Cory Doctorow Little Brother - Homeland

(14)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 3 Leser
  • 3 Rezensionen
(8)
(6)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Little Brother - Homeland“ von Cory Doctorow

Netzfreiheit Marcus Yallow ist zwar noch jung, aber er ist bereits ein Held. Ein Hacker und Untergrundheld, um genau zu sein. Denn Marcus hat zusammen mit anderen Jugendlichen beschlossen, den Kampf gegen einen scheinbar allmächtigen Überwachungsstaat aufzunehmen. Als Marcus eines Tages einen USB-Stick voll streng geheimer Regierungsdaten zugespielt bekommt, steht er vor der Entscheidung seines Lebens – denn wenn er diese Daten veröffentlicht, bricht die Hölle los. Seitdem der junge Marcus als Hacker und Aktivist aufgetreten ist, hat er überall in den Vereinigten Staaten Fans und Nachahmer. Inzwischen ist er ein Held des Widerstands gegen die allgegenwärtige Überwachungstechnologie der Heimatschutzbehörde. Gleichzeitig arbeitet er als Webmaster für einen aufstrebenden Politiker, der genau diesen Zustand verändern will. Doch dann bekommt Marcus von Masha, einer früheren Gegenspielerin, einen USB-Stick mit brandheißen und streng vertraulichen Daten zugesteckt, die er nun veröffentlichen soll. Er zögert, denn wenn er sich dazu bekennt, kostet ihn das seinen Job – und wenn er nicht mitspielt, machen die Behörden einfach weiter. Was soll er tun? Und dann sind da auch noch die verdächtigen Gestalten, die Marcus immer engmaschiger beschatten. Kann er die Bombe platzen lassen? Es gibt nur einen Weg, das herauszufinden …

Interessant und wichtig!

— Jujulu
Jujulu

super Fortsetzung

— 5n4k3
5n4k3

Schonungslos, aufrüttelt und deprimierend, wie wenig man doch bewirken kann

— ihnski
ihnski

Zu Beginn reißt es mit, aber je weiter man liest, desto fester wird der Eindruck, dass nur Hacker noch etwas bewirken können. :/

— Sachse
Sachse

Dieses Buch hat bei mir bleibende Spuren hinterlassen! Einfach grandios!

— Wortmagie
Wortmagie

Absolutes Lieblingsbuch! Top aktuell, toll geschrieben und noch dazu mal was ganz anderes!

— Toirse
Toirse

Stöbern in Jugendbücher

Die Perfekten

Das Buch hatte mich schnell gepackt und konnte mich bis zum Ende fesseln...

Nayla

Stell dir vor, dass ich dich liebe

Zauberhaft! Große Geschichte, wo man sich ne Scheibe von abschneiden kann!

Caro2929

Moon Chosen

Ein wirklich genialer Reihenauftakt, mit vielen interessanten Charakteren in einer neuen, spannenden Welt die man so noch nicht gekannt hat.

booknerd84

Obwohl es dir das Herz zerreißt

Zu viele Themen

momkki

PS: Ich mag dich

Locker Leicht zu lesen, eine sehr schöne, rührende Geschichte. Ich empfehle es jedem.

Lys-Heaven

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Unbedingt lesen!

    Little Brother - Homeland
    ihnski

    ihnski

    28. July 2015 um 15:39


  • Schonungslos und höchst aktuell

    Little Brother - Homeland
    Wortmagie

    Wortmagie

    10. June 2014 um 16:13

    Meine erste literarische Begegnung mit dem Autor Cory Doctorow war einer dieser Zufälle im Leben, für die man im Nachhinein sehr dankbar ist. Sein Roman „Little Brother“ fiel mir auf einem Grabbeltisch einer großen deutschen Buchhandlungskette in die Hände; ich klopfe mir bis heute selbst dafür auf die Schulter, dass ich mir ab und zu die Zeit nehme, solche Tische mit preisreduzierten Büchern systematisch stapelweise durchzusehen. Cory Doctorow schreibt sehr moderne Romane, die sich eingängig und nachvollziehbar mit Themen wie Datenschutz, Netzsicherheit und Privatsphäre beschäftigen. In „Little Brother“ zeigt er, wie schnell sich eine Stadt in einen Überwachungsstaat verwandeln kann und dass es nur beherzte Individuen wie Marcus Yallow braucht, um sich dagegen zu wehren. „Little Brother: Homeland“ ist nun die Fortsetzung von Marcus‘ Geschichte. Zwei Jahre nach den Ereignissen in San Francisco, die Marcus Yallow zu einer Berühmtheit in der Hackerszene gemacht haben, sieht das Leben des jungen Computerspezialisten weniger rosig aus als erwartet: er musste sein Studium abbrechen, findet einfach keinen Job und auch seine Eltern sind arbeitslos geworden. Trotzdem fährt er gemeinsam mit seiner Freundin Ange auf das Burning Man Festival. Es ist dieses Festival mitten in der Wüste, das seine Existenz sogleich verbessert als auch verkompliziert: zwar wird ihm endlich ein Job als Webmaster bei einem unabhängigen Kandidaten für die Senatorenwahl anboten; doch trifft er dort auch Masha wieder, die ihm einen USB – Stick mit hochsensiblen Regierungsdaten übergibt. Marcus muss nun entscheiden, was er mit den Daten anstellt; veröffentlicht er sie, riskiert er damit erneut seine Sicherheit und gleichzeitig seine neue Anstellung. Während er noch darüber grübelt, wie er die Wahrheit ans Licht bringen kann, ohne selbst abermals ins Fadenkreuz der Regierung zu geraten, wird ihm die Entscheidung abgenommen: sein Laptop und das Netzwerk, in dem er die Daten aufarbeiten wollte, werden gehackt und Unbekannte stellen die Informationen für jeden sichtbar ins Internet. Die Lage spitzt sich dramatisch zu und Marcus muss wieder einmal einen Ausweg aus einer Situation finden, in der ihm sowohl die Regierung als auch wirtschaftliche Unternehmen auf den Fersen sind. Ich bewundere Cory Doctorow zutiefst für seine Fähigkeit, komplizierte technische Vorgänge so zu erklären, dass sie im Grunde auch ein Laie verstehen kann. Er weckt in mir das Interesse und die Neugier für Programmierung und Hacking; er macht mich darauf aufmerksam, dass ich noch viel mehr für meine eigene Sicherheit im Netz tun kann und er vermittelt mir eine Ahnung davon, wie und wo ich anfangen kann, meine Kenntnisse zu erweitern. „Homeland“ führt den Aufruf des ersten Bandes „Little Brother“ nahtlos fort, sich für ein freies und offenes Netz einzusetzen. Der gesamte Roman strotzt nur so vor intelligenter Kritik an Regierung und Wirtschaft und demaskiert das amerikanische System schonungslos. In einer Zeit, in der wir uns in Deutschland mit den Veröffentlichungen des Whistleblowers Edward Snowden und dem daraus resultierenden NSA – Skandal auseinander setzen müssen, verdeutlicht Cory Doctorow scharfsinnig, dass die Datensammelwut von Regierungen und Unternehmen das Symptom eines wesentlich größeren Problems ist. Wir müssen Einschnitte in unsere Privatsphäre nicht kommentarlos hinnehmen, wir können uns wehren. Diese Botschaft wird durch Doctorows äußerst sympathischen und lebensechten Protagonisten übertragen; Marcus ist eine wunderbar ausgearbeitete, runde Figur. Glaubhaft lässt der Autor ihn zwischen seinem Gewissen und seinen Ängsten stehen; er hadert mit der immensen Verantwortung, die er unfreiwillig trägt. Darüber hinaus haben mich die Ausmaße der beschriebenen Demonstrationen regelrecht mitgerissen; ich bekam eine Gänsehaut, als ich mir vorstellte, wie es sein muss, mit hunderttausenden von Menschen gemeinsam für das gleiche Ziel auf die Straße zu gehen. Ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass ich das eines Tages selbst erleben darf. „Little Brother: Homeland“ bekommt von mir ohne zu zögern fünf Sterne, weil der Roman mich wirklich berührt und auch beeinflusst hat. Es kommt nicht oft vor, dass ein Buch bleibende Spuren bei mir hinterlässt, die über simplen Unterhaltungswert hinausgehen, doch Cory Doctorows Thriller hat es geschafft. In meinen Augen ist es ein wichtiges Werk, das den Zeitgeist zielsicher erfasst und für die aktuellen Problematiken unserer modernen Gesellschaft sensibilisiert. Ich möchte sowohl „Homeland“ als auch den Vorgänger „Little Brother“ allen meinen LeserInnen ans Herz legen, auch denjenigen, die mit Hardware und Software eigentlich nichts am Hut haben. Beide Romane sind tolle Einsteigerwerke in die faszinierende Welt der Programmierung, die von Cory Doctorow anhand einer spannenden und mitreißenden Handlung leicht verständlich dargestellt wird.

    Mehr
  • Schönes Jugendbuch

    Little Brother - Homeland
    fcandi

    fcandi

    16. April 2014 um 20:28

    Überwiegend jugendliche Akteure (inklusive den Eltern als Nebenrollen) und ein gradliniger Handlungsstrang. Das ganze aus der Ich-Perspektive geschrieben, was ich persönlich sehr gerne mag - selbstverständlich auch für ältere Leser zu empfehlen.  Etwas speziell sind die teilweise längeren Ausführungen zu den Themen Kryptografie und Anonymität im Internet. Man kann diese Abschnitte auf Wunsch auch überspringen, ohne etwas von der Handlung zu verpassen. Ich finde aber, dass gerade jetzt im Zeitalter von Snowden, NSA und Co. dieses Wissen verbreitet werden sollte.  Nicht alles ist 100% aktuell, wer ein sicheres Betriebssystem wie das beschriebene "X-Net" sucht, kann sich mal "Tails" ansehen, welches nicht zuletzt von Snowden verwendet wird: https://tails.boum.org

    Mehr