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amay

vor 2 Jahren

(7)

Marina und Em – zwei Mädchen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Und doch sind sie ein- und dieselbe Person. Während Marina ihr Leben in einem noblen Washingtoner Stadtteil verbringt und ihre größten Sorgen aus ihrer unerwiderten Liebe zu ihrem besten Freund und ihrem gesellschaftlichen Status bestehen, ist Em seit Jahren auf der Flucht und fristet nun ihr Dasein allein in einer kargen, kleinen Gefängniszelle, wo sie regelmäßig verhört wird. Doch sie gibt nicht auf. Heimlich plant sie ihre Flucht, denn um zu verhindern, dass das Leben vieler Menschen zerstört wird, muss sie zusammen mit ihrem Freund Finn unbedingt zurück in die Vergangenheit. Sie muss verhindern, dass Cassandra, die Zeitmaschine, gebaut wird. Doch um dies zu erreichen, muss sie jemanden töten, der ihr sehr nahe steht…

Als echter Fan von Zeitreise-Romanen, war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis „Zeitsplitter – Die Jägerin“ auch in meinem Bücherregal landete. Und obwohl es in diesem Buch mal nicht in lang vergangene Jahrhunderte geht, wie ich es sonst bevorzuge, sondern sich die Handlung innerhalb von vier Jahren abspielt, konnte es mich dennoch packen. Cristin Terills Schreibstil lässt sich angenehm leicht lesen. Die Sätze sind größtenteils kurz gehalten, was jedoch das Tempo der Handlung sehr gut unterstreicht, wie ich finde.
Erzählt wird die Geschichte im Wechsel jeweils aus der Sicht von Em und Marina. Hierbei verwendet Cristin Terill das Präsens, so dass man noch etwas mehr das Gefühl bekommt, das Gelesene gerade hautnah mitzuerleben. Dabei schafft es die Autorin prima zwei vollkommen unterschiedliche Handlungsstränge gekonnt miteinander zu verbinden, ohne sich in grobe Logikfehler zu verstricken.
Die Charaktere waren allesamt sehr liebevoll ausgearbeitet und ich fand es einfach toll, mitzuerleben, wie sie sich im Laufe der vier Jahre verändert haben. Mit Marina konnte ich anfangs wenig anfangen. Sie kam rüber wie ein unsicheres, aber verwöhntes Mädchen und war mir nicht wirklich sympathisch. Aber im Laufe der Geschichte änderte sich das allmählich. Als Em hingegen mochte ich sie sofort. Das zwischendurch Erlebte ließ aus ihr eine taffe, junge Frau werden, die verbissen kämpft und versucht, das Geschehene rückgängig zu machen bzw. zu verhindern. Dabei vergisst sie jedoch nie die Gefühle, die sie früher hegte, und so fällt es ihr schwer, ihren Auftrag auszuführen. Eine kleine Schwäche, die sie für mich zu einer tollen Protagonistin macht.
Finn habe ich direkt ins Herz geschlossen. Er war mein absoluter Liebling in diesem Buch. Als einziger Kontakt während ihrer Flucht und der Gefangenschaft (wenn auch nur durch Zellenwände), bietet er Em großen Halt und zaubert ihr (und mir) auch in ernsten Situationen mit diversen flotten Sprüchen immer mal wieder ein Lächeln aufs Gesicht.
Auch James war mir direkt sympathisch. James ist der gut aussehende, „nette Nerd von Nebenan“ und Marinas bester Freund. Er vergräbt sich oft in seinen Forschungen und lässt nur selten Menschen an sich heran. Einzig Finn zählt noch zu seinem Freundeskreis.

Das Cover finde ich sehr hübsch und passend gestaltet. Es zeigt gespiegelt zweimal dasselbe Mädchengesicht. Durch die Farbunterschiede sollen sicher die Unterschiede zwischen Marina und Em verdeutlicht werden.

„Zeitsplitter – Die Jägerin“ ist ein absolut gelungener Auftakt dieser Reihe! Ein spannendes Zeitreiseabenteuer, das durch tolle Charaktere und eine temporeiche, gut durchdachte  Geschichte besticht. Eine absolute Leseempfehlung für Fans von Zeitreise- und Abenteuergeschichten. Ich hoffe noch immer auf einen zweiten Teil. Spannen

Autor: Cristin Terrill
Buch: Zeitsplitter
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