Cory Taylor

 4.3 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Sterben: Eine Erfahrung, Sterben und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Mr. Booker und ich

Erscheint am 22.02.2019 als Hardcover bei List Verlag.

Alle Bücher von Cory Taylor

Sterben: Eine Erfahrung

Sterben: Eine Erfahrung

 (20)
Erschienen am 10.02.2017
Sterben

Sterben

 (6)
Erschienen am 08.06.2018
Mr. Booker und ich

Mr. Booker und ich

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Erschienen am 22.02.2019
Sterben

Sterben

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Erschienen am 10.02.2017
Sterben

Sterben

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Erschienen am 10.02.2017

Neue Rezensionen zu Cory Taylor

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I

Rezension zu "Sterben" von Cory Taylor

Ein Buch aus der Sicht einer Sterbenden.
IlleBillevor 2 Jahren

Vieles in diesem Buch hat mich berührt. Der langsame, schmerzvolle Verfall der Erzählerin. Ihre Suche nach einem akzeptablen und akzeptierten Ausweg. Ihre Gedanken an den Mann und die Söhne. Leider geht es nach einem äußerst bewegenden Beginn dann überwiegend um persönliche Erinnerungen. Um die Kindheit, die vielen Umzüge, das Verhältnis zur Mutter, zum meist abwesenden Vater, um das Altern, Siechen und den Tod der Eltern. Das alles geschieht sehr ausschweifend und zu lang für meinen Geschmack. Ich hatte mehr Raum für die Gedanken der sterbenden Autorin erwartet, keine Erinnerungen oder gar eine Autobiographie. Trotzdem habe ich das schmale Buch interessiert und durchaus mit Gewinn gelesen, insbesondere vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit und dem Umgang mit Sterbenden in unserer Gesellschaft. Ich vergebe dreieinhalb Sterne.

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Bücherwurms avatar

Rezension zu "Sterben: Eine Erfahrung" von Cory Taylor

anders
Bücherwurmvor 2 Jahren

"Sterben" mit dem Untertitel "Eine Erfahrung" der inzwischen verstorbenen Autorin Cory Taylor, trifft den Inhalt nicht gänzlich.
Es gibt viele Bücher auf dem Markt, die von todkranken, meist an Krebs erkrankten Menschen geschrieben worden sind, um gesunde Leser oder auch kranke Leser teilhaben zu lassen an den letzten Monaten, Stunden oder selten auch Jahren.
Oft sind es Bücher, die nicht beendet sind, sondern von Familienangehörigen beendet werden, oder zumindest ein längeres Nachwort der Angehörigen haben, die den Leser über das Ende informieren.
Das ist hier nicht so.
Cory Tylor ist von Beruf Schriftstellerin und erhält die Diagnose Krebs, fortgeschritten, infaust.
Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit dem Thema Krankheit, Sterben, Familie, ganz pragmatischen Dingen, wie zum Beispiel: Vorbereitung auf den Tod, Hospiz Suche, Überlegungen zum Sterbeakt, Kummer und Sorge um die Familie und Rückblick über das Lebenswerk.
Ich sollte vielleicht hier erwähnen, dass die Autorin keiner Religionsgemeinschaft angehört, nicht gläubig ist und es auch angesichts des Todes auch nicht wird.
Der zweite Abschnitt brachte mich etwas ins Straucheln, denn es wurde für mich als unbekannte Leserin etwas verworren. Im Grunde versucht sich die Autorin im Rückblick, erzählt dabei mehr über das Leben und tragisch, unglückliche Ende der Eltern, sehr düster, sehr negativ, sehr traurig. Da ich alle die Verwandten nicht kenne und mit den Zeitsprüngen nicht gut zurecht kam, war ich etwas enttäuscht und irritiert. 
Ob die eigene Situation wohl ausschlaggebend war, für eine derart negative und düstere Lebensdarstellung der Eltern?
Ich persönlich habe kaum etwas von ihr selbst erfahren und keinen Abschnitt entdeckt, der Glück und Fröhlichkeit einschließt. 
Auch in meiner Familie gab es sehr unglückliche Menschen, die aber trotzdem schöne Zeiten hatten.
Und da die Autorin selbst Familie, Kinder hatte, wartete ich vergebens auf Lichtblick. Die wird es wohl gegeben haben, aber davon wurde nichts mit mir als Leserin geteilt.
Auch im letzten Abschnitt geht es mehr um philosophische Gedanken, als um den Prozess des Sterbens. Nur hin und wieder im Nebensatz hören wir, wie schwach und krank die Autorin inzwischen ist.
Kein Nachwort, keine Informationen darüber wann und wie ... ich hoffe, sie hatte ein schmerzfreies und leichtes Ende.
Viel Kraft der Familie!



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aspecialkates avatar

Rezension zu "Sterben" von Cory Taylor

Wie die eigene Sterblichkeit als individuelle Erfahrung betrachtet werden kann...
aspecialkatevor 2 Jahren

Die Diagnose Krebs zwingt Cory Taylor dazu, sich mit ihrer eigenen Sterblichkeit auseinanderzusetzen. Dies gelingt ihr auf einer gefühlvollen Art und Weise, die berührt. In einer Rückschau und der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit dem Sterbeprozess, beleuchtet sie Lebensstationen, ihre Gefühlswelt und Gedanken zum Tod sowie ihre Familie.

Sterben ist eine individuelle Erfahrung. Und genau das verdeutlicht dieses Buch sehr eindrücklich und bewegend. Die Offenheit der Autorin geht nahe, man hält inne und reflektiert über das eigene Leben und den Tod, der am Rand der Gesellschaft gerückt ist und tabuisiert wird. Cory Taylor kommt dem Tod so nahe, sodass einem seine eigene Sterblichkeit schmerzhaft bewusst wird. Die Kostbarkeit des Lebens ist plötzlich und unerwartet präsent, sodass man gewillt ist, sein Dasein zu überdenken. Sie lädt uns ein, die eigenen Erfolge und Niederlagen sowie deren Bedeutung zu reflektieren. Dabei setzt sie meisterhaft ihre Gabe der hohen Schreibkunst ein und man spürt, was an Bedeutung gewinnt und welcher Verlust betrauert werden soll.

Die richtigen Worte für eine Besprechung dieses Buches zu finden, fällt mir schwer. Vieles hat es mir gelehrt, einiges habe ich für mich und meine eigene Sterblichkeit mitgenommen. Das Sterben als eine Erfahrung zu betrachten, ist ein sehr intimer, persönlicher Prozess, der keinen Vergleich zulässt. Jeder Mensch vermag bestimmte Trauerphasen zu durchschreiten, aber keine Erfahrung ist mit der eines anderen Menschen vergleichbar. Was für Cory Taylor bedeutsam war, kann für andere unwichtig sein. Deshalb sollte man von diesem Buch nicht enttäuscht sein, wenn sie zu ihren Wurzeln zurückkehrt und sich besonders intensiv mit der Beziehung zu ihren Eltern befasst. Genau das ist das Besondere an diesem Lebenswerk - es umfasst die wichtigsten Stationen des Lebens der Autorin und gibt einen Einblick in ihre persönlichen Anteile. Wie man seine eigene Sterblichkeit betrachten kann, findet man am besten selbst heraus. Das Buch gibt aber tiefblickend sehr viele Anregungen dazu, um den Tod ein bisschen mehr ins Leben zu holen, ohne dabei die Leichtigkeit des Lebens zu verlieren. Denn eine wichtige Botschaft vermittelt es uns: Man soll das Leben genießen und das tun, wonach man sich sehnt!

 

 

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Gespräche aus der Community

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Allegria_Verlags avatar
Das Thema ist so alt wie die Welt: das Sterben. Was lebt, wird auch sterben. Und Cory Taylor - preisgekrönte Schriftstellerin aus Neuseeland - erfuhr 2015, dass sie den Krebs trotz vieler Entwarnungen doch nicht besiegt hatte. Statt sich der deprimierenden Aussicht auf ihr eigenes, noch dazu absehbares Ende hinzugeben, schrieb sie ein lebensbejahendes Buch, mit dem sie uns "Hinterbliebenen" ein einzigartiges Dokument hinterlässt: das Sterben als Erfahrung.
Das Besondere und Einzigartige an Corys Geschichte ist ihre klare, unvermittelte, selbstehrliche und dabei lebensbejahende Herangehensweise. Das Schreiben dieses Buches war ein kreativer Prozess, den sie kurz vor ihrem Tod erleben durfte. Ihre Akzeptanz der Unabwendbarkeit gegenüber vermittelt Würde. Ihr bewusster Umgang mit Sprache macht ihre persönliche Erfahrung und ihre Reflexionen zu einem wahren Geschenk für alle, denen die Worte fehlen. Es gelingt der Autorin, die Einsamkeit des Sterbens zu durchbrechen und sich mitzuteilen.


Überzeugt Euch selbst. Wir sind gespannt auf Euren Eindruck.
aspecialkates avatar
Letzter Beitrag von  aspecialkatevor 2 Jahren
Anbei meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Cory-Taylor/Sterben-1430685666-w/rezension/1441849509/1441851707/ Vielen Dank nochmals für die Gelegenheit, ein so kostbares Buch lesen zu dürfen.
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