Cristina De Stefano

 4.7 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Skandalös und Oriana Fallaci.

Lebenslauf von Cristina De Stefano

Cristina De Stefano ist Journalistin und Autorin. Sie lebt in Paris und arbeitet als Literaturscout für große Verlage auf der ganzen Welt. Für ihre Biographie über die 2006 verstorbene italienische Journalistin Oriana Fallaci erhielt sie große Anerkennung.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Skandalös

 (6)
Neu erschienen am 13.01.2020 als Taschenbuch bei btb.

Alle Bücher von Cristina De Stefano

Cover des Buches Skandalös (ISBN:9783442718047)

Skandalös

 (6)
Erschienen am 13.01.2020
Cover des Buches Oriana Fallaci (ISBN:9783442714162)

Oriana Fallaci

 (1)
Erschienen am 12.09.2016

Neue Rezensionen zu Cristina De Stefano

Neu
B

Rezension zu "Skandalös" von Cristina De Stefano

inspirierende Persönlichkeiten
Buecheraktevor 3 Tagen

Cover: Das Cover ist simpel, aber effektiv gestaltet. Vier der im Buch behandelten Frauen sind in schwarz-weiß Bildern abgebildet und das Rot des Titel erfühlt seine geplante Signalwirkung.

Inhalt: Im Buch sind 20 Kurzbiografien (max. 8 Seiten) von Frauen die im 20. Jahrhundert entgegen der gesellschaftlichen Konventionen ihr Leben gestalten und die auf ihre ganz eigene Weise dadurch Skandale verursachten.

Fazit: Das Buch, bzw. die darin porträtierten Frauen, haben mich sehr schnell in ihren Bann gezogen, ich war fasziniert und habe immer wieder kleine „Grübel-“Pausen“ einlegen müssen. So sehr ich die Frauen in mancherlei Hinsicht bewundert habe und kopfschüttelnd über die damalige Gesellschaft nachgedacht habe, so sehr war ich auch traurig über einige ihre Geschichten, was man ihnen angetan hat. Keine der Frauen ist perfekt, keine von ihnen eine Heilige. Sie haben Fehler gemacht, teilweise einige die ich gar nicht verstehen kann. Ich kannte im Vorfeld zugegebenermaßen nicht viele der Frauen, doch für einige von ihnen habe ich mich erwärmt und würde gerne mehr erfahren um die Hintergründe ihres Handelns genauer verstehen zu können und um einfach mehr über ihre faszinierende Geschichte zu erfahren. Die (Kurz-) Biografien im Buch stehen alle für sich, das gewählte Layout hebt dies deutlich hervor. Es beginnt immer mit dem Namen, diese, folgt eine individuelle Fotografie und dann der Text kurz und prägnant. Der Schreibstil wirkte sehr sachlich und lässt sehr viel Raum selbst zu entscheiden über welche Aspekte man nachdenken möchte, über was man mehr wissen will und was man als nicht so relevant ansieht. Nun, was mich zugegebenermaßen am meisten beschäftigt hat war der Untertitel des Buches „Das Leben freier Frauen“. Bei vielen von ihnen war ich mir nicht sicher, ob ich sie als wirklich frei ansehen kann. Ich kann noch nicht mal sagen, ab wann ich jemanden als wirklich frei betiteln würde. Allen 20 Frauen würde ich die Attribute „stark“ und vielleicht auch „unabhängig“ und „inspirierend“ zuschreiben. Aber bei „frei“… ist man frei, wenn man sich gegen gesellschaftliche Konventionen stellt, ohne Rücksicht auf andere tut was man will? Ich bin bisher noch zu keiner näheren Erkenntnis gekommen. Aber nun zurück zum Buch selbst, es ist ein kurzweiliges Buch mit Potenzial zum Nachdenken. Aber man kann sich auch einfach nur von den Leben dieser Frauen unterhalten lassen. Von mir gibt es 5 Akten. 

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Rezension zu "Skandalös" von Cristina De Stefano

Skandalös
Elizzyvor 11 Tagen

Dieses Buch ist nicht nur skandalös,
sondern auch inspirierend!

Worum geht es?

Skandalös berichtet über 20 Frauen, die den Mut hatten anders zu sein. Die ihren Gedanken freien Raum liessen, die sich auslebten, andere inspirierten und immer etwas am Rande des erlaubten balancierten.


“Komm zu mir / Da ist etwas / Das ich dir sagen muss / und ich kann es nicht sagen”, schreibt sie. 

– Skandalös


Klappentext

Diese Frauen waren ihrer Zeit voraus: Sie eckten an und haben im 20. Jahrhundert für den ein oder anderen Skandal gesorgt. Die Welt hatte ihnen nichts zu bieten, doch sie haben sich alles genommen. Sie kämpften mit ihren Mitteln für ihren Freiraum. Mit Übermaß. Mit Fantasie. Mit Fröhlichkeit. Mit Verzweiflung. Und der Nachhall ihrer Eskapaden ist bis heute nicht verklungen.
Porträts von: Tallulah Bankhead, Louise Bourgeois, Pearl S. Buck, Lydia Cabrera, Claude Cahun, Marguerite Duras, Elsa von Freytag-Loringhoven, Tove Jansson, Toto Koopman, Else Lasker-Schüler, Clarice Lispector, Mina Loy, Grace Metalious, Nahui Olin, Jean Rhys, Niki de Saint Phalle, Albertine Sarrazin, Annemarie Schwarzenbach, Nina Simone, Violet Trefusis.(Quelle: btb)

Meine Meinung

Cristina de Stefano hat sich wahrlich 20 skandalöse Frauen für ihr Buch ausgesucht. Die jeweiligen Kapitel sind immer einer Frau gewidmet. Links findet man ein Portrait und pro Kapitel 4-8 Seiten zur jeweiligen Person.

Auf sehr konzentrierte aber wahrlich unterhaltsamen Art und Weise erzählt die Autorin aus dem Leben der jeweiligen Protagonistin. 

Der Erzählstil ist hier auch das fesselnde. Mal wagt sie einen Blick in die Zukunft, dann schweift sie wieder in die Vergangenheit der Protagonistin, nur um dann wieder den Erzählstrang nach vorne zu reissen. 

Speziell beeindruckt hat mich die Tatsache, dass viele dieser Frauen sehr weit und sehr oft gereist sind. Besonders wenn man bedenkt, dass in den frühen 1900er und den späten 1890er Jahren die Luftfahrt erst noch im Aufbau war. 

Jede der Frauen hat ihre eigene charakteristische Persönlichkeit, sie haben viele Menschen inspiriert und standen bereits früh für Feminismus und Geschlechtergleichheit ein. Zu ihrer Zeit waren sie Pionierinnen und den meisten Meilenweit im Denken voraus.


Es gibt Dinge, die niemals klar ausgesprochen werden dürfen, man muss ihre Denkweise erlernen, muss sich auf ihre Launen einlassen, auf ihre Widersprüchlichkeit, ihre Befindlichkeiten, sich auf ihre Zeitempfinden, ihre schreckliche Ungenauigkeit und Langsamkeit einlassen.”


Was die Frauen auch alle auf seltsame Weise miteinander gleich hatten, war die Freiheit der “freien Liebe”. Egal ob Hetero-, Homo, oder Bisexuell nahezu alle Frauen lebten ihre Sexualität bis ins extreme aus. Viele heirateten mehrmals, viele hatten unzählige Liebhaber oder Liebhaberinnen und die meisten Frauen waren leider Letzten Endes auch unglücklich in der Ehe oder allgemein in der Liebe.

Dies fand ich relativ schade und hätte mir da doch auch hin und wieder eine Frau gewünscht, die nicht diesem Künstler Klischee unterlag. Und hier liegt auch schon mein zweiter Kritikpunkt, jede dieser Frauen war eine Künstlerin, egal ob Autorin, Bildhauerin, Malerin oder Model, alle übten das gleiche “Berufsgenre” aus. Da hätte ich mir doch etwas mehr Diversität gewünscht. Denn gegen Ende hin wurde das Ganze etwas zäh, da sich die Protagonisten zu sehr ähnelten.

Nichtsdestotrotz sind die einzelnen Lebensgeschichten inspirierend und lassen einen mutiger denken. 

Schreibstil & Cover

Den Schreibstil fand ich sehr fesselnd und konnte mich sofort in die Geschichten hinein versetzen.

Das Cover wie auch die Portraits sind wunderschön gewählt und sehr stimmig, sie unterstreichen auf jeden Fall die Persönlichkeiten der Frauen.

Fazit

Starke Frauen und deren Leben in kurzen Seiten zusammengefasst, geben einem auf jeden Fall einen tollen Einblick in die Entwicklung des Feminismus und darüber hinaus. Von mir eine Leseempfehlung!

Bewertung
Wissen ♥♥♥♥♥ (5/5)
Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
Botschaft ♥♥♥ (3/5)
Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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Rezension zu "Skandalös" von Cristina De Stefano

Diese Frauen sprengten Grenzen
YukBookvor 16 Tagen

Ich muss gestehen, ich kenne nur wenige der Frauen, die Cristina de Stefano in diesem Buch vorstellt. Niki de Saint Phalle zum Beispiel, die durch ihre voluminösen Nana Skulpturen berühmt wurde. Oder Nina Simone mit ihrem unvergesslichen Song "My Baby Just Cares For Me". Doch auch über diese Künstlerinnen lernte ich völlig neue Seiten kennen, die deutlich machen, warum sie in diesem Buch aufgenommen wurden.

Frauen wie Mina Loy, Else Laske-Schüler oder Louise Bourgeois haben eines gemeinsam: Sie verwandelten ihren tiefen Schmerz aus traumatischen Kindheitserlebnissen in Energie und unglaubliche Schaffenskraft. Manche verarbeiteten ihre Wut textlich und veröffentlichten skandalöse Gedichte oder Romane, andere in Form von provozierenden Fotografien oder Skulpturen.

Mir gefiel, dass Cristina de Stefano in jedem Kurzporträt jeweils auf die Herkunft und das Umfeld eingeht, in dem die Frauen aufwuchsen. Dabei stellt sie prägende Beziehungen und einschneidende Erlebnisse heraus, die erklären, warum sie einen so unkonventionellen Weg eingeschlagen haben. Manche Frauen bewunderte ich für ihren Mut, ihre Kreativität und Produktivität, andere fand ich ein wenig furchteinflößend, da sie auch vor exzessivem Alkoholkonsum, Gewalt und kriminellen Taten nicht zurückschreckten, um zu rebellieren und zu schockieren. Schön, dass jedes Kapitel mit einer ganzseitigen Schwarzweißfotografie beginnt, so dass man jeder Person ein Gesicht zuordnen und sie in verschiedenste Länder wie Frankreich, Finnland, Kuba, Mexiko oder Vietnam begleiten kann.

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