Curtis Sittenfeld Die Frau des Präsidenten

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Inhaltsangabe zu „Die Frau des Präsidenten“ von Curtis Sittenfeld

Meisterhaft und einfühlsam schildert die US-Bestsellerautorin den unfreiwilligen Aufstieg einer Frau bis an die Spitze einer Weltmacht, ihre Selbstzweifel und die Widersprüche ihres Lebens. Ein Schlüsselroman für das Amerika von heute. Am wichtigsten Tag der Präsidentschaft ihres Mannes überdenkt Alice den erstaunlichen Weg, der sie ins Weiße Haus führte: Durch einen Unfall im Teenageralter bricht die heile Welt ihrer Kindheit auseinander. Als sie zehn Jahre später Charlie Blackwell begegnet, verliebt sich die überzeugte Demokratin in den charismatischen Leichtfuß aus einflussreichem republikanischem Hause. Als ihr Mann schließlich ins Weiße Haus einzieht, sieht sich Alice in eine Position gedrängt, die sie nie angestrebt hat. Spätestens während seiner umstrittenen zweiten Amtszeit muss sie den Widersprüchen ihres Lebens ins Auge sehen: Was soll sie tun, wenn ihre persönlichen Überzeugungen mit ihrer Rolle in der Öffentlichkeit kollidieren? Und wie kann sie ihren Mann lieben und gleichzeitig so grundlegend anderer Meinung sein?

Curtis Sittenfield beschreibt den Lebensweg einer "First Lady" so authentisch und mitreißend, das man die Höhen und Tiefen hautnah miterlebt

— lucysnowe

Liest denn keiner mit ?

— Binea_Literatwo

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    Die Frau des Präsidenten

    lucysnowe

    21. March 2016 um 22:18

    Endlich muss ich es mal schaffen eine Rezension zu diesem wunderbaren (Entwicklungs?) Roman von Curtis Sittenfield zu schreiben. "Die Frau des Präsidenten" lautet der Titel, das Original heißt schlicht "American Wife".Die Autorin Curtis Sittenfield ist mir zuerst durch den Roman "Eine Klasse für sich" bzw. "Prep" begegnet. Danach war ich von ihrem Schreibstil einfach begeistert. Die Autorin erzählt in beiden Romanen aus der Ich-Perspektive introspektiv und authentisch die Entwicklung von Frauen. "American Wife" schildert dabei die fast komplette Lebensgeschichte einer sehr besonderen Frau - der First Lady der Vereinigten Staaten. Es handelt sich dabei natürlich um eine fiktive Protagonistin, die biografischen Ähnlichkeiten zu Linda Bush sind jedoch sehr deutlich. Damit ergibt sich quasi das zentrale Thema des Romans: Der Konflikt einer eigentlich schlauen, eigensinnigen, gebildeten, durch liberale Einflüsse geprägten, jungen Frau mit der Öffentlichkeit, in der sie die fügsame, passive, unpolitisch wirkende Gattin eines konservativen, republikanischen Politikers gibt.Zu Anfang ist die "First Lady" bloß ein kleines Mädchen namens Alice Lindgren, das in den fünfziger Jahren in einer Kleinstadt in Wisconsin aufwächst, eine heile Kindheit in heiler Umgebung. Ein Fenster zur großen, weiten Welt öffnet ihr die bibliophile, exzentrisch-liebevolle Großmutter, sie ist mit ihren liberalen Ansichten eine Vordenkerin für ihre Zeit und für Alice. So stellt sie der jugendlichen Alice ihre selbstbewusste Freundin, die erfolgreiche Ärztin Dr. Gladys Wycomb, bei einem Trip nach Chicago vor. Eine Begegnung, die nicht ohne Folgen bleiben wird. Zuerst spielt das Schicksal Alice jedoch übel mit, sodass ihre sonnige Kindheit jäh vorüber ist. Ein schreckliches Ereignis passiert, welches sie aus der geregelten Bahn wirft und jahrelang verzagen lässt. Trotz dessen gibt Alice nicht auf, studiert und beginnt als Bibliothekarin in einer Grundschule zu arbeiten. Mit Anfang dreißig hat sie es geschafft ihre Vergangenheit einigermaßen hinter sich zu lassen und nach langer Zeit wieder unbeschwert durchs Leben zu gehen. Sie ist glücklicher Single, plant sich ein Haus zu kaufen und den Grundschulkindern ihre Lieblingskinderbuchhelden aus Pappmaché zu basteln. Bis sie auf eine Gartenparty eingeladen wird, sich bereitschlagen lässt, hinzugehen und dort Charlie Blackwell, den charismatischen Spross einer steinreichen Unternehmerfamilie, trifft. Plötzlich wird alles anders - sie verliebt sich Hals über Kopf in den angehenden Politiker, mitsamt aller angenehmen und unangenehmen Konsequenzen.Eingehüllt wird diese Geschichte durch den wirklich wunderbaren Schreibstil von Curtis Sittenfield. Sie schafft es, die Ich-Erzählerin trotz der Schicksalschläge, der tiefen persönlichen Konflikte, ihren Charakterschwächen und auch Stärken, so intelligent, mitfühlend und authentisch, selbstbewusst und besonnen ihre Geschichte erzählen zu lassen. Alice Lindgren ist durchweg ein sympathischer Charakter, an machen Stellen sogar Identifikationsfigur. Im Laufe ihrer Entwicklung zur "First Lady" muss sie viele Freiheiten aufgeben, sich stark anpassen, und dennoch gehen ihre stillen Töne, ihr Charakter nicht verloren. Allein durch die Liebe und Pflichtgefühl zu ihrem Mann und ihrer Tochter vermag sie der Öffentlichkeit standzuhalten und ihre Rolle zu spielen. Die sensibel, einfühlsam erzählte Liebesgeschichte des Buches ist eine glückliche und sehr schöne, ein Zusammenhalten durch alle Höhen und Tiefen. Und trotzdem muss sich Alice am Ende fragen, ob die Opfer, die sie dafür geben musste, es wirklich Wert waren. War ihre politische Passivität, ihr Agieren als Teil eines Anderen, Wichtigeren, Größeren, moralisch richtig? Muss sie den politischen Kurs ihres Mannes rechtfertigen? Von der polarisierenden Öffentlichkeit werden ihre sanften Töne leicht überhört, selten für voll genommen, aber Curtis Sittenfields Roman gibt ihr eine wunderschöne Stimme. 

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  • Rezension zu "Die Frau des Präsidenten" von Curtis Sittenfeld

    Die Frau des Präsidenten

    jess020

    03. September 2012 um 07:31

    Über drei Jahre lang lag dieses Buch auf meinem SUB. Die Dicke des Buches, gepaart mit der kleinen Schrift haben mich eher abgeschreckt und so habe ich es immer wieder vor mich hingeschoben. Dank einer Challenge-Aufgabe habe ich es nun gelesen und ich schäme mich dafür, einen so wundervollen Roman so lange auf den SUB verbannt zu haben. In "Die Frau des Präsidenten" erzählt Curtis Sittenfeld vom Leben einer First Lady. Zunächst nahm ich an, dass es dabei verstärkt über die Gefühle und Erlebnisse während der Amtszeit geht, doch der Fokus richtet sich doch eher auf dem gesamten Lebenslauf von Alice. Wir erfahren von ihren jüngsten Erinnerungen, viel über ihre Jugendzeit, ihre Familie, ihre Arbeit und ihre Partner vor dem zukünftigen Präsidenten, Charlie Blackwell. Es geschehen zwar immer wieder mal größere Zeitsprünge, aber dazwischen gibt es auch Rückblenden, was aber keinesfalls das Lesen unangenehmer macht - ganz im Gegenteil, es gibt einen hervorragenden Einblick in das Leben von Alice. Trotz der Dicke oder kleinen Schrift, liest sich dieses Portrait einer First Lady in Romanform sehr angenehm. Eingeteilt in eher größere Abschnitte, nämlich in die verschiedenen Adressen von Alice, hat man zwar nur wenige Kapitel, aber das tut dem Ganzen auch keinen Abbruch. Eine klare Schrift, flüssiger Lesefluss und eine sehr interessante Handlung, hinter der Sich auch Geschichte verbirgt - was will man mehr? Ich kann "Die Frau des Präsidenten" wirklich guten Gewissens jedem ans Herz legen - und bei wem es auch noch auf dem SUB liegt: runter damit, nimmt das Buch in die Hand und lest es! Ihr werdet es nicht bereuen.

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  • Rezension zu "Die Frau des Präsidenten" von Curtis Sittenfeld

    Die Frau des Präsidenten

    Leserrezension_2009

    22. September 2009 um 11:01

    Eingereicht von Binea: Was für ein Gefühl! Jeden Tag aufs Neue, sobald ich dieses Buch aufschlage, nimmt es mich gefangen. Ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen. Haben mich anfangs der Umfang des Buches und die kleine Schrift etwas abgeschreckt, sehnte ich ab der ersten Seite eine noch kleinere Schrift und noch mehr Seiten herbei. Aber da die Schrift sich nach dem Lesen nicht auflöst, kann man immer und immer wieder in die Welt „Der Frau des Präsidenten“ abtauchen. Alice übernimmt in diesem fiktiven Roman die Rolle der Laura Bush und Charlie die ihres Mannes George Bush. Alice wurde nicht gleich die Frau des Präsidenten, sie hätte es sich nie im Leben träumen lassen, an seiner Seite zu stehen. Wenn sie ehrlich ist, hätte sie es auch nie geträumt, denn als überzeugte Demokratin und aufgewachsen in einer sittsamen Familie, wollte sie ihr Leben in Ruhe genießen und nie im Rampenlicht stehen. Doch noch bevor sie ihren späteren Ehemann Charlie Blackwell kennenlernte, wurde sie von jetzt auf gleich aus der Bahn gerissen. Ein Autounfall, an dem sie die Schuld hatte und bei dem sie ihre große Jugendliebe tötete. Als wäre das nicht schon genug und die Trauer unüberwindlich, widerfährt ihr ein noch ganz anderes Schicksal, was sie auf jeden Fall ihr Leben lang begleiten wird. Sobald eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt ist, beginnt für Alice eine neue. Ihr begegnet ihr charmanter, witziger, aber auch ausgesprochen leichtfüßiger Mann aus republikanischem Hause. Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn und erahnt nicht im Geringsten, was sie noch alles mit ihm und seiner Familie erleben wird. Auch ist da noch nicht abzusehen, in welche große Stadt und vor allem in welches Haus es sie einmal verschlägt. Eigentlich will sie dieses neue widersprüchliche Leben aber nicht. Noch einmal muss ich erwähnen, dass es unheimlich viel Spaß macht in diesem Roman von Curtis Sittenfeld zu lesen. Eine Verbundenheit mit Alice macht dieses Buch wie ein zweites paralleles Leben. Ihre Handlungen, Entscheidungen, wie sie denkt, wie sie fühlt, alles basiert auf einem wirklich gut nachempfundenen Leben als Frau und später als Frau eines Präsidenten. Curtis Sittenfeld versteht es, den Leser in eine umfangreiche Geschichte mit einzubinden, verleiht jeder Romanfigur genügend Farbe und Charakter, um viel von sich preiszugeben und interessant zu bleiben. Sehr stimmig charakterisiert und mit teils wahren Begebenheiten verknüpft, werden beide Hauptfiguren nochmals näher an die Öffentlichkeit getragen und haben dieses "Comeback" redlich verdient. Der gesellschaftliche amerikanische Stil sowie die Denk- und Lebensweisen der Amerikaner wurden in dieses große Zeitfenster eingearbeitet und kommen nicht zu kurz. Die amüsanten Gegensätze von Alice und Charlie ziehen sich im wahrsten Sinne des Wortes an und sorgen für den erfrischenden Spritzer Humor. Ein faszinierender Roman, nicht nur für Amerikaliebhaber(innen)

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  • Rezension zu "Die Frau des Präsidenten" von Curtis Sittenfeld

    Die Frau des Präsidenten

    Binea_Literatwo

    10. September 2009 um 21:12

    Was für ein Gefühl! Jeden Tag aufs Neue, sobald ich dieses Buch aufschlage, nimmt es mich gefangen. Ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen. Haben mich anfangs der Umfang des Buches und die kleine Schrift etwas abgeschreckt, sehnte ich ab der ersten Seite eine noch kleinere Schrift und noch mehr Seiten herbei. Aber da die Schrift sich nach dem Lesen nicht auflöst, kann man immer und immer wieder in die Welt „Der Frau des Präsidenten“ abtauchen. Alice übernimmt in diesem fiktiven Roman die Rolle der Laura Bush und Charlie die ihres Mannes George Bush. Alice wurde nicht gleich die Frau des Präsidenten, sie hätte es sich nie im Leben träumen lassen, an seiner Seite zu stehen. Wenn sie ehrlich ist, hätte sie es auch nie geträumt, denn als überzeugte Demokratin und aufgewachsen in einer sittsamen Familie, wollte sie ihr Leben in Ruhe genießen und nie im Rampenlicht stehen. Doch noch bevor sie ihren späteren Ehemann Charlie Blackwell kennenlernte, wurde sie von jetzt auf gleich aus der Bahn gerissen. Ein Autounfall, an dem sie die Schuld hatte und bei dem sie ihre große Jugendliebe tötete. Als wäre das nicht schon genug und die Trauer unüberwindlich, widerfährt ihr ein noch ganz anderes Schicksal, was sie auf jeden Fall ihr Leben lang begleiten wird. Sobald eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt ist, beginnt für Alice eine neue. Ihr begegnet ihr charmanter, witziger, aber auch ausgesprochen leichtfüßiger Mann aus republikanischem Hause. Hals über Kopf verliebt sie sich in ihn und erahnt nicht im Geringsten, was sie noch alles mit ihm und seiner Familie erleben wird. Auch ist da noch nicht abzusehen, in welche große Stadt und vor allem in welches Haus es sie einmal verschlägt. Eigentlich will sie dieses neue widersprüchliche Leben aber nicht. Noch einmal muss ich erwähnen, dass es unheimlich viel Spaß macht in diesem Roman von Curtis Sittenfeld zu lesen. Eine Verbundenheit mit Alice macht dieses Buch wie ein zweites paralleles Leben. Ihre Handlungen, Entscheidungen, wie sie denkt, wie sie fühlt, alles basiert auf einem wirklich gut nachempfundenen Leben als Frau und später als Frau eines Präsidenten. Curtis Sittenfeld versteht es, den Leser in eine umfangreiche Geschichte mit einzubinden, verleiht jeder Romanfigur genügend Farbe und Charakter, um viel von sich preiszugeben und interessant zu bleiben. Sehr stimmig charakterisiert und mit teils wahren Begebenheiten verknüpft, werden beide Hauptfiguren nochmals näher an die Öffentlichkeit getragen und haben dieses "Comeback" redlich verdient. Der gesellschaftliche amerikanische Stil sowie die Denk- und Lebensweisen der Amerikaner wurden in dieses große Zeitfenster eingearbeitet und kommen nicht zu kurz. Die amüsanten Gegensätze von Alice und Charlie ziehen sich im wahrsten Sinne des Wortes an und sorgen für den erfrischenden Spritzer Humor. Ein faszinierender Roman, nicht nur für Amerikaliebhaber(innen)

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