Die Insel der Zitronenblüten

von Cristina Campos 
4,0 Sterne bei25 Bewertungen
Die Insel der Zitronenblüten
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Positiv (20):
Magicsunsets avatar

Ein spannender Familienroman mit dem Duft von frischem Brot, Zitronenkuchen und Mallirca.

Kritisch (4):
UlliAnnas avatar

Endlich habe ich es geschafft dieses Buch zu lesen! Viel zu viele Themen und Probleme dieser Welt in einem Buch!

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Inhaltsangabe zu "Die Insel der Zitronenblüten"

Eine kleine Bäckerei auf Mallorca, der Duft des Sommers und ein geheimnisvolles Erbe …

Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734104336
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:19.03.2018

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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor einem Monat
    Kurzmeinung: Ein spannender Familienroman mit dem Duft von frischem Brot, Zitronenkuchen und Mallirca.
    Ein Familienroman mit dem Duft Mallorcas


    "Ein unmöglicher Traum, den sie jeden Tag fütterte wie einen kleinen Fisch im Goldfischglas" (Zitat Seite 192)

    Inhalt:
    Marina, 45 Jahre alt, arbeitet als Ärztin in der Entwicklungshilfe. Als sie 14 Jahre alt war, hat sie Mallorca, wo sie geboren und aufgewachsen ist, verlassen, während ihre Schwester Anna auf der Insel geblieben ist. Nach einem heftigen Streit mit Annas Ehemann haben die Schwestern kaum mehr Kontakt. Jetzt haben sie gemeinsam eine Bäckerei in Valdemossa geerbt - von einer Frau, die sie nicht kennen. Dieses Rätsel will Marina lösen. Während sie entscheiden, was mit der Bäckerei geschehen soll, beginnt sie, Brot zu backen, da sie sich dem Zauber und Geheimnis um diese alte Bäckerei nicht entziehen kann.

    Thema und Genre:
    Ein Familienroman,der auf Mallorca spielt. Themen sind Tradition, Familie un Familiengeheimnisse, sowie die Frage nach den eigenen Wurzeln.

    Charaktere:
    Marina ist eine starke, eigenverantwortliche Frau, eine einfühlsame Ärztin. Anna dagegen geht den Weg, der ihr von ihrer strengen Mutter vorgegeben wurde und lebt seit vielen Jahren in einer unglücklichen Ehe. Alle Charaktere, besonders auch die Bewohner von Valdemossa, sind sehr gut und lebendig beschrieben.

    Handlung und Sprache:
    Die Handlung wird durch Rückblenden unterbrochen, was den Einstieg in die Geschichte etwas verwirrend gestaltet. Die flüssige Sprache führt die Leserin durch spannende Ereignisse, Rückschläge und Verluste, liest sich angenehm und die Beschreibungen des Alltagslebens auf Mallorca abseits der Ballermann-Touristik wecken Sehnsucht nach dieser wunderschönen Insel.

    Fazit:
    Ein Familienroman mit dem Duft von frischem Brot und Mallorca, ein spannender Wohlfühlroman für Frauen.



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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Überraschend vielschichtiger Roman über zwei Schwestern und ihre unterschiedlichen Leben - sehr atmosphärisch auf Mallorca
    Überraschend vielschichtiger Roman über zwei Schwestern und ihre unterschiedlichen Leben

    Marina arbeitet als Ärztin ohne Grenzen und ist gerade in Äthiopien, als sie erfährt, dass sie zusammen mit ihrer Schwester Anna ein Anwesen auf Mallorca - eine Mühle mit Bäckerei - geerbt hat. Sie selbst hat Mallorca vor vierzehn Jahren endgültig den Rücken gekehrt, nachdem es mit ihrem Schwager zu einem Eklat gekommen war. Nun reist sie zurück in ihre Heimat, um das Erbe abzuwickeln und trifft nach der langen Zeit zum ersten Mal wieder auf den verbliebenen Teil ihrer Familie. 

    Weder Anna noch sie wissen, warum die fremde Frau ihr gesamtes Hab und Gut an sie vererbt hat. Im Grundbuchauszug ist nur ersichtlich, dass ihrer Großmutter bis zu ihrem Tod 10 % des Anwesens in Valldemossa gehört hatten. 

    Anna und ihr Ehemann Armando stehen nach einer Fehlinvestition in Panama vor dem Ruin und sind auf den Verkauf der Immobilie angewiesen. Vor Ort verschiebt Marina die Entscheidung und verweigert ihre Zustimmung, da sie zunächst herausfinden möchte, wer María Dolores Molí Carmona, die rassige Lola, war und in welchem Verhältnis sie zu ihnen gestanden haben könnte. Zusammen mit Lolas Freundin Catalina nimmt sie die Bäckerei wieder in Betrieb und backt die traditionellen mallorquinischen Rezepte, die sie noch von ihrer Großmutter kennt. 

    Marina versucht dem Geheimnis des Erbes auf die Spur zu kommen, auch wenn - oder gerade weil - Catalina sie bittet, die Vergangenheit und Lola in Frieden ruhen zu lassen und reflektiert dabei ihr eigenes Leben, ihre Tätigkeit als Ärztin ohne Grenzen und ihre Beziehung zu Mathias, der gerade als Entwicklungshelfer auf Haiti ist. 

    Anders als Cover und Titel suggerieren, ist "Die Insel der Zitronenblüten" kein unbeschwerter Sommerroman, sondern ein vielschichtiger Roman über zwei Schwestern, die sich neu kennenlernen und mit 46 bzw. 49 Jahren ihrem Leben eine andere Richtung geben. 

    Marina und Anna sind völlig unterschiedliche Frauen. Die jüngere Marina ist tougher, intelligenter und hat ihr Leben bisher ganz ihrer Tätigkeit als Ärztin ohne Grenzen gewidmet. Sie ist nie sesshaft geworden, hat sich enger an einen Ort oder einen Mann binden können, auch wenn es schon Überlegungen gegeben hatte, zusammen mit Mathias eine Penthouse Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg zu kaufen. 

    Anna ist dagegen eine oberflächlichere Person, für die Luxus und das Wahren des äußeren Scheins wichtig sind. Ihre erste, wahre Liebe Antonio hat sie ziehen lassen und stattdessen später den raffgierigen Spekulanten Armando geheiratet, mit dem sie eine 14-jährige Tochter hat, die nicht ihren Vorstellungen eines weiblichen Mädchens entspricht. 

    Der Roman behandelt neben der Beziehung der Schwester und dem Erbe noch weitere Themen wie die Armut in Entwicklungsländern, die Situation von Waisenkindern, das Leben von Hausangestellten fernab ihrer Heimat, Schwierigkeiten einer Auslandsadoption, Krankheit und Tod, aber auch das überschaubare Leben auf einer Insel, bei dem jede Abweichung von der Norm sofort auffällt sowie Rezepte und das traditionelle Bäckerhandwerk - so viele Themen, dass es schwierig wird, einen roten Faden zu erkennen, denn das Geheimnis um das Erbe tritt damit in den Hintergrund.

    Der Roman ist überraschend tiefgängig und hat mich auch aufgrund der anschaulichen Beschreibung der balearischen Insel, so dass man sich selbst wünscht, auf Mallorca zu sein, gut unterhalten. Die Zweifel der Charaktere an ihren Lebenswegen und die Schwierigkeit jedes einzelnen, seinen Platz im Leben zu finden, sind nachvollziehbar beschrieben. Es ist nicht vorhersehbar, wie sich Anna und Marina entscheiden werden, sei es in Bezug auf die Beziehungen zu ihren Partnern oder in Bezug auf das Erbe. Spannung wird durch die Neugier darauf aufrechterhalten, wer die Bäckerin Lola eigentlich war und weshalb sie ausgerechnet den ungleichen Schwestern ihr Millionenvermögen vermacht hat. Durch die persönlichen Schicksale von Anna und Marina sorgt die Autorin zusätzlich für Dramatik. 

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    Klusis avatar
    Klusivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungenes Debüt, wenn der Roman auch die Leichtigkeit, die das Cover vermittelt, etwas vermissen lässt.
    Die Insel der Zitronenblüten

    Der Eindruck von Leichtigkeit, Urlaub und Sommerfreude, der entsteht, wenn man das Cover betrachtet, täuscht, denn der Roman ist recht problembeladen. Es geht um die ungleichen Schwestern Marina und Anna. Während Marina ihre Heimat Mallorca schon früh verließ und in verschiedenen Ländern für "Ärzte ohne Grenzen" tätig war, hat Anna einen Mann geheiratet, für den das Geld an erster Stelle steht. Dafür scheut Armando auch nicht vor krummen Touren zurück. Anna scheint er nicht wirklich für voll zu nehmen, und seiner Schwägerin gegenüber benimmt er sich unfreundlich und manchmal schon beleidigend, denn Marina lässt sich nichts von ihm vormachen. Marina mochte ich von Anfang an, während ich mit Anna oft meine Schwierigkeiten hatte, denn vor allem zu Beginn benimmt sie sich sehr angepasst und oberflächlich, möchte ihrem Mann um jeden Preis gefallen und mimt das Luxusweibchen. Dabei erfüllt sie so ziemlich alle Klischees, die einem beim Gedanken an eine gelangweilte Hausfrau der besseren Gesellschaft einfallen.

    Als die beiden Schwestern ein altes Haus mit Bäckerei von einer Unbekannten erben, erwacht Marinas Neugier. Während Armando alles daran setzt, die Schwestern zu einem raschen Verkauf des Anwesens zu überreden, möchte Marina unbedingt herausfinden, was es mit der Erbschaft auf sich hat. Sie lässt sich im Dorf nieder und öffnet die kleine Bäckerei. Die Anwohner begegnen ihr freundlich aber schweigsam. So sehr sie sich auch bemüht, keiner lüftet das Geheimnis um die verstorbene Lola und ihren Nachlass. Marina entdeckt einige rätselhafte Dinge, die sie nicht versteht und die in irgend einem Zusammenhang mit der Erbschaft stehen müssen, aber sie kann sich keinen Reim darauf machen. Während sie die Spuren der Vergangenheit verfolgt und das Rästel um die geheimnisvolle Erbschaft lösen möchte, gibt es weitere Probleme. Da geht es um eine kleine Waise in Äthiopien, die mit Hilfe Marinas und ihres Geliebten Mathias das Licht der Welt erblickt hatte, da geht es um eine schwere Krankheit und um das Wiederfinden einer alten Liebe.

    Der Roman ist flüssig geschrieben und kann mit interessanten Themen aufwarten. Die Charaktere, ganz gleich ob die sympathischen oder auch die weniger sympathischen, hat die Autorin ausdrucksstark und plastisch gezeichnet. Anfangs hatte ich mit den vielen Gedankensprüngen ein paar kleine Probleme. Die Rückblicke zu ganz verschiedenen Zeiten in der Vergangenheit waren manchmal nicht problemlos einzuordnen, und ich habe eine Weile gebraucht, mich an die ständigen Wechsel zu gewöhnen. Aber letztendlich hat sich alles gefügt und war auch schlüssig dargelegt. Das Flair der Insel Valldemossa, welches das Coverbild eigentlich recht gut widerspiegelt, kommt in der Geschichte meiner Meinung nach nur ansatzweise zur Geltung. Alles in allem ist Cristina Campos' Debüt jedoch durchaus gut gelungen und sehr lesenswert.

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    RoRezeptes avatar
    RoRezeptevor 3 Monaten
    Kurzmeinung: "Das Leben ist nun einmal nicht so, wie wir es gerne hätten, sondern so, wie es eben ist."
    Schöne Geschichte, aber zu langatmige und verwirrende Umsetzung

    Anna und Marina Vega de Vilallonga erben von einer unbekannten Frau eine Bäckerei samt Mühle im Dorf Valldemossa auf Mallorca. Die beiden bis dahin zerstrittenen Schwestern werden sich nach mehreren Jahrzehnten das erste Mal wieder sehen. Doch zuerst gibt die Autorin Cristina Campos Einblick in die jeweiligen Leben der beiden Frauen.

    Anna, mittlerweile 50 Jahre und Mutter einer pubertierenden Tochter, lebt mit ihrem Mann Armando in der elterlichen Villa ohne großartigen persönlichen Perspektiven und erdrückenden Schuldenlasten, nach dem die kleine Familie Jahrzehnte lang in Reichtum lebten. Aber Anna lebte schon immer ganz nach dem Motto "Sehen, Hören und Schweigen" und erduldete jede Bestimmung über ihr Leben.

    "Das Leben ist nun einmal nicht so, wie wir es gerne hätten, sondern so, wie es eben ist."

    Marina, die kleinere Schwester, bekam die Möglichkeit zu studieren und lebte seit 3 Jahren mit ihrem Lebensabschnittsgefährten Matthias in Äthiopien. Gemeinsam arbeiten sie als Entwicklungshelfer bei Ärzte ohne Grenzen bis die Geburt eines äthiopischen Mädchen Marinas Herz berührte, nachdem ihr Mutterinstinkt eigentlich bereits verstarb.

    Ein spontanes Erbe einer unbekannten Frau lässt Marina nun nach Mallorca zurückfliegen. Auch wenn keiner, besonders Armando, nicht damit gerechnet hat, möchte Marina die Bäckerei vorerst nicht verkaufen. Sie fühlt sich mit den Räumlichkeiten verbunden und möchte herausfinden, wer die spendable Frau María Delores Moli war. Im weiteren Verlauf finden wir eine Mischung aus "Rückkehr in die Heimat", dem"Ankommen und Verarbeiten" und den Aufbau der Bäckerei sowie Freunde und Nachbarn, die zu Familie werden. Auch Anna und ihre Tochter werden immer mehr ein Teil davon, blühen auf und Anna fängt an, auch einmal an sich zu denken.

    "»Zuhause ist dort, wo man erwartet wird.«"

    Der Anfang des Romans war für mich ein wenig schwierig. Der Epilog verwirrte mich so sehr, dass ich die ersten Kapitel zur Erholung und Findung brauchte. Leider muss ich auch erwähnen, dass für mich das Buch an einigen Stellen viel zu langatmig war - die über 400 Seiten zogen sich. Den Epilog hatte ich bereits wieder vergessen, sodass das Ende wieder spannend aber leider viel zu überraschend und schnell zu Ende erzählt war.

    "Zum Brotbacken brauch man Zeit, Liebe und Stille."

    Besonders hat mir die innere Verbundenheit der Schwestern gefallen, welche trotz des Streites immer für den anderen da waren. Zusätzlich konnte der Leser mehr über Insel, das damalige Leben und über das Backen mit Händen erfahren. Wir erfuhren auch einiges Äthiopien und über Ärzte ohne Grenzen. Die Geschichte der zwei Schwestern und der unbekannten Frau ist gut überlegt, sodass Lesespaß garantiert ist.

    Die Rezepte aus Die Insel der Zitronenblüten findet ihr unter www.rorezepte.com & http://rorezepte.com/die-insel-der-zitronenblueten-cristina-campos

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    Yvonne23vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: +++Super schöne Sommergeschichte+++
    Die Insel der Zitronenblüten

    Titel: Die Insel der Zitronenblüten


    Autorin: Cristina Campos


    Verlag: Blanvalet


    Seiten: 445 Seiten


    Preis: 9.99 Euro



    Klappentext:


    Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändert

    wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer

    Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen die kleine Bäckerrei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem duft von Zitronenbrot nicht wiederstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie dabon ab - ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden....




    Meinung:


    Das Buchcover hat mir verraten das es eine tolle Sommergeschichte sein muss... und es hat mich kein Stück enttäuscht.... von den ersten Seiten an war ich verzaubert von der Geschichte und habe schon lange nicht mehr so schnell ein Buch in der Abendsonne gelesen....

    Die Autorin hat den Roman flüssig und fesselnd geschrieben und genau sowas liebe ich an ein schönen Buch wenn man mich schafft zu packen und genau das ist hier passiert... also für die die noch ein tolles Urlaubsbuch suchen holt es euch..... es ist eine Familiengeschichte mit einem großen Geheimnis......

    Die Geschichte bekommt 5 von 5 Sterne

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    Hobbylesenvor 5 Monaten
    So gar kein Sommerroman auf Mallorca

    Da ich im Frühjahr mal wieder auf Mallorca war und u.a. auch Valldemossa kenne, freute ich mich sehr auf dieses Buch. "Eine kleine Bäckerei auf Mallorca. Der Duft des Sommers und ein geheimnisvolles Erbe..." so lautet der Text auf der Rückseite des Buches. Ich erwartete einen schönen Sommerroman, tolle Landschaftsbeschreibungen und den Flair des Südens. Doch weit gefehlt. Die Geschichte konnte nicht fesseln, die Charaktere waren flach und unsympathisch und ich hatte nicht wirklich Lust dem geheimnisvollen Erbe auf die Spur zu kommen... 


    Kommentare: 2
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    pezis_wonderful_worlds avatar
    pezis_wonderful_worldvor 6 Monaten
    Ein Sommerroman ohne mediterranes Flair für Nicht-Träumer

    "Als Marina von ihrem Erbe erfährt ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab - ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden..."

    Ein Klappentext der einen ganz schön in die Irre führt. Hier wird einem eine leichte Sommergeschichte suggeriert, die aber in Wirklichkeit ganz schön tragisch ist. Es kam eher so rüber als hätte die Autorin hier zwei Geschichten in eine vermischt. Einerseits die Erbschaft auf Mallorca und das damit verbundene "sein Glück finden wollen" und andererseits eine Erzählung über das Leid und die Not in Afrika bei dem ganz viel Weltschmerz vermittelt wird.

    Es gibt lange Passagen über die Brutalität auf der Welt, wenn es dann aber um die Schönheit der Insel Mallorca geht wird man mit ein paar Worten abgefertigt. Es entsteht nie das Gefühl wirklich auf der Insel zu sein und in die Atmosphäre einzutauchen. Der Leser macht immer wieder unverhoffte Zeitsprünge die zum größten Teil unnötig und für die Handlung irrelevant sind. 

    Wer sich eine schöne Sommerlektüre wünscht ist hier falsch. Die Grundidee ist toll aber die Umsetzung nicht geglückt - schade!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Monaten
    Wunderschön aber auch sehr traurig


    Meine Meinung:
    In jungen Jahren verläßt Marina ihre Heimat Mallorca, brach den Kontakt zu ihrer Schwester ab und wollte eigentlich nie mehr nach Hause zurückkehren.
    Doch da erben die beiden von einer unbekannten Frau namens Lola die kleine Bäckerei in Valdemossa samt Mühle.
    Marina läßt es keine Ruhe, warum soll eine fremde Frau ihnen einen so wertvollen Besitz vererben und beginnt nachzuforschen. Doch die Bewohner sind zwar voll des Lobes für Lola, wollen aber nicht mehr über sie verraten.....

    So wunderschön wie das Cover, am liebsten würde ich in diesem Gäschen spazierengehen, fand ich auch die Geschichte.
    Cristina Campos bietet uns so viel mehr, als der Klappentext vermuten läßt. Es gibt soviele Geschichten in der Geschichte.
    Wir lernen die beiden Schwestern kennen, die sehr unterschiedlich sind. Marina ist sehr selbstständig und arbeitet bei Ärzte ohne Grenzen. Hier wird ihr alles abverlangt und ich kann sie nur bewundern, wie sie mit ihrem Freund Mathias alle Einsätze bestreitet.
    Anna ist eher zurückhaltend, hat in Armando einen sehr jähzornigen und raffgierigen Ehemann, der sie auch noch nach seinen Vorstellungen geformt hat.
    In Rückblicken dürfen wir an dem Leben der beiden Schwestern teilhaben, wie sie noch klein waren, wie jede ihren Partner kennengelernt hat und wie deren Leben nach ihrer Trennung weiterverlaufen ist.
    Alle Protagonisten sind sehr lebendig gestaltet und durch den bildhaften Schreibstil, der einem die Schönheit des Landes nahebringt und auch deren Einwohner, hat man das Gefühl, selber Teil der Geschichte zu sein.
    Man kann so richtig schön in der Geschichte versinken, die auch sehr traurig ist und richtig Tiefe hat. Ich konnte auch Marinas Zweifel sehr gut nachvollziehen, ob sie die Mühle verkaufen oder behalten soll. Ich habe die Stunden in der Backstube sehr genossen und kann das Zitronenbrot richtig auf meiner Zunge schmecken.
    Für mich ein rundum gelungenes Buch, das mir schöne Lesestunden geschenkt hat und daher auch 5 Sterne verdient hat.

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    AngiFs avatar
    AngiFvor 6 Monaten
    Schwestern

    Die 45jährige Marina arbeitet bei der Organisation Ärzte ohne Grenzen, sie ist in ihrem dritten Jahr in Äthiopien und Eritrea eingesetzt, als sie eine Nachricht ihrer Schwester Anna erreicht. Die beiden Schwestern haben eine Bäckerei geerbt. Also macht sich Marina auf den Weg in ihre alte Heimat , nach Mallorca. Nur dass sie diese gar nicht mehr als Heimat betrachtet. Denn bereits als Teenager hat sie die Insel verlassen und seit dem ein nomaden-artiges Leben geführt. Noch unter den Einflüssen der letzten Arbeitstage stehend setzt Marina von Barcelona über nach Mallorca und wird von neuen Einflüssen wie Flashbacks aus ihrer Vergangenheit konfrontiert. Ihre Schwester Anna sieht inzwischen aufgeregt der Ankunft ihrer Schwester entgegen.


    Völlig fasziniert lese ich dieses Buch, mit ihrem Schreibstil zieht mich die Autorin völlig in ihren Bann. Obwohl ich nur kurz hinein stöbern wollte, kann ich nicht mehr aufhören zu lesen. Voller Gefühle erzählt Cristina Campos die Geschichten starker Frauen, tiefer Familienbunde und außerordentlicher Freundschaften. Eindringlich mit wunderbarem Gespür für Kleinigkeiten und ebenso große Situationen und in herrlicher Sprache (herzlichen Dank auch an Michaela Meßner für die gelungene Übersetzung). Die Figuren sind mit viel Liebe angelegt. Zudem strotzt das Buch vor wunderbaren Landschaftsbeschreibungen und erzählt von den unterschiedlichsten Lebensweisen, mit denen mich die Autroin ganz besonders berühren kann.


    Meine Bewertung: fünf von fünf möglichen Sternen und eine absolute Leseempfehlung. Mit ihrem Debütroman „Die Insel der Zitronenblüten“ beweist Cristina Campos welch außerordentliche Geschichtenerzählerin in ihr steckt und mit welch unglaublicher Inbrunst und Warmherzigkeit für die Story selbst und für ihre Charaktere sie diese an uns Leser weiter geben kann. Valldemossa, das malerische Städtchen im Nordwesten der Insel Mallorca liegend, ist der Hauptschauplatz des Romans und ich bekomme direkt Lust, ihn wieder einmal zu besuchen. Ganz nebenbei sind den Kapiteln herrliche Rezepte vorangestellt, die Inspiration und Einladung sind, sie auszuprobieren.

    https://angisbuecherkiste.blogspot.se/2018/05/die-insel-der-zitronenbluten-von.html

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    Krimines avatar
    Kriminevor 6 Monaten
    Ein gefühlvoller Roman, der von seinen Gegensätzen lebt.

    Die spanische Ärztin Marina ist gemeinsam mit ihrem deutschen Freund Mathias in Äthiopien unterwegs, wo sie für die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ tätig ist. Ein Einsatz, der ihr viel abverlangt, sie aber gleichzeitig sehr glücklich macht. Deshalb fällt es Marina auch unheimlich schwer, in ihre Heimat zurückzukehren, wo sie gemeinsam mit ihrer Schwester Anna das Erbe einer Unbekannten antreten soll. Doch kaum ist Marina dort angekommen, verliebt sie sich in die alte Bäckerei und plötzlich kann sie dem Duft des Zitronenbrotes nicht widerstehen, während sie einem alten Familiengeheimnis auf die Schliche kommt.

    "Die Insel der Zitronenblüten" ist das Romandebüt der aus Barcelona stammenden Castingagentin Christina Campos, die neben ihrer Arbeit für Film und Fernsehen leidenschaftlich gerne schreibt. Mit ihrer Geschichte um die engagierte Ärztin Marina, die nach einer Erbschaft ihre Liebe fürs Backen entdeckt, gelingt es ihr, einen anfänglich sehr ernsten und bewegenden, später dann aber eher unterhaltsamen Familienroman zu Papier zu bringen. Dabei sind es vor allem die Schilderungen über ihre Arbeit in Äthiopien und der ständige Kampf gegen Armut und Elend, der betroffen macht, während die Aufarbeitung der Familiengeschichte in Mallorca angenehm leicht und ein wenig geheimnisvoll in Erscheinung tritt.

    Die Figuren selbst sind sehr gegensätzlich. So lernt der Leser zum einen Marina und Mathias kennen, die ein karges Leben in Kauf nehmen, um den Ärmsten der Welt medizinische Hilfe zu bieten. Und zum anderen trifft er auf Anna und ihren Mann Armando, die sehr oberflächlich sind und sich nur über ihren äußeren Schein und ihre Besitztümer definieren. Kein Wunder also, dass es zu Reibereien kommt, als sich die beiden Schwester nach Jahren der Funkstille wiedersehen und über die Verwendung des erhaltenen Erbes entscheiden müssen. Ein Konflikt, der authentisch geschildert ist und dazu führt, dass Marina und Anna einander näherkommen.

    Fazit:
    Ein gefühlvoller Roman, der von seinen Gegensätzen lebt und neben einigem Tiefgang auch eine gewisse Leichtigkeit besitzt.

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