Curt Meyer-Clason

 4 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Curt Meyer-Clason

Curt Meyer-Clason (1910-2012) übersetzt aus dem Englischen, Französischen, Spanischen und Portugiesischen u. a.Werke von Behan, Wiesel, Borges, García Márquez, Ribeiro, Rosa.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Curt Meyer-Clason

Cover des Buches Chronik eines angekündigten Todes (ISBN: 9783596907069)

Chronik eines angekündigten Todes

 (204)
Erschienen am 26.06.2019
Cover des Buches Die Nacht (ISBN: 9783451060144)

Die Nacht

 (23)
Erschienen am 09.06.2008
Cover des Buches Ich bekenne, ich habe gelebt (ISBN: 9783630620411)

Ich bekenne, ich habe gelebt

 (16)
Erschienen am 01.01.2003
Cover des Buches Die Erzählungen (ISBN: 9783462040456)

Die Erzählungen

 (13)
Erschienen am 25.08.2008
Cover des Buches Der Herbst des Patriarchen (ISBN: 9783462308686)

Der Herbst des Patriarchen

 (16)
Erschienen am 18.06.2014
Cover des Buches Laubsturm (ISBN: 9783462308693)

Laubsturm

 (13)
Erschienen am 18.06.2014
Cover des Buches Borstal Boy (ISBN: 9783462051889)

Borstal Boy

 (8)
Erschienen am 10.01.2019

Neue Rezensionen zu Curt Meyer-Clason

Cover des Buches Die Nacht (ISBN: 9783451060144)Susi180s avatar

Rezension zu "Die Nacht" von Elie Wiesel

sehr bewegend
Susi180vor 10 Monaten

Atemlos, bewusst karg im Stil erzählt Elie Wiesel seine Erfahrung als Kind in Auschwitz. Jeder Satz ist ein Testament, jede Zeile spricht uns unmittelbar an. Das wichtigste Werk Elie Wiesels und Bezugspunkt all seiner anderen Bücher. Ein Grundbuch zu einem unauslöschlichen Kapitel deutscher Geschichte und ein zeitloses menschliches Dokument. »>Wo ist Gott?< Und ich hörte eine Stimme in mir antworten: >Wo er ist? Dort - dort hängt er, am Galgen ...<« 


Der Autor:

Elie Wiesel (1928–2016), wurde 1944 in Rumänien aufgrund seiner jüdischen Wurzeln nach Auschwitz deportiert. Sein autobiografisches Erinnerungsbuch »Die Nacht« (1958) wurde zu einem millionenfach verkauften Welterfolg. Seit 1978 war Wiesel Professor in the Humanities an der Universität Boston. Für sein literarisches Werk und seinen Kampf für Humanität wurde er hundertfach geehrt und ausgezeichnet. 1986 erhielt er den Friedensnobelpreis. Elie Wiesel starb am 2. Juli 2016. 


Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, da es in 

„Hippokrates in der Hölle: Die Verbrechen der KZ-Ärzte von Michel Cymes  erwähnt wurde. Es ist ein sehr dünnes Büchlein und dennoch hat es eine enorme Durchschlagskraft. Ich war tief berührt von der Geschichte.


Wir verfolgen unseren Autor in Jugendzeiten, von einem Ghetto ins Nächste, dann der Wechsel in mehrere Konzentrationslager. Den Verlust der Familie und der unbarmherzige Überlebenskampf. Was in diesem Buch alles geschildert wird, ist nicht für jeden Leser geeignet. Es kann sehr verstörend sein und einen tief emotional treffen. Ich erwähne das aber meistens bei Erfahrungsberichten, denn es ist eben kein Roman sondern das tatsächliche Leben einer Person.


Das Buch hat eine tolle Sprache, sehr anschaulich und ich musste wirklich oft schlucken. Der Autor schafft es auch die Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit zu transportieren. Mich hat das Buch ganz tief im Herzen getroffen. Er erwähnt es auch in diesem Roman, das Gefühl nur noch eine Hülle sein. Ohne Kraft, Mut und den Willen zu leben. Nur noch Grundbedürfnisse zu erfüllen. Essen und Schlafen. Das hat mich einfach so berührt und macht das Buch so eindringlich.


Eine Lektüre die ich sehr wichtig finde. Mit der Zeit werden alle Zeitzeugen diese Welt verlassen und was bleibt sind die Erinnerungen. Es sollte nie vergessen werden, was der Mensch im Stande ist anderen Menschen anzutun. Eine Lektüre die auch für den Geschichtsunterricht geeignet ist, in den höheren Stufen. Ein Buch was mein Regal niemals verlassen wird. Ein Tatsachenbericht der den Schrecken auf den Punkt bringt, und das in einer Sprache die einen tief erreicht im Herzen. Man sollte sich auch wirklich nicht von der Länge abschrecken lassen. Ein Buch was mit seiner Mitteilung und mit seinen Emotionen gar nicht mehr Seiten benötigt. Eine klare Empfehlung 

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Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783596162505)HarIequins avatar

Rezension zu "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel García Márquez

Kurios und schwer zu greifen
HarIequinvor 3 Jahren

Bisher bin ich mit Gabriel García Márquez' Geschichten nicht warmgeworden und auch mit Hundert Jahre Einsamkeit hatte ich meine Probleme, auch wenn ich den "literarischen Wert" durchaus anerkennen kann. Die Familiensaga umfasst 100 Jahre und  beschreibt den Aufstieg und Niedergang der Familie Buendía im fiktiven kolumbianischen Dorf Macondo.

Die Mischung aus phantastischen und realistischen Elementen, die mich einige Male verdutzt innehalten lassen hat, ist für mich die klare Stärke des Romans. Ganz Macondo steckt sich mit Schlaflosigkeit an, Geister gehen bei den Buendías ein und aus und atemberaubende Schönheiten entschweben beim Wäscheaufhängen ohne Vorwahrnung in den Himmel (inklusive Bettlaken). Die blumige Sprache unterstützt den märchenhaften Effekt.

Die Handlung besteht aus einer Aneinanderreihung von Episoden mit wechselndem Fokus auf die Charaktere. Mal liest man nur von Jose Arcadio Buendías alchemistischen Versuchen, dann beleuchtet die Geschichte den Kampf seiner Töchter um den selben Mann und 20 Seiten später sind alle wieder vergessen, weil plötzlich ein Bürgerkrieg ausbricht. Dadurch entsteht kaum Spannung und es ist schwer, eine Bezugsperson zu finden, zumal die meisten Buendías nicht gerade Sympathieträger sind. Es hilft auch nicht, dass die meisten Charaktere gleich heißen (eine Variation aus Jose, Arcadio und Aureliano; Stammbaum online zu suchen ist ratsam). Erwähnsenswert sind für mich die Oberhäupter der Familie Jose Arcadio Buendía ("Wissenschaftler"; lebt jahrelang an einen Kastanienbaum gekettet) und Ursula (hat zumindest noch ein paar Tassen im Schrank), die einigermaßen angenehme Charaktere sind. 

Die 100 Jahre mit den Buendías waren kurios und oft unterhaltsam, aber selten mitreißend. Der Mittelteil zieht sich und was anfangs noch erstaunlich ist, wird schnell zur Normalität. Ein kleiner Hinweis: das Buch sollte als Fiktion und nicht zu kritisch mit modernen Werten gelesen werden, ansonsten hat man mit der Darstellung (und Verharmlosung) von Prostitution, Kinderehe, Inzest etc keine Freude an der Geschichte. Wer das beiseite nehmen kann, magischen Realismus mag und keinen Page-Turner braucht, dem kann ich den Roman empfehlen. Ich weiß immer noch nicht endgültig, wie ich zu dem schwer greifbaren Roman stehe und vergebe vorläufig 3,5 Sterne.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Chronik eines angekündigten Todes (ISBN: 9783596520589)D

Rezension zu "Chronik eines angekündigten Todes" von Gabriel García Márquez

Wer ist hier eigentlich der Schuldige? Und warum hat niemand etwas unternommen?
dommelchenvor 3 Jahren

Ein verschlafenes Dorf - ein großes Hochzeitsfest - ein Mord!

Das Buch ist in mehrere Teile aufgeteilt. Leider haben mich nur der erste und der letzte Teil wirklich gefangen genommen.
Der erste, weil ein sehr schöner und trockener Humor an den Tag gebracht wird - der letzte Teil, weil man endlich erfährt wie denn nun der Mord abgelaufen ist.
Der Zwischenteil war leider ein wenig zäh. Besonders wegen der vielen Dorfbewohner, die alle namentlich genannt werden, was zumindest bei mir zum Teil Verwirrung hervorgebracht hat (zu viele Namen).
Es ist ein Buch zum Nachdenken. Wurde der Mord nun „rechtmäßig“ begangen? Wer ist eigentlich der Schuldige?

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