Craig Russell Walküre

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Inhaltsangabe zu „Walküre“ von Craig Russell

Im Hamburger Rotlichtviertel wird ein britischer Popstar tot aufgefunden, von Messerstichen zerfetzt. Hat der Engel von St. Pauli wieder zugeschlagen, ein Serienkiller, der vor zehn Jahren seine blutige Spur durch Hamburg zog - und der nie gefasst wurde? Jan Fabel hat seine Zweifel. Denn es scheint, dass dieser Fall mit einer Legende aus der Zeit des Kalten Krieges zu tun hat. Den Walküren ...

Spannung pur mit tollen Charakteren

— LeeAres
LeeAres

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  • erzogen zur Mörderin

    Walküre
    ban-aislingeach

    ban-aislingeach

    01. July 2015 um 12:48

    Das Buch „Walküre“ wurde von dem schottischen Schriftsteller Craig Russell geschrieben und ist 2010 im Lübbe Verlag erschienen. Es ist der 5 Band der Thriller Reihe um den Hauptkommisar Jan Fabel. Das erste Buch der Reihe heißt „Blutadler“. Vor zehn Jahr gab es mehrere blutige Morde im Rotlichtviertel von Hamburg, obwohl die Polizei alles tat um den Täter oder die Täterin zu fassen, gelang es ihnen nicht. Die Presse gab dem Mörder damals den Namen „der Engel von St. Pauli“. Nun wird im Hamburger Rotlichtviertel wieder gemordet und das erste Opfer ist ein britischer Popstar, welcher ausrichten soll, dass der Engel zurückgekehrt sei und ihn getötet hat. Doch der Hauptkomissar Jan Fabel hat seine Zweifel ob es wirklich der Engel ist. Viel eher glaubt er daran, dass jemand versucht diesen Mörder nachzuahmen. Obwohl er mit diesem Mord schon genug zu tun hat, bekommt er durch weitere Morde im In- und Ausland noch mehr zu Tun. Zudem hört er das Gerücht von Walküren, die damals als junge Mädchen in der DDR zu Mörderinnen ausgebildet wurden. Kann dies wirklich wahr sein? Und hängen die Fälle tatsächlich alle zusammen oder gibt es mehrere Walküren, die noch heute morden? Als ob er mit der Arbeit nicht schon genug zu tun hat, bekommt er mit seinem Exfrau Stress, weil seine Tochter in seine Fußstapfen treten will. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen und es ist sehr spannend geschrieben. Man bekommt immer nur einzelne Puzzlestücke und man vermutet oftmals, dass ganz andere Leute die Täter sind. Erst zum Ende kommt man der richtigen Walküre auf die Spur. Der Roman ist in der dritten Person Singular geschrieben und in mehrere Kapitel unterteilt. Diese Kapitel sind nochmals in Unterkapitel unterteilt, welche teilweise sehr kurz sein könnten. Dank dieser Unterkapitel sieht man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln. Zwar spielt Fabel ganz klar eine Hauptrolle, aber es gibt mehrere Szene von denen er nichts weiß und welche ebenfalls sehr interessant geschrieben sind. Die Charaktere kann man sehr gut verstehen bzw. ihre Handlungen nachvollziehen. Es wird sehr gut erläutert wieso die Personen so handeln. Mir hat das Ende nicht gefallen, weshalb es von mir einen Stern Abzug gibt. Denn an den Charakter der Walküre kann ich mich nicht erinnern und ich mag es sehr, wenn der Täter letztendlich jemand ist der schon vor der Haft beschrieben wird. Zudem bleiben für mich am Ende zu viele Fragen offen. Dennoch kann ich das Buch weiter empfehle. Es handelt sich schließlich um einen sehr gut geschriebenen Thriller. Dieser eignete sich besonders für Leser, welche nicht zu blutige Thriller mögen. Denn im Buch gibt es nur ein blutiges Kapitel. Diesmal möchte ich jedoch keine Kaufempfehlung aussprechen. Ich hätte das Buch nicht gekauft, wegen dem offenen Ende. Bestimmt gibt es jedoch Leser, welche sich an jenen Dingen die mich stören nicht stören und die mit diesem Thriller deshalb glücklich werden können.  

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  • Craig Russell: Walküre

    Walküre
    LeeAres

    LeeAres

    12. September 2014 um 20:56

    Der Klappentext: "Manchmal gehen blonde Engel über Leichen" in Hamburger Rotlichtviertel wird ein britischer Popstar tot aufgefunden. Hat der Engel von St. Pauli wieder zugeschlagen, welcher vor zehn Jahren seine blutige Spur durch Hamburg gezogen hat? Hauptkommissar Jan Fabel hat seine Zweifel. Es passieren mehrere Morde in Inn- und Ausland, dessen Zusammenhang er bezweifelt. Doch es steht eine Legende im Raum von der Zeit des kaltem Krieges: drei Frauen, die zu professionellen Killern ausgebildet wurden: Die Walküre. Hat eine von Ihnen überlebt.? Und tötet nun für Geld - oder aus Rache? Das Cover: Ein absoluter Coverkauf! Sieht unglaublich aus, das Blau sieht in echt total intensiv aus und funkelt so schön. Absolut genial! Die Charaktere: Jan Fabel, Hauptkommissar in Hamburg. Ich bin absolut verliebt in ihn! Er wird richtig toll beschrieben, macht eine Wandlung durch und ich liebe es, seine Dialoge mit zu verfolgen. Schon alleine seinetwegen würde ich mir noch hundert Bücher mit ihm kaufen. Ich kann nicht meckern, alle Charakter waren super ausgearbeitet und auf ihre Art sympathisch. Die Handlung: Spannung pur! Ich will nicht zu viel vorweg nehmen, aber gerade wenn man denkt, man ist am Ziel geht es erst richtig los. Die Verfolgungsjagd war der absolute Hammer - ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Und der Epilog - er hat mir Gänsehaut und einige Schauer über den Rücken gejagt. Eines meiner absoluten Favoriten. Lesetipp? Auf jeden Fall!

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  • Ein spannender, vielschichtiger Thriller

    Walküre
    knuddelbacke

    knuddelbacke

    01. June 2014 um 08:05

    Ein neuer Fall für Hauptkommissar Jan Fabel: Im Rotlichtviertel wird ein bekannter britischer Popstar erstochen. Seine letzten Worte bevor er stirbt , deuten darauf hin, dass er ein Opfer des "Engels von St. Pauli" geworden ist. Doch wie kann das sein, wo der so genannte Engel ausschließlich in den 90er Jahren seine Opfer suchte und fand. An eine erneute Tat, nach so vielen Jahren will Hauptkommissar Fabel nicht glauben. Vielmehr befürchtet er, dass ein Nachahmungstäter seine Finger im Spiel hat. Nachdem weitere Mordopfer auftauchen, die alle im Tathergang nicht den Taten des Engels ähneln, scheint sich Fabels Verdacht zu bestätigen. Die lautlose und spurlose Vorgehensweise lässt bald nur noch einen Schluss zu : ein speziell dafür  ausgebildeter Täter geht fein säuberlich zu Werk und lässt für die ermittelnden Beamten eine Menge offene Fragen zurück. Mit dem 5. Fall von Hauptkommissars Jan Fabel ist Craig Russell ein spannender, vielschichtiger und temporeicher Thriller gelungen, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Wie gewohnt sind die Hauptfiguren bei Russell sehr detailliert und mit viel Tiefgang gezeichnet. Neben den Ermittlungen spielen so nicht nur die privaten Belange der Figuren ( Fabels Auseinandersetzung mit seiner Ex-Frau, die ihm Vorwürfe macht, weil seine Tochter ebenfalls zur Polizei möchte), sondern auch berufliche Konflikte( z.B. Jans Kollegin Anna, die sich nur als bedingt geeignet für den Polizeidienst erweist), eine große Rolle und machen einen überdurchschnittlichen großen Handlungsanteil aus. Darüber hinaus hat mir bei "Walküre" vor allem die Tatsache gefallen, dass der Leser zunächst völlig im Dunkeln tappt, und sich erst nach und nach die Zusammenhänge ergeben, die letztendlich weite Kreise ziehen. Die Kreise ziehen sich tatsächlich so weit, dass der Leser über den Ausgang der Geschichte sehr überrascht sein dürften. Der klare und flüssige Sprachstil ermöglicht zu dem einen schnellen Einstieg in die Handlung. Wer bereits die Vorgänger-Romane mit Jan Fabel gelesen hat, wird auch in "Walküre" wieder einige Interessante Aspekte aus dem Leben der Hauptcharaktere kennenlernen. In der realistischen  Zeichnung der Figuren, sowie der Verknüpfung diverser Handlungsstränge liegt meiner Meinung nach der Erfolg der Jan-Fabel-Reihe. In Walküre schafft es der Autor wieder gekonnt, mit laufenden Fortgang der Geschichte, diese noch Spannungs- und temporeicher zu gestalten, und bei dem Leser das "Nicht-mehr-aus-der-Hand-legen-Wollen"-Gefühl auszulösen. Mit diesem Buch ist Craig Russell eine sehr gute Fortsetzung gelungen. Wer seine Reihe um den Hamburger Kommissar noch nicht kennt, und gerne Thriller liest, dem kann ich die Reihe nur wärmstens empfehlen. Aber Achtung: die Beschreibungen der Tathergänge sind nichts für schwache Nerven, oftmals zeichnet der Autor ein brutales , detailreiches und realistisches Bild des Geschehens.

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  • Spannend und mitreißend!

    Walküre
    merlin78

    merlin78

    23. April 2013 um 13:59

    Nach vielen Jahren kehrt in Hamburg der "Engel" zurück. Eine Frau, die sich mit Morden an Männern einen Namen gemacht hat. Denn diese hat ihre Opfer regelmäßig kastriert und anschließend aufgeschlitzt. Als nun ein berühmter englischer Rockstar auf der Reeperbahn ermordet wird, lauert die Presse bereits auf die ersten Infos zur Rückkehr des "Engels". Doch der leitende Kommissar der Hamburger Mordkommission, Jan Fabel, bleibt skeptisch. Ist es wirklich die Täterin von damals oder eine Nachahmerin? Zusammen mit seinem Team nimmt er die Ermittlungen auf. Schon kurz darauf muss Fabel feststellen, dass das Gebilde um den "Engel" viel weitreichender ist. Mit einem Mal geht es nicht mehr um nur eine Mörderin auf St.Pauli, sondern um eine Gruppe von speziell ausgebildeten Tötungsmaschinen. Unter dem Decknamen "Walküre" stecken Frauen, die einzig zu diesem Zweck in der ehemaligen DDR ihre Mission erhalten haben. Doch wie weit reichen die ehemaligen Stasi-Operationen in das heutige Hamburg. Und wer hat die "Walküre" zum Morden angeheuert? Eine spannende Jagd nach Tätern und Opfern beginnt. Mit etwa 440 Seiten ist der Thriller aus der Feder von Craig Russell keine kurze, aber sehr unterhaltsame Lektüre, die sich leicht liest und schnell den benötigten Spannungsbogen erreicht. Mit äußerst brutalen Szenen, zeitgleich aber auch genügend kriminalistischen Elementen versehen, bildet der Roman einen unterhaltsamen und glaubhaften Handlungsstrang, der zum mitraten animiert. Wer ist Freund und wer ist Feind? Diese Frage stellt sich schon nach wenigen Seiten und schnell wird bewusst, dass die Antwort sich erst zum Schluss offenbaren wird. Die Charaktere werden auch in dem inzwischen 5. Teil der Fabel-Reihe realistisch und mit viel Engagement beschrieben. Die zwischenmenschliche Ebene scheint dem Autor genauso wichtig wie der eigentliche Verlauf der Geschichte zu sein. Neben Jan Fabel haben sich auch seine Freundin Dr. Susanne Eckhardt, der Ermittler Werner und die smarte Polizistin Anna Wolff zu wichtigen Persönlichkeiten im Gesamtwerk entwickelt. Zusammen bilden sie ein perfektes Konstrukt, dem es Freude macht zu folgen.  Fazit: Endlich wieder ein Thriller, der sich gut liest und glaubhaft unterhält. Mit diesem Teil ist Craig Russell eine gute Fortsetzung gelungen, die schon Vorfreude auf den nächsten Teil "Tiefenangst" macht. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine positive Empfehlung! 

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  • Rezension zu "Walküre" von Craig Russell

    Walküre
    Yvi

    Yvi

    02. July 2011 um 20:12

    Die Bücher um Jan Fabel sind immer lesenswert. Man hat wirklich das Gefühl, dass sich der Autor in Hamburg auskennt wie in seiner Westentasche. Die eigentliche Story war diesmal meiner Meinung nach eher seicht.

  • Rezension zu "Walküre" von Craig Russell

    Walküre
    hebersch

    hebersch

    19. October 2010 um 19:56

    Eigentlich eine gute Idee für den Plot eines Thrillers, aber... Mir sind die Figuren im Buch etwas blass und undurchsichtig (teils auch unsympathisch) gelieben. In Hamburg wird ein alternder Rockstar brutal ermordet. Der "Super"-Polizist Jan Fabel wird mit den Ermittlungen betraut. Nach und nach stellt der Leser die Verbindungen her, die in die jüngere Geschichte um die Vorwendezeit in der DDR ihre Ursprünge haben. Im recht spannendem (wenngleich brutalen) Finale werden fast alle Geheimnisse gelüftet. Besser gefallen hat mir die positive Beschreibung der tollen Stadt Hamburg.

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  • Rezension zu "Walküre" von Craig Russell

    Walküre
    HelgaR

    HelgaR

    27. September 2010 um 15:23

    5.Fall Jan Fabel. Ein Popstar wird auf der Reeperbahn von einer Frau erstochen, kann aber noch mitteilen, dass es „der Engel“ war. Somit tauchen wieder Parallelen zu einem weiblichen Serienkiller auf, der bereits vor 10 Jahren gemordet hat und „der Engel von St. Pauli“ genannt wurde. Gleichzeitig wird bekannt, dass Margarethe Paulus, die vor 13 Jahren drei Männer ermordete und danach in die Psychiatrie eingeliefert wurde, vor drei Tagen ausgebrochen ist. Jan Fabel, Hauptkommissar bei der Hamburger Mordkommission, nimmt die Ermittlungen auf und wühlt in alten Akten. Nachdem weitere Morde geschehen, stößt er dann auf eine Spur, die ihn 24 Jahre zurückführt in die Zeit des ostdeutschen Geheimdienstes, der Stasi. Da gab es eine kleine Gruppe von sehr jungen Frauen, welche unter dem Codenamen „Walküre“ zu Auftragsmördern ausgebildet wurden. Ist eine dieser Walküren nun in Hamburg tätig? Kaum zu glauben, dass es noch eine Steigerung in dieser Serie gibt, aber es ist so, dieser fünfte Fall schlägt alle bisherigen. Ich finde auch, dass er ganz anders und mit den Vorgängern überhaupt nicht zu vergleichen ist. Der Inhalt ist mehr als kompakt und hier alle Fäden zusammenzuhalten bzw. zusammenzuführen, da ist dem Autor schon ein kleines Kunststück gelungen. Daher ist es auch nicht sinnvoll, beim Lesen zu lange Pausen einzulegen, da man sonst ganz schnell den Faden verliert und bei den vielen Toten, kann es dann auch ganz leicht passieren, dass man einen übersieht, was man aber auf keinen Fall sollte. Über den Inhalt möchte ich nicht mehr erzählen, weil der so weitläufig und versponnen ist, dass ich da nicht mehr verraten möchte. Trotz dieses Verwirrspiels, das seinesgleichen sucht, lässt sich das Buch sehr locker lesen. In den Buchdeckeln findet man die schon vertraute Hamburgkarte, die Überschriften mit Datums- und Ortsangaben wurden diesmal weggelassen, das wäre auch bei der Vielfalt von Szenenwechsel zu unübersichtlich geworden. Trotz der umfangreichen Geschichte, erfährt man auch wieder sehr viel von Hamburg und auch Privates von Jan Fabel und seinem Team wurde gut dosiert eingebaut. Die einzelnen Personen sind alle sehr gut dargestellt und obwohl es wirklich sehr viele sind, ist keiner davon auf der Strecke geblieben. Eine sehr rasante und äußerst interessante Geschichte, die mich sofort gefesselt hat und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall.

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  • Rezension zu "Walküre" von Craig Russell

    Walküre
    Bellexr

    Bellexr

    25. May 2010 um 11:02

    Auf der Herbertstraße in Hamburg wird ein bekannter Rockstar ermordet. Bevor er stirbt, kann er noch mitteilen, dass er von dem Engel erstochen wurde. Der Verdacht fällt sofort auf den „Engel von St. Pauli“, die vor rund 10 Jahren mehrere Männer ermordet hat. Allerdings spricht nur die Präzision des Mordes dafür, der Modus Operandi ist ein anderer. Deswegen zweifelt Hauptkommissar Jan Fabel auch daran, dass es sich hier um dieselbe Täterin handelt. Kurz darauf nimmt ein dänischer Kommissar Verbindung mit Kommissar Fabel auf, um Hinweise in Bezug auf den Mord des Sängers mit ihm auszutauschen. Doch bevor es zu einem Treffen kommt, stirbt dieser unter ungeklärten Umständen. Als weitere Morde geschehen fällt der Verdacht auf eine kleine Gruppe speziell ausgebildeter Auftragsmörderinnen, die zu Zeiten der DDR aktiv waren. Anscheinend ist eine dieser Frauen für die Morde verantwortlich. Allerdings ist nicht klar, ob sie aus eigenem Antrieb mordet oder einen Auftraggeber hat. Und wenn es sich bei der Mörderin um eine der Walküren handelt, wer ist sie? Denn die Stasi hat geschickt die Identitäten der Walküren vertuscht. . Neben dem Mord an dem Rockstar hat Jan Fabel auch noch interne Probleme. Seine Kollegin Maria Klee befindet sich immer noch in psychiatrischer Behandlung und Kommissarin Anna Wolf bereitet ihm massive Probleme. Denn Anna wiedersetzt sich seinen Anweisungen und ihre unkontrollierbare Aggressivität ist nach Meinung von Fabel nicht mehr tragbar. Da er jedoch für die Aufklärung jeden in seinem Team benötigt, setzt er ihr noch einmal eine Frist. Zusätzlich erhält er Unterstützung von Kommissarin Karin Vestergaard, die aus Dänemark angereist ist, um in den ungeklärten Todesfall ihres Kollegen zu ermitteln. . Craig Russel konzentriert sich bei seinem neuesten Thriller verstärkt auf die reine Ermittlungsarbeit von Jan Fabel und seinem Team. Somit ist zwar die Spannung nicht immer auf hohem Niveau, durch die ständig neuen Wendungen in dem Fall und durch weitere Morde ist sie jedoch in einem gewissen Maß kontinuierlich vorhanden und der flüssige Schreibstil von Craig Russel sorgt dafür, dass es niemals langatmig wird. . Schnell ist klar, dass es sich hierbei wieder um einen äußerst komplexen Fall handelt, der mehrere Handlungsstränge umfasst, die sich erst im Lauf des Buches zu einer äußerst interessanten Geschichte verknüpfen. Geschickt legt der Autor falsche Fährten aus und scheinbar Unwichtiges tritt plötzlich in den Vordergrund. Nach gut 2/3 des Buches wird ersichtlich, wie die Erzählstränge in Verbindung stehen und so nimmt zumindest das Motiv langsam Gestalt an. Und hier zieht der Thriller in Sachen Spannung richtig an und kann zum Schluss sogar noch mit einer Überraschung aufwarten. Allerdings bleiben einige Fragen am Ende offen, sodass mit einem nächsten Band zu rechnen ist. . Seinen Protagonisten Jan Fabel beschreibt Craig Russel dieses Mal anfangs ein wenig sehr unterkühlt und autoritär – gerade in Bezug auf Anna Wolf. Erst langsam lässt er einen hinter die kühle hanseatische Fassade von Fabel blicken und dann entdeckt man doch einen sehr nachdenklichen, mitfühlenden Mann. Seine Beziehung zur Psychologin Susanne wird hier dieses Mal nur angerissen. . Einziger Charakter des Teams, der noch etwas heraussticht, ist Anna Wolf. Diese rebellische, nicht auf den Mund gefallene junge Kommissarin reizt Fabel ein ums andere Mal, doch ihre kriminalistische Arbeit weiß er zu schätzen und tritt ihr eher meist väterlich autoritär gegenüber auf. Die Figur der Kommissarin Karin Vestergaard ist auch für eine Überraschung gut und ihr anfangs unterkühltes, nordisches Auftreten legt sich im Lauf des Thrillers. Alle anderen Charaktere bleiben undurchsichtig, nicht einschätzbar, sodass ihre Rolle in dem Thriller schwer vorhersehbar ist, was der Spannung natürlich zugutekommt. . Fazit: Ein gewohnt guter Thriller mit einer komplexen, interessanten Story, der jedoch einige Fragen offen lässt.

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