Little Brother

von Cory Doctorow 
4,3 Sterne bei147 Bewertungen
Little Brother
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (128):
Dzessis avatar

Tolles Buch, sehr interessant und informativ. Habe mir direkt die Fortsetzung bestellt und hoffe das der zweite Teil genauso spannend ist.

Kritisch (5):
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Ein brandaktuelles Thema, das aber viel spannender hätte umgesetzt werden können.

Alle 147 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Little Brother"

Marcus is only seventeen years old, but he figures he already knows how the system works and how to work the system. Smart, fast, and wise to the ways of the networked world, he has no trouble outwitting his high school's intrusive but clumsy surveillance systems.§But his whole world changes when he and his friends find themselves caught in the aftermath of a major terrorist attack on San Francisco. In the wrong place at the wrong time, Marcus and his crew are apprehended by the Department of Homeland Security and whisked away to a secret prison where they're mercilessly interrogated for days.§When the DHS finally releases them, Marcus discovers that his city has become a police state where every citizen is treated like a potential terrorist. He knows that no one will believe his story, which leaves him only one option: to take down the DHS himself.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9780765323118
Sprache:Englisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:St Martins Pr
Erscheinungsdatum:16.02.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.05.2010 bei Listening Library erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    lyydjas avatar
    lyydjavor einem Jahr
    Erschreckend realistisch

    Little Brother von Cory Doctorow, der sich für die Liberalisierung des Internets einsetzt, auch als Nachfolger von George Orwells 1984 betitelt wurde, habe ich nun schon zum zweiten mal gelesen. Einmal vor ein paar Jahren und eben jetzt wieder, in der Anschläge leider allgegenwertig sind. Der Roman, in welchem die Bay Bridge von Terroristen gesprengt wird und San Francisco sich in einen Überwachungsstaat verwandelt hat, gegen den sich Marcus auflehnt, ist fachlich sehr gut recharchiert und die Geschichte fesselt durch seine Realitätsnähe. Dazu kommen Charaktere, welche facettenreich sind und bei denen es der Autor schafft, authentisch darstellen zu lassen, die trotzdem noch Teenager bleiben, mit den dafür typischen Reaktionen, Gedanken und Emotionen, auch durch seine Schreibweiße, die in keinster Weise überzogen ist und sehr gut zu einem 17-Jährigen Jugendlichen passt. Ich finde Little Brother ist es gerade in der heutigen Zeit wert zu lesen, da es aufzeigt, dass der Rechtstaat wie wir ihn kennen, ganz schnell ausgehebelt werden kann und führt uns vor Augen, das Freiheit nicht selbstverständlich ist.

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    Moni2506s avatar
    Moni2506vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wichtige Themen, die jeden etwas angehen, werden angesprochen, die Umsetzung ist alledings eher mittelmäßig.
    Wichtiges Thema mit eher mittelmäßiger Umsetzung

    „Little Brother“ von Cory Doctorow ist ein Jugendroman, der sich mit wichtigen Themen wie Sicherheit, Freiheit und Privatsphäre auseinandersetzt. Das Buch ist unter einer Creative-Commons-Lizenz frei im Internet verfügbar und erstmals 2008 erschienen. Als Taschenbuch wurde es im rororo-Verlag herausgegeben.

    Während eines Terroraktes auf die Bay Bridge in San Francisco befinden sich Markus und seine Freunde zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie werden als Terroristen verhaftet und verhört, aber anschließend unter ständiger Beobachtung des DHS wieder auf freien Fuß gesetzt.
    In Folge des Anschlages wurden auch weitere Maßnahmen ergriffen, die die Freiheit und Privatsphäre der übrigen Bevölkerung einschränken. San Francisco hat sich in einen Überwachungsstaat verwandelt. Markus beginnt sich zu zu wehren und gründet zusammen mit Freunden das XNet. Ein Kräftemessen mit der Regierung beginnt und der Ausgang ist ungewiss.

    Zu diesem Buch fällt es mir recht schwer eine Rezension zu schreiben. Das Thema finde ich super wichtig, gerade auch vor dem aktuellen politischen Hintergrund, aber die Umsetzung hat mir teilweise nicht so zugesagt.
    Es war mir vorher nicht wirklich bewusst, aber Little Brother ist ein Jugendbuch. Ich glaube Jugendliche und junge Erwachsene erkennen sich hier auch durchaus wieder und sind definitiv eher die Zielgruppe als ich mit meinen Anfang 30. Markus ist 17 und auf dem Weg zum Erwachsen werden. Mit Ange erlebt er zum Zeitpunkt der Geschichte seine erste große Liebe. Dieser Teil der Geschichte hat mich absolut gar nicht interessiert. Mir gingen sein Rumgefummel und die abschweifenden Gedanken in diese Richtung total auf die Nerven. Es hat mich persönlich emotional auch überhaupt nicht erreicht, so dass ich diese Passagen irgendwann einfach überlesen habe.
    Der Roman ist komplett aus der Sicht von Markus geschrieben. Man wird als Leser auch direkt von ihm angesprochen, so dass eine gewisse Nähe entsteht. Ich konnte mit seiner jugendlichen Sprache und dem überheblichen Gehabe aber nicht immer etwas anfangen.
    Das Thema des Buches mit Privatsphäre, Freiheit und Sicherheit ist top. Es ist aktuell, es betrifft uns alle und es ist wichtig, dass sich jeder hierzu Gedanken macht. Das Szenario, dass ein Terroranschlag eine massive Ausweitung der Überwachung nach sich zieht, halte ich für durchaus realistisch. Wie oft wird danach geschrien, wenn wieder mal etwas Schlimmes in der Welt passiert und dass das ja das kleinere Übel wäre, wenn man nichts zu verbergen hat.
    Will man wirklich für ein bisschen trügerische Sicherheit seine Privatsphäre aufgeben? Wie weit soll die Überwachung gehen, um mehr Sicherheit zu gewährleisten? Wann wird die Grenze überschritten? Bringen uns die gewählten Maßnahmen überhaupt wirklich mehr Sicherheit? Das Buch hat in dieser Hinsicht einige Schreckensszenarien zu bieten. Alleine die ganzen Überwachungsmaßnahmen in der Schule mit Schritterkennung, Schullaptops, die jede Eingabe überwachen und Schulbüchern mit integriertem Tracking-Chip fand ich schon heftig, um nur einige Beispiel zu nennen. Ich bin mehr als froh, dass ich nie auf so eine Schule ging. Das Ganze hat mich mehr an ein Gefängnis erinnert als an eine Schule, in der die zukünftige Generation auf ihr späteres Leben vorbereitet werden soll. Aber wenn unser zukünftiges Leben aus kompletter Überwachung bestehen soll, dann ist dies vielleicht auch wieder konsequent.
    In wieweit es realistisch ist, dass einfache Schüler einfach wie Terroristen behandelt werden, nur weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort waren, ist für mich schwer zu beurteilen. Es erscheint mir heutzutage auf jeden Fall realistischer als es das glaube ich 2008 getan hätte. Wichtig ist auf jeden Fall, dass wir auch heute Menschen brauchen, die für die Freiheit und Privatsphäre kämpfen und hierbei sind Typen wie Markus, die bereit sind sich zu wehren, auf jeden Fall gefragt. Nicht alle Methoden, die in dem Buch angewandt werden, müssen unbedingt der richtige Weg sein, aber diesen Weg und seine Entwicklung mitzuverfolgen, fand ich auf jeden Fall sehr spannend und interessant, auch wenn mir die technischen Erklärungen so manches Mal ein bisschen zu ausschweifend waren.
    Gut fand ich auch, dass die Beweggründe der Menschen, die sich lieber anpassen wollen und nicht den Mut haben sich zu wehren, nachvollziehbar erklärt wurden und das dies auch nicht verurteilt, sondern durchaus Verständnis dafür aufgebracht wurde.

    Fazit: Ein Jugendbuch mit einigen Schwächen, das sehr wichtige Themen aufgreift, mit denen sich jeder beschäftigen sollte. In der Umsetzung aber mehr für Jugendliche als für Erwachsene geeignet.

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    Ascari0s avatar
    Ascari0vor 2 Jahren
    Vom Thema her top, als dystopischer Thriller eher mäßig spannend ...

    "Little Brother" ist eines dieser E-Books, das ich schon vor längerer Zeit einmal von einem Bekannten geschickt bekommen habe, dann aber vergessen habe, dass ich es überhaupt habe :). Die Leserunde, die jetzt einige Blogger angeregt haben, hat mich aber daran erinnert, dass ich es ja auch besitze. Dann noch die Entdeckung, dass es auch eine Hörbuchfassung gibt - sehr fein. Und wie so oft, wenn ich zufälligerweise an Buch und Hörbuch komme, habe ich abwechselnd gehört und gelesen (Zum Schluss eher gelesen, weil ich zu einem Ende kommen wollte).

    Zur Hörbuchfassung: Fabian Neidhart macht einen tollen Job, gar keine Frage. Aber man merkt natürlich, dass es eine Fan-Fassung ist, kein professionell produziertes Hörbuch, das Kapitel für Kapitel veröffentlicht worden ist. Warum das so ist? Weil jedes Kapitel mit dem Hinweis auf den Buchtitel, den Autor und den Sprecher beginnt. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Ein weiterer Unterschied zur Hörfassung sind die fehlenden Hinweise auf verschiedene Buchhandlungen, die in der Textfassung am Anfang jedes Kapitels stehen. Empfand ich positiv, weil ich beim Lesen diese Hinweise irgendwann nur noch übersprungen habe.

    "Überspringen" ist übrigens ein gutes Stichwort, denn damit kann ich zur eigentlichen Rezension überleiten. Wie bewertet man ein Buch, das von den Themen her, die es anspricht, einfach großartig ist, als Roman mich aber nicht wirklich fesseln konnte? Eigentlich müsste man das trennen, das Buch also unter zwei verschiedenen Gesichtspunkten bewerten. Fangen wir mal mit dem an, was ich mochte: Die Anspielungen auf "Big Brother" beginnen schon sehr früh, wenn man es genau nimmt, schon mit dem Titel des Buchs.

    Marcus ist am Anfang ein technisch versierter Jugendlicher, der zusammen mit ein paar Freunden eine Art von Augmented-Reality-Game spielt, als Terroristen die Bay Bridge in San Francisco sprengen und einen Tumult auslösen. Inmitten des Wirbels wird er von seinen Freunden getrennt und in Gefängnis gebracht, wo in Leute von der Homeland Security verhören. Im Verlauf der Geschichte kommt Marcus aber wieder frei, steht aber nun unter Beobachtung des DHS.

    Die im weiteren Verlauf der Geschichte einsetzende Paranoia und Hysterie bezüglich des Terrors hat der Autor meiner Meinung nach sehr gut eingefangen, die Fragen, wie weit man als Gesellschaft zu gehen bereit ist, um ein subjektives Gefühl von Sicherheit zu bekommen, haben mir gut gefallen. in dem Zusammenhang war wohl meine absolute Lieblingsszene die, wo sie in der Schule darüber diskutieren, inwiefern die Regierung überhaupt noch eine Existenzberechtigung hat, wenn sie schon die Verfassung mit Füßen tritt.

    Also Unterhaltungsroman halte ich die Geschichte aber für nicht besonders gelungen. Nicht mal mit der Hauptfigur konnte ich mich so richtig identifizieren - es blieb bis zum Schluss eine gewisse Distanz da. Die Nebencharaktere kamen für meinen Geschmack fast zu stereotyp rüber, manche Metaphern fand ich etwas merkwürdig (Ich sag nur: Rennpferd).

    Der absolute Spannungskiller jedoch waren für mich die (technischen) Exkurse, die waren zum Teil so weitschweifig, dass ich sie vor allem gegen Ende großteils übersprungen habe, um den Faden nicht komplett zu verlieren. Ich verstehe zwar, warum sie da sind (Viele Dinge gerade im IT-Bereich erschließen sich Außenstehenden nicht so ohne weiteres), aber ich hätte es für sinnvoller gehalten, hier Fußnoten oder etwas ähnliches anzubringen, um den Lesefluss nicht so stark zu stören. Oder die Erklärungen kürzer zu halten und im E-Book mit Hyperlinks auf weiterführende Infos zu versehen.

    Mein Fazit: Der Roman spricht in unserer modernen Gesellschaft ein wichtiges Thema an, mit dem sich eigentlich noch viel mehr Menschen auseinandersetzen sollten. Als dystopischer Thriller hat das Buch aber einige Mankos, die mich gerade gegen Ende das Buch mehr als einmal überfliegen hat lassen.

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    Gwees avatar
    Gweevor 2 Jahren
    Gute Idee, mangelnde Umsetzung

    Das Cover des Romans ist leider nicht sehr aussagekräftig, aber weckt durch das schrille Rot Aufmerksamkeit. Die Geschichte hinter dem Auto ist tatsächlich gar nicht so uninteressant. Er engagiert sich für den Datenschutz, was sich auch in seinem Roman widerspiegelt. Gleichzeitig hat er seine Romane unter der Creative-Commons-Lizenz herausgegeben. Interessant dabei ist auch, dass der zweite Band der Reihe von Heyne publiziert wurde. Die Kurzbeschreibung des ersten Bandes trifft den Plot so ziemlich auf den Kopf und erzeugt auf jeden Fall Spannung.

    Zunächst beginnt die Handlung eher gemächlich, aber das ändert sich bereits nach den ersten dreißig Seiten. Der Protagonist wird sehr schnell extremen Situationen ausgesetzt und fast gebrochen. Das wirkte aber nicht überzogen, sondern passte zur Geschichte und den Ereignissen darin. Denn im San Francisco dieses Romans geht es nach der Sprengung der Bay Bridge nur noch um eines: Terroristen finden. Um welchen Preis auch immer. Der Protagonist ist sehr computeraffin und dadurch vertraut mit den Möglichkeiten sich vor Datenraub zu schützen. Dies erklärt er auch immer wieder auf verschiedene Arten und die Stellen hätten durchaus interessant sein können, wenn sie nicht so ausschweifend wären. Mir persönlich fiel es schwer alles im Detail zu verstehen, daher hätte es auch gereicht die Grundelemente zu erklären. Ein Beispiel ist hierbei das Web of Trust. Der Name erklärt schon grob, was es bedeuten könnte: Ein Netz des Vertrauens. Anstatt aber nur grob zu erklären, dass man mit dieser Methode verschlüsselt kommunizieren kann und die Methodik kurz anzureißen, palavert Marcus erst einmal ein paar Seiten darüber. Auch gibt er einen langen Einblick über seine LARPER-Vergangenheit, die an sich spannend war und in den Kontext passt, aber da man unvorbereitet hineingeworfen wurde, hat sich auch diese Stelle etwas zäh gelesen. Marcus‘ Verhalten an sich fand ich gegen Ende des Romans ohnehin etwas fragwürdig. Das Thema an sich war faszinierend und spannend, aber leider konnte das Buch nicht richtig packen, was aber vor allem an der ganzen Handlung drum herum inklusive der ganzen langatmigen Erklärungen liegt. Das Ende war etwas ernüchternd. Einerseits fand ich es gut, weil es weder ein Happy End noch ein Katastrophenende hatte, aber Marcus bekommt schon kurz davor die Gelegenheit zu tun, was nötig ist. Aber anstatt das zu tun, macht er etwas völlig Anderes, was gar keinen Sinn ergeben hat.

    Der Ich-Erzähler Marcus ist ein gleichzeitig tapferer, aber auch sehr egoistischer Protagonist. Man hat immer wieder das Gefühl, dass er gar nicht an andere denkt. Er will zwar etwas bewegen – und das ist an sich bewundernswert – aber oft denkt er überhaupt nicht über die Konsequenzen nach. Zudem ist er auch noch sehr stur und muss einfach gegen alles anrennen, ob er nun davon profitiert oder nicht. Es gab eigentlich gar keinen Charakter, den ich so richtig mochte, aber dafür sind die verschiedenen Beziehungen zwischen den Charakteren etwas zu offensichtlich gehalten. Die einzige Ausnahme dabei war vielleicht Ange, bei der sich meine Vermutung nicht bestätigt hat. Alles in Allem wurden dennoch Figuren gezeichnet, die man sich vorstellen kann.

    Doctorows Schreibstil war nicht ganz mein Fall. Er liest sich ein bisschen schwerfällig und plump, tritt dadurch aber auch in den Hintergrund und hilft, sich auf die Handlung und Erklärungen zu konzentrieren. Die Ich-Perspektive las sich recht flüssig und lässt einen Marcus‘ Gedanken aus erster Hand erfahren. Das wird dadurch bestärkt, dass er innerhalb des Romans den Leser direkt anspricht.

    Das Thema Datenschutz wird in „Little Brother“ auf interessante Art angesprochen und dabei überspitzt umgesetzt, was die Brisanz des Themas verdeutlicht. Gleichzeitig kann die Handlung nicht richtig packen und plätschert nur vor sich hin. Eine wirkliche Gefahr spürt man nur unmittelbar am Anfang und Ende und Marcus scheint auch der einzige zu sein, der sich für den neuen Überwachungsstaat wirklich interessiert und ihn verhindern will. Der Roman ist in sich abgeschlossen.

    Fazit:
    „Little Brother“ beschäftigt sich mit einer auch heute noch aktuellen Thematik und kann diese auf spannende Art verdeutlichen. Als Roman hat der Plot leider einige Schwächen, die vor allem das Ende ausbremsen.

    Gesamt: 3/5

    Inhalt: 3/5
    Charaktere: 3/5
    Lesespaß: 3/5
    Schreibstil: 2/5 

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    dominonas avatar
    dominonavor 3 Jahren
    unbedingt lesen!

    Was heißt eigentlich Freiheit in einer Zeit, zu der überall Kameras sind und ist man schon ein Terrorist, wenn man weiß, wie man Programme hackt? Das Thema ist aktuell und brisant wie nie zuvor und man weiß nicht genau, was Utopie und was bereits Realität ist. Meiner Meinung nach wäre das Lesestoff für die Schule, aber da es ums Hacken geht, wird das wohl so schnell nichts. Egal - lesen sollte man dieses Buch unbedingt.

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    pardens avatar
    pardenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Freiheit vs. Verfolgungswahn, die totale Überwachung als brisantes Thema - leider mit sehr ausschweifenden technischen Details...
    Big Brother is watching you. Who's watching back?

    BIG BROTHER IS WATCHING YOU. WHO'S WATCHING BACK?

    Terroristen sprengen die Oakland Bay Bridge in die Luft. Der begeisterte Gamer Marcus ist mit seinen Freunden zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in Verdacht. Tagelang werden sie verhört und schikaniert. Als Marcus freikommt, hat sich San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt: Jeder Bürger – ein potenzieller Terrorist. Menschenrechte – zweitrangig. Freiheit – ein 'Sicherheitsrisiko'. Mit Hilfe subversiver neuer Medien organisieren er und seine Freunde sich zu einer 'Gamer-Guerilla' – ihr Ziel: der Sturz der Regierung...

    Marcus ist ein ganz normaler 17Jähriger, der sich für Computerspiele und die Welt des Internets begeistert, wobei er durchaus Hackerqualitäten an den Tag legt. Schule, Freunde und PC, das ist es, worum sich sein Leben im Wesentlichen dreht. Das Aufregendste daran sind manchmal nicht ganz legale Computerspiele, die ihm und seinen Freunden aber den besonderen Kick bieten.
    Auf dem Weg zu einem Event kommt es zu tumultartigen Szenen, als Explosionen ertönen. In dem herrschenden Chaos werden Marcus und seine Freunde inhaftiert, ohne zu wissen, was überhaupt los ist - und erleben die schrecklichsten Tage ihres Lebens.


    "Der Mann, der hineinkam, trug eine Militäruniform. Eine U.S.-Militäruniform. Er grüßte die Leute im Truck, und sie grüßten zurück, und da war mir klar, dass wir gar nicht Gefangene irgendwelcher Terroristen waren - ich war ein Gefangener der Vereinigten Staaten."



    Gefoltert und stundenlangen Verhören unterzogen, gewährt Marcus seinen Peinigern schließlich Einblick in die Geheimnisse seines bisherigen Lebens. Und kommt letztlich doch wieder frei. Und ist entsetzt, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Mit seiner Stadt. Mit den Medien. Mit seiner Schule. Mit seinen Eltern. Nach dem Terroranschlag leben alle in einem totalen Überwachungsstaat.
    Fast als Einziger erkennt Marcus die Gefahren einer Welt, in der die soziale Toleranz für abweichende Gedanken vollends verloren geht. Wenn die Freiheit einem Verfolgungswahn geopfert wird, Sicherheitssysteme, Kryptographie, Verhöre und Durchsuchungen zum Alltag werden. Doch Marcus ist nicht bereit, die Freiheit eines ganzen Landes schwinden zu sehen. So ist er nicht erzogen worden, die alten Werte können doch nicht einfach durch Unmenschlichkeit ersetzt werden?! Er beginnt sich zur Wehr zu setzen - mit seinen Mitteln. Seine Waffen: der PC und ein geheimes Netzwerk. Ein Rebell im Untergrund, Widerstand auf der Datenautobahn, immer in der Furcht vor Entdeckung und Verrat...

    Ein wichtiges und überaus aktuelles Thema ist hier jugendgerecht in Szene gesetzt worden, zeigt  die düstere Vision eines modernen Überwachungsstaates, wie er jederzeit tatsächlich in unserer heutigen Zeit entstehen könnte. Ein politisches Buch, das aufrüttelt - auch und gerade die Jugend, die oftmals eher unkritisch heranwächst (so zumindest mein Eindruck). Die Gefahren eines gläsernen Menschen werden hier überaus anschaulich dargesetellt, und Marcus bietet in seinem Handeln und seiner Haltung eine gute Identifikationsfigur.
    Die technologischen Abhandlungen sind es, die mich persönlich etwas gestört haben. Natürlich ist mir klar, dass die Handlung dieses Buches ohne Technologie nicht möglich wäre, und ebenso deutlich ist, dass manche Details zum besseren Verständnis erläutert werden müssen. Mir war es einfach oft zu ausschweifend, zu detailliert - und da mich technologisch eher zu den'Grundschülern' zähle, empfand ich diese Passagen als langatmig und z.T. trotz allen Bemühens auch als unverständlich. Geeigneter scheint das Buch tatsächlich für Jugendliche zu sein, die auch dem ganzen 'Technikkram' gegenüber nicht abgeneigt sind und selbst großes Interesse daran haben.

    Ein wichtiges Buch, ein interessantes Buch - nur ich gehöre hier wohl nicht ganz zur angepeilten Zielgruppe. Dennoch empfehlenswert!



    © Parden

    Kommentare: 3
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    andreasmks avatar
    andreasmkvor 4 Jahren
    Kritisch und nachdenklich stimmend

    Markus ist ein begeisterter Hobby-Hacker, der mit Leichtigkeit das Sicherheitssystem seiner High School überlistet. Als Terroristen eine Brücke sprengen, gerät er mit seinen Freunden ungewollt in den Fokus der amerikanischen Regierung Markus wird seiner Freiheit, Persönlichkeitsrechte und dann sogar seiner Würde beraubt. Währenddessen entwickeln sich die USA immer mehr zu einem Überwachungsstaat.

    Mit seinem Werk Little Brother greift Cory Doctorow eine wichtige und topaktuelle Frage auf: Wie wichtig ist es die Persönlichkeitsrechte jedes einzelnen zu schützen, wenn es um die Sicherheit einer Nation geht? und was geschieht wenn die Sicherheits- und Überwachungssysteme, die man heutzutage an vielen öffentlichen Orten, Verkehrsmitteln, amerikanischen High Schools und nicht zuletzt im Internet findet, missbraucht werden?
    Mit diesen Gedanken im Hintergrund, erschafft der Autor eine düstere und erschreckend real wirkende Zukunftsvision, in der sich die USA als Folge eines Terrorangriffs zu einem Überwachungsstaat entwickelt. Im Kontrast dazu steht der Schüler Markus, der als Vertreter der jungen aufgeklärten Generation die Wahrheit erkennt und als "Little Brother" das System von innen heraus sabotiert um auf seine Fehler aufmerksam zu machen.
    Doctorows Roman ist zwar als Jugendbuch einzuordnen, aber auch für jeden Erwachsenen mit Interesse an der Thematik zu empfehlen. Da Markus selbst ein Jugendlicher ist, nimmt der Autor natürlich auch an vielen Stellen Bezug auf moderne Freizeitaktivitäten, mit Fokus auf moderne Technik, wie Computer und Spielekonsolen. An einigen Stellen steigt man als Leser sogar tiefer in Themen der Informatik, der Programmierung sowie der zu Grunde liegenden Mathematik und Theorie ein, jedoch immer einfach und verständlich erklärt. Wen solche Sachverhalte absolut gar nicht interessieren, dem ist dieser Roman nur bedingt zu empfehlen.

    Fazit: Ein erschreckend realistischer und kritischer Roman über Persönlichkeitsrechte und ihren Wert für den Einzelnen.

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    Prinzessins avatar
    Prinzessinvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ziemlich gutes und wichtiges Thema! Jedoch schwach aufgezogen... erst die letzten 50 Seiten haben mich gefesselt
    Wichtiges und fesselndes Thema - zwei Seiten des Terrorismus

    "Was würdest du tun, wenn du plötzlich merkst, dass es bei euch einen Spion gibt? Du könntest ihn entlarven, an die Wand stellen und umbringen. Aber vielleicht gibt es danach noch einen Spion, und der wäre wahrscheinlich vorsichtiger als der erste und würde sich nicht so schnell schnappen lassen." -Little  Brother, Cory Doctorow


    Na klar ist der Titel "Little Brother" eine Anspielung an die totale Überwachung "Big Brother is watching you". Dieses Buch wurde mir von einem sehr guten Freund der 4 Jahre jünger als ich ist empfohlen. Er ist hellaufbegeistert. Ich hingegen bin etwas skeptisch. Das Thema des Buches ist auf jeden Fall wirklich gut und interessant aber vor allem wichtig. Es regt an, sich über unsere angeblichen Sicherheitssysteme Gedanke  zu machen und sie zu durchschauen. Wie viel tragen diese Systeme wirklich zu unserer Sicherheit bei oder viel mehr zu unserer Überwachung.
    Marcus, der Protagonist ist ein wirklich sympathischer Junge mit so viel Mumm wie man nur haben kann. Ich fand den Schreibstil zu Beginn sehr gewöhnungsbedüfrtig und es viel mir sehr sehr lange Zeit schwer, richtig ins Buch reinzukommen. Irgendwie fand ich es übermäßig zäh. Ich hätte mir das Tempo der letzten 50 Seiten für das gesamte Buch gewünscht, denn an sich war die Story echt gut.
    Ich gebe 3 Sterne und kann dieses Buch trotzdem nur gerne weiterempfehlen! Wirklich ein wichtiges Thema was uns alle betrifft.

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor 5 Jahren
    Cyber war?

    Marcus überlebt einen Anschlag auf die Brücke in Californien. Als er mit seinen Freunden versucht, den Schutzraum aufzusuchen. Wird Darryl angegriffen und verletzt. Im Begriff Hilfe zu suchen, werden sie jedoch vom Heimatschutz aufgegriffen, verhaftet und verschleppt. Nun wird er täglich verhört, fast schon gefoltert. Sie wollen alles...
    Seine Passwörter, seine Daten auf Handy und USB-Sticks, einfach alles. Sie behandeln ihn wie einen Terroristen.
    Doch dann lassen sie ihn auf wundersame Art und Weise frei. Jedoch weiß Marcus, das er nun ein gebranntes Kind ist, und sie ihn genau im Auge behalten werden....

     

    Cory Doctorow beschreibt uns die wunderbare Welt des Cyberspaces mit einfachen Worten, so dass jeder nun den Unterschied zwischen Spam und Ham versteht. Man lernt unglaublich viel und Datentransfer, die Entstehung des Internets und über die Überwachung unseres Lebens durch verschiedene Gruppen.

     

    Hat man die letzte Seite umgeschlagen ist man sich klar darüber, das das eigene Leben bereits sehr gläsern ist und man eigentlich gar nichts dagegen tun kann.

     

    Erstklassiger Roman über die computerisierte Welt in der wir so ahnungslos leben und über die Auswirkungen darüber, wenn die Macht in die falschen Hände gerät und die Gesetzte so gebogen werden, das sie in die richtige Richtung passen. Einfach spitze!!!

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    BlueNas avatar
    BlueNavor 6 Jahren
    Rezension zu "Little Brother" von Cory Doctorow

    Sicherheit, um jeden Preis!
    .
    Marcus Yallow. 17, clever, Computerfreak und noch dazu äußerlich nicht übel anzusehen geht mit seinen Freunden versteckten Hinweisen eines Computer Games nach, als plötzlich um sie herum heilloses Chaos ausbricht. Ein Knall, Sirenen heulen, Menschen rennen panisch durcheinander, drängen Marcus und sein team in die U-Bahn-Station. Nachdem sie sich herausgekämpft haben, werden sie am helligsten Tag, auf der offenen Straße gekidnappt. Schnell stellt sie sich heraus, dass Terroristen die Bay-Bridge in die Luft gesprengt haben und es die Heimatschutzbehörde ist, die Marcus auf eine geheime Insel verschleppt und tagelang unter menschenunwürdigen Bedingungen verhört hat. Als die Vier Tage später wieder freikommen, hat sich ihre Heimatstadt San Francisco in einen Überwachungsstaat verwandelt. Marcus ist schockiert und sagt dem Department for Homeland Security (DHS) den Kampf an. Mit allen Mitteln, die ihm zu Verfügung stehen: Der Technologie der Zukunft!
    .
    Der Jugend-Roman „Little Brother“ lässt einen als Leser ziemlich schockiert zurück, denn das Szenario, dass Cory Doctorow hier beschreibt, ist so realistisch, dass es morgen wahr werden könnte! Die Angst vor Terror und vor Terroristen steckt seit dem 11. September 2001 tief in unseren Knochen, vor allem in den USA hat es lange gedauert, bis die Stimmung sich wieder normalisiert hat. Somit ist es durchaus denkbar, dass die totale Überwachung der Bürger einer Großstadt wie San Francisco nach einem erneuten Terroranschlag böse Realität werden könnte. Auf den Anschlag selbst, auf den die erschreckenden Ereignisse in diesem Buch folgen, wird kaum eingegangen. Denn als Marcus und seine Freunde aus der Haft entlassen werden, sind schon einige Tage vergangen und das gröbste Chaos hat sich gelegt. Dann beginnen die totale Überwachung der Menschen und somit auch die Maßnahmen, die Marcus dagegen unternimmt. Er baut ein Linux basiertes X-Box-Netzwerk auf, ein sicheres Netzwerk, nachdem sein eigener Laptop und seine Bewegungen im Internet vom DHS überwacht werden. Über dieses Netzwerk bringt er viele, viele Gamer dazu, dem DHS ein Schnippchen zu schlagen.
    .
    Der Schreibstil ist für ein Jugendbuch genau richtig. In einfachen Sätzen und doch wortgewandt beschreibt der Autor das Szenario der totalen Überwachung. Er schafft es, eine bedrückende Atmosphäre zu erzeugen, in der man die Anspannung, die Furcht und die Wut der Protagonisten hautnah spüren kann. Da das Buch sich Großteils mit Computertechnologie beschäftigt, birgt es auch großes Erklärungspotenzial, was aber wunderbar gelöst wird. Die Erklärungen liefert Marcus immer selbst und zwar einfach und leicht verständlich, so dass auch nicht so technikversierte Leser verstehen, was der Protagonist da gerade vorhat.
    .
    Die Protagonisten sind sehr überzeugend dargestellt. Vor allem Marcus, den man die ganze Zeit begleitet, lernt man außerordentlich gut kennen. Ich konnte seine Gefühle und seine Motivation wunderbar nachvollziehen und auch, dass er sich in Ange verliebt, passt hervorragend zu ihm. Auch Marcus Freunde Jolu und die eben erwähnte Ange bleiben einem im Gedächtnis, da sie ihre ganz eigenen Eigenschaften haben. Mit diesen Protagonisten konnte ich mich identifizieren!
    .
    Das Cover ist für meinen Geschmack zu unauffällig gewählt worden. Zwar spielen die abgebildeten Dinge eine Rolle im Buch, doch springt es zu wenig ins Auge, denn „Little Brother“ hat meiner Meinung nach noch viel mehr Aufmerksamkeit verdient!
    .
    Insgesamt kann ich „Little Brother“ von Cory Doctorow bedenkenlos allen empfehlen, die sich in das schockierend-realistische Szenario hineinwagen wollen. Das Buch birgt eine tiefere Moral, denn durch mutige Menschen und eine Presse, die sich nicht mundtot machen lässt, kann sich alles wieder zum Guten wenden! Unbedingt lesen!!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    sonjastevenss avatar
    Ja, Little Brother von Doktorow, oder so ähnlich, das Buch hat mit Computertechnik und Spielen zu tun, ist gesellschaftskritisch, spannend und man sagt es erinnert an George Orwells 1984.
    rennmauss avatar
    Letzter Beitrag von  rennmausvor 8 Jahren
    das Buch ist total empfehlenswert - habs grad erst durch
    Zum Thema
    Malveas avatar
    Ich habe vor kurzem Cory Doctorow's "Little Brother" gelesen, war hellauf begeistert und suche nun nach ähnlichen Büchern. Alles rund um Zukunfstszenarien, gerne auch Gesellschaftskritische. Wäre toll wennn jemand die ein oder andere Empfehlung für mich hätte. lg Malvea
    Zum Thema

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