Toll! Beim Lesen irgendeiner Zeitschrift bin ich drüber gestolpert und dachte mir: „Mensch, sieh mal an, womit so manche ihre Zeit verbringen. Pixeln fröhlich vor sich hin und plötzlich kommt ihnen die Idee, dass sie aus all den vielen klitzekleine Pixeln ganz ganz klitzekleine Prominente pixeln könnten!“ Und weil das so viel Freude macht, wird schwuppdiwupp eine Webseite eingerichtet (www.flipflopflyin.com/minipops/index.html), damit alle daran teilhaben können. Und natürlich mitraten. Craig Robinson ist überhaupt ein sehr umtriebiger Zeitgenosse, denn man findet allerlei auf seiner Seite, unter anderem Aufkleber, die die Sonderedition eines Autos bezeichnen. Nun ja, wer’s braucht...
Und weil diese Minipops so kultig sind, gibt es nun ein Buch dazu zu kaufen. Und bei welchem Verlag wäre es besser aufgehoben als bei Eichborn, dem Verlag mit der Fliege? Das Buch ist klein, aber voller Leben und voller Stars und Sternchen und längst vergessener Zeitgenossen. Am besten ist für mich das letzte Bild. Es zeigt Bob Ross. Und wer, wenn nicht der wuschelige Bildermaler von BR Alpha wäre wirklich Kult?
Die Bildchen sind grade mal etwas über 25 pixel hoch und da will es schon was heißen, wenn man noch erkennen kann, wer da abgebildet ist. Genau das ist eben das Schöne: Robinson lässt uns mitraten. Und so rätselt man munter drauf los und vergisst komplett die Zeit. Natürlich erkennt man nicht alle, deshalb gibt es am Ende des Buches die Lösung, oftmals versehen mit einem Kommentar des Autors. So kann man am Ende beruhigt schlafen gehen und muss sich nicht wundern, warum man zum Beispiel „The Beta Band“ nicht erkannt hat. Nämlich ganz einfach aus dem Grund, weil man sie gar nicht kennt.
Rezension zu "Minipops" von Craig Robinson


