Craig Silvey Wer hat Angst vor Jasper Jones?

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Inhaltsangabe zu „Wer hat Angst vor Jasper Jones?“ von Craig Silvey

Laura Wishart ist fort. Ein für alle Mal. Sie wurde auf einer seltsamen Lichtung getötet, die nur Jasper Jones bekannt ist. Und ich habe sie dort hängen sehen. Australien 1965. Mitten in der Nacht wird der 13-jährige Charlie Bucktin vom Klopfen an seinem Fenster geweckt. Draußen steht Jasper Jones, der Außenseiter der kleinen Stadt Corrigan und zugleich ein unbestimmter Held für Charlie. Jasper bittet ihn um Hilfe, und so stiehlt sich Charlie mit ihm durch den nächtlichen australischen Busch – voller Angst, aber auch voller Abenteuerlust. Auf einer geheimen Lichtung wird Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. Mit diesem beklemmenden Geheimnis in seinem Herzen durchlebt Charlie eine Zeit der Angst, der falschen Verdächtigungen – und des Erwachens. In einem einzigen drückend heißen Sommer, in dem sich Charlies Leben für immer verändert, wird er lernen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden und sich vor Gerüchten zu fürchten wie vor einem Fluch. Der wunderbar geschriebene Roman erzählt von Freundschaft, Rassismus und sozialer Ausgrenzung. Eine Hommage an Wer die Nachtigall stört und Die Abenteuer des Huckleberry Finn. MARIE CLAIRE UK

Mir hat das Buch nicht gefallen. Es hatte keine Spannung, die Personen hätten ausgereifter seien können und die Orte besser beschrieben.

— Mondprinzessin

Mal was Spezielleres. Die besondere Atmosphäre des Buches fing mich ein, sobald ich den Deckel aufschlug. Die Charaktere gefielen mir auch!

— Rockyrockt

Unglaublich, Fesselnd und Spannend. "Wer hat Angst vor Jasper Jones" ist ein abenteuerliches Meisterwerk ohne Kompromisse.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Atemberaubende Geschichte! WOW

— Frewa

DAS Buch, das man gelesen haben MUSS! Eine Absolute TOP-Empfehlung!!!

— niklas1804

Der beste Thriller den ich je gelesen habe! Fesselt von Anfang an und hat zugleich eine sehr tiefgründige Hintergrundgeschichte.

— MrsHudson

Der Stoff würde für mehrere Bücher reichen. Genial erzählt!

— Sachse

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  • Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    KiraMinttu

    07. November 2016 um 10:29

    Mitten in der Nacht klopft es an Charlies Fenster. Draußen steht Jasper Jones; der Jasper Jones, vor dem alle Eltern in Corrigan ihre Kinder warnen, und bittet Charlie um seine Hilfe. Charlie fühlt sich mehr als geschmeichelt. Sportlich eine Null ist sein Ansehen unter den Corrigan Kindern eher gering, und dass Jasper Jones ihn um seine Hilfe bittet, lässt ihn nicht weiter über die Folgen seines Tuns nachdenken.Jasper führt ihn zu einer Lichtung, die außer Jasper selbst nur einige Mädchen von Corrigan kennen. Auch Laura Wishart hat diese Lichtung gekannt, aber Laura ist jetzt tot. Grün und blau geschlagen hängt sie an einem Seil von einem dicken Ast des riesigen Akazienbaums, dessen Zweige ihre hin und her baumelnde Leiche gnädig verdecken. Es ist Jaspers Lichtung, und es ist Jaspers Seil, aber Jasper ist nicht Lauras Mörder, wie er Charlie beteuert.Seine Unschuld wird ihm aber nicht viel bringen, und er selbst ist der erste, der dieser Wahrheit ins Gesicht sieht. Als Corrigans Raufbold, Dieb und Lügner verschrien, ist ihm klar, dass er keine Chance hätte, dem Gefängnis zu entgehen, wenn man Laura finden würde. Sein Plan ist es, Laura verschwinden zu lassen und ihren Mörder zu finden - und der gewitzte Charlie soll ihm dabei helfen...Craig Silvey hat einen spannenden, düsteren und packenden Roman geschrieben, der den Leser von der ersten Sekunde an die Seiten fesselt. Seine Sprache ist bildhaft und den jungen Protagonisten angemessen, nichts wirkt unglaubwürdig oder verkrampft, und seine Erwachsenensicht der Dinge fließt so elegant, locker und passgenau in die Dialoge der Jugendlichen ein, dass sie ausschließlich die Geschichte bereichert und den Leser anspornt. An keiner Stelle gerät man ins Stolpern, weil der erwachsene Autor sich zu sehr müht, die Sprache der Jugend zu sprechen, und doch bereits gedanklich viel zu weit von dieser Kultur entfernt ist.Man könnte dem Roman tatsächlich vorwerfen, dass er dem Leser zu viel zumutet, man könnte bemängeln, dass es ein bisschen viel Gesellschaftskritik auf einmal ist. All die Lügen, der offen ausgelebte und auch der versteckte Rassismus, die Angst vor und der Hass auf alles Fremde, Andersartige, die sorgsam hinter glatten Fassaden versteckte Gewalt und die Hilflosigkeit - Tatsache ist: diese Ausprägungen des menschlichen Miteinanders gehen in der Regel Hand in Hand, bedingen einander und entwickeln oft eine Eigendynamik, die auch außerhalb jeglicher Fiktion zu Ausschreitungen führt, die man lieber überlesen und ausblenden würde.Vielleicht ist meine Sicht auf die Welt diesbezüglich zu schwarz, aber in meiner persönlichen, beruflichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen habe ich wiederholt feststellen müssen, dass die Erlebnisse vieler Menschen, würde man sie raffen und gebündelt niederschreiben, bei Außenstehenden reflexhaft ein "So etwas gibt's ja gar nicht" auslösen würden.Doch. Gibt es.Und das nicht so selten, wie man es sich wünschen würde.Auch wenn mich einige verstörende Textstellen nachhaltig verfolgen werden: Von meiner Seite die volle Punktzahl.Ich würde auch sechs bis acht Sterne vergeben, wäre dies möglich.

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  • Ein wirklich gutes Buch

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    badwoman

    15. September 2015 um 22:57

    Der 13-jährige Charlie lebt im Jahr 1965 in einer australischen Kleinstadt, Corrigan. Eines Nachts steht plötzlich Jasper Jones, ein krasser Außenseiter in Charlies Heimatort, vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe. Die beiden gehen tief in den australischen Busch und entdecken auf einer versteckten Lichtung die Leiche von Laura, Jaspers Freundin, an einem Baum hängend. Ihnen ist klar, dass der Verdacht, sie getötet zu haben, sofort auf den Lieblingsverdächtigen der Stadt - Jasper Jones - fallen wird, wenn die Leiche hier, an Jaspers Lieblingsort, gefunden wird. Die beiden müssen sich eine Lösung überlegen und den wahren Täter finden. Die vermisste Laura sorgt in Corrigan für viele Verdächtigungen von Randfiguren der Gesellschaft und natürlich für diffuse Ängste. Auch Jasper ist, wie sich zeigt, nicht frei von Vorurteilen. Dadurch, dass Charlie sich in Eliza, Lauras Schwester verliebt, wird alles nur noch komplizierter. Der Ort muss sich aus einem Strudel von Gewalt, Vorverurteilungen, Rassismus und Lügen befreien. Es ist aber auch eine Geschichte über Freundschaften ohne Vorurteile, über soziale Grenzen hinweg. Dieses Buch ist sehr schön geschrieben, mit viel Gefühl und Mitgefühl. Der Leser leidet mit den verleumdeten und teilweise auch körperlich angegriffenen Personen. Aber auch diese Personen werden nicht verherrlicht, sondern haben durchaus auch ihre weniger guten Eigenschaften, sie sind sehr menschlich. Die Spannung kommt nicht zu kurz, das Ende ist keineswegs vorhersehbar. Ein Tolles Buch, das ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen werde!

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  • Buchverlosung zu "Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    Das_Leseding

    Liebe Literatur-Freunde, zur Zeit gibt es überall etwas zu gewinnen – bei mir nicht! Aber bald ;) Ich habe 10 Bücher ausgewählt, die entweder: ungelesen, begonnen oder gelesen wurden, aber alle in einen 1a Zustand sind. Unser Gewinnspiel startet am 06.12.2014 und endet am 31.12.2014 um 23:59 Uhr – (für die Teilnehmer ohne Uhr: genau dann, wenn es draußen knallt ist Bewerbungsschluß  ;) ) Wenn ihr teilnehmen wollt, müsst ihr a) euren Wohnsitz in Deutschland haben b) über 16 Jahre alt sein und ggf. eure Eltern um Erlaubnis bitten c) Leser unseres Blogs (http://buchblog.livediesel.de) oder follower auf Google+ (https://plus.google.com/app/basic/+CoraLein) oder follower auf facebook (https://www.facebook.com/CorasBuecherkiste) sein bzw. werden d) uns, unter dem Gewinnspiel - Beitrag, ein Kommentar hinterlassen, welches Buch ihr gewinnen wollt und warum – wenn es mehrere Bücher sind, schreibt bitte mehrere Kommentare (das macht es uns bei der Auslosung leichter) Bitte postet eure Kommentare nur auf der Plattform (Blog, Google+, facebook), auf der ihr uns folgt, damit wir euch zuordnen können! Kommentare bei denen wir nicht erkennen von wem sie sind, werden nicht berücksichtigt! Unter allen Kommentaren losen wir dann einen Gewinner (pro Buch) aus – der Rechtsweg ist natürlich wie immer ausgeschlossen. Viel Glück :) Diese Bücher stehen zur Auswahl: Wer hat Angst vor Jasper Jones – Craig Silvey Klappentext: Laura Wishart ist fort. Ein für alle Mal. Sie wurde auf einer seltsamen Lichtung getötet, die nur Jasper Jones bekannt ist. Und ich habe sie dort hängen sehen. Australien 1965. Mitten in der Nacht wird der 13-jährige Charlie Bucktin vom Klopfen an seinem Fenster geweckt. Draußen steht Jasper Jones, der Außenseiter der kleinen Stadt Corrigan und zugleich ein unbestimmter Held für Charlie. Jasper bittet ihn um Hilfe, und so stiehlt sich Charlie mit ihm durch den nächtlichen australischen Busch – voller Angst, aber auch voller Abenteuerlust. Auf einer geheimen Lichtung wird Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. Mit diesem beklemmenden Geheimnis in seinem Herzen durchlebt Charlie eine Zeit der Angst, der falschen Verdächtigungen – und des Erwachens. In einem einzigen drückend heißen Sommer, in dem sich Charlies Leben für immer verändert, wird er lernen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden und sich vor Gerüchten zu fürchten wie vor einem Fluch. Der wunderbar geschriebene Roman erzählt von Freundschaft, Rassismus und sozialer Ausgrenzung.   Wer weiß, was morgen mit uns ist – Ann Brashares Klappentext: Die 17-jährige Prenna lebt mit ihrer Mutter in New York, seit sie zwölf ist. Doch was vorher war und wo sie herkommt, darf sie niemandem erzählen. Eine Pandemie hat Millionen Opfer gefordert, und zusammen mit wenigen anderen ist es Prenna gelungen, in unsere Gegenwart zu entkommen. Jetzt tun sie alles, um ihre Herkunft geheim zu halten. Deshalb gelten strenge Regeln für Prenna: möglichst kein Kontakt zu den Mitschülern, nicht mehr Worte als nötig. Sich mit einem Jungen aus der Schule zu verabreden, ist selbstverständlich ausgeschlossen. Prenna hält sich daran. Bis zu dem Tag, an dem ihr Ethan Jarves begegnet und sie sich Hals über Kopf verliebt …   Herz aus Eis – Anne Ursu Klappentext: Hazel und Jack sind die besten Freunde. Bis Jack eines Tages nicht mehr mit Hazel spricht und mit einer mysteriösen Frau in weiß in den Wald verschwindet. Aber Hazel lässt ihren besten Freund nicht fallen, sondern folgt ihm in das geheimnisvolle Land. Inspiriert von Hans Christian Andersens “Die Schneekönigin” erzählt Anne Ursu von einer Freundschaft, für die es sich zu kämpfen lohnt. Und sie verschweigt nicht, dass man auf dem Weg einiges zurücklassen muss.   Der Geheimnisvolle Garten – Annette Dutton Klappentext: Eine Liebe, die nicht sein darf. Ein Kind, das seiner Mutter entrissen wird. Eine Frau, die ihre Wurzeln entdecken muss … Nach dem Tod ihrer Mutter stößt Natascha in deren Nachlass auf ein verwirrendes Dokument. Ihre Familie soll Aborigine-Vorfahren haben? Neugierig geworden, macht sie sich in Australien auf die Suche nach ihren Wurzeln. Sie ahnt noch nichts von jenem dunklen Geheimnis, das dem Leben der deutschen Auswanderin Helene Junker zu Beginn des 20. Jahrhunderts seinen Stempel aufdrückte – und das auch Nataschas Leben eine entscheidende Wende geben wird.   Wettlauf mit der Nacht – Thomas Taylor Klappentext: Eddie, Adam und David leben in verschiedenen Jahrzehnten. Trotzdem laufen sie sich immer wieder über den Weg. Denn die Jugendlichen verbindet eine seltene Gabe. Während sie schlafen, können sie alle Grenzen überwinden und durch Raum und Zeit reisen. Dabei verfolgt jeder sein ganz eigenes Ziel. Eddie will alles über das Traumwandeln herausfinden. Adam versucht mit allen Mitteln den Lauf der Geschichte zu verändern. Und David muss seine Familie retten, bevor sie ausgelöscht wird.   Drecksspiel – Martin Krist Klappentext: Schlüssel rasseln an der Tür. »Ich hab mich hübsch gemacht«, wispert Hannah, während ihr Mann Philip hinter ihr den Raum durchquert. Seine Hand streift ihren Nacken. Sie neigt den Kopf und … sieht Handschuhe voller Blut. Finger schließen sich um ihre Kehle. Als sie wieder zu sich kommt, ist sie an einen Stuhl gefesselt. Vor ihr ein fremder Mann. Nur ein Gedanke peinigt sie in diesem Moment: Er darf Millie nicht finden! – Hannahs Tochter schläft im Zimmer nebenan. Seit der Expolizist David Gross vor Jahren untertauchen musste, arbeitet er als diskreter Problemlöser. Diesmal ist es ein grauenvoller Entführungsfall …   Fucking Fulda – Franka Frederik Was tun, wenn einen der Job zu längeren Zwischenaufenthalten an fremden Orten zwingt? Essen, schlafen, fernsehen? Das ist Nicole viel zu langweilig. Die hübsche Lokführerin hat an jedem Bahnhof einen Liebhaber und erfüllt sich jede ihrer heißesten Phantasien. Immer streng nach Dienstplan ist sie mal die fesselnde Domina, mal die geile Sexsklavin oder das unterwürfige Hausmädchen. Diese Frau weiß, was sie will und wer es ihr besorgen kann. Eine nicht ganz frei erfundene Tour de Sex durch deutsche Rangierbahnhöfe!   Tochter der Schatten – Mona Vara Klappentext: Im Herzen der Dunkelheit Gabrielle besitzt eine besondere Fähigkeit: Sie kann die Bewohner der Grauen Welt sehen, schemenhafte Grenzgänger zwischen dem Reich des Diesseits und des Jenseits. Der Jäger Darran ist einer von ihnen. Er folgt Gabrielle, er wacht über sie – und er verliebt sich in sie. Damit bringt er sich und Gabrielle in große Gefahr. Denn es ist ihm unter Androhung höchster Strafen untersagt, Kontakt zu den Menschen aufzunehmen …   Das Seidengeheimnis – Clio Gray Klappentext: Toskana, Beginn des 19. Jahrhunderts: Die Seidenstadt Lucca hat ein großes Geheimnis zu hüten: Seit Jahrhunderten verbergen die Seidenhändler von Lucca ihr Heiligtum im ferngelegenen London. Als Napoleon mit seinen Truppen vor den Toren der Stadt steht, wächst die Befürchtung, dass das Geheimnis gelüftet wird. Zeitgleich in London: Das junge Mädchen Mabel erfährt über grausame Umwege von dem Geheimnis. Zusammen mit dem eigenbrötlerischen Whilbert Stroop will sie es um jeden Preis ergründen. Sie ahnt weder, dass sie sich damit in größte Lebensgefahr bringt, geschweige denn, dass sie nichts Geringeres als das Schicksal der toskanischen Stadt in ihren Händen hält …   Das Gelübde – Kai Meyer Klappentext: Herbst 1818: In einer konfliktgeladenen Zeit, zwischen katholischer Anti-Aufklärung und preussischem Fortschrittsdenken, treffen zwei unterschiedliche Menschen aufeinander: Der Dichter Clemens Brentano und die junge Augustiner-Nonne Anna. Brentano – eher ein Lebemann – glaubt nicht an Gott. Und so kann er auch Annas Marienvisionen zunächst nicht recht ernst nehmen. Doch nachdem ihm eine rätselhafte Frau in Schwarz erscheint und Anna ihm ein Geheimnis anvertraut, wandelt sich seine Einstellung. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Verbindung, die eigentlich vollkommen unmöglich ist …

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  • Das Ende der Unschuld

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    klaraelisa

    10. September 2014 um 19:09

    An dem Tag, wo Jasper Jones an das Fenster des 13jährigen Charlie Bucktin klopft, ist dessen Kindheit mit einem Schlag vorbei. „Jasper Jones ist an mein Fenster gekommen.“ (S. 7), so beginnt der Jugendroman „Wer hat Angst vor Jasper Jones“ des australischen Autors Craig Silvey. Die Geschichte spielt in dem kleinen Örtchen Corrigan in Australien. Es sind die 60er Jahre. Jasper lockt Charlie in einer heißen Sommernacht aus seinem Zimmer und führt ihn irgendwo hin außerhalb der Stadt, vorbei an dem Cottage von Jack Lionel, um den sich die wildesten Geschichten ranken. Er soll ein verrückter Killer sein und vor Jahren eine Frau umgebracht haben. Auf einer kleinen Lichtung, die Jasper als sein Zuhause bezeichnet, zeigt er ihm seinen grausigen Fund. Laura Wishart, die Tochter des Bezirkspräsidenten, hängt an einem Ast eines Silbereukalyptus nur bekleidet mit einem Spitzennachthemd. Charlie ist klar, dass sich an dem stillen Örtchen Grausames abgespielt haben muss. Jasper hat Angst, dass die Polizei ihm den Mord in die Schuhe schiebt, denn in dem Ort gibt es für alles immer nur einen Schuldigen, und der heißt Jasper Jones. „Er ist ein Dieb, ein Lügner, ein Schläger und ein Schulschwänzer.“ (S. 13) Er bittet Charlie darum, gemeinsam mit ihm nach dem Killer zu suchen. Er hat auch schon einen Täter im Auge, Jack Lionel. Vorher beschließen sie, Lauras Leichnam in einem Tümpel verschwinden zu lassen. Wie ein Stein lastet das Wissen um das Verschwinden von Laura auf Charlies Seele. Der Protagonist des Romans ist nicht Jasper Jones, wie der Titel vermuten lässt, sondern Charlie, der die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Er ist ein feiger Junge, ein lausiger Sportler, der tödliche Angst vor Insekten hat, aber schon sehr belesen ist. Er liebt die Bücher von Mark Twain und Harper Lee. Sein bester Freund Jeffrey Lu ist der Sohn vietnamesischer Einwanderer. Er ist jünger und kleiner als Charlie, aber wesentlich klüger und mutiger und ein leidenschaftlicher Cricket-Spieler. Er wird in der Schule rücksichtslos schikaniert, jedoch steckt er alle Demütigungen mit einem Lächeln weg. Niemals würde er boshaft oder gehässig werden. Beide Freunde liefern sich interessante Wortgefechte, z. B. darüber, wer der mutigere Superheld ist, Superman oder Batman. Neben der Krimihandlung, den Schulgeschichten und der Beschreibung sportlicher Ereignisse gibt es in diesem Roman auch eine Liebesgeschichte. Zwischen Charlie und Eliza, der Schwester der ermordeten Laura, entwickeln sich zarte Liebesbande, und Charlie vermutet, dass Eliza etwas über das Verschwinden ihrer Schwester weiß. Craig Silveys Roman liest sich gut. Er behandelt Themen wie Kindesmissbrauch, Folter, Rassismus und Zivilcourage. Die seitenlangen Beschreibungen eines Cricketspiels lassen hingegen etwas Langeweile aufkommen. Hier ist das Glossar am Ende des Romans sehr hilfreich. Der Roman besticht durch Wortwitz mit lebendigen und interessanten Charakteren und ist nicht nur für junge Leser lesenswert, vor allem wegen der Einbettung der Ereignisse in einen historischen Kontext, Australien in den 60er Jahren zur Zeit des Vietnamkriegs. Thematisiert wird auch die Einstellung gegenüber Flüchtlingen und Aborigines.Buchtitel: Wer hat Angst vor Jasper Jones?

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  • Zwiespältig

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    Das_Leseding

    29. August 2014 um 10:35

    Inhalt: Corrigan, Australien, 1965: Eine Zeit in der Rassismus sowie soziale Ausgrenzung hoch im Kurs stehen ... Der 13-jährige Charles Buktin ist Schulstreber und führt ein halbwegs normales Leben, bis Jasper Jones (ein gefürchteter "Mischlingsjunge") in sein Leben tritt. Jasper möchte Charlie etwas zeigen und bittet ihn um Hilfe. Natürlich stimmt Charlie zu, ohne zu ahnen wie diese Hilfe aussehen soll und wie stark dieser Freundschaftsakt sein Leben für immer verändert ... Schreibstil: Der Schreibstil von Silvey ist flüssig und lässt sich schnell und gut lesen, allerdings frage ich mich immer noch für wen dieses Buch geschrieben wurde. Charlie ist ich-Erzähler und für sein Alter viel zu reif, die Weltanschauung, die er wiedergibt passt einfach nicht. Dann wurde mir zu oft das Wort "Idiot" verwendet und ein zu großes Augenmerk aufs Cricket spielen - ca 70 Seiten wird ein Spiel beschrieben wobei es total egal ist wie es ausgeht und auch das Glossar am Ende des Buches interessiert wenig. In diesem Buch wurden zwar auch kritische Themen behandelt, aber diese dann zu extrem (Gewalt) für ein Jugendbuch oder zu oberflächlich (rassistische Ausbrüche, Mißhandlungen, bösartige Gerüchte alles blieb ohne folgen). Charaktere: Charlie ist viel zu reif für sein Alter. Er ist auf eine Art typisch Tenn (Verhalten gegenüber Mädchen), andererseits sind seine Ansichten viel zu Erwachsen, zu verkopft, das wirkte überhaupt nicht und so konnte ich ihn das ganze Buch über nicht greifen. Jasper, der mir das ganze Buch über fremd blieb ist ein Charakter, den ich mir anhand des Buchtitels und des Klappentextes ganz anders vorgestellt habe. Warum sollte man Angst vor ihm haben, wenn ihn alle Mädels heimlich vergöttern? Ich erfahre zu wenig über ihn - dafür mehr über Cricket - als das ich ihn beschreiben oder etwas aufbauen könnte. Jeffrey ist der Freund und Nachbar von Charlie. Ich habe die ganze Zeit überlegt ob es in Australien üblich ist, seinen Kumpel als Idiot zu betiteln. Anscheinend ist dies so: Denn Charlie und Jeffrey machen fast nichts anderes wenn sie zusammen sind ... Du bist ein Idiot ... Nein du bist ein Idiot ... Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde :? Eliza und Laura Wishart waren die unstimmigsten Personen. Laura ist tot - dies wird so oft im Buch erwähnt, dass ich kurz davor war es in die Nachbarschaft herauszubrüllen: "Ja weiß ich, habe ich bereits auf mehreren Seiten gelesen und auch wo sie gefunden wurde und wie und ... " nervig! Eliza, die den Tod ihrer Schwester gut zu verkraften scheint, würde ich eher in eine Psychotherapie stecken als sie ganz normal bei ihren Eltern wohnen zu lassen, aber vielleicht ist das so in den 1960er Jahren in einer Kleinstadt ... Cover: Das Cover finde ich interessant, es zeigt einen Jungen im Schatten, wovor versteckt er sich?! Leider finde ich den Titel wenig passend. Fazit: Ein Jugendbuch, welches keines ist! Zeitweise ist es zu detailiert (Schilderungen von Misshandlungen), zu oberflächlich (Gewalttaten ohne Strafe) und zu langweilig (Banalitäten ohne Sinn für die Geschichte). Wer einen Lückenfüller sucht, der sich gut lesen lässt sowie an Cricket interessiert ist, der ist mit "Wer hat Angst vor Jasper Jones" gut bedient. Wer auf eine spannende Geschichte wartet wird bitter enttäuscht. Ich vergebe 3 Sterne für Jasper Jones, da mir der flüssige Schreibstil eine schöne Lesezeit beschert hat und Teile der Geschichte zum Nachdenken anregen.

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  • Mein absoluter Lieblingsthriller!

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    MrsHudson

    10. August 2014 um 13:28

    WER HAT ANGST VOR JASPER JONES? Von Craig Silvey es gehört zu meinen absoluten Lieblingsbücher und wurde schon öfters nominiert. Ich empfehle es allen mal gelesen zu haben es ist großartig! Laura Wishart ist fort. Ein für alle Mal. Sie wurde auf einer seltsamen Lichtung getötet, die nur Jasper Jones bekannt ist. Und ich hab sie dort hängen sehen. Australien 1965. Mitten in der Nacht wird der 13- jährige Charlie Bucktin vom Klopfen an seinem Fenster geweckt. Draußen steht Jasper Jones, der Außenseiter der kleinen Stadt Corrigan und zugleich ein unbestimmter Held für Charlie. Jasper bittet ihn um Hilfe, und so stiehlt sich Charlie mit ihm durch den nächtlichen australischen Busch - voller Angst, aber auch voller Abenteuerlust. Auf einer Lichtung wir Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. Mit diesem beklemmenden Geheimnis in seinem Herzen durchlebt Charlie eine Zeit der Angst, der falschen Verdächtigungen - und des Erwachens. In einem einzigen drückend heißen Sommer, in dem sich Charlies Leben für immer verändert, wird er lernen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden und sich vor Gerüchte zu Fürchten wie vor einem Fluch. Der wunderbar geschriebene Roman erzählt von Freundschaft, Liebe, Rassismus und sozialer Ausgrenzung. Es ist ein erschütterndes Buch in das man sich gleich festliest. Besonders am Anfang war es merkwürdig unheimlich aber es packte und faszinierte einen. TOP! 5 verdiente Sterne!

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  • Anders, als erwartet!

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    Lesefieber

    11. June 2014 um 20:55

    Inhaltsangabe: Laura Wishart ist fort. Ein für alle Mal. Sie wurde auf einer seltsamen Lichtung getötet, die nur Jasper Jones bekannt ist. Und ich habe sie dort hängen sehen. Australien 1965. Mitten in der Nacht wird der 13-jährige Charlie Bucktin vom Klopfen an seinem Fenster geweckt. Draussen steht Jasper Jones, der Aussenseiter der kleinen Stadt Corrigan und zugleich ein unbestimmter Held für Charlie. Jasper bittet ihn um Hilfe, und so stiehlt sich Charlie mit ihm durch den nächtlichen australischen Busch - voller Angst, aber auch voller Abenteuerlust. Auf einer geheimen Lichtung wird Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. Mit diesem beklemmenden Geheimnis in seinem Herzen durchlebt Charlie eine Zeit der Angst, der falschen Verdächtigungen - und des Erwachens. In einem einzigen drückend heißen Sommer, in dem sich Charlies Leben für immer verändert, wird er lernen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden und sich vor Gerüchten zu fürchten wie vor einem Fluch. Meine Meinung: Ich möchte das Cover sofort, der Klappentext versprach viel! Die Geschichte um Jasper und Charlie ist wirklich toll und auch sehr spannend! Der Autor hat einen wirklich angenehmen Schreibstil und könnte mir das Geschehen bildlich näher bringen. Diese Kleinstadt, zur damaligen Zeit ist mir noch immer im Gedächtnis! Ich wollte unbedingt wissen, wie es zu dem scheinbaren Mord an Jasper's Freundin kam. Trotzdem ist das Buch gefüllt, mit unendlichen Längen, die mich zeitweise echt gelangweilt haben! Auch wenn irgendwie immer was ans Tageslicht kam, so stand doch der Tod von Laura für mich, deutlich im Vordergrund! Aber dann gibt es da noch die zwischenmenschlichen Dinge, die das Buch dann doch positiv hervorheben. Tolle Freundschaften und Zusammenhalt. Eine neue, frische Liebe und ein Jünger Charlie, der sich für Gott und die Welt, den Kopf zerbricht! Und doch, Alles irgendwie anders, als erwartet! Von mir:3,5 Sterne!

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  • Umwerfend gut!

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    MissStrawberry

    24. July 2013 um 22:31

    Ich mag es sehr, wenn ein Buch ein ausgefallenes Cover hat. Das ist hier nicht der Fall, aber das Cover passt zum Buch und ist schön gemacht. Dafür hat dieses Buch etwas anderes, das ich absolut schätze: ein Lesebändchen! Schade, dass es die kaum noch gibt! Dazu die Ich-Form, meine bevorzugte Erzählform. Einfach genial, wie Craig Silvey den 13-jährigen Charly erzählen lässt, wie ein einziger Sommer seine Kindheit abrupt beendete und alles veränderte. Kindheit und Jugend ist immer schwer und mit Veränderungen verbunden, aber Charly erzählt im Jahre 1965 – einer Zeit, in der vieles noch anders war. Es war die Hochburg von Rassismus und sozialer Ausgrenzung, die Zeit des Vietnamkrieges und der Umbrüche. Charlys Freund Jasper Jones bittet ihn um Hilfe. Charly ist wie immer hilfsbereit - und möchte dann doch nur noch weg, als er sieht, worum es geht: Laura Wishart wurde erhängt. Aber von wem? Und warum? Beiden ist klar: alle werden Jasper für den Täter halten, ist er doch der Sohn des stadtbekannten Säufers und immer schmutzig, stiehlt auch bestimmt alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Charlys bester Freund ist Jeffrey – ebenfalls ausgegrenzt, weil er Vietnamesische Eltern hat. Charly kämpft: mit sich selbst, seiner Pubertät, dem Schock über den Tod von Laura, der ersten zarten Liebe und gegen viele, viele Vorurteile. Immer wieder spielt Craig Silvey auf Mark Twain an, auch "Wer die Nachtigall stört" wird immer wieder erwähnt. Trotzdem ist es kein Abklatsch. Mich wundert keineswegs, dass dieses Buch so viele internationale Preise gewonnen hat. Es ist einfach perfekt geschrieben! So viele einzelne Komponenten, die perfekt ineinander über gehen! Obwohl Charly in diesem australischen Sommer 1965 mehr ertragen muss, als andere in einem ganzen Leben, wirkt alles sehr authentisch; nichts wirkt gewaltsam konstruiert. Das liest sich absolut flüssig und macht süchtig - Seite um Seite liest man weg, ohne aufhören zu können. Craig Silvey beschreibt die Gedanken und Gefühle der Pubertierenden,besonders von Charly, so treffend und gefühlvoll, dass man fast vergisst, dass er nicht von sich selbst erzählt, gar nicht von sich selbst erzählen kann (damals gab es ihn noch gar nicht!). Die Themen Bücher, Schriftsteller und schreiben sind ebenfalls immer präsent. Silvey spielt auf diverse Autoren und ihre Protagonisten an, lässt Charly selbst schreiben und ihn hoffen und glauben, dass sein Vater ebenfalls heimlich schreibt. Schreiben als Medizin - gegen eine kalte Welt, eine kalte Mutter/Ehefrau, eine kalte Gesellschaft, ein kaltes Grab. Ob ich es als Jugendbuch sehe? Vielleicht. Aber es ist auf alle Fälle ein Buch, das Erwachsenen zu denken geben sollte und sie die Probleme und Sorgen ihrer pubertiertenden Kinder besser verstehen lassen kann. Ein Buch, das von Gegensätzen handelt: Gut und Böse, Liebe und Hass, Wahrheit und Lüge, Leben und Tod, Gemeinschaft und Trennung, Sehen und Blindheit, Richtig und Falsch, Kindheit und Erwachsensein. Ich habe schon viele Bücher gelesen, die diverse tolle Preise bekommen hatten - und fand sie dennoch mies. Hier ist das völlig anders: dieses Buch hat jeden einzelnen der gewonnenen Preise auch wirklich verdient und noch viel mehr! Es würde mich doch sehr wundern, wenn von diesem Autor nicht noch mehr wunderbare Bücher kommen würden! Für mich ist dieses Buch ein wahres Kleinod, das immer einen besonderen Platz in meiner kleinen Bibliothek haben wird. Ein Buch, das ich immer wieder lesen werde und in dem ich immer wieder besondere, mir wichtige Stellen finden werde. Es ist mit Anlauf auf meiner persönlichen Lieblingsbuchliste den ersten Platz eingenommen!

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  • Jasper ist an allem Schuld

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    brenda_wolf

    28. April 2013 um 23:07

    Die Geschichte ist angesiedelt in den60iger Jahren in Australien. Der 13jährige Charly Bucktin erzählt die Geschichte in Ich-Form. Eines nachts klopft Jasper Jones, der in dem kleinen Städtchen Corrigan einen grauenhaften Ruf genießt, an sein Fenster und bittet ausgerechnet ihn, den Jungen der weder besonders mutig noch besonders sportlich ist, um Hilfe. Charly folgt ihn durch die Nacht zu einer kleinen versteckten Lichtung mitten im Busch, weit außerhalb der Stadt. Was ihn dort erwartet, lässt ihn das Blut in den Adern erstarren. Er erblickt Laura Wishart aufgeknüpft an einem Seil an einem Baume hängend. Sie ist tot. Jasper und Charly nehmen Laura vom Seil und versenken ihren Leichnam in einen Tümpel und schwören sich den Mörder des Mädchens zu finden. Dieses grausige Geheimnis verbindet die beiden Jungen, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Charly, der aus behüteten Verhältnissen kommt und Jasper, der Sohn eines Trunkenbolds. Sein Name fällt unwillkürlich, wenn es irgendwo Ärger gibt - ihm wird automatisch alle Schuld zugeschoben. Und dennoch bewundert Charly diesen Jasper, den Halb-Aborigine, der ein Champion beim Football ist, alle jubeln ihm zu und nachdem Spiel wird er wieder mit Missachtung gestraft - und den die Mädchen dennoch heimlich verehren. Doch Jasper hat gelernt zu überleben. Er benutzt sein Pokergesicht wie eine Superheldmaske. Er tut so als sei ihm alles scheißegal. Doch um Laura hat er geweint. Sie war sein Mädchen. Mit ihr hatte er den einzigen Vertrauten Menschen auf der Welt verloren. Ein weiterer starker Charakter ist Jeffrey Lu, Charlys bester Freund. Jeffrey ist ein ziemlich kluges Kerlchen und ein großes Talent beim Cricket. Sein Fehler ist, er ist vietnamesischer Abstammung und wird deshalb jeden Tag seines Lebens gehänselt und schikaniert und sogar der Trainer schaut tatenlos grinsend zu. Doch Jeffrey ist ein sehr tapferer Bursche, der sich nicht unterkriegen lässt, mit einem unverwüstlichen losen Mundwerk. Und dann ist da noch Eliza Wishart, die Schwester der verschwundenen Laura. Charly ist heimlich in sie verschossen, aber er findet ihr Verhalten dennoch seltsam. Sie wirkt bekümmert und gleichzeitig grenzenlos unbekümmert. In diesem Buch geht es um Vorurteile und Rassenhass, um einen Erziehungsstil der ‘Gott-sei-Dank’ der Vergangenheit angehört, um Lügen, Unterdrückung, Macht, aber auch um Liebe und Freundschaft. Amüsant fand ich Charlys übertriebene Insektenangst. Der Schreibstil ist gut zu lesen und anfangs fand ich das Buch auch absolut spannend. Leider hielt dieser Eindruck nicht durchgehend an. Es gab etliche Längen, die ich ziemlich ermüdend fand. Dem Cricketspiel konnte ich nicht wirklich folgen und auch nichts abgewinnen. Trotz detaillierter Beschreibung der Spielszenen und Glossar am Ende des Buches, blieben mir die Regeln völlig unverständlich. Auch weiß ich nicht recht welche Zielgruppe mit diesem Buch angesprochen werden soll. Ein Buch für Dreizehnjährige ist es sicherlich nicht.

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  • Warum starb Laura Wishart?

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    Kerry

    05. April 2013 um 22:29

    Der Sommer 1965 wird das Leben des 13-jährigen Charlie Bucktin für immer verändern. Charlie lebt zusammen mit seinen Eltern in der kleinen Stadt Corrigan in Australien. Dort passiert eigentlich nie etwas und die Stadt hat auch eher einen dörflichen Charakter. Es gibt Jack Lionel, einen alten Kauz, der Gerüchten zufolge sogar ein Mörder sein soll und natürlich Jasper Jones. Der 14-jährige ist als Unruhestifter, Dieb, Lügner, Schläger und Schulschwänzer bekannt. Sein Vater ist ein Säufer und Japser mehr oder weniger sich selbst überlassen. Eines Nachts ändert sich jedoch alles. Es ist die Nacht, in der Jasper Jones an Charlie Bucktins Fenster klopft, weil er ihm etwas zeigen muss - es handelt sich um die Leiche von Laura Wishart, der Tochter des Bezirkspräsidenten. Ihr Körper hängt an einem Strick auf einer Lichtung, die eigentlich nur Jasper Jones kennt. Da dieser aber beteuert, Laura nicht umgebracht zu haben, hilft Charlie ihm, die Leiche im nahe gelegenen See zu versenken. Zusammen wollen die beiden Jungs dem Täter auf die Spur kommen. In der Tat ist die Sorge in der Stadt groß, als das Verschwinden Lauras publik wird. Ist sie nur ausgerissen? Wurde sie entführt? Jasper und Charlie versuchen derweil zu ergründen, wer ein Motiv gehabt haben könnte, um Laura zu töten. Eliza Wishart, Lauras kleine Schwester und Charlies Schwarm, scheint mehr zu wissen, doch wie sollen die Jungs an Informationen kommen, ohne selbst zu offenbaren, was sie mit dem Leichnam von Laura gemacht haben? Wer ist wirklich Schuld am Tod von Laura und Warum? Irgendwie hatte ich mir von dem doch Buch mehr erhofft! Der Plot wurde durchaus detailliert gestaltet, jedoch hatte ich ernsthafte Schwierigkeiten, mich in diese Kleinstadtmentalität hineinzuversetzen. Das liegt jedoch wohl daran, dass das Buch in einer andern Zeit spielt und ich selbst aus der Großstadt komme. Die Figuren wurden allesamt facettenreich und tiefgründig erarbeitet, sodass ich sie mir jederzeit bildhaft vor Augen führen konnte. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, jedoch bremsten einige zu detailliert ausgeführte Nebenhandlungen meinen Lesegenuss doch sehr.

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  • Rezension zu "Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    Anni1609

    06. January 2013 um 12:24

    Und die Moral von der Geschicht Inhalt: Im kleinen, beschaulichen Ort Corrigan, findet Jasper Jones, gemieden von den übrigen Einwohnern des Dorfes, die Leiche von Laura Wishart, Tochter des Bezirkspräsidenten. Er weiß sich nicht zu helfen und bittet Charles Bucktin, wohlerzogener Sohn eines ungleichen Ehepaares, um mithilfe bei der Aufklärung des Mordes. Charlie, eher ein schüchterner und ängstlicher Typ, lernt im Zusammensein mit Jasper Jones ganz neue Seiten des Lebens kennen und tritt über seinen eigenen Schatten. Während der Ermittlungen geschehen viele Dinge, die sein Bild von der Gemeinde, den Einwohnern und auch von seinen Eltern, stark verrücken. Charlie gewinnt an Selbstvertrauen und wird zusehends mutiger. Zudem nehmen die Ermittlungen im Laufe der Zeit eine ungeahnte Wendung an. Beurteilung: Der Roman spielt in Australien, im Jahr 1965. Der Autor lässt in die Handlung auch Sequenzen vom Vietnamkrieg einfließen, die er vor allem dafür nutzt, Querelen unter den Einwohnern in Corrigan zu erklären. Craig Silvey lässt den Roman komplett aus der Sicht von Charlie wiedergeben. Dadurch ist der Bezug vom Leser zu dem kleinen Jungen Charlie von Beginn an gestärkt. Der Leser erlebt die Ängste hautnah mit, aber auch die Freuden im weiteren Verlauf des Buches. Zudem ist für den Leser die Entwicklung des schüchternen, stark verängstigten kleinen Junges, hin zu einem mutigen, sich für Andere einsetzenden jungen Mannes besser nachvollziehbar und gut miterlebbar. Zu Beginn des Buches kam mir der Roman eher wie eine Geschichte über ein Abenteuer, dass zwei Jugendliche erleben, vor. Allerdings war die Brisanz dieses „Abenteuers“ natürlich deutlich höher, da es sich um eine tote Person handelt, weshalb Jasper und Charlie Ermittlungen anstellen. Im Laufe des Buches wird klar, dass der Autor sehr viel Gesellschaftskritik in diesem Roman versteckt hat. Besonders wichtig darzustellen schien ihm zu sein, dass man nicht zu viel von Vorurteilen halten sollte. Jeder sollte sich eine eigene Meinung machen und nicht zu stark dem Gruppenzwang erliegen und somit auch der Meinung einer Gruppe folgen. Die beiden Hauptpersonen, Jasper Jones und Charles Bucktin, hat der Autor liebevoll gezeichnet. Obwohl Jasper in der Gemeinde Corrigan als Aussätziger behandelt wird, schließt ihn der Leser doch relativ schnell in sein Herz. Bei Charlie erfreut sich der Leser während der gesamten Handlung über seine große Entwicklung. Von Beginn an ist klar, er hat ein großes Herz, allerdings zunächst kaum Mut, um für seine Ansichten einzustehen. Der beste Freund von Charlie, Jeffrey Lu, hat darüber hinaus auch eine große Bedeutung für die Handlung. Er ist zwar nicht in das Geheimnis zwischen Charlie und Jasper eingeweiht, ist aber in Bezug auf seinen überaus großen Mut und sein starkes „Fell“ stets ein Vorbild für Charlie. Diese Freundschaft zwischen diesen beiden Jungen ist mir als Leser direkt ans Herz gegangen. Beide profitieren voneinander und haben viel Spaß zusammen. Der Autor schreibt in einem flüssigen, aber durchaus nicht ganz leichtem, Stil. Er verwendet viele Fachbegriffe vom Cricket, die aber in einem Glossar am Ende des Buches erläutert werden. Zudem verwendet er eher längere, ausuferndere Sätze. Häufig sind die Ausführungen eher langatmig. Die Kapitellänge ist sehr unterschiedlich, in meinen Augen gab es zu wenige Absätze. Dadurch sind Lesepausen eher schwierig einzulegen, bzw. ist der Wiedereinstieg nicht ganz leicht. Die Dialoge zwischen den Handlungspersonen waren die Highlights, da diese stets voller Witz und Spannung waren. In der Handlung gab es zum Ende hin eine sehr spannende Wende, die der Leser nicht vorausahnen kann. Diese erhöhte die Spannung ungemein bereitete zum Ende hin nochmals großes Lesevergnügen. „Wer hat Angst vor Jasper Jones“ von Craig Silvey ist am 01. Septemberg 2012 im rororo Verlag erschienen. Der Roman besteht aus 416 Seiten und ist im Hardcover, mit zusätzlichem Umschlag, ausgeliefert worden. Informationen über den Autor sind am Umschlag angebracht. Fazit: „Wer hat Angst vor Jasper Jones“ hat mich zum Lesen sehr viel Mühe und Zeit gekostet. Zu Beginn hatte ich Probleme, mit in die Handlung hineinzufinden. Ich empfand die Ausführungen vom Autor häufig als zu langatmig. Die Beschreibungen der Gedanken der einzelnen Handlungspersonen waren teils zu ausführlich. Im letzten Drittel des Romans hat die Handlung nochmals an Fahrt aufgenommen und hat mich wirklich begeistert. Somit gab es einen versöhnlichen Abschluss. Der Inhalt der Handlung allerdings, ist genial. Der Autor verurteilt voreingenommenes Denken, zu voreilige Schlüsse und vor allem Vorurteile. Die Moral dieses Romans ist wirklich sehr hoch. Deshalb gibt es von mir durchaus eine Leseempfehlung, der Leser sollte sich aber auf längere Lesestunden einstellen und sich Zeit dafür nehmen. Dieser Roman ist keine Lektüre für zwischendurch.

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  • Rezension zu "Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    IraWira

    03. January 2013 um 15:02

    Nachdem meine Tochter hellauf begeistert war von diesem Buch, musste ich es natürlcih auch lesen und auch mich packte es. Es erinnert ein Stück weit an Mark Twain, ein Autor, den Craig Silver selber auch des Öfteren zitiert. Das Leben von Jasper Jones weist durchaus Parallelen zu Huckleberry Finns Leben auf, allerdings ist Jasper Jones in sich, für mein Empfinden zumindest, ein wenig härter. Vielleicht auch einfach, weil man doch deutlich merkt, dass es in einer moderneren, für uns greifbareren Zeit spielt und alles ein wenig näher kommt. Die Protagonisten haben keine heile Welt, im Gegenteil, Jasper Jones leidet sehr unter seinem Vater und darunter Ausgestoßen zu sein, aber auch Charlies Familie weist nur eine sehr brüchige Fassade auf, hinter der es beständig gärt. Jeffrey, Charlies vietnamesischer Freund, wird wegen seiner Herkunft missachtet und immer wieder gedemütigt, selbst sein größter Triumph, sein größter Sieg endet wieder am Boden. Eliza, Lauras Wisharts Schwester, hütet ebenfalls ein schreckliches Geheimnis, auch ihr leben ist alles andere als perfekt. Und trotz Allem beeindrucken diese Kinder den Leser durch ihren Mut, das Leben immer wieder neu zu betrachten, sich immer wieder kleine Oasen des Glücks zu schaffen und sich nicht aufzugeben. Nicht aufgeben, nicht nachgeben, sich nicht fallenlassen, egal, was sich ihnen entgegenstelllt. Die Geschichte um die Suche der Jungen nach dem Mörder von Laura Wishart ist spannend bis zuletzt, sie überrascht durch unerwartete Wendungen und zieht den Leser in ihren Bann. Klare Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    smayrhofer

    10. December 2012 um 14:22

    Die Minenarbeiter-Stadt Corrigan im australischen Hochsommer Mitte der 60er Jahre: An das Fenster unseres Ich-Erzählers Charlie Bucktin klopft eines Nachts Jasper Jones und bittet Charlie um Hilfe. Jeder ist auf seine Weise ein Außenseiter in der Stadt: Charlie als überdurchschnittlich intelligenter Junge und Jasper als notorischer Schulschwänzer und Taugenichts. Jasper führt Charlie auf eine Lichtung, die quasi sein Zuhause ist und zu der angeblich nur Jasper den Weg kennt. Dort hängt ein Mädchen - offenbar misshandelt - an einem Eukalyptusbaum aufgeknüpft. Es handelt sich um Laura Wishart, die Tochter des Bezirkspräsidenten, die mit Jasper befreundet war. Da sie auch noch mit Jaspers Seil gelyncht wurde, würde der Verdacht sofort auf ihn fallen, also will Jasper nicht zur Polizei gehen, sondern – zusammen mit Charlie – selbst die Wahrheit herausfinden. Aber zunächst muss die Leiche verschwinden… Das Buch wird als „literarischer Jugendroman“ angepriesen; und obwohl ich offensichtlich nicht direkt zur Zielgruppe gehöre, hat mich die Geschichte sofort in ihren Bann gezogen. Durch die Gegenwartsform, in der dieses Buch geschrieben ist, wirkt alles sehr lebendig, und man kann Charlies innere Zerrissenheit förmlich spüren. Und während man bei der Leseprobe noch dachte, das Buch handele von der Mördersuche zweier Jugendlicher, so wird der Handlungsrahmen nach und nach erweitert, bis sich ein klares Bild einer Stadt und ihrer Bewohner zeigt, die vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges, drohender Arbeitslosigkeit, verstecktem und offenem Hass und Rassismus nach Halt und Identität suchen. „Es verbirgt sich immer mehr hinter einer Geschichte“ wird an einer Stelle des Buches gesagt, und das trifft eindeutig auch auf dieses Buch zu. Charlie und Jasper werden mit diversen Überraschungen konfrontiert, die ihr vorgefertigtes Weltbild ein ums andere Mal ins Wanken bringen. Fazit: Ein Buch, das aufgrund des Schreibstils zwar eindeutig als Jugendroman durchgeht, das ich aber nicht nur (älteren) Jugendlichen ans Herz legen würde, sondern auch allen anderen, die eine vielschichtige und bemerkenswerte Geschichte lesen möchten.

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  • Rezension zu "Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    buchleserin

    09. December 2012 um 14:29

    Der 13-jährige Charlie Bucktin lebt in Australien. Die Geschichte spielt 1965. Eines Nachts wird er von Jasper Jones geweckt, der ihn um Hilfe bittet. Jasper Jones hat in Corrigan einen grauenhaften Ruf. Er ist ein Dieb, ein Lügner, ein Schläger und ein Schulschwänzer. Er ist faul und unzuverlässig. Jetzt fragt sich Charlie wofür Jasper Jones ihn braucht und schleicht sich dennoch aus dem Haus. Sie laufen durch den australischen Busch zu einer geheimen Lichtung. Dort wird Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. An einem gewaltigen Baum hängt an einem Seil ein totes Mädchen im Spitzennachthemd. Laura Wishart. Die Lichtung ist Jaspers geheimer Ort und das Seil gehört auch ihm. Laura hat sich öfters mit ihm getroffen. Jasper bittet Charlie ihm zu helfen. Zur Polizei können sie nicht gehen, die würden Jasper sofort verdächtigen. Dieser verdächtigt jedoch den unheimlichen Jack Lionel. Jasper und Charlie lassen die Leiche von Laura verschwinden. Sie wollen außerdem herausfinden, wer für ihren Tod verantwortlich ist. Es beginnt eine Suchaktion nach Laura. Charly versucht sein Wissen vor seinem Vater zu verheimlichen, seine Mutter ist z.Zt. unausstehlich. Charly ist ständig mit seinem Freund Jeffery Lu unterwegs, sie spielen Cricket oder er trifft sich mit Jasper Jones. Außerdem ist er noch in Eliza Wishart verliebt, die Schwester der toten Laura. Es geht in diesem Buch auch um Rassismus, Hass, Lügen und Gerüchte. Er lernt Jack Lionel kennen und wer dieser wirklich ist. Und eines Tages erfährt er die Wahrheit über Lauras Tod. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben. Mir hat es gut gefallen. Sehr traurig als Jeffrey's Famillie Opfer von Rassismus wird und als Charly die Wahrheit über Lauras Tod erfährt. Sehr gut gefallen hat mir aber dann aber auch die Stelle mit den Pfirsichen von Jack Lionel.

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  • Rezension zu "Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey

    Wer hat Angst vor Jasper Jones?

    BianFox

    17. November 2012 um 07:42

    Inhalt: Charlie wird eines Nachts von Jasper Jones aus dem Schlaf gerissen. Er steht mitten in seinem Garten, um Hilfe bittend und mit der Aufforderung, ihm zu folgen. So wird Charlie durch die Straßen Corrigans hin zu einer Lichtung mitten im Wald geführt. Und da erblickt er Laura, tot, am Baum hängend. Obwohl er Jasper leiden kann, weil er ein Außenseiter ist wie er, ist Charlies erster Verdacht, er habe sie umgebracht. Doch Jasper betäuert seine Unschuld. Was tun? Zur Polizei gehen? Dann wäre Jasper, der ohnehin in der Stadt als Dieb, Lügner, Schläger und Schulschwänzer gilt, der erste Verdächtige, zum es seine Lichtung ist und sein Seil, an dem Laura hängt. Jasper hat einen anderen Plan gefasst: Laura muss verschwinden, im See, und er und Charlie müssen herausfinden, wer Jasper den Mord anhängen wollte. Jasper glaubt, der irre Jack Lionel, der schon einmal eine junge Frau umgebracht hat, könnte es gewesen sein. Jetzt fehlen nur noch die Beweise … Bewertung: Dieser Roman ist kaum in Worte zu fassen. Schon bei der Einordnung in ein gängiges Genre gerate ich an meine Grenzen. Die ersten Seiten lassen einen Thriller vermuten, doch das wird dem Roman bei Weitem nicht gerecht: Vielmehr ist er eine Komposition vieler Themen: Tod, Trauer, Gewalt, Betrug, Rassismus und Unmenschlichkeit, aber auch Themen wie Freundschaft und erste Liebe sind vertreten. Wer jetzt glauben mag, dass man so vielen Themen in einem Roman kaum gerecht werden kann, der wird hier eines Besseren belehrt werden. Vielmehr vermag Silvey zum Beispiel auf so tiefgründige und ergreifende Weise den Rassismus im kleinen Städtchen Corrigan darzustellen, dass es mir schauderte. Und jede Hauptfigur setzt sich auf ihre Art und Weise mit diesem Thema auseinander. Besonders sei hier Charlies Freund Jeffrey hervorgehoben, der eine ganz spezielle Art gefunden hat, sich diesem Hass entgegenzustellen. (Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden). Oft denken die Hauptpersonen auch über die Welt und die Ungerechtigkeit darin nach. Hier beweist Silvey philosophisches Geschick und eine Sensibilität für das große Ganze: Was ist das für eine lausige Welt? War sie schon immer so, oder ist ihr in den letzten Tagen das Fundament weggebrochen? War sie schon immer so ungerecht? Was sorgt dafür, dass sich die Waagschale derartig absenkt? (S. 170) An vielen Stellen des Romans finden sich tiefgründige Gespräche vorallem zwischen Jasper und Charlie, die mich berührt und zum Nachdenken angeregt haben. Besonders hier fällt mir die Schönheit der Sprache auf, die Silvey benutzt. Hier soll nur ein Beispiel genannt werden: Mir wird klar, dass es ein gutes Wort ist, das von guten Menschen gebraucht wird. Niemand ist ganz und gar rechtschaffen, niemand entgeht dem schleichenden Fluch. In jeder Geschichte werden die Figuren zwischen Gut und Böse hin- und hergezogen, zwischen richtig und falsch. Doch es sind die Guten, die den Unterschied erkennen, die wissen, wann sie die Grenze überschritten haben. Und es ist eine schwere und demütigende Geste, die eigene Schuld anzuerkennen und Fehler zuzugeben. Man braucht Mut, es auszusprechen und auch so zu meinen. Um VERZEIHUNG zu bitten. (S. 273) Doch der Roman hat noch viel mehr zu bieten: Unvergessen ist die Diskussion zwischen Charlie und Jeffrey, in der sie darüber streiten, ob nun Batman oder Spiderman der wahre Superheld ist. So wie diese Szene haben mich viele weitere herzhaft lachen lassen. Und gerade Charlies Angst vor Insekten bietet immer wieder das Fundament einer komischen Szene oder eines lustigen Dialoges, wie dieser hier: “Na gut. Ich hole den Ball. Ich biete den Insekten die Stirn.” Jeffey stapft theatralisch hinüber und redet dabei mit sich selbst. “Wird unserem kühnen Helden gelingen zurückzukehren? Oder werden ihn die Heerscharen gefährlicher Marienkäfer niedermachen?” “Halt die Klappe, du Spinner. Er ist links von dir gelandet.” (S. 157) All diese Facetten, all diese Themen und Gespräche fügen sich zu einem stimmigen Roman zusammen, in dessen Zentrum weiterhin der Tod Lauras steht. Hier tun sich im Laufe der Handlung immer wieder neue Abgründe auf. Oft geschieht Unvorhersehbares, sodass mir bis zur Auflösung nicht bewusst war, was nun genau geschehen ist. Fazit: Was bleibt mir zum Schluss anderes zu sagen: Dieser Roman sollte gelesen werden! Er überzeugt durch seine Themen, seinen Schreibstil, seine überraschenden Wendungen, seinen Witz und durch seine Tiefgründigkeit. Ich bin Fan und ich hoffe, dieser Roman wird noch viele weitere Fans dazugewinnen, denn verdient hat er es allemal.

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