Cory Taylor Sterben

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Sterben“ von Cory Taylor

2015 erfährt Cory Taylor, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. In nur wenigen Wochen hat sie ihre Memoiren verfasst, die kurz vor ihrem Tod im Juli 2016 erschienen. Auf bemerkenswerte Weise reflektiert sie über den Sinn der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie lässt uns teilhaben an ihrer Erfahrung, was das Sterben sie gelehrt hat. Der universellen Frage über ein Leben nach dem Tod begegnet sie als nicht-religiöser Mensch in einer für sie selbst überraschenden spirituellen Form. Ergreifend und zutiefst weise sind ihre Gedanken über das Sterben, die zugleich eine Hymne an das Leben sind.

Stöbern in Sachbuch

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

Homo Deus

Hararis Buch polarisiert, regt zum Nachdenken an und lässt kaum jemanden kalt.

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Maren Diekhoff liest Taylors Worte und Gedanken, als wäre da eine nahe Freundin von ihr gegangen

    Sterben
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    28. February 2017 um 13:38

    Die 2016 im Alter von nur 61 Jahren verstorbene australische Schriftstellerin Cory Taylor gehörte als Drehbuchautorin und mit ihren beiden mit Auszeichnungen bedachten Romanen (nicht auf Deutsch erschienen) zu den bekannten Autoren des fünften Kontinents. Nachdem sie schon seit etwa einem Jahrzehnt mit einem Hautkrebs zu tun hat (den sie mit früherer Vorsorge vielleicht besser in die Schranken hätte weisen können, wie sie zugibt). Zehn Jahre später hat sich im Gehirn eine Geschwulst gebildet, jenem Teil, der für die Bewegungen der rechten Körperseite zuständig ist. Sie willigt in eine Operation ein und hat bald darauf die Gewissheit, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Überall in ihrem Körper haben sich Metastasen breit gemacht und Cory Taylor schreibt in sehr kurzer Zeit dieses Buch. Sie tut es zunächst für sich selbst, setzt sich auseinander mit ihrem Leben und ihrer Familiengeschichte, aber auch mit ihrem Wunsch, ihrem Leid selbst ein Ende zu setzen. Dafür hat sie schon vor Jahren über das Internet aus China ein schnellwirkendes Mittel sich besorgt, dass in der Tiermedizin bei Pferden angewandt wird. Ob sie es schlussendlich angewandt hat, bleibt offen. Sie schreibt aber auch für ihre Familie, ihren Mann Shin, dem sie das Buch gewidmet hat und ihren beiden Kindern, die lange nichts von ihrer Erkrankung wussten. In einer Rundfunksendung stellt sie sich den Fragen der Hörer und beantwortet sie für die Leser ihres Buches noch einmal ausführlich.  Glaubt sie an ein Leben nach dem Tod? Gibt es eine Liste von Dingen, die sie noch tun oder erleben möchte, bevor sie stirbt? Hat sie Angst vor dem Sterben? Hat sie an Selbstmord gedacht? Besonders auf diese Frage nach einem selbstbestimmten Sterben und der Verantwortung dafür, was eine solche Entscheidung mit anderen Menschen, auch ihrer Familie machen würde, geht Cory Taylor ausführlich ein. Ihre Antwort auf die Frage nach einer Wunschliste hat mich sehr angesprochen, weil es mir genauso geht: „Eine Wunschliste impliziert einen Mangel, einen Vorrat an unerfüllten Wünschen oder Zielen, die Sorge, man habe aus seinem Leben nicht genug gemacht. Sie impliziert, mehr Erfahrung sei besser, wobei das Gegenteil ebenso wahr sein könnte. Ich habe keine Wunschliste, weil es mich tröstet, mich an die Dinge erinnern zu können, die ich getan habe, statt den Dingen nachzutrauern, die ich nicht getan habe. Was auch immer das sein könnte: Ich glaube, es war einfach nicht das Richtige für mich, und das vermittelt mir ein Gefühl der Zufriedenheit, das Abwerfen von Ballast auf meiner allerletzten Reise.“ Nach ihren Reflexionen über das Sterben und ihre Erfahrungen damit, beschreibt sie in einem  zweiten Teil des Buches ihre Kindheit und Herkunft, die Geschichte ihrer Mutter und ihres Vaters. Diese Erinnerungen passen sich ein in ihre Überlegungen im ersten Teil, denn es geht immer um ihr Leben, das bald zu Ende sein wird. Dennoch hatte ich beim Lesen das Gefühl, diese Teile seien schon zu einem früheren Zeitpunkt entstanden und dann in das Buch eingefügt worden. Das ehrliche und berührende Buch von Cory Taylor zwingt den Leser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben und Tod, auch wenn er sich hoffentlich noch bei guter Gesundheit befindet. Menschen mit tödlicher Diagnose mögen in diesem Buch Trost finden und die Anregung, ähnlich dankbar und versöhnlich auf ihr Leben zu blicken um es leichter verlassen zu können. Trotz traurigem Thema singt Cory Taylor mit ihren letzten öffentlichen Worten dem Leben in all seinem Reichtum und seiner Vielfalt ein Loblied. Mit der Schauspielerin Marlen Diekhoff hat der Hörbuch Hamburg Verlag eine Sprecherin gefunden, die diesen intimen und authentischen biographischen  Text von Cory Taylor auf eine bewegend feinfühlige Weise eingelesen hat. Maren Diekhoff liest Taylors Worte und Gedanken, als wäre da eine ganz nahe Freundin von ihr gegangen. Ihre Stimme und die Art ihres Sprechens betonen den philosophisch- spirituellen Charakter von Taylors Buch. Sie gehen unter die Haut.

    Mehr