Courtney Collins Unbändig

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Inhaltsangabe zu „Unbändig“ von Courtney Collins

Australien 1921: Eine Farm steht in Flammen, ein Mann ist tot – und eine junge Frau flieht mit blutverschmierten Händen bei strömendem Regen und peitschendem Sturm in die wilden Berge. Ihr viel zu früh geborenes Kind musste sie zurücklassen. Bald werden Männerbanden ihrer Spur folgen, auf sie ist Kopfgeld ausgesetzt. "Unbändig" erzählt ergreifend und aufwühlend vom Leben, von Freiheit und davon, Frau zu sein.

Das hat mir nicht so gut gefallen,für mich an den Haaren herbei gezogen.Ermordetes Kind erzählt die Geschichte,Schwachsinn

— Goldammer
Goldammer

Wer Romane von Khaled Hosseini mag, der mag auch "Unbändig".

— Binichen90
Binichen90

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Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

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  • Sehr schön geschrieben und für mich ein echter Pageturner

    Unbändig
    Abby90

    Abby90

    05. February 2015 um 14:48

    Mein Eindruck während des Lesens: Courtney Collins schreibt hier über eine Figur Namens Jessie, die den Wunsch nach Freiheit in sich spürt, so sehr das sie vor ihrem brutalen Ehemann flieht. Kopflos und mit einem Gedanken in ihrem Kopf: Immer weiter, egal wie weit und egal wie lange. Da sie aus einem ‚Zuchthaus‘ kommt befürchtet sie, dass sie diese Freiheit nicht lange wird auskosten können, dennoch ist es dieser Gedanke an ihre eigene Freiheit, der sie während ihres kompletten Weges vorantreiben wird. Leider erlebt sie viele Dinge, die einen anderen Menschen bisher längt gebrochen hätten, nicht aber Jessie. Ich bewundere diesen Kampfeswillen dieser Frau und noch bewundernswerter finde ich ihre Entscheidungen und die Beschreibungen ihrer Erinnerungen im Verlaufe des Buches.   Meine Meinung: Bereits ab der ersten Seite dieses Buches war ich so ergriffen, dass ich weinen musste. Es beginnt mit dem wohl schwersten Schlag, den eine Frau verkraften kann. Das Jessie diesen so leicht wegzustecken weiß hat mich sehr für sie eingenommen. Diese Protagonistin ist die wohl stärkste, die ich jemals auf ihrer Reise habe begleiten dürfen, was mich besonders für sie eingenommen hat, da ich es liebe, von starken Protagonistinnen zu lesen. Ihr Wunsch nach Freiheit wurde während ich dieses Buch las auch zu meinem Wunsch. So stark war er. Dazu muss ich loben, dass dieses Buch wundervoll geschrieben ist, voller schöner Zitate und auch sehr schöner Vergleiche. Hier mal zwei Beispiele: ‚Dies ist alles, was ich weiß: Der Tod ist ein magischer Spiegelsaal, und darin ist eine Tür, und die Tür öffnet sich in beide Richtungen.‘ ‚Sternbilder schienen einander zu umkreisen. Er schloss die Augen und sah die Sterne hinter seinen Lidern fallen. Er folgte ihnen in dunkle, schimmernde Seen und fand heraus, dass diese Seen unendlich waren.‘ Solche Zitate lassen einen direkt träumen, obwohl man den Schrecken, der auch die Protagonistin ständig verfolgt, immer zu spüren bekommt, da er niemals wirklich abklingt. Ich finde, dies ist ein besonderer Erstling von Courtney Collins, wobei ich leider an einer Sache wirklich etwas meckern muss. Das Buch ist nun nicht gerade lang, warum also muss man einen Namen, der wirklich so nur einmal vorkommt, immer komplett nennen? Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, dafür müsst ihr es schon selbst lesen, aber ich denke ihr werdet genau wissen, wen ich hier meine. Aus diesem Grund vergebe ich hier sehr gute 4 Sterne!!   Tipp: Das perfekte Weihnachtsgeschenk habt ihr gefunden, wenn ihr euch für dieses Buch entscheidet :)  

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  • Unbändig und ungefesselt

    Unbändig
    vb90

    vb90

    17. December 2014 um 08:49

    Im Jahr 1921 läuft eine junge Frau in Australien blutverschmiert durch die Natur. Sie hat ihren Mann getötet und ihrfrischgeborenes Kind soeben begraben. Das Leben hat sich wieder in ihr Schicksal verwandelt, denn bei ihrem Mann ist sie auch nur gelandet, weil sie als Bewährung aus dem Zuchthaus entlassen wurde, damit sie für ihn arbeitet. Doch Fitz ist dauerbetrunken und schlägt und misshandelt Jessy. Kurz vor der Geburt ihres Kindes reicht es ihr und sie erschlägt ihn und zündet ihn an. Dann flieht sie und wird nach dem Vergraben ihres Kindes von einem alten Ehepaar gefunden, welches Jessy aufnimmt und aufpäppelt. Doch auch von da flieht Jessy und ist weiter auf der Flucht... Mich hat das Buch leider nicht sehr gefesselt, da ich die Erzählweise durch das tote Baby furchtbar fand. Das Buch hat mich auch weiter nicht von den Socken gehauen, sodass ich mich regelrecht durch das Buch gekämpft habe. Einzig die Figur des Jack Brown war mir sympathisch. Alles andere war nicht das meine. Aber das ist ja zum Glück Geschmackssache.

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  • Das einzig Gute ist der Prolog

    Unbändig
    kitty_montamer

    kitty_montamer

    10. November 2014 um 22:46

    Der erste Satz: Wer hat nicht schon einmal von Harry Houdini gehört? Meine Meinung: Inhalt Jessie flieht vor den Konsequenzen der Tat, die sie begangen hat. Sie musste viel in ihrem Leben einstecken und sah in ihrer Handlung den einzigen Ausweg. Fortan ist sie auf der Flucht und lernt auf ihrem Weg immer mehr Menschen kennen. Die Einen meinen es gut, die Anderen eher weniger. Irgendwann wird sogar ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt... Jack Brown versucht sie zu finden, wird er es schaffen? "Man muss niemanden tot auf ihren Spuren finden, um zu beweisen, dass es ihre Spuren waren. Zitat aus "Unbändig" Cover Ich liebe dieses Cover! Als ich es gesehen habe, musste ich das Buch sogleich anfassen. Als ich schließlich auch noch den Klappentext gelesen hatte, war es klar, dass ich es haben musste. Die dunklen Töne geben viel von der Stimmung preis, die auch im Roman herrscht. Und die Umgebung zeigt einen Platz, der auch in der Geschichte vorkommt. Bis dahin war Jessie nicht bewusst gewesen, dass jemand sterben oder sie verlassen könnte. Nachdem ihr Vater aber gesagt hatte, Mrs. Peel sei tot, fühlte sie sich wie aus dem Gleichgewicht gebracht. Als sei ihre eine Hälfte nur noch ein leerer Umriss und die andere gänzlich verschwunden. Zitat aus "Unbändig" Gesamt "Unbändig" versprach mir so viel. Ich dachte an einen spannenden Roman, bei der eine verzeifelte Frau auf der Flucht ist. Gespannt wartete ich auf ein packendes Katz und Maus Spiel, welches meine Nerven strapazieren und mich die Seiten verschlingen lassen würde. Was ich bekam, war leider alles andere als das, was ich mir erhofft hatte. Am Anfang lernen wir Jessie kennen. Ihre ersten Handlungen und auch, was sie vor der ersten Szene getan hat. Dies zu verfolgen fand ich noch äußerst interessant, sowie packend, aber schon nach wenigen Seiten ließ das Interesse an diesem Roman völlig nach. Es wollte sich bei mir weder eine Spannung einstellen, noch konnte ich mit den Protagonisten irgendwas anfangen. Sie waren allesamt so unfassbar blass, dass sie mir sogar irgendwann ziemlich egal wurden. Im Laufe der Geschichte erfährt man vieles aus Jessies Vergangenheit und wie sie an diesen Punkt gekommen ist, in der "Unbändig" spielt. Jedoch fand ich diese Rückblicke ebenfalls nicht so gelungen, denn sie geschahen einfach so, ohne irgendeinen Hinweis darauf. Es fühlte sich für mich wie eine abgehackte Erzählung an, ohne Farben, ohne lebende Charaktere, doch dafür mit ständigen Zeitsprüngen, die meinen Lesefluss wirklich sehr ins Stocken gebracht haben. Zudem empfand ich die Art der Erzählung sehr unpassend. Es wird aus der Sicht einer Person erzählt, nun, ich möchte nicht zu viel verraten, allerdings dürfte diese Person weder eine Geschichte erzählen, noch überhaupt sprechen können. Wenn ich da jetzt zu sehr ins Detail gehe, spoiler ich und das möchte ich natürlich nicht. Dadurch, das ständig Wörter wiederholt werden, hatte ich auch mit dem Schreibstil so meine Probleme. Jack Brown, ein paar andere Wörter, Jack Brown, zwei andere Wörter, Jack Brown... So geht es die ganze Zeit, wenn die Sprache auf ihn kam. Wurde über Jack Brown geredet, dann so richtig. In jedem einzelnen Satz wurde sein vollständiger Name erwähnt, was ich mehr als anstrengend empfand. Zudem ist mir bis jetzt schleierhaft, warum er Jessie überhaupt gesucht hat und auch, was für ein Mensch er eigentlich ist. Bis auf die Tatsache, was er für eine Hautfarbe hat, und als was er arbeitet, habe ich rein gar nichts über ihn in Erfahrung bringen können. Das Einzige, was ich wirklich gelungen an "Abgründig" finde, ist das Setting. Ich habe die Landschaft vor meinen Augen gehabt, sowie die einzelnen Gebäude vor mir gesehen. Leider war dies aber auch schon alles, was ich Positives zu berichten habe. Fazit: Positiv Die ersten Seiten sind so spannend, wie der Klappentext vermuten lässt, allerdings nimmt diese Spannung anschließend von Seite zu Seite ab, bis sie schließlich in Nichts verschwindet. Das Setting gefiel mir. Ich hatte die einzelnen Gebäude und Landschaften vor Augen. Das Cover ist wunderschön. Negativ  Bis auf die ersten Seiten ist an diesem Buch einfach überhaupt nichts spannend. Richtigen Bezug zu den Protagonisten konnte ich nicht aufbauen, weil sie mir viel zu seelenlos geblieben sind. Zwar erfährt man ein bisschen von ihnen, mir waren gerade diese Detail leider absolut unwichtig. Bei dem wirklich guten Plot und dem vielversprechendem Klappentext hätte man sehr viel aus dieser Geschichte rausholen können. Leider blieb dies allerdings völlig auf der Strecke. Mit dem Schreibstil konnte ich mich leider auch absolut nicht anfreunden. Es werden ständig Dinge wiederholt, was für mich ziemlich nervig war. Außerdem hat es mich gestört, dass nicht wirklich viel geredet wurde, was auf mich nicht gerade einen lebendigen Eindruck gemacht hat. Das Ende hatte denselben Effekt für mich: Es war mir zu leblos und zu abrupt.  Zudem verwirrte mich die Erzählweise ein bisschen.  SPOILER!!! Der Erzähler dürfte nämlich eigentlich gar nicht mehr am Leben sein und kann auch überhaupt noch nicht sprechen. © www.mybooksparadise.de

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  • Kein einfaches Leben

    Unbändig
    simsa

    simsa

    Sie ist eine starke Frau. Schon als Kind auf sich allein gestellt, muss Jessie kämpfen. Als sie nach ihrer Verurteilung als Pferdediebin aus dem Kittchen kommt, wird ihr ein Vormund zugeteilt. Fitz, ein brutaler Mann mit einem Hang zum Alkohol ist nun nicht nur für sie Verantwortlich, sondern wird auch schnell ihr Ehemann. Doch Jessie entkommt, verliert auf der Flucht ihr ungeborenes Kind und wird von Banden gejagt, denn ab jetzt ist ein Kopfgeld auf die junge Frau ausgesetzt... Courtney Collins entführt uns Leser mit ihrem ersten Roman „Unbändig“ in das Australien der Viehtreiber und Pferdeherden zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Für mich war allein die Zeit und der Ort des Buches etwas neues. Jessie als Pferdediebin und Frau die sich in einer Männerwelt durchschlägt ist einmal etwas anderes. Frauen hatten damals keinen hohen Stellenwert und auch das Leben als bereits vorbestrafte Frau, war sicherlich alles andere als einfach. Der Clou des Buches ist aber die Erzählart. Denn dieser Roman wird nicht aus z.B. der Ich-Perspektive erzählt, sondern von Jessies verstorbenen Kind, dass bereits kurz nach der Geburt begraben wurde. Es erzählt die Geschichte seiner Mutter und wir Leserinnen und Leser dürfen diese verfolgen. Es gibt allerdings auch noch eine weitere Figur, die sicherlich tragend in „Unbändig“ ist. Jack Brown, ein Aborigine und ein angestellter Viehtreiber ihres Mannes, ist auch die heimliche Liebe von Jessie. Er ist ebenfalls auf der Suche nach ihr und auch aus seiner Sicht wird diese Geschichte erzählt. Aber Vorsicht, auch wenn es gerade so klingen mag, dieses Buch ist keine Liebesgeschichte! Der Schreibstil von Courtney Collins ist sicherlich etwas anders, als der von anderen Autoren. Immer wieder rutschte sie zwischen den „Erlebnissen“ des Kindes und denen der Protagonisten hin und her. Dabei ist dieses Buch wirklich unterhaltend und es war auch so, dass ich weiterlesen wollte, aber der Geschichte fehlte mir dann doch der Punkt, auf den alles hinauslaufen wird. Ich wusste nie wohin mich die Reise führt und ab der Hälfte des Buches war es dann auch etwas enttäuschend, auch wenn ich mit dem Lesen nicht enden konnte und wollte. Ich brauche diese Momente, die mich mitgehen lassen. Die mir zeigen, dies ist der Weg der optimal wäre und das ist die Richtung die Jessie schließlich geht. Für mich ist dieser Punkt sehr entscheidend, was nach Beendigung meine Stimmung betrifft. „Unbändig“ ist sicherlich die Geschichte einer starken Frau in einer harten und ungerechten Welt. Wer ein etwas anderes Buch sucht, wird hier an der richtigen Adresse sein. Wir Leser bekommen Australien zu einer Zeit gezeigt in der Technologie noch auf sich warten lässt und die sich durch harte Arbeit und Gaunereien darstellt. Für mich war hier durchaus noch Luft nach oben da. Mein Fazit: „Unbändig“ von Courtney Collins ist eine Wildwest Geschichte, die das harte Leben einer starken Frau erzählt. Mir selber fehlte der rote Faden im Buch, auch wenn die Geschichte sich gut liest.

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    • 2
  • Ziemlich düster ...

    Unbändig
    engineerwife

    engineerwife

    24. September 2014 um 08:38

    Dieses Buch ist in einem eigenwilligen Stil geschrieben, der am Anfang nicht leicht zu verstehen ist. Geschrieben ist es aus der Sicht eines neugeborenen Kindes, das vom Grab aus die Geschichte seiner eigenen Mutter erzählt. Es vermittelt eine recht deprimierende Stimmung. Alle haben es schwer, besonders aber die Protagonistin Jessie. Noch minderjährig kommt sie ins Zuchthaus wegen Pferdediebstahls und wird nur unter der Bedingung freigelassen, dass sich ein Mann für sie verbürgt und ihr Arbeit gibt. Die Katastrophe nimmt ihren Lauf, denn Fitz stellt sich als ein meist betrunkener Wüstling heraus, der ihr das Leben zur Hölle. Macht. Als er sie durch Erpressung zwingt ihn zu heiraten, beginnt ein Racheplan in ihr zu reifen. Sie rechnet auf ihre Art mit ihm ab und ist fortan auf der Flucht. Während ihrer Reise lernen wir Jessie näher kennen und können langsam verstehen, warum sie geworden ist wie sie ist. Ein raues Leben in einem wilden, ungebändigten Land, das mit seinen Besucher nicht gerade zimperlich umgeht. Ich bin ein bisschen zwiegespalten bezüglich der Bewertung des Buches. Sehr eindringlich wurden Land und Leute vor 100 Jahren in Australien beschrieben, aber alles in allem war mir das Buch ein bisschen zu düster.  

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  • Schleppend und langatmig, mit unsympathischen Charakteren!

    Unbändig
    Bookilicious

    Bookilicious

    23. September 2014 um 22:01

    Inhalt Australien 1921: Eine Farm steht in Flammen, ein Mann ist tot – und eine junge Frau flieht mit blutverschmierten Händen bei strömendem Regen und peitschendem Sturm in die wilden Berge. Ihr viel zu früh geborenes Kind musste sie zurücklassen. Bald werden Männerbanden ihrer Spur folgen, auf sie ist Kopfgeld ausgesetzt. "Unbändig" erzählt ergreifend und aufwühlend vom Leben, von Freiheit und davon, Frau zu sein. (Kurzbeschreibung von www.amazon.de) Erster Satz des Buches "Wer hat nicht schon einmal von Harry Houdini gehört?" Fazit "Unbändig" ist ein Roman der Autorin Courtney Collins. Wie ihr vielleicht wisst, bin ich "Buchflüster" und bekam dieses Buch daher einfach zum Lesen und Bewerten zugesandt. Ich für meinen Teil interessiere mich zwar durchaus für Bücher dieses Genres, hätte mir aber speziell dieses Buch nicht gekauft - was sich im Nachhinein wohl auch bestätigt hat, aber dazu in der Rezension mehr. Zu Beginn des Romanes befinden wir uns im Jahre 1917, indem die 23-jährige Jessie gerade aus dem Gefängnis rauskommt, indem sie wegen Pferdediebstahl festsaß. Dies gelingt ihr jedoch nur auf Grund eines guten Deals: Sie tauscht ihre Gefängniszeit gegen Arbeitszeit bei Fitzgerald Henry, wo sie Hausarbeiten durchführen soll und für die Arbeit mit den Pferden zuständig ist. Doch Fitz ist kein einfacher Hausherr, denn durch seinen übermäßigen Alkoholkonsum wird er ziemlich brutal und über die Maßen herrschsüchtig. Jessie erträgt all das mit einer Engelsgeduld, denn das letzte, was sie will, ist wieder im Gefängnis landen. Als Jessie schwanger wird, plagt sie sich immer mehr mit Fluchtgedanken und als Fitz sie mit einer hinterhältigen Aktion hinters Licht führt, beschließt sie zu fliehen. Doch mit einer einfachen Flucht ist es nicht getan und so erschlägt sie ihren Peiniger nicht nur, sondern zündet es auch noch an. Doch leider hat Fitz vor seinem Tod ganze Arbeit geleistet und auf Jessie steht bereits ein Kopfgeld aus, was ihr die Flucht nicht wirklich erleichtert. Unterwegs bringt sie schließlich ihr Kind zur Welt, beschließt jedoch, dass es in dieser Welt keinen Platz zum Leben hat, weswegen sie es schließlich ermordet und begräbt. Durch den Blutverlust wird sie schließlich ohnmächtig und so wird sie von einem alten Ehepaar gefunden und wieder aufgepäppelt. Doch das Leben muss auch für Jessie irgendwann weitergehen und so schließt sie sich bald einer Bande Pferdediebe an und ihre Vergangenheit beginnt sie einzuholen... Ich persönlich konnte mich für diesen Roman so gar nicht erwärmen. Es war langatmig und besonders der erste Teil, in dem Jessies totes Baby aus seiner Sicht berichtet, war ebenso skurril, wie nervig. Mit dieser Erzählweise konnte ich mich so gar nicht anfreunden und auch die ganze Geschichte an sich fand ich mehr als schleppend. Jessie selbst war mir mit ihrer ganzen Art nicht nur absolut unsympathisch, auch ihre Handlungsweisen konnte ich absolut nicht nachvollziehen (bis auf den Mord an Fitz, zugegeben)! Die Figur des Jack Brown, einem Aborigine, ist eine der wenigen, die mir wirklich sympathisch waren, denn er liebt Jessie nicht nur abgöttisch, sondern macht sich sogar auf die Suche nach ihr, als sie von Kopfgeldjägern gesucht wird. Insgesamt konnte ich dem Buch also aus oben genannten Gründen nicht wirklich viel abgewinnen und einzig Jack ist ein Faktor dafür, dass ich dem Buch nicht nur einen Stern gebe! Auch die Landschaftsbeschreibungen gefielen mir recht gut, denn sie ließen einem das ganze richtiggehend vor Augen ablaufen und man konnte sich die ganze Geschichte vor dem entsprechenden Hintergrund vorstellen!

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  • Australien 1917

    Unbändig
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    20. September 2014 um 09:06

    Jessie ist im Jahr 1917 gerade 23 Jahre alt und sitzt im Gefängnis von Sydney wegen Pferdediebstahls. Sie tauscht auf einen Vorschlag hin den Aufenthalt im Gefängnis mit einem Aufenthalt auf der Farm von Fitzgerald Henry, wo sie Pferde zureiten und als Haushälterin tätig sein soll. Dass sie damit vom Regen in die Traufe kommt, konnte sie ja nicht ahnen. Kaum ist sie dort angekommen, lernt sie Fitz von seiner schlimmsten Seite kennen. Er ist brutal und herrschsüchtig, sein Alkoholkonsum verschlimmert alles noch. Jessie erträgt das jahrelang, bis sie dann von Fitz schwanger wird. Sie will ihrem Kind solch ein Leben ersparen. Deshalb erschlägt sie Fitz und zündet das Haus an. Sie flüchtet. Jack, ein Aborigine, der Jessie liebt, macht sich auf die Suche nach ihr. Er ist nicht der einzige, denn auf sie wurde ein Kopfgeld ausgesetzt. Es ist eine ergreifende Geschichte, die uns Courtney Collins, hier aus der Perspektive des Babys erzählt. Dieses Kind hat trotz allem das Urvertrauen zu seiner Mutter. Jessie geht mutig und beharrlich ihren Weg in der männerbestimmte Gesellschaft. Es macht sie sympathisch, dass sie sich gegen alle Widrigkeiten zur Wehr setzt. Auch Jack Brown, der eine unbändige Liebe zu Jessie empfindet, ist ein sympathischer Mensch. Durch die Beschreibung der rauen und unbezähmbaren Landschaft hat man diese faszinierende Gegend direkt vor Augen. Die Geschichte liest sich sehr gut und man fühlt förmlich mit. Ein Buch, das noch lange nachhallt. Absolut lesenswert!

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  • Die ergreifende Reise einer starken Frau

    Unbändig
    Binichen90

    Binichen90

    14. September 2014 um 15:00

    Oktober 1917, Sydney, Australien: Die 23-jährige Jessie sitzt seit zwei Jahren wegen Pferdediebstahls im Gefängnis, als ihr angeboten wird, eher entlassen zu werden, sollte sie den Job bei Fitzgeral „Fitz“ Henry annehmen. Bei ihm soll sie Pferde für den Krieg zureiten und Hausarbeiten erledigen. Jessie nimmt an und fährt zusammen mit Fitz zu seinem Gehöft im Widden Valley. Schon am ersten Abend erlebt sie seine wahre Natur: Fitz ist Alkoholiker, gewalttätig und duldet keine Widerworte. Jessie ist also von einer Gefangenschaft in die nächste gerutscht. Vier Jahre lang hält sie es mehr schlecht als recht mit ihm aus. Doch nun ist Jessie von ihm schwanger und beschließt, dass ihr Kind nicht dieselbe Zukunft wie sie haben soll. Sie erschlägt Fitz eines Abends mit einer Axt und zündet das Haus an. Das Baby kommt zwei Monate zu früh und Jessie entschließt sich, es zu töten. Sie vergräbt es und macht sich schwer blutend auf den Weg. Als sie an einem Fluss zusammenbricht, wird sie kurz darauf von einem älteren Ehepaar und deren Hund gefunden. Der Alte kann sie nicht ausstehen und denkt, sie sei eine Mörderin. Die Frau möchte ihre Gesellschaft und so kommt sie mit zu ihnen. Derweil macht sich Jack Brown, der für Fitz regelmäßig die gestohlenen Pferde brandmarken sollte, auf den Weg zum Gehöft, um für sich und Jessie die Freiheit auszuhandeln. Dort findet er Fitz' Überreste und nimmt ihn auf der Suche nach der jungen Frau mit, da ihm als Schwarzem vor Gericht sowieso niemand glauben würde, dass er unschuldig ist.   „Unbändig“ ist Courtney Collins Debütroman und zieht den Leser auf der Stelle in einen Strudel aus herzzerbrechenden Schicksalsschlägen und nicht-erfüllender Liebe. Die Autorin beschreibt die raue Landschaft Australiens so gut, dass der Leser sich inmitten der Wiesen, Felder und Berge fühlt. Unkonventioneller Weise wird der Roman aus Sicht des toten Babys erzählt, welches auf die Ankunft seiner Mutter wartet und trotz der grausamen Tat stets an sie glaubt und für sie da ist. Jessie imponiert als wahre Kämpfernatur und auch Jack Browns unbändige Liebe für sie weckt tiefe Emotionen und Sehnsüchte nach solch einer Verbindung in den Lesern. Jessie ist eine Frau, die handelt und für die Zeit, in der sie lebt, sehr selbstbewusst und stur ist. Sie muss sich gegen patriarchalische Geflogenheiten und Gesetzgebungen wehren. Auch dieser Charakterzug macht sie ungemein sympathisch. Die Autorin ist in der Lage, das Hauptelement Australiens – die Erde – allzeit in den Roman einzubauen und ihr durch die „Stimme“ des Babys eine besondere Bedeutung beizumessen. Wer ein Buch lesen möchte, welches ihn noch Jahre lang fesselt und prägt, der sollte sich „Unbändig“ nicht entgehen lassen.

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