Craig Clevenger Der geniale Mister Fletcher

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Inhaltsangabe zu „Der geniale Mister Fletcher“ von Craig Clevenger

Ein Mann, in dessen Pass der Name Daniel Fletcher steht, wird in Los Angeles ins Krankenhaus eingeliefert. Der Mann hat eine Überdosis Schmerztabletten im Bauch, nachweislich Kokain und Marihuana im Körper - und eine ganz harmlose Geschichte zu erzählen. Doch nichts ist normal an ihm. Er hat einen überzähligen Finger und zahllose Gesichter. Er ist hochkriminell, eiskalt und genial. Doch er ist kein Killer, kein Hedonist, kein Parasit. Er ist ein famoser Fälscher, ein Verrenkungskünstler, der sich jedem Zugriff entziehen kann. Aus einem verborgenen Grund hat er diese Überlebenstaktik perfektioniert. Nun allerdings muss er sich einer psychiatrischen Untersuchung stellen und ewigen Gewahrsam fürchten. Auge in Auge kämpft er gegen einen ebenso genialen Psychiater. Doch er muss freikommen, denn nicht nur sein Leben steht auf dem Spiel. Es ist seine Freundin Keara, die er retten muss. Ein moderner Mr. Ripley lügt um sein Leben: Die Geschichte eines begnadeten Fälschers, der sich aus einer tödlichen Falle befreien muss. Craig Clevengers suggestiver Roman erinnert an die magische Welt eines Paul Auster und ist ein brillantes Psychogramm sowie eine kunstvolle Anleitung zum Verschwinden.

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  • Packend, mit fesselnder Dramaturgie

    Der geniale Mister Fletcher
    Duffy

    Duffy

    01. September 2014 um 15:40

    Dies ist die Geschichte von Daniel Fletcher. Oder wie er sich auch gerade nennt, denn Daniel ist auf einer besonderen Flucht. Er ist ein genialer Fälscher, dessen Karriere einem geheimnisvollen Grund geschuldet ist, der ihn in periodisch auftretenden Abständen zwingt, sich mit Drogen vollzupumpen, sich eine neue Identität zulegen zu müssen, um den Fängen eines Psychiatrieaufenthalts zu entkommen. Da er seine Fähigkeiten im Laufe der Zeit perfektioniert hat, gibt es nichts zu fürchten, bis er dieses eine Mal nicht um sich selbst zu schützen kämpft, sondern es seine Freundin betrifft. Clavenger hat nicht nur einen großartigen Plot erdacht, sondern auch höchst beeindruckend umgesetzt. Wenn man bereit ist, sich seinem Zickzack-Kurs aus Gegenwart und Zukunft zu unterwerfen und gerade in der ersten Hälfte eine gewisse Ungeduld unterdrücken kann, dann wird man am Ende belohnt. Denn, und das sei hier betont, alles ergibt einen Sinn, die Dramaturgie wird schlüssig und in der zweiten Hälfte nimmt der Roman den Leser in Dauerhaft bis zum überraschenden Ende. Ein interessantes, fesselndes Buch mit Bezug zu den willkürlichen Eingriffen staatlicher "Fürsorge" in das Leben Einzelner. Großartig

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  • Rezension zu "Der geniale Mister Fletcher" von Craig Clevenger

    Der geniale Mister Fletcher
    Admor

    Admor

    15. June 2010 um 23:54

    Ein super Buch, über einen Mann, der seine Identitäten wechselt. Dies tut er nur um immer eine reine Akte zu haben, wenn er mal wieder einem psychologichen Gutachen unterzogen wird. Dabei springt der Autor immer zwichen dem Jetzt und der Erinnerung der Hauptperson. Im Jetzt kommentiert die Hauptperson, was Lüge ist, was nicht und warum. Mich hat der Psychologische Blickwinkel sehr fasziniert!

  • Rezension zu "Der geniale Mister Fletcher" von Craig Clevenger

    Der geniale Mister Fletcher
    RudeLady

    RudeLady

    06. March 2010 um 23:49

    Das Buch beschreibt das Leben eines Menschen, der ständig seine Identität wechseln muss. Aufgewachsen in einer kaputten Familie, ist er ständig auf der Flucht - vor Psychiatern und auch vor sich selbst. Der hochintelligenten Protagonist nutzt seinen Verstand, um sich immer neue Identitäten aus dem Nichts zu erschaffen. Der Grund, warum er dies tut, sei hier mal nicht verraten, aber folgendes schon: Ein Buch mit einem hohen Schmunzelfaktor! Es wird sehr detailliert beschrieben, wie man einen psychologischen Gutachter davon überzeugen kann, dass ein völlig normaler Mensch vor ihm sitzt und natürlich auch, wie man zu einer völlig neuen Person wird, mit allem drum und dran. Daneben hat das Buch bei mir aber keinen üblen Nachgeschmack hinterlassen, was dann auch das einzige ist, was ich bemängeln würde: Obwohl der Protagonist im Buch große Probleme hatte, wird er nicht so dargestellt. Er wird als jemand beschrieben, dem der ständige Identitätswechsel sehr leicht fällt, was mir persönlich ein wenig aufstößt. Aber davon abgesehen habe ich das Buch mit viel Genuss gelesen!

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  • Rezension zu "Der geniale Mister Fletcher" von Craig Clevenger

    Der geniale Mister Fletcher
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2010 um 19:35

    Mein Fazit vorweg: absolut lesenswert!!! Obwohl es sich bei diesem Roman um das Erstlingswerk von Craig Clevenger handelt, ist ihm dieses ganz und gar nicht anzumerken. Die Geschichte um einen jungen Mann, der unentwegt seine Identitäten wechselt, wechseln muss, ist spachlich und inhaltlich gut verwoben. Eine neue Version des talentierten Mr. Ripley - nur eine Spur bedrohlicher. Mir hat es großen Spaß gemacht, in die tiefsten, geheimsten Gedanken eines Fälschers und Betrügers zu schauen, mit ihm zusammen auf der Flucht vor sich selbst und der Gesellschaft zu sein. Klappentext Ein Mann, in dessen Pass der Name Daniel Fletcher steht, wird in Los Angeles ins Krankenhaus eingeliefert. Der Mann hat eine Überdosis Schmerztabletten im Bauch, nachweislich Kokain und Marihuana im Körper - und eine ganz harmlose Geschichte zu erzählen. Doch nichts ist normal an ihm. Er hat einen überzähligen Finger und zahllose Gesichter. Er ist hochkriminell, eiskalt und genial. Doch er ist kein Killer, kein Hedonist, kein Parasit. Er ist ein famoser Fälscher, ein Verrenkungskünstler, der sich jedem Zugriff entziehen kann...

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  • Rezension zu "Der geniale Mister Fletcher" von Craig Clevenger

    Der geniale Mister Fletcher
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. September 2008 um 19:01

    In elegant lakonischer Sprache erzählte Geschichte über die Kunst des Verschwindens, aber auch Reise in den Kopf eines genialen, jedoch kranken Menschen. Fiese Härte und marternde Spannung bescheren dem Kammerspiel eine geradezu hypnotische Wirkung. Also ein klassischer Fall von einem Buch, das geradezu knechtend verlangt, in einem Rutsch gelesen zu werden und das einem schwarze Ringe unter die Augen zeichnet. Dank des nüchternen Stils und der präzisen Beobachtungen, in Verbindung mit schwarzem Humor und einer Irrenhaus Welt, drängen sich schnell Vergleiche zu der Prosa von Chuck Palahniuk auf - der dann auch, wie es der Zufall will, als Referenz auf dem Buchrücken angeführt wird. Vielleicht von Interesse: Das Buch ist eine lohnenswerte Ergänzung zu den Romanen "Motherless Brooklyn" von Jonathan Lethem und "Ich und die Anderen" von Matt Ruff, deren Protagonisten ebenfalls eine Form von geistiger Krankheit aufweisen (Tourette -Syndrom, multiple Persönlichkeiten), die durch die subjektive Erzählweise beeindruckend spür-, fühl- und denkbar ist. Auch wenn die Romane verschiedene Geschmacksrichtungen aufweisen, bilden sie doch ein konzeptionell verbindendes Dreigestirn, welches der Entdeckung lohnt.

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