Review

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LadyNinilyvor 3 Jahren
Vorab: Ich ernähre mich schon seit Jahren so gut wie zuckerfrei und koche zu 99% alles selbst.

Ich gehe zwar nicht mit allen Informationen in der Einleitung des Buches konform (das Streitthema Fructose beispielsweise), finde aber, dass sie für Einsteiger einen recht guten Überblick liefern. So werden hier nicht nur Lebensmittel verteufelt, sondern auch hilfreiche Tipps gegeben, wie zum Beispiel Heißhungerattacken entgegengewirkt werden kann.

Das Layout und die Gestaltung des Buches gefällt mir aber nicht wirklich. Formatierung, Grammatik, Rechtschreibung und Satzzeichen sind auffallend oft nicht richtig. Das ist zwar bei einem Kochbuch vielleicht nicht so wichtig, ist mir aber öfter störend aufgefallen.
Auch, dass erwähnt wird, man solle seine Küche ausräumen und am besten „ab in den Müll“ mit dem schädlichen Zeug, finde ich etwas unglücklich formuliert, auch wenn mir der Gedanke dahinter natürlich klar ist. Bitte spenden Sie es doch lieber, bevor sie es einfach in die Tonne hauen.

Aber am meisten stören mich tatsächlich die fehlenden Bilder.
Auf dem Cover sind sehr ansprechende Gerichte zu sehen, die ich als potenzieller Käufer dieses Buches dann natürlich so im Inneren suche. Dort finde ich allerdings nur Text, Text und – richtig - Text. Würde man auf dem Cover nicht mit Bildern werben, würde es mich eventuell nicht so stören. Aber so ist das für mich ein sehr großes Manko, denn das Auge isst ja bekanntlich mit.
Gerade, wenn man gegen sein Zuckerbedürfnis kämpft, sollte man doch mit ansprechenden Bildern von leckeren Gerichten gelockt werden und sich nicht durch ein Kochbuch „lesen“ müssen, bevor man sich entscheidet. Das ist für manche dann wahrscheinlich schon wieder zu viel Arbeit und die Fertigpizza ist schneller im Ofen, als man sich dort ein Gericht gesucht hat.

Ich habe aber schon gut 15 Gerichte nachgekocht und mag sie bisher sehr. Sie sind grundsätzlich alle simpel, klingen zwar manchmal etwas exotisch (nicht abschrecken lassen!) und gehen zum Großteil recht flott.
Ich bin mir allerdings noch nicht sicher, ob einige dieser Rezepte das sind, was ich mir unter einem zuckerfreien Kochbuch vorgestellt habe. Es sind ohne Frage gesunde Rezepte, aber ich hatte irgendwie mehr auf gesunde Varianten von zuckerlastigen Gerichten gehofft.

Fazit
So ganz kann mich dieses Kochbuch als „Veteran“ nicht überzeugen. Es gibt zwar wirklich gute Rezepte zum Nachkochen, doch sind die nicht ganz, was ich mir erwartet hatte. Ich würde das Buch zwar nicht unbedingt anderen „Veteranen“ empfehlen, Interessierten an dieser Ernährungsform aber dennoch als Einstieg ans Herz legen.
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