit seinen Analysen belegt er, dass es eben nicht nur „so ein Gefühl“ ist, dass sich die Machtverhältnisse im Internet verschoben haben. Er erläutert zugleich aber auch, dass jeder Nutzer großer monopolistischer Portale Teil des Problems ist und einen Beitrag zur Problemlösung leisten kann. Damit erhält man nicht nur die Analyse, sondern auch Lösungsansätze. Ob seine Idee eines durch verändertes Verhalten wieder besseres Internet als blauäugig zu bezeichnen ist, sei dahingestellt (dass die Masse quasi anlasslos ihr Verhalten verändert, darf wohl bezweifelt werden, zumal sie gerade der nächsten heiligen Kuh hinterherrennt) und ob bei einer Rückkehr zur „guten alten Zeit“ alles besser wäre, ebenso. Dennoch hält Doctorow uns einen Spiegel vor und das ist gut. Ganz im Stile angloamerikanischer Populärwissenschaftsliteratur liest sich das Buch leicht, ist gar unterhaltsam (wer mit dem Ausdruck „Sch…“ nicht klarkommt, sollte das Buch jedoch meiden). Lesen sollte „Enshittfification“ jede(r), der das Gefühl hat, dass Internetkonzerne sich die Welt gestalten, wie es ihnen gefällt.

Cover des Buches Enshittification (ISBN: 9783351051433)
conderes avatar

Rezension zu "Enshittification" von Cory Doctorow

condere
Ein Buch, das einem die Augen öffnet und die größeren Zusammenhänge erschreckend deutlich erkennen lässt.

Es werden wohl die meisten von uns schon mehr oder weniger stärker diffuse Ängste bezüglich der fast allmächtig erscheinenden Techkonzerne entwickelt haben. Nun ist ganz aktuell im Blumenbar-Verlag das sehr interessante Buch „Enshittification – wie Tech-Konzerne uns ausbeuten und was wir dagegen tun können“ von Cory Doctorow erschienen, das höchst eindrucksvoll sowohl sehr detailliert darstellt, wie Plattformen im Internet immer dominanter werden als auch warum genau diese Seiten, nachdem sie nun immer mehr genutzt worden sind, systematisch im Laufe der Zeit schlechter werden, bei den Nutzerinnen und Nutzern eine Abhängigkeit entstehen lassen und längerfristig nicht nicht einmal für die Unternehmen eine lukrative Quelle, sondern einzig nur mehr für die Investoren eine Geldquelle auf Kosten aller anderen darstellen.

Dabei kann der Neologismus „Enshittification“ ganz allgemein den Zustand bezeichnen, dass etwas in irgendeinem Bereich immer schlechter wird. Dieses Buch ist ein absoluter Augenöffner, der gleichermaßen über die schockierenden Mechanismen in der Techindustrie höchst detailliert und schonungslos berichtet als auch einen Trost und quasi einen Kurplan als Weg aus der erschreckenden, selbstzerstörerischen Abhängigkeit von Internetplattformen weist. Der erfahrene Autor und Journalist Cory Doctorow beschäftigt sich seit langem in der Belletristik wie in diversen Sachbüchern mit der Macht der Plattformen sowie der digitalen Freiheit jedes einzelnen. Im Laufe der Lektüre wird es einem immer mehr wie Schuppen von den Augen fallen, wie Facebook, Amazon & Co. einen regelrecht krankmachen und welche perfiden Mechanismen das System regieren, bevor man im vierten Kapitel auch vorsichtig optimistische Ansätze zu lesen bekommt und erfährt, wie man der sogenannten Enshittification entgegentreten und „ein neues, gutes Internet“ aufgebaut werden kann, das dem menschlichen Wohlergehen dient und ihm nicht massiv schadet.  

 

Cover des Buches Enshittification (ISBN: 9783351051433)
Aniyas avatar

Rezension zu "Enshittification" von Cory Doctorow

Aniya
Warum ist alles so doof geworden?

Manche mögen nicht wissen, was Enshittification ist, aber wir alle sehen und spüren sie jeden Tag.
Auf Social Media und Websites, die so mit Werbung zugeballert sind, dass man sie kaum noch benutzen kann. Auf großen Shoppingplattformen, die völlig überteuerten Schrott auf die erste Seite schmeißen und da große Banner draufpappen. Und wenn man Apps mit allen Funktionen anständig nutzen will, muss man monatlich zahlen. Wäre ja doof, wenn wir ein Produkt nur einmal kaufen, also für die CEOs. Besser: Man überweist monatlich! Und wenn die Gier immer größer wird, zieht man die Preise an, siehe Netflix. Die Leute bleiben trotzdem dabei.

Dieses Buch bietet eine umfangreiche, übersichtliche Aufarbeitung der Enshittification, wie sie funktioniert, welche Symptome es gibt, wer darunter leidet (nicht nur wir, sondern auch alle Firmen, die Werbung schalten, Ware verkaufen wollen, Artikel posten etc.) und warum es sie überhaupt gibt.

Anhand von konkreten Beispielen wie Amazon, Google, Apple, Uber usw, können wir als Lesende nachvollziehen, warum uns das Internet keinen Spaß mehr macht… und wie böse die Machenschaften tatsächlich sind. Klar, man weiß das so ungefähr. Aber nochmal genau zu lesen, was da abgeht, hat mich ziemlich umgehauen.

Zum Glück hat der Autor Humor, sonst wäre das alles ja nur zum Verzweifeln.
“Ich führe Musks Patzer nicht auf, um ihn als dumm und inkompetent hinzustellen (auch wenn ich ihn, um das klarzustellen, für sehr dumm und sehr inkompetent halte).” - Seite 65

Es geht natürlich auch um Arbeitsrecht, Ausbeutung und unmenschliche Bedingungen, was ich wichtig finde.
“(...) derjenige, der die eigentliche Arbeit verrichtet, bekommt das kleinste Stück vom Kuchen ab.” - Seite 243

Der Autor bleibt dabei größtenteils in den USA, nimmt aber auch immer mal wieder die EU mit rein.

Im letzten Teil zeigt er uns dann auf, wie man all den Mist wieder ändern könnte. Allerdings sieht er durch die aktuelle US Regierung momentan wenig Gutes, sondern weitere Verschlechterungen. Er bleibt aber auch ein wenig hoffnungsvoll.

Es kostet uns einiges, die Giganten nicht mehr zu nutzen (auch das erklärt und begründet der Autor gut). Aber wir sind diejenigen, die wirklich was bewegen können, wenn wir irgendwann gar keinen Bock mehr haben. Bis dahin machen wir vielleicht kleine Schritte.

Gespräche aus der Community

Hallo,

von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER: 

Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben

Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.

Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die  Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.

Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.

Ich bin gespannt, was ihr sagt!

PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)

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100 Beiträge
Daniliesings avatar
Letzter Beitrag von  Daniliesing

Hallo,

ich habe tatsächlich ganz viel verschenkt oder einfach raus an die Straße gestellt. Mittlerweile haben sich aber irgendwie auch schon wieder einige angesammelt. Eine neue Runde ist wohl in Kürze nötig.

Danke dir auf jeden Fall für dein Feedback!

Hallo kann sein das ich mal wieder blind bin aber ich finde das Buch Makers nicht auf Deutsch
Zum Thema
2 Beiträge
DarkRoses avatar
Letzter Beitrag von  DarkRose
Ich habe keine PLan deshalb hab ich die frage geöffnet,Little Brother war toll... nun will man die anderen auch lesen aber in Englisch neee
Ja, Little Brother von Doktorow, oder so ähnlich, das Buch hat mit Computertechnik und Spielen zu tun, ist gesellschaftskritisch, spannend und man sagt es erinnert an George Orwells 1984.
Zum Thema
2 Beiträge
rennmauss avatar
Letzter Beitrag von  rennmaus
das Buch ist total empfehlenswert - habs grad erst durch

Zusätzliche Informationen

Cory Doctorow wurde am 17. Juli 1971 in Toronto (Kanada) geboren.

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