Crystal Zevon I'll Sleep When I'm Dead: The Dirty Life and Times of Warren Zevon by Crystal Zevon (2008-05-06)

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Inhaltsangabe zu „I'll Sleep When I'm Dead: The Dirty Life and Times of Warren Zevon by Crystal Zevon (2008-05-06)“ von Crystal Zevon

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    I'll Sleep When I'm Dead: The Dirty Life and Times of Warren Zevon by Crystal Zevon (2008-05-06)

    Duffy

    10. August 2017 um 11:29

    Er ist der unbekannteste bekannte Songschreiber der letzten 50 Jahre. Seine Lieder tauchen immer wieder im Kanon der ganz großen Interpreten auf. "Hasten down the wind", "Werwolfs of London", "Carmelita" und viele mehr. Er schrieb u.a. mit Jackson Browne, Bruce Springsteen. Die Liste derer, die mit ihm zusammenarbeiteten (wollten), liest sich wie das Who's who der Rockgeschichte und trotzdem kennt den Namen Warren Zevon nur eine überschaubare Fangemeinde. Seine Songs sind Perlen der zeitgenössischen Musik, sein Pianospiel eine Mischung aus Strawinsky und Rock'n Roll.So gradlinig wie die Qualität seiner Arbeit war, so uneben war sein Lebensweg. Geprägt von einer verhängnsivollen Alkoholsucht in Verbindung mit anderen Drogen, dann seine Zeit des Cleanseins, bis eine Krebsdiagnose ihn im letzten Jahr seines Lebens wieder in den Alkohol zurückwarf. Trotzdem nötigt es Respekt ab, dass der Mann nach dem Erhalt seiner Diagnose, unheilbares Krebsleiden, noch die Kraft aufbrachte, ein auf dem üblich hohem Level produziertes Album fertigzustellen."I'll sleep ..." ist keine herkömmliche Biografie. Seine einzige Ehefrau Crystal hat ein Buch mit aneindergereihten Interviews mit Freunden, Musikern, Familienangehörigen und vor allem mit seinen Frauen zusammengestellt. So hatte sich das Zevon gewünscht und auch verfügt, dass die "ugly things" nicht ausgelassen werden. Das befriedigt natürlich den an Exzessen interessierten Leser von Musikerbiografien, doch Zevon war zwar maßlos, aber nicht in einem glamourösen Stil, sondern er hat darunter gelitten, besonders unter dem Leiden seiner engsten Freunde und Familienangehörigen, die sich bemühten, ihm in allen Lebenslagen beizustehen.So sind diese 400 Seiten mehr ein Drama als ein Beleg für das schöne Rock'n Roll Leben. Zevon war ein genialer Musiker, aber ein zerrissener Mensch.Auch heute noch beeinflusst er viele Musiker und Songschreiber. Leider bemüht sich niemand im Rahmen der aktuellen technischen Möglichkeiten, das Werk dieses Ausnahmekünstlers zu überarbeiten und vielleicht auch einmal mit einer Werkschau zu dokumentieren. Das ist sehr schade, weil doch schon jeder 20jährige Möchtegern mit Box-Sets oder DeLuxe-Ausgaben seiner Ergüsse beehrt wird. Aber es gibt sie noch, alle Platten, die Zevon veröffentlicht hat.Ähnlich finster sieht es mit einer biografischen Aufarbeitung aus. Das vorliegende Buch gibt es nur auf Englisch und man muss im Netz suchen, dass man noch eine Ausgabe findet (man findet sie, keine Angst). Auch auf diesem Sektor wird Zevon sträflich vernachlässigt.Es wird wohl dabei bleiben, dass, wenn mal wieder irgendwo ein Zevon-Song zu hören ist, die Frage nach dem Schreiber gestellt wird: "Wer? Zevon? Nie gehört". Manchmal gehen  wir schon ein wenig schlampig mit unseren Besten um.

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