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Allegria_Verlag

vor 8 Monaten

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Das Thema ist so alt wie die Welt: das Sterben. Was lebt, wird auch sterben. Und Cory Taylor - preisgekrönte Schriftstellerin aus Neuseeland - erfuhr 2015, dass sie den Krebs trotz vieler Entwarnungen doch nicht besiegt hatte. Statt sich der deprimierenden Aussicht auf ihr eigenes, noch dazu absehbares Ende hinzugeben, schrieb sie ein lebensbejahendes Buch, mit dem sie uns "Hinterbliebenen" ein einzigartiges Dokument hinterlässt: das Sterben als Erfahrung.
Das Besondere und Einzigartige an Corys Geschichte ist ihre klare, unvermittelte, selbstehrliche und dabei lebensbejahende Herangehensweise. Das Schreiben dieses Buches war ein kreativer Prozess, den sie kurz vor ihrem Tod erleben durfte. Ihre Akzeptanz der Unabwendbarkeit gegenüber vermittelt Würde. Ihr bewusster Umgang mit Sprache macht ihre persönliche Erfahrung und ihre Reflexionen zu einem wahren Geschenk für alle, denen die Worte fehlen. Es gelingt der Autorin, die Einsamkeit des Sterbens zu durchbrechen und sich mitzuteilen.


Überzeugt Euch selbst. Wir sind gespannt auf Euren Eindruck.

Autor: Cory Taylor
Buch: Sterben: Eine Erfahrung
1 Foto

Melanie_Lindner

vor 8 Monaten

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Da ich schon lange in einem Pflegeheim arbeite ist mit der TOT nicht fremd.Daher könnte mir das Buch helfen mit sterbenden u nd Totkranken Menschen zu arbeiten und ihnen zum Ende hin noch besser beistehen zu können.

Tigerbaer

vor 8 Monaten

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Das Thema Sterben und Tod ist in unserer Gesellschaft ein Tabu-Thema und ich finde das nicht richtig, da das Ganze zum Leben dazu gehört. Ich würde gerne lesen, was Cory der Nachwelt hinterlassen hat und hoffe, dass ich von ihren Gedanken, Gefühlen und ihrem Erleben für mein eigenes Leben lernen kann.

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Tigerbaer

vor 7 Monaten

Abschnitt III: Ende und Anfang

aspecialkate schreibt:
Cory, diese starke Frau, hat mich wirklich sehr beeindruckt. Gegen Ende hin erkennt man immer noch, dass der starke Kern in ihr erhalten bleibt, auch wenn sie immer schwächer wird. Es war für mich beinahe schmerzhaft die letzten Zeilen zu lesen, es hat sich für mich angefühlt wie ein Abschied von jemanden, der einem ans Herz gewachsen ist.

Mir ging es auch so. Je näher ich den letzten Seiten gekommen bin, desto feuchter sind mir die Augen geworden und der Abschied fiel wirklich schwer.

Tigerbaer

vor 7 Monaten

Abschnitt I: Kalte Füße
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@aspecialkate

Die Situation mit deinem Großvater kommt mir sehr bekannt vor. Das war damals bei Tod von meinem Opa auch so. Er war schwer krank und es war klar, dass es irgendwann zu Ende geht. Trotzdem hat sich keiner von uns mit den Beerdigungsformalitäten befasst und die Trauer kam irgendwie zu kurz bzw. man hat alles wie in einem Nebel erlebt.

Die Mutter von meinem Mann, meine Schwiegermutter, ist in unserer Hochzeitsnacht völlig überraschend gestorben und die Polizei hat uns aus dem Bett geklingelt, nachdem sie ein Nachbar vor ihrer Wohnungstür gefunden hatte. Für meinen Mann war das Ganze ein mittlerer Albtraum mitten in der Nacht die Beerdigungsvorbereitungen zu organisieren.

Da ich keine eigenen Kinder haben kann und mich mit der Tochter meines Manns, der noch dazu ein ganzes Stück älter ist als ich, eher ein distanziertes Verhältnis verbindet, will ich in den nächsten Jahren meine Beerdigung und alles was damit zusammen hängt, auch organisieren. Damit im Ernstfall nichts mehr zu machen ist.

Schwertlilie79

vor 7 Monaten

Eure Rezensionen

Hier geht's zu meinen Rezensionen:

https://www.lovelybooks.de/autor/Cory-Taylor/Sterben-Eine-Erfahrung-1401720900-w/rezension/1437763513/

https://www.amazon.de/gp/customer-reviews/R21DVMPXDVODZ7/ref=cm_cr_arp_d_rvw_ttl?ie=UTF8&ASIN=3793423182

Nochmals herzlichen Dank dafür, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte.

Saphir610

vor 7 Monaten

Abschnitt I: Kalte Füße

@Tigerbaer
Ja,das ist richtig, man steht als naher Angehöriger so unter Schock (egal ob plötzlicher Tod oder nach Krankheit), dass die Organsisation der Beerdigung usw völlig überflüssig ist. Man im Nachhinein doch wieder einiges anders gemacht hätte.
Irgendjemand hat mal behauptet, dass gerade dieses organisieren müssen den/die Trauernden nicht gleich in ein tiefes Loch stürzen lässt....das kommt dann später, meist nach der Beerdigung.

Persönlich fand ich es interessant, dass ich dann die Freunde meiner Mutter nach der Trauerfeier zum obligatorischen Kaffee eingeladen habe und niemand mal auf mich zukam. Ich kenne die seit meiner Kindheit und ich glaube nicht, dass ich zu denen kommen musste. Schon seltsam. Unsere Nachbarin war an meiner Seite, eine alte Freundin meiner Mutter die meiner Mutter in letzter Zeit gar nicht mehr so recht war, weil sie ihre eigene Einstellung einfach beibehalten hatte. So seltsam kann es dann sein. Eine Tante meinte, dass es sie erstaunte, dass ich das dann alles so durchstehen konnte. Himmel, erstmal bleibt einem nichts anderes übrig und dann sollte man Leuten durchaus mal was zutrauen.

Was Dir/Deinem Mann in Eurer Hochzeitsnacht passiert ist, shclimm, da fehlen mir die Worte und ich drücke Euch in Gedanken auch jetzt einfach noch.

Bücherwurm

vor 6 Monaten

Abschnitt I: Kalte Füße
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So, ich muss mich mal entschuldigen für die Verspätung, ich hatte angefangen und dann legte mich die Grippe flach. Und diese wollte und wollte nicht weichen. Niesattacken tagelang, dazu eine ununterbrochen laufende Nase, dazu dann Kreislaufkollaps, Kopfweh und völlige Erschöpfung ... Lesen unmöglich.
Aber inzwischen habe ich auch den ersten Abschnitt beendet und stecke im zweiten.
Wo fange ich an? Also ich finde es sehr gut geschrieben. Die Autorin kann oder konnte ihr Handwerk gut, ich bin wirklich am Überlegen, ob ich mal ihre Romane lese.
Ich habe schon etliche Bücher von tödlich erkrankten Menschen gelesen, auch Jugendlichen, man merkt hier sofort, dass jemand "schreiben kann".
Sehr beeindruckt hat mich, wie sie über ihren Mann schreibt, wie sie in absoluter ruhe über den möglichen Suizid schreibt, vielleicht auch grade deshalb, weil sie sich das Medikament besorgt hat und dieser Schritt tatsächlich eine Option wäre.
Sie ist zum Zeitpunkt des Schreibens offenbar über den Punkt der Verzweiflung hinweg, hat das Sterben akzeptiert ... und mir damit mehr als einmal eine Gänsehaut verschafft.
Mich hat persönlich viel bewegt ... bei Exit Mitglied zu werden, scheiterte an der Nationalität, mich wundert, dass sie es konnte.
Meine Mutter verstarb vor einigen Jahren an Krebs, bzw. an den Folgen der Behandlung. Ich hatte ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihr und weigerte mich bis zum Schluss mit ihr ein klärendes Gespräch zu führen. ... Es artete bei ihr immer darin aus, mich zu beschimpfen und mich fertig zu machen. Ich hatte grade einen schweren Überfall hinter mir, habe dadurch alles verloren und wurde obdachlos, was ihre Einstellung, dass ich nichts tauge, bestätigte.
Was soll ich sagen, plötzlich war sie tot, sie hatte dafür gesorgt, dass ich nicht zur Beerdigung kommen durfte und hat wenige tage vor dem Tod geäußert, ihr Leben sei soweit okay gewesen, sie würde nur eines bereuen: Mich in die Welt gesetzt zu haben.
Hier jetzt von einer Frau zu lesen, die nur wenige Jahre älter als ich verstarb, die eine Familie hatte, Freunde, noch Ziele, während ich selbst nichts davon habe und eigentlich nicht weiß, was ich mit dem Leben generell anfangen soll, das ist nicht einfach.
Es ist ähnlich wie damals: Ich habe im Krankenhaus gejobbt, weil arbeitslos und war unentwegt mit schwerkranken, sterbenden, jungen Menschen konfrontiert, die wirklich ein Leben hatten .. oder gehabt hätten .. .oft junge Mütter, Kinder oder Ehepartner, die auch gebraucht wurden ... und ich stand da, dümpelte mit dem Leben rum und hatte eigentlich damals schon alles verloren, was das Leben offenbar lebenswert macht ... war unglücklich, einsam, aber kerngesund.

Allegria_Verlag

vor 6 Monaten

Abschnitt I: Kalte Füße

Gar kein Problem - wir sind Dir dankbar für Dein tiefgreifendes Feedback. :-)

aspecialkate

vor 6 Monaten

Eure Rezensionen

Anbei meine Rezension:

https://www.lovelybooks.de/autor/Cory-Taylor/Sterben-1430685666-w/rezension/1441849509/1441851707/

Vielen Dank nochmals für die Gelegenheit, ein so kostbares Buch lesen zu dürfen.

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