Curtis Sittenfeld Vermählung

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Inhaltsangabe zu „Vermählung“ von Curtis Sittenfeld

Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre fünf Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor kurzem als Bachelor in der Fernsehshow „Vermählung“ vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können. Und dann wären da ja noch die drei anderen hoffnungslosen Single-Töchter …

„Niemand schreibt mit Austens besonderer Sensibilität – und niemand würde es wirklich versuchen wollen: Sie war perfekt für ihre Zeit. Aber Sittenfeld ist die ideale Autorin, um ihr Werk zu adaptieren. Ihr besonderer Reiz liegt nicht nur in ihrem klaren, sauberen Schreibstil, sondern auch in ihrer allgemeinen Belustigung über die Welt, ihren prägnanten Beobachtungen über menschliche Verhaltensweisen, Charakterzüge und Beweggründe.“ New York Times

Eine perfektere Kombination als Curtis Sittenfeld und Jane Austen muss man erst mal finden! Sittenfeld macht die bereits unwiderstehliche Geschichte noch faszinierender und bezaubernder.“
Elle

„Das Buch des Sommers.“
The Times

„Selbst der eingeschworenste Austen-Fan wird sich von diesem Buch verführen
lassen.“ The Oprah Magazine

"Eine herausragend frische Adaption!“
Publisher’s Weekly

Sehr unpassende moderne Adaption vom „Stolz und Vorurteil“, dem Witz und den Figuren des Originals nicht treu und zudem noch sehr unsensibel

— LaLecture

Ein Buch, das die Nation spaltet. Die einen mögen es, die anderen hassen es. Mir hat es gut gefallen!

— PollyMaundrell

Abgebrochen. Da stellen sich einem Austen-Fan die Haare auf.

— AhernRowlingAusten

Abgebrochen

— RosaSarah

Eine lesenswerte Adaption, die Jane Austens Klassiker in die moderne Welt transferiert.

— Belladonna

Nach 120 Seiten abgebrochen, da die Adaption too much ist, viel zu übertrieben in die heutige Zeit übersetzt. Langweilig u. nervig zu lesen.

— talisha

Leider eine Modernisierung, die mich gar nicht begeistern konnte.

— Buecherwunderland

Nicht für jeden Austenfan etwas!

— xine48

Ein gelungenes, frisches und sehr gut adaptiertes Must-read für Jane-Austen-Fans!

— FrauTinaMueller

Leider nichts für mich - zu kitschig und langatmig - dafür ein toller Schreibstil und wundervolles Cover

— DreamingYvi

Stöbern in Liebesromane

Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg

Zum Schluss wurde es richtig spannend, leider war es bis dahin nicht so ganz meins

valle87

Wintersterne

unterhaltsamer Liebesroman im verschneiten Prag, interessante Geschichte mit einigen Längen

Aischa

Sternenwinternacht

Mein zweiter Roman von ihr und ich war wieder total begeistert. Das Ende war unerwartet und Tränchen sind auch geflossen. Empfehlenswert!!

-Kathi0801-

So blau wie das funkelnde Meer

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, bei der kein Auge trocken bleibt.

NadineSt94

Berühre mich. Nicht.

Ganz okay. Das Ende war zerstörend.

Zeilenmoment

Vorwärts küssen, rückwärts lieben

Das Buch punktet durch einen außergewöhnlichen Schreibstil, der mitunter zwar chaotisch aber stets authentisch ist.

zeilenwanderer_

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  • Themen
  • Leserunde zu "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens

    Eine Weihnachtsgeschichte

    Luftpost

    Dies ist ein Lesemarathon der Werwolf-Spielgruppe und der Challenge Gruppe “Zukunft vs. Vergangenheit”. ______________________________________________________________________________ Der Marathon findet vom 27. - 30.12. statt. Anmeldungen sind bis zum 25.12., 24 Uhr möglich! Bitte gebt bis dahin auch eure voraussichtliche Lesezeit an.______________________________________________________________________________ Dieses Mal müssen wir den Weihnachtswichteln helfen, die Geschenke für die Kinder auf der ganzen Welt rechtzeitig fertig zu bekommen. Teams gibt es diesmal nicht. Wir werden alle zusammen arbeiten. Außerdem wird es in diesem Marathon keine schwierigen Rätsel geben, ihr könnt also jederzeit einsteigen. ______________________________________________________________________________ Zu unseren Werwolf-Runden hier auf Lovelybooks veranstalten wir immer einen thematisch passenden Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal einer dieser Marathon statt. Ihr könnt auch teilnehmen, wenn ihr diese Werwolf-Runden nicht kennt! Neulinge sind immer willkommen. Es sind keine Kenntnisse zu “Momo” oder “Die Weihnachtsgeschichte” notwendig, um hier teilzunehmen und man hat dadurch auch keinerlei Vorteil. Die Wahl der Lektüre ist euch absolut selbst überlassen und muss nichts mit dem Thema zu tun haben. Der Spaß bei unserem Lesemarathon steht natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto “Alles kann, nichts muss” könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wie ihr wollt. Unser Ziel ist es, einen spannenden und abwechslungsreichen Marathon zu gestalten, zusammen zu lesen und gemütliche Stunden zusammen zu verbringen.  ______________________________________________________________________________ Die AnmeldungBitte gebt bei eurer Bewerbung an, wie viel ZEIT ihr mit Lesen verbringen wollt, da es dieses Mal wieder planungsrelevant ist. (Ob ihr letztendlich mehr oder weniger lest, ist natürlich nicht ganz so wichtig, hilft uns aber bei der Einschätzung). Ihr dürft euch bei der Anmeldung auch gerne einmal “Unterm Tannenbaum” umsehen und euch drei Geschenke aussuchen. ______________________________________________________________________________ Der AblaufDer Marathon startet am Mittwoch, den 27.12. um 9.00 Uhr. Es werden wieder im Abstand von 3 Stunden Aufgaben gepostet, diese sind keine Gruppenaufgaben und können von jedem Leser zu jeder Zeit bearbeitet werden. Ausgenommen sind hier einzelne Aufgaben, wie z. B. die Sammelaufgabe. Dies wird aber bei der Aufgabenstellung extra erwähnt. Die gelesene Zeit zählt bis zum 30.12. um 21.00 Uhr. Das Finale des Marathons findet anschließend statt. ______________________________________________________________________________ Zeit eintragen Wir sammeln diesmal Zeit und keine Seiten. Eure gelesene Zeit könnt ihr im Dokument in “Die Elfenwerkstätten” eintragen. Rundet dabei bitte immer auf 5 Minuten. Beispiele: Ihr habt 12 Minuten gelesen => Ihr dürft 15 Minuten eintragen.Ihr habt 38 Minuten gelesen => Ihr dürft 40 Minuten eintragen. Um Weihnachten zu retten, müsst ihr die Werkstätten aller Kontinente mit genug Zeit versorgen, damit alle Geschenke produziert werden können! _____________________________________________________________________________________ Das Orga-TeamDieses Mal besteht das Orga-Team aus stebec, BlueSunset, Henny176, katha_strophe & sternchennagel. Bei Fragen, Anregungen etc. meldet euch einfach bei der Luftpost. _____________________________________________________________________________________ Vergangene RundenDoctor Who | Phantom der Oper | Panem | Piraten | Märchenland | Vampire Diaries | Wunderschöne Winterzeit | Supernatural | Game of Thrones | Asterix - Der Gallier | Alice im Wunderland _____________________________________________________________________________________ Teilnehmerliste:⭐️ AnnikaLeu | 720 Minuten⭐️ BlueSunset | 720 Minuten⭐️ Buchgeborene | 765 Minuten⭐️ Elke | 180 Minuten⭐️ Fire | 300 Minuten⭐️ Henny | 600 Minuten⭐️ histeriker | 720 Minuten⭐️ Joel | 60 Minuten⭐️ katha | 240 Minuten⭐️ kattii | 300 Minuten⭐️ kaytilein | 600 Minuten⭐️ Knorke | 300 Minuten⭐️ LadySamira | 300 Minuten⭐️ LaLecture | 600 Minuten⭐️ mabuerele | 720 Minuten⭐️ mareike | 600 Minuten⭐️ Melanie | 1200 Minuten⭐️ Mitchel | 240 Minuten⭐️ mysticcat | 720 Minuten⭐️ papavero | 720 Minuten⭐️ Pippo | 960 Minuten⭐️ samea | 720 Minuten⭐️ Snorki | 800 Minuten⭐️ stebec | 870 Minuten⭐️ sternchen | 600 Minuten⭐️ Traubenbaer | 480 Minuten⭐️ Vucha | 720 Minuten

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  • Unpasssend und leider lange nicht so klug und witzig wie das Original

    Vermählung

    LaLecture

    20. December 2017 um 23:25

    Inhalt Bei “Vermählung“ handelt es sich um eine moderne Adaption von „Stolz und Vorurteil“.Lizzy und Jane sind beide Ende 30, als einzige der fünf Bennet-Töchter schon von zuhause ausgezogen und - sehr zum Leidwesen ihrer Mutter - noch unverheiratet. Als der reiche Arzt Chip Bingley, zuletzt bekannt geworden durch die TV-Kuppelshow „Vermählung“, nach Cincinnati zieht, wo Jane und Lizzy gerade zu Besuch sind, fasst Mrs. Bennet sofort den Plan, eine ihrer Töchter mit ihm zu funkeln. Jane fühlt sich zu Chip auch sofort hingezogen, doch dann kommt es zu unerwarteten Komplikationen. Lizzy dagegen gerät sofort mit Chips arrogantem Freund, dem Neurochirurg Fitzwilliam Darcy, aneinander.Meinung Als großer Jane-Austen-Fan, die „Stolz und Vorurteil“ bereits mehrmals gelesen hat und auch schon auf eine wirklich gelungene moderne Adaption dieses Klassikers gestoßen ist, war ich sehr gespannt auf „Vermählung“, das bereits vor dem Erscheinen der deutschen Übersetzung unter dem Originaltitel „Eligible“ gefühlt überall auf „Bookstagram“ zu sehen war. Leider war der Roman für mich sowohl als Geschichte an sich, vor allem aber als Adaption von „Stolz und Vorurteil“ eine große Enttäuschung.Vergleich zum Original (enthält Spoiler zu „Stolz und Vorurteil“)Es ist nicht gerade die feine Art, ein Buch nur im Vergleich mit einem anderen zu bewerten, doch im Falle von „Vermählung“ ist das meiner Meinung nach etwas anders. Wenn man eine Neuerzählung eines bekannten Romans verfasst, muss man sich natürlich immer bewusst sein, dass das eigene Buch nicht nur als Buch an sich bewertet sondern auch im Vergleich zu seiner Vorlage gelesen wird. Schließlich ist die Liebe der Leser*innen zum Original oft auch das Argument dafür, zum Buch zu greifen. Und ich muss leider sagen, dass „Vermählung“ mich in dieser Hinsicht eher enttäuscht hat, vor allem da ich weiß, dass man solche Romane auch sehr gelungen nacherzählen kann.„Eure Mutter hat mir tragische Nachrichten von Cousin Willie mitgeteilt“, sagte Mr. Bennet, als sich die Familie zum Abendessen einfand. „Er kommt zu Besuch.“- S. 63Um mit dem Positiven zu beginnen: Mr. und Mrs. Bennet sind in meinen Augen super getroffen. Mrs. Bennet ist impertinent und ätzend, wie man es von ihr gewöhnt ist, und ging mir daher total auf die Nerven, was ich aber nicht schlimm fand, da sie so dem Original treu blieb. Mr. Bennet sorgte bei mir für die meisten Lacher, denn er hat denselben tollen, trockenen Humor wie bei Jane Austen selbst. Auch Mary, die aktuell ihren dritten Online-Master macht und sich fast immer nur zuhause verkriecht, überaus besserwisserisch ist und Fernsehserien wie „Vermählung“ als sexistisch kritisiert, fand ich sehr passend. Mein kleines Highlight war Sittenfelds Version vom Catherine de Bourgh, die hier Kathy de Bourgh heißt und eine berühmte Feministin der 70er Jahre ist. Damit ist sie zwar deutlich sympathischer und völlig anders als im Buch, aber witzig fand ich sie trotzdem. Unterhaltsam war auch Cousin Willie (Mr. Collins), der ebenfalls so herrlich fies getroffen ist, dass Jane Austen selbst vielleicht geschmunzelt hätte.„Falls Mary eine Freundin hat und denkt, sie dürfte sie nicht zum Dinner mit nach Hause bringen, wäre das eine Schande“, sagte Mr. Bennet. „Ihre bessere Hälfte verdient es, genauso zu leiden wie der Rest von uns.“- S. 81Auch was die zentralen Elemente der Handlung betrifft, hat Curtis Sittenfeld einige davon sehr interessant und unterhaltsam neu umgesetzt, beispielsweise Janes Aufenthalt bei den Bingley, während dem sie krank wird, und Lizzys anschließender Besuch, oder Bingleys Reise nach London kurz darauf. Auch die beiden Heiratsanträge, die Lizzy im Original erhält, sind äußerst amüsant modernisiert worden. Für einen kleinen Schmunzler sorgt die Tatsache, dass Darcys Anwesen in der Pemberley Lane 1813 liegt - eine klare Anspielung auf das Erscheinungsjahr des Originals und den Besitz Darcys darin.Toll fand ich auch, dass Curtis Sittenfeld Lizzy und Jane im Vergleich zum Original deutlich hat altern lassen, was nur sinnvoll ist, da es heutzutage mit 21 und 23 (?) ja nun wirklich nichts Besonderes wäre, nicht verheiratet zu sein. Auf diese Weise umgeht das Buch auch die typischen „New Adult“-Themen, die Romane mit jungen Protagonistinnen oft haben, sondern hat angenehmerweise zwei Figuren, die bereits mit beiden Beinen im Leben stehen und sich um „Erwachsenen-Themen“ wie Karriere und Kinder Gedanken machen.Durch die moderne Zeit, in der die Neuerzählung spielt, finden natürlich auch moderne Sitten Einzug, die es bei Austen nicht gegeben hätte, die teilweise aber ebenfalls sehr passend und interessant sind. So ist der Mr. Wickham aus dem Roman in „Vermählung“ Lizzys langjähriger guter Freund Jasper Wick, mit dem sie aktuell eine lockere Beziehung führt, obwohl er offiziell noch verheiratet ist. Die Art, wie Wickhams Vergangenheit umgesetzt wurde, hat mir allerdings nicht so gut gefallen. Der Bezug zu Darcy wirkte zu gezwungen, das Thema an sich nicht „dramatisch“ genug und zu gezwungen in Bezug auf ein bestimmtes Thema, auf das ich weiter unten genauer eingehen werde.Ebenfalls enorm unpassend erschienen mir einige Entwicklungen in der Beziehung von Lizzy und Darcy, von denen ich sicher bin, dass eine moderne Lizzy sie nie zugelassen bzw. initiiert hätte. Hier, so mein Gefühl, wollte die Autorin etwas zu modern sein und mit dem Thema Sex und Beziehungskonzepte so offen umgehen, dass es für mich zu viel des Guten war. Generell war ich kein großer Fan von Curtis Sittenfelds Interpretation von Elizabeth Bennet, die ich als Protagonistin bei Jane Austen sehr schätze. Zunächst einmal arbeitet sie bei einer Zeitschrift namens „Mascara“, was ich, auch wenn sie dort nicht über Mode sondern beispielsweise über „starke Frauen“ schreibt, etwas enttäuschend fand. Lizzy kam mir im Original nie vor, als würde sie Interesse an „typisch weiblichen Themen“ finden. Auch gibt die andauernd mit ihrem Job bei ebendieser bekannten Zeitschrift an, was für mich auch nicht zur Original-Figur passte. Sie war mir allgemein unfassbar unsympathisch (dazu später mehr) und wirkte oft vulgär und auf Sex fixiert. Natürlich ist Sex ein Thema, das Jane Austen vielleicht auch angesprochen hätte, hätte man zu ihren Zeiten so offen darüber gesprochen wie jetzt, aber mir war Lizzy in diesem Buch eindeutig zu wenig intellektuell.Auch Jane fand ich zum Teil sehr unpassend, nicht romantisch genug, eher blass und es kam mir nicht sehr realistisch vor, dass angedeutet wurde, Jane sei daran gewöhnt, viel Geld zu haben und auszugeben. Im Original ist Jane zwar sehr großzügig, wenn jemand sie um Hilfe bittet, aber sie wäre meiner Meinung nach nicht der Typ dafür, so viel Geld für sich auszugeben. Auch den Beruf Yogalehrerin finde ich für sie eher unpassend und hätte mir eher einen sozialen Beruf für sie vorgestellt.Chip Bingley ist sympathisch und in gewisser Weise so liebenswert wie im Buch, zum Teil aber auch zu selbstbewusst und extravertiert. Dass er sich von Caroline zu einer Kuppelshow überreden lassen würde, könnte ich mir noch vorstellen, aber nicht, dass er darüber ohne Scham sprechen würde. Immerhin ist er doch eigentlich ein Romantiker.Der größte Dorn im Auge war mir jedoch Lydia, deren Fitness-Besessenheit und nicht-vorausschauende Art durchs Leben zu schlendern mir zwar passend vorkam, deren Geschichte sich aber so entwickelt, wie sie der „echten“ Lydia sicher nie passiert wäre. In Bezug auf ein bestimmtes Thema ist Lydia reifer und vernünftiger als ihre Schwestern, sogar als Lizzy, was nun wirklich überhaupt nicht zu dem oberflächlichen Mädchen aus dem Original, das ständig überstürzt und unbedacht handelt, passt. Auch sind nicht alle Handlungselemente des Originals passend umgesetzt, wie ich finde. Lizzys Lauf zu den Bingleys, als Jane krank wird, ist zwar eine lustige Angelegenheit, wirkt aber auch sehr gezwungen. Besonders der letzte Teil des Buches mit seinen wichtigen Handlungselemten ist meiner Ansicht nach nicht sehr gut adaptiert worden. Lydias Durchbrennen ist nicht im Entferntesten so dramatisch wie im Original, Darcys Eingreifen auch eher fragwürdig und die Auflösung zwischen Jane und Bingley wirklich enttäuschend und unpassend umgesetzt. Das Buch allgemein (ohne Spoiler)Obwohl ich ohnehin nicht empfehlen würde, „Vermählung“ zu lesen, wenn man „Stolz und Vorurteil“ nicht kennt, da einem sonst eine Menge Anspielungen entgehen und einige Handlungselemente vielleicht seltsam wirken, konnte mich der Roman auch unabhängig von seiner Existenz als Nacherzählung nicht überzeugen.Das beginnt schon damit, dass mir die Hauptfigur unglaublich unsympathisch war. Lizzy ist zwar eine der Vernünftigeren in ihrer Familie und nimmt die Angelegenheiten der Bennets in die Hand, übertreibt aber manchmal auch dabei, wie sie lauter erwachsene Menschen bevormundet. Sie gibt andauernd mit ihrem Job an und ist in Gesprächen, vor allem mit Darcy, absolut zum Fremdschämen, wenn sie dauernd über Themen spricht, nach denen er nicht gefragt hat und viel zu schnell viel zu privat wird. Die Krönung war für mich allerdings ihre ständige Betonung, wie unglaublich unattraktiv ihre Schwester Mary doch sei. Einmal abgesehen davon, dass Attraktivität eine Frage des Geschmacks ist, fragte ich mich beim Lesen, wieso ausgerechnet eine Schwester solche abwertenden Aussagen treffen sollte. Immerhin ist es, abgesehen davon, dass Attraktivität nicht das Wichtigste im Leben ist, völlig irrelevant, ob Lizzy ihre Schwester ansehnlich findet.Noch peinlicher waren allerdings Kitty und Lydia, 23 und 26, die sich noch wie kleine Kinder an Fäkalsprache erfreuen. Auch die Beziehung von Lizzy und Darcy überzeugte mich überhaupt nicht. Dadurch, dass Lizzy mir unsympathisch war und Darcy eher blass blieb, da ein personaler Erzähler nur den Blick auf Lizzys Gedanken gewährt, konnte ich die Gefühle der beiden überhaupt nicht nachvollziehen. Beide wirken für meinen Geschmack viel zu schnell bei viel zu vertraut, duzen sich schon bei ihrem zweiten Gespräch (wobei das wohl eher der Übersetzerin geschuldet ist) und Darcy nennt sie schon sehr früh bei ihrem Spitznamen, obwohl sie sich noch gar nicht leiden können. Man erfährt nie wirklich, was (außer gutem Sex) Lizzy an Darcy attraktiv findet und sie wiederum präsentiert sich in seiner Gegenwart ebenfalls nie sonderlich klug, witzig oder sonst irgendwie ansprechend. Die ganze Beziehung der beiden wirkt völlig zufällig und zusammenhanglos und entwickelt sich am Ende viel, viel zu schnell.Äußerst irritiert war ich auch vom Schreibstil des Buches, insbesondere den Dialogen, denn diese haben für mich oft überhaupt keine Sinn ergeben. Die Figuren kommen ohne erkennbaren Kontext innerhalb eines Satzes von einem Thema aufs nächste, beispielsweise von einer Diskussion über Transsexualität zu einer Frage über einen Lagerraum mit eingelagerten Möbeln. Gelegentlich wirkt es, als hätte die Autoren hier versucht, eine Checkliste mit bestimmten Themen abzuarbeiten, ohne sich darum zu kümmern, ob diese innerhalb eines Gesprächs authentisch wirken. Leider gilt das vor allem für die Dialoge von Lizzy und Darcy, die mir sehr wichtig waren, da sie im Original überaus intelligent und spritzig zu lesen sind.Doch auch die Formulierungen im Buch sind teilweise überaus plump und unschön gewählt, auch wenn ich hier nicht sagen kann, was davon auf die Kappe der Autorin und was auf die der Übersetzerin geht. Ich finde es beispielsweise nicht nötig, wenn die Hauptfigur ins Bad geht zu erwähnen, dass sie sich „nach dem Urinieren“ die Hände wäscht, wenn die gesamte Bad-Szene bzw. die Tatsache, dass sie aufs Klo geht, keine tiefere Rolle spielt. Genauso wenig stilvoll finde ich es, Sex als „koitale Begegnung“ zu umschreiben oder Formulierungen wie „Hierauf musste er ziemlich lachen“ zu verwenden. Enttäuscht war ich auch von der Pluralform „Pizzas“, die zwar laut Duden erlaubt ist, aber definitiv nicht so angenehm zu lesen wie „Pizzen“.Mein größtes Problem mit „Vermählung“ war allerdings, wie unfassbar unsensibel mit der Behandlung von Minderheiten umgegangen wird. Wenngleich man natürlich die Meinung einer Figur bzw. des Erzählers von der des*der Autor*in trennen muss, empfinde ich es oft als problematisch, wenn Hauptfiguren, die nicht eindeutig als unsympathisch beschriebe sind und ansonsten im Buch eher eine Vorbildfunktion innehaben, sich fragwürdig verhalten oder äußern und dies nicht in irgendeiner Form später reflektiert und kritisiert wird. Leider geschieht das im Buch sogar häufiger.Das fängt schon damit an, wie unterschwellig sexistisch das Buch zum Teil ist. Dass Mrs. Bennet mit ihrer Fixierung auf eine gute Partie für ihre Töchter nicht gerade die größte Feministin ist, wundert mich natürlich nicht. Aber dass gerade Lizzy, als erwachsene, moderne, emanzipierte Frau teilweise erzkonservative Kommentare abgibt, hat mich negativ überrascht. So wundert sie sich beispielsweise an einer Stelle des Buches, dass Jane auf finanzielle Unterstützung von Freunden angewiesene ist, aber nicht etwa, weil sie ihrer Schwester zutrauen würde selbständig zu sein und ihr eigenes Geld zu verdienen, sondern weil sie zu Beginn des Buches davon ausgegangen ist, Jane würde einen reichen Mann heiraten und müsste sich somit um nichts mehr sorgen.An anderer Stelle sagt Jane - normalerweise auch eher Sympathieträgerin des Buches - zu Lizzy, wenn sie nicht wolle, dass Leute sie „behandeln, als wäre sie Single“, dann solle sie ihnen doch sagen, dass sie es nicht sei. Eine solche Aussage impliziert im Grunde, es gäbe eine bestimmte (negative) Art, wie Singlefrauen nun einmal behandelt würden, und wenn man sich nicht ständig Kommentare übers Singledasein anhören wolle, müsste man halt endlich eine Beziehung eingehen bzw. diese öffentlich machen. Obwohl das Buch in modernen Zeiten spielt, sind also auch die angeblich sympathischen Hauptfiguren nicht vor konservativen, sexistischen Ansichten gefeit. Im Buch kommen einige Menschen nicht-weißer Hautfarbe vor - so weit, so realistisch und daher auch gut, dass die Autorin People of Colour, die einen nicht allzu geringen Anteil der US-amerikanischen Bevölkerung ausmachen, eine Rolle spielen lässt. Problematisch wird es allerdings, wenn solche Figuren scheinbar nur in die Geschichte gequetscht werden, um einmal die Minderheitenquote abhaken zu können. Der Verdacht kommt immer dann auf, wenn die Hautfarbe der Person erwähnt wird, sonst aber absolut gar nichts über sie, weil sie ohnehin nur auf zwei Seiten vorkommt. In einer solchen Situation würde man die Hautfarbe einer weißen Person auch nicht explizit erwähnen. Ein tolles Beispiel dafür ist eine Party im Buch, in der eine Nebenfigur seine Verlobte mitbringt, die mehrmals erwähnt wird und von der gesagt wird, sie habe dunkle Haut. Ihr Name wird aber nicht erwähnt, es heißt mehrmals nur „Die Verlobte“.Gleichzeitig will sich die Autorin betont modern geben, indem sie Mrs. Bennet als Rassistin darstellt und ihre Töchter als viel weltoffener.Desweiteren schwingt im Roman, besonders von Lizzys Seite, eine latente Homophobie mit, beispielsweise in der Tatsache, dass jeder Mary für lesbisch hält, weil sie mit 30 noch keine Beziehung hatte, dass Lizzy daraufhin denkt, Mary sei gar nicht intetesssnt genug, um lesbisch zu sein, weil sie ja sonst nur „interessante, ungewöhnliche“ Homosexuelle kennt oder auch dass Lizzy bei einem ehemaligen Schulkameraden nur aufgrund seines Berufs (Immobilienmakler) vermutet, er sei schwul. Besonders modern ist in „Vermählung“ das Thema Transsexualiät. An sich finde ich es äußerst begrüßenswert, dass das Thema immer mehr Einzug in die „Mainstream-Literatur“ hält und hier mit gängigen Vorurteilen aufgeräumt und sogar erwähnt wird, dass es eine biologische Evidenz dafür ging, dass Menschen tatsächlich „im falschen Körper geboren“ sein können.Schade nur, dass die entsprechende Figur sich dann im Buch sogar noch dafür entschuldigt, andere „in die Irre geführt“ zu haben, und ihre Beziehung mit einer anderen Figur als Skandal gewertet und genutzt wird, um groß zu plakatieren,wie überhaupt nicht schlimm Transsexualität doch sei. In meinen Augen geht das schon in Richtung (positive) Diskrimimierung. Sehr peinlich ist auch, dass Lizzy pseudo-aufgeklärt dargestellt wird, nachdem sie das Thema Transgender gegoogelt hat, dann aber Homosexualität mit Transsexualität verwechselt und andeutet, eine Frau, die mit einem Transmann in einer Beziehung ist, wäre lesbisch.FazitIch war enttäuscht von „Vermählung“, sowohl als Neuerzählung vom „Stolz und Vorurteil“ als auch als Roman an sich. Das Buch weist durchaus einige unterhaltsame Ideen, Dialoge und Interpretationen des Originals auf und liest sich recht leicht. Leider fehlt es ihm aber am Witz und der Romantik des Originals, die Hauptfiguren sind nicht gut getroffen und entweder blass oder unsympathisch und die Dialoge holprig mit nicht nachvollziehbaren Themensprüngen. Die Gefühle vom Lizzy und Darcy kamen bei mir absolut nicht an. Enttäuschend fand ich auch den subtilen Sexismus, Rassismus und die Trans- und Homophobie, die vor allem vor der Hauptfigur ausgehen und nie kritisch hinterfragt werden. Ich kann den Roman leider nicht weiterempfehlen.

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  • Ein Buch, das die Nation spaltet. Die einen mögen es, die anderen hassen es.

    Vermählung

    PollyMaundrell

    15. December 2017 um 12:13

    BuchinfoMrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor Kurzem als Bachelor in der Fernsehshow „Vermählung“ vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können … (Quelle: Verlag)Anfang Lange vor seiner Ankunft war in Cincinnati allgemein bekannt, dass Chip Bingley auf der Suche nach einer Ehefrau war.Meine MeinungBevor ich anfange euch meine Meinung mitzuteilen, muss ich sagen, dass ich das Original von Jane Austen ("Stolz und Vorurteil") nie gelesen habe. Ich kenne nur die Verfilmung von 2005 mit u.a. Keira Knightley und Donald Sutherland. Ich habe auch "Im Hause Longbourn" von Jo Baker gelesen, in dem es sich um die Bediensteten der Bennets dreht. Allerdings ist das eine ganz eigene Geschichte. Meine Rezension bezieht sich also lediglich auf Vergleiche mit dem Film und meine Meinung über "Vermählung".Die Geschichte um die Bennets  ist mittlerweile fast jedem bekannt. Vater und Mutter haben einen Stall voll Töchter, die sich mehr oder weniger abgenabelt haben (die eine Tochter mehr, die andere weniger), wie Kraut und Rüben selbstbestimmt aufwachsen und sich nach eigener Facon entfalten können. Während sich Mr. Bennet um das Familienvermögen kümmert und ewig so weiter machen könnte, gibt es für Mrs. Bennet keine höhere Priorität als die Kinderlein unter die Haube zu bekommen. Und während fast alle Bennet-Mädchen damit leben können, gibt es eine, die damit nicht einverstanden ist. Elizabeth Bennet. Die Älteste der Kinderschar. Soweit so gut. Doch was hat es nun mit "Vermählung" auf sich? Curtis Sittenfeld nahm sich dieser Geschichte von 1813 an und katapultierte sie in unsere Zeit. Noch eine kleine Prise Kaufsucht bei Mama Bennet dazu und den ein oder anderen Liebhaber für die Bennet-Töchter und fertig ist ein fast 600 Seiten dicker Roman, der mich kontinuierlich gut unterhalten hat. Auch in der Neuauflage sind alle Probleme aus dem Original vertreten. Aber eben ein bisschen moderner.  "Es gibt reichlich Männer, die keine Kinder wollen." Mr. Bennet trank einen Schluck Kaffee. "Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob ich welche will." (Seite 10) So sucht Chip Bingley nicht auf Bällen nach seiner Traumfrau, sondern geht ins Fernsehen. Im Reality-TV rennen ihm als Bachelor 25 Frauen hinterher und es ist doch nicht die Richtige dabei. Im eigentlichen Leben ist er, ebenso wie sein Freund Darcy, Mediziner. Natürlich wäre er in den Augen von Mutter Bennet DIE Partie für eine ihrer Töchter. Aber in der modernen Welt tauchen Probleme auf, die es damals in der Form nicht gab. Und auch wenn man eigentlich weiß wie die Geschichte ausgeht, ist es beim Lesen doch immer wieder unklar, ob sich die Autorin daran gehalten, oder ihr ganz eigenes Ende geschrieben hat. Die Charakterzüge wurden allerdings sehr gut übernommen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Darcy und Liz von Beginn an unsympathisch sind und daran auch eigentlich nichts ändern wollen. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass sich über die überspitzte Darstellung von Mrs. Bennet beschwert wurde. Ich muss sagen, dass ich sie sehr gut fand. Auch hier ist sie eine Frau, die nicht nur aus purer Mutterliebe gute Partien für ihre Kinder will und an einer Stelle sogar eine ihrer Töchter ablehnt. Auch badet sie in Selbstmitleid, obwohl ihr persönlich nichts Schlimmes wiederfahren ist. Zumindest im Film wird das so ja auch sehr gut gezeigt. "Ich glaube nicht, dass sich eine von euch vorstellen kann, was für ein Albtraum es für einen Mann ist, allein unter so vielen Frauen zu sein", sagte Mr. Bennet. "Ich weine auch oft, und ihr seid bloß sechs." (Seite 12) Ganz wunderbar lustig und sympathisch fand ich Mr. Bennet. Das ging mir im Film schon so. Diese stoische Gelassenheit, die man bei so einem "Weiber-Haufen" auch haben muss, gepaart mit gut platziertem Humor. Stellenweise musste ich bei seinen Aussagen wirklich lachen. Doch auch die Dialoge zwischen Darcy und Liz waren lohnenswert. "Fred!", sagte der Pfleger, obwohl die beiden sich noch nie begegnet waren. "Wie geht es uns heute?" Mr. Bennet las das Namensschild am Kittel des Pflegers und antwortete übertrieben munter: "Bernard! Wir betrauern den Tod der Manieren und den Aufstieg übermäßig vertrauter Konversation. Wie geht es dir?"  (Seite 81) Leider haben einige Leser dieses Buch abgebrochen und ihm gar nicht die Chance gegeben sich zu beweisen. Vielleicht haben einige Austen-Fans auch Probleme damit, dass die Geschichte und die Personen satirisch etwas aufs Korn genommen wurden. Manchmal gibt es für einen selbst eben keine bessere Version, als das Original. Mich persönlich hat die Geschichte ganz hervorragend unterhalten! Mit Freuden erklärte Mrs. Bennet: "Sein Ururgroßvater war es, der Bingley Manufacturing gründete, die schon seit etlichen Jahren Armaturen und so was machen." "Und mit Armaturen meint Mom Klos", sagte Lydia. "Wir alle drücken die Daumen, dass Jane zur Königin der Scheißhäuser wird."  (Seite 114)FazitEin Buch, das die Nation spaltet. Die einen mögen es, die anderen hassen es. Mir persönlich hat es wirklich sehr gut gefallen und ich würde es jedem empfehlen, der sich die Originalgeschichte mal mit einem Augenzwinkern betrachten möchte. Die Autorin hat wirklich viel Liebe in die Modernisierung eines geliebten Klassikers gesteckt und ihn mit etwas Witz und Moderne gewürzt. Auf ganzer Linie gelungen!

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  • Gelungene Adaption eines Klassikers

    Vermählung

    janinchens.buecherwelt

    23. September 2017 um 18:55

    Mit "Vermählung" hat Curtis Sittenfeld eine sehr gelungene Adaption zu Jane Austens "Stolz und Vorurteil" geschaffen. Wir befinden uns im Jahr 2013 statt um 1900, was der zeitlosen Aktualität des Romas keinerlei Abbruch tut. Die Autorin transferiert das Original fast eins zu eins in unsere heutige Zeit und ergänzt es um humorvolle und kuriose Szenen.Stolz und Vorurteil ist eines meiner liebsten Bücher und ich musste schnell feststellen, dass auch die Lieblinge bzw. die Charaktere, die mich schon im Original zur Weißglut trieben, bei Vermählung die gleichen sind. Auch wenn ich die Vermutung habe, dass Sittenfeld vor allem Mrs. Bennet weit überzogen darstellt, so kann ich sie und ihre Einstellung zu so vielen Dingen absolut nicht gutheißen. Auch zwei der Schwestern werden als verwöhnte, unfreundliche Gören dargestellt, die sich durchs Leben schnorren und keinerlei Respekt an den Tag legen.Da passt es gut, dass das Hauptaugenmerk auf den ältesten Schwestern Jane und Liz und deren (nicht vorhandenes) Liebesleben liegt. Sie sind zwei selbstbewusste Frauen, die sich dem gesellschaftlichen Druck im Bezug auf Heirat und Kinderkriegen nicht beugen und ihr Ding durchziehen. Auch wenn ihre Mutter an dieser Einstellung verzweifeln mag, sehen die beiden nicht ein, warum sie ihr Leben nach den Wünschen ihrer Mutter leben sollten. Eine tolle Einstellung, wie ich finde.Auch ein Wiedersehen mit Mr. Bingley, seiner Schwester Caroline und seinem Freund Mr. Darcy ist uns vergönnt. Auch mit diesen drei haben wir eine Menge Freude, und wer das Original kennt, merkt schnell, dass die Autorin an diesen Charakteren gar nichts verändert hat. Ein großes Vergnügen, vor allem, wenn Darcy nach Gesprächen eine leichte Verbeugung macht.Curtis Sittenfeld lässt auch aktuelle Themen wie selbstbestimmte Leben, Rassismus und alternative Lebensformen mit einfließen, die sich sehr gut in die Geschichte einfügen. Und natürlich darf bei einer Austen-Adaption die Romantik nicht fehlen. Trotz allem bleibt "Vermählung" für mich eher eine Satire auf das Original anstatt einer Neufassung. Denn ich hab mehr als einmal laut auflachen müssen, gerade bei den Dialogen zwischen Liz und Darcy.Besonders gut hat mir die Kombination aus Altertümlichem und Neuzeitigem gefallen. Das hat sich vor allem in der Sprache und der Gestik der Charaktere wiedergespiegelt und für einige Lacher oder auch Kopfschütteln gesorgt. Das einzige, was mich an Sittenfelds Version gestört hat, war die Verbindung zu einer Reality-Show à la Bachelor. Das hatte für mich wenig Hand und Fuß und wirkte eher, als wollte die Autorin das unbedingt in irgendeiner Weise mit einbinden. Ebenso kritisch und unpassend finde ich das letzte Kapitel, welches aus der Sicht von Mary, Liz' und Janes jüngerer Schwester, erzählt wird. Ich möchte euch nichts vorweg nehmen, aber ich weiß weder, wie ich die Infos dieses Kapitels werten soll, noch, warum es dieses Kapitel überhaupt gibt.Vermählung ist eine, in meinen Augen, sehr gelungene, satirische Adaption zu Jane Austens "Stolz und Vorurteil". Sie steht dem Original in nichts nach ohne kopiert zu wirken, sprüht nur so vor Witz und Charme und ist Unterhaltung vom aller feinsten. Man muss das Original nicht zwingend kennen, ich glaube dennoch, dass das Lesen dadurch wesentlich amüsanter wird. Von daher ist Vermählung eine klare Leseempfehlung für euch.

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  • Zu aufgebläht

    Vermählung

    talisha

    11. September 2017 um 12:36

    Schon lange habe ich kein Buch mehr abgebrochen, doch "Vermählung" konnte mich einfach nicht packen. Die Grundidee - Bingsley als Bachelor - fand ich witzig, weshalb ich das Buch lesen wollte. Aber es wirkte viel zu übertrieben in die heutige Zeit übersetzt. Weniger wäre mehr gewesen!Die Szenerie spielt statt in England in Amerika, die fünf Töchter sind alle älter als im Original. Jane und Liz beide sogar um die 40 Jahre alt, sind Yogalehrerin oder Journalistin und die jüngeren Geschwister halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Mrs Bennet sammelt Haushaltsgegenstände. So weit so gut. Nun kommt aber besonders Mrs Bennet extrem nervig und unsympathisch rüber. Aber auch alle anderen wurden fürchterlich überspitzt charakterisiert, so dass ich schon auf den ersten Seiten keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. Mir fehlt der Charme der Originalfiguren.Der Erzählstil ist eine Mischung aus altertümlich und hip. Es werden viele Details erzählt, rasant eigentlich, aber passieren tut trotzdem nicht viel. Der "Höhepunkt", sprich der absolute Nervtöter, war ein Scharadespiel, das von unflätigen Ausdrücken nur so trieft. Danach konnte ich nur noch mit absoluter Selbstgeisselung weiterlesen. "Vermählung" habe ich als Rezensionsexemplar bekommen, und normalerweise lese ich diese immer zu Ende. Doch da ich noch 480 Seiten vor mir hatte und es laut anderen Rezensenten, denen die ersten Seiten der Story gefielen, hiess, dass die Geschichte sich immer schlimmer entwickelte - keine Verbesserung in Sicht meines Erachtens -, habe ich das Buch endgültig abgebrochen.Fazit: Eigentlich mag ich Adaptionen von Klassikern, aber "Vermählung" war mir zu aufgebläht. Das Schönste daran ist das Cover. 

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  • Meine Rezension zu "Vermählung"

    Vermählung

    Belladonna

    05. September 2017 um 10:18

    Beschreibung Mrs. Bennet hat fünf Töchter und sorgt sich vor allem um die Vermählung mit dem jeweils Richtigen der Selbigen. Die älteste Tochter Jane hat mit ihren knapp 30 Jahren gute Aussichten auf die Hand des attraktiven Arztes Chip Bingley, der durch die Realityshow „Vermählung“ bekannt wurde und nach seiner erfolglosen Suche nach der Liebe auf Jane trifft. Janes Schwester Liz freut sich über das Glück des bezaubernden Paares. Mit Chips bestem Freund Fitzwilliam Darcy wird sie jedoch nicht so recht warm. So scheint es zumindest auf den ersten Blick… Meine Meinung Der neueste Roman von Curtis Sittenfeld trägt den Titel „Vermählung“ und erschien im Rahmen des Austen Projekts. Die Autorin hat die wohl beliebteste Geschichte der englischen Kultschriftstellerin Jane Austen, „Stolz und Vorurteil“, in einen modernen Schauplatz verpflanzt. Dabei bleibt sie den Namen und Persönlichkeiten des Originals sowie dem Plot recht treu, es ist sogar auch die ein oder andere Anspielung auf die damaligen gesellschaftlichen Sitten zu entdecken (so deutet z. B. Darcy eine Verbeugung an). An mir ist ein großer Jane Austen Fan verloren gegangen. Die Geschichte von Elizabeth Bennet und Mr. Darcy in „Stolz und Vorurteil“ gehört mit seiner spritzigen, erfrischenden Atmosphäre zu meinen absoluten Lieblingen! Da ich immer offen für neues bin, musste diese Neuinterpretation aus Curtis Sittenfelds Feder natürlich von mir gelesen werden. "„Im Gegensatz zu eurer Mutter ist es mir egal, wen irgendeine von euch heiratet oder, offen gesagt, ob ihr überhaupt heiratet“ antwortete Mr. Bennet." (Seite 23) Die Lebensumstände und den Alltag hat Curtis Sittenfeld den gegenwärtigen Gegebenheiten angepasst. Jane ist Yogalehrerin und lebt gemeinsam mit ihrer Schwester Lizzy, die sich den Lebensunterhalt als Journalistin verdient, in New York. Chip Bingley und sein Freund Fitzwilliam Darcy üben den angesehenen Beruf des Arztes aus und geben damit das passende Objekt für eine, in Mrs. Bennets Augen, perfekte Partie ab. Durch die Erkrankung von Mr. Bennet zieht es die Schwestern in die Kleinstadt wo sie Bekanntschaft mit Bingley und Darcy machen und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Natürlich drängt sich bei so einer Neuinterpretation immer der direkte Vergleich mit dem Originalwerk auf. Für mich spielt Jane Austen in einer gesonderten Klasse, daher war mir von Anfang an klar, dass „Vermählung“ an einem anderen Maßstab zu messen ist. Meine einzige Erwartung an den Roman war gute Unterhaltung mit Jane Austen Flair – und diese wurden hier vollkommen erfüllt. Die Charaktere sind deutlich älter als in der Vorlage und wurden mit ein paar zur moderneren Zeit passenden Feinheiten ausgestattet, bei der teilweise zum schmunzeln überspitzten Darstellung wird Curtis Sittenfeld zu einer modernen Austen. "Mary war, wie Liz längst festgestellt hatte, der lebende Beweis dafür, dass man ohne Weiteres unattraktiv und unsymphatisch sein konnte." (Seite 116) Nach einem überzeugenden Beginn geht der rote Faden während des weiteren Verlaufes immer mehr verloren. Die Entwicklungen zwischen Lizzy und Darcy hatten nicht annähernd das Charisma des Originals. Das Konzept des Reality-TV in Kombination mit dem klassischen Ursprung geht leider auch nicht ganz auf. Zum Schluss brachte es eine sehr gekünstelte Empfindung mit sich. Deshalb bleibt es bei Curtis Sittenfelds „Vermählung“ bei einem amüsanten Unterhaltungsroman für zwischendurch. (Das Buch eignet sich daher auch prima als leichte Lektüre für den Urlaub.) "„Und auch wenn du nicht eben mein Aussehen, meine Persönlichkeit und meine Familie beleidigt und dein Interesse an mir auf Sexualhormone geschoben hättest – sogar wenn du deine Zuneigung wie in normales menschliches Wesen ausgedrückt hättest, würde sich nichts daran ändern.“" (Seite 342) Fazit Eine lesenswerte Adaption, die Jane Austens Klassiker in die moderne Welt transferiert.--------------------------------------------------------- © Bellas Wonderworld; Rezension vom 05.09.2017

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  • Konnte mich leider nicht begeistern :(

    Vermählung

    Buecherwunderland

    20. August 2017 um 20:47

    Vorneweg:Ich habe dieses Buch letzten Monat zum Geburtstag bekommen. Vermutlich hätte ich es mir aber auch selbst gekauft, da eine modernisierte Version von Stolz und Vorurteil durchaus interessant klang.Meine Meinung:Leider hat mir dieses Buch nicht gefallen, dabei hatte ich nicht mal sonderlich hohe Erwartungen. Jeglicher Charme des Originals ist für mich bei der Modernisierung verloren gegangen. Die Bennet's sind in der modernen Version sehr übertrieben. Die Mutter ist kaufsüchtig, der Vater kann anscheinend nicht sonderlich gut mit Geld umgehen und die jüngeren Geschwister sind einfach nur nervig und anstrengend. Wobei "jünger" hier relativ ist, da Jane in dieser Version bereits 39 und Elizabeth 38 ist. Sonderlich sympathisch waren mir die meisten Charaktere  nicht, aber Mrs. Bennet fand ich am schlimmsten. Ja, auch im Original ist sie nicht gerade einfach, aber hier ist sie einfach nur schrecklich. Auch das ganze mit der Fernsehshow bei der Chip Bingley mitgemacht hat, hat mir nicht gefallen. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass ich nichts vom "Bachelor" halte. Dadurch war mir auch Bingley nicht so sympathisch wie im Original.  Liz und Jane waren mir da schon sympathischer, gerade auch weil sie im Gegensatz zu ihren Schwestern auf eigenen Beinen stehen. Darcy hat mir wirklich mit Abstand am besten gefallen. Trotzdem konnte auch er mich leider nicht für das Buch begeistern :(. Fazit:Leider eine Modernisierung, die mich gar nicht begeistern konnte.

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  • Lizzie und Darcy machen auf modern

    Vermählung

    xine48

    20. August 2017 um 10:37

    Erst einmal muss ich sagen, dass mich das Cover wirklich extrem angesprochen hat, es ist sehr auffällig und passt meiner Meinung nach ganz gut zum Buch.Es wird die Geschichte von Lizzie und Darcy in einem neuen Setting erzählt. Alles wurde einigermaßen gut angepasst. Die jobs der einzelnen Personen passen ganz gut, nur Bingley kann ich mir immer noch nicht so ganz als Fernsehsternchen vorstellen. Die Geschichte war in sich ganz schlüssig und hat die meisten offenen Fragen beantwortet. Doch leider musste ich das ein oder andere mal heftig schlucken und hätte am liebsten laut geschrien; "Nein, NEIN, FALSCH, so etwas würde Mr Darcy niemals machen oder Lizzie". Das schreibe ich aber der künstlerischen Freiheit der Autorin zu, jeder hat eine andere Vorstellung von seinen liebsten Figuren. Alles in allem würde ich das Buch eingeschränkt weiter empfehlen. Wenn man damit klar kommt das die Autorin alles ein wenig freier sieht und eher als "lustige" neue Variation ist man am bestens bedientErst einmal muss ich sagen, dass mich das Cover wirklich extrem angesprochen hat, es ist sehr auffällig und passt meiner Meinung nach ganz gut zum Buch.Es wird die Geschichte von Lizzie und Darcy in einem neuen Setting erzählt. Alles wurde einigermaßen gut angepasst. Die jobs der einzelnen Personen passen ganz gut, nur Bingley kann ich mir immer noch nicht so ganz als Fernsehsternchen vorstellen. Die Geschichte war in sich ganz schlüssig und hat die meisten offenen Fragen beantwortet. Doch leider musste ich das ein oder andere mal heftig schlucken und hätte am liebsten laut geschrien; "Nein, NEIN, FALSCH, so etwas würde Mr Darcy niemals machen oder Lizzie". Das schreibe ich aber der künstlerischen Freiheit der Autorin zu, jeder hat eine andere Vorstellung von seinen liebsten Figuren. Alles in allem würde ich das Buch eingeschränkt weiter empfehlen. Wenn man damit klar kommt das die Autorin alles ein wenig freier sieht und eher als "lustige" neue Variation ist man am bestens bedient.

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  • Vermählung

    Vermählung

    FrauTinaMueller

    14. August 2017 um 16:48

    Curtis Sittenfeld ist es mit ihrem Jane Austens Stolz und Vorurteil nacherzähltem Roman “Vermählung” gelungen, die Familie Bennett gekonnt in die Neuzeit zu verlagern. Quasi “Stolz und Vorurteil” in Zeiten des “Bachelors”. Die Geschichte spielt in Cincinnati und die Figuren bekamen alle zeitgemäße Berufe zugeordnet. Die Geschichte ist ja allseits bekannt und sei hier noch einmal kurz präsentiert: Mr. Bennet wird nach einem Notfall im Krankenhaus behandelt und zur Unterstützung versammeln sich auch die bereits ausgeflogenen Töchter Lizzie und Jane wieder in ihrem Elternhaus. In Mrs. Bennets Lebens dreht sich weiterhin alles um ihre fünf Töchter und zwar genauer gesagt, diese gut und reich zu verheiraten. Jane, die Älteste verliebt sich in den attraktiven Arzt Chip Bingley, der bis vor kurzem noch in der bekannten TV-Kuppelshow “Vermählung” vergeblich nach der großen Liebe gesucht hat. Und wie auch im Original knistert es gleich gewaltig zwischen den beiden. Liz Bennet hingegen trifft auf den ungehobelten Neurochirurgen Fitzwilliam Darcy … doch die beiden können einfach nicht voneinander lassen. Und auch die anderen Schwestern sorgen für viel Furore 😉 … “Lange vor seiner Ankunft war in Cicinnati allgemein bekannt, dass Chip Bingley auf der Suche nach einer Ehefrau war.” (Seite 7) Leider lassen die Dialoge zwischen Lizzie und Mr. Darcy den feurigen Sprachwitz vermissen, in dieser Geschichte geht es doch recht gediegen (bis auf den Hass-Sex) zwischen den beiden zu und Mr. Darcy und auch Lizzie sind längst nicht so bissig wie im Austen-Original – schade. Dennoch lohnt sich die Geschichte, ich fand es sehr spannend, wie Curtis Sittenfeld die Geschichte in die Neuzeit verlagert hat mit all ihren technischen Errungenschaften und sich in den wichtigen Dingen doch nicht so weit vom Original entfernt hat. Alleine das Cover ist den Kauf des Buches wert – davon abgesehen ist das Buch für Jane-Austen-Fans ohnehin ein Muss 😉 … Es hat mir zudem besser gefallen als der düstere Verschnitt “Jane Austens Northanger Abbey” von Val McDermid, der heute ebenfalls in dieser Optik nochmals als Taschenbuch erschienen ist. Fazit: Ein gelungenes, frisches und sehr gut adaptiertes Must-read für Jane-Austen-Fans!

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  • Für Jane Austen-Fans mit Vorsicht zu genießen!

    Vermählung

    Sirene

    09. August 2017 um 18:10

    Inhalt: Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre fünf Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor kurzem als Bachelor in der Fernsehshow „Vermählung“ vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können. Und dann wären da ja noch die drei anderen hoffnungslosen Single-Töchter …Als ein großer Jane Austen Fan war ich zunächst begeistert gewesen, als das Jane Austen Project ins Leben gerufen wurde und eine handvoll Autoren sich eins ihrer Romane rauspickten um sie modern neu zu interpretieren. "Vermählung" von Curtis Sittenfeld ist das erste Buch, dass ich aus dem Projekt gelesen habe und ich denke, auch das Letzte. Die New York Times schrieb, dass es keine bessere Autorin gibt für dieses Vorhaben und dementsprechend waren meine Erwartungen hoch, die in den ersten ca. 50 Seiten erfüllt wurden, aber es wurde schlimmer und schlimmer. Aus Neugier heraus las ich weiter und war am Ende mehr als nur deprimiert, besonders das letzte Kapitel saß tief. Zu Beginn gefiel mir der Humor, der wirklich lustig war und mit dem kalten und direkten Schreibstil freundete ich mich recht schnell an, aber die Geschichte selber, die Umsetzung von manchen Charakteren und Handlungen war mir zuwider und ich kam mit gewissen Dingen nicht klar. Zum Beispiel im Original "Stolz und Vorurteil" ist die Mutter der Bennet Töchter, eine Frau, die einfach ihre Töchter verheiraten möchte und immer aufs Geld achtet bei den Ausgaben und sich auch darum immer wieder einen Kopf macht. Hier aber ist sie eine kaufsüchtige Frau, die sich nicht mit peinlichen Eifer um ihre Töchter kümmert. An anderen Charakteren habe ich ebenfalls grundlegende Charakterzüge anzumerken, von denen ich einfach erwartet hatte, dass sie da sind und nicht verdreht wurden. Abgesehen davon ging es meiner Meinung nach viel mehr um Emanzipation und Selbständigkeit, als um Stolz und Vorurteile. Im Laufe der Handlung verlor das Buch immer mehr seinen Bezug zum Original und es war einfach nicht schön oder romantisch! Als eingefleischte Jane Austen Fan fiel es mir schwer das Buch zu mögen und es kann gut sein, dass andere Leser, die keinen großen Bezug dazu haben, es als unterhaltsam und amüsant empfinden (der Start war auch nicht schlecht). Doch für mich ist es leider nichts gewesen, weil es viel zu modern, teilweise derb und abgeändert ist.

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    • 2
  • Leider nichts für mich - zu kitschig & langatmig - dafür toller Schreibstil und wundervolles Cover

    Vermählung

    DreamingYvi

    06. August 2017 um 11:52

    Die originale Fassung von Stolz und Vorurteil habe ich nie gelesen, daher war ich unheimlich gespannt auf dieses Buch. Die Adaption in der heutigen Zeit. Könnte etwas für mich sein, vor allem, da ich schon mehrmals mit dem Klassiker von Jane Austen geliebäugelt habe, ihn allerdings nie gekauft habe, weil ich einfach weiß, dass mir Klassiker nicht zusagen werden.Also habe dieses Buch angefangen zu lesen. Und war umso enttäuschter, da es mich einfach nicht fangen konnte. Zuerst konnte ich mit den ganzen Figuren nichts anfangen und war ständig verwirrt, wer da jetzt eigentlich wer war. Dazu gefiel mir die Idee mit dem Bachelor ehrlich gesagt überhaupt nicht, aber das ist wahrscheinlich auch Geschmackssache.Allerdings hat die Autorin einen wirklich tollen Schreibstil, was das Lesen wiederum angenehm macht. Auch das Cover ist eine absolute Augenweide und gefällt mir sehr, sehr gut.Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit dem Buch mehr anfangen gekonnt hätte, wenn ich Stolz und Vorurteil gelesen hätte. Vielleicht war es aber auch gerade einfach nur ein falscher Zeitpunkt für mich. Aber ich möchte diesem Buch noch mal eine Chance geben und werde es irgendwann nochmal lesen. Trotzdem möchte ich dieser Geschichte 3 Sterne geben. Der Schreibstil, das Cover und auch die Idee der Geschichte gefallen mir sehr gut. 

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    • 3
  • Jane Austen meets the Bachelor - Unterhaltsam aber mit Schwächen

    Vermählung

    booknerd84

    04. August 2017 um 12:41

    Titel: Vermählung Autorin: Curtis Sittenfeld Verlag: Harper Collins Seitenanzahl: 576 Inhalt/Klappentext:Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor Kurzem als Bachelor in der Fernsehserie "Vermählung" vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können. Mein Fazit: Nachdem ich bereits das Original zu "Stolz und Vorurteil" gelesen hatte und absolut begeistert war, konnte ich es kaum erwarten diese neue Adaption des Klassikers von Jane Austen lesen. Der Schreibstil von Curtis Sittenfeld ist sehr leicht zu lesen und durch die vielen sehr kurzen Kapitel lässt sich das Ganze schnell weg lesen. Auch ist es der Autorin gut gelungen, die altbekannten Charaktere wie Jane, Liz, Mr. Darcy und Mr. Bingley in die heutige Zeit einzubinden, jedoch mit einigen Schwächen. Die Verhaltensweisen und Geschehnisse dieser Adaption waren für mich jedoch manchmal etwas übertrieben und wirkten daher zu gewollt. Auch wenn es Sittenfeld gelungen ist, sich recht gut an die Originalhandlung des Klassikers von Jane Austen zu halten, fehlte mir das gewisse Etwas in diesem Buch. Die großen Gefühle blieben für mich aus, welche natürlich bei Jane Austen einzigartig waren. Die "Vermählung" ist ein nettes, unterhaltsames Buch, welches man natürlich als gute Unterhaltung für zwischendurch lesen kann, aber leider nicht ganz meine Erwartungen erfüllt hat. Ich denke, wenn man den Klassiker noch nicht gelesen hat, findet man in diesem Roman eine humorvolle und unterhaltsame Lektüre. Im Großen und Ganzen ist diese Adaption eine interessante Idee die recht gut, aber auch mit Schwächen umgesetzt wurde. Von mir gibt es daher leider nur 3 von 5 Sterne.Liebe Grüßeeure Jasmin (booknerd84)

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  • Eine Neu-Adaption, die man sich hätte sparen können

    Vermählung

    LESETANTE_CARO

    31. July 2017 um 17:46

    Was habe ich mich gefreut, als ich gesehen habe, dass es eine Neuauflage von „Stolz und Vorurteil“ geben soll. Mein absolutes Lieblingsbuch und wie ich finde auch DIE Pflichtlektüre einer jeden Leseratte. Curtis Sittenfeld hat sich der Geschichte angenommen und sie in die heutige Zeit verfrachtet. Ich hatte hohe Erwartungen, die allesamt leider total enttäuscht wurden. Ob nun Lizzy, Jane, Mr. Darcy, Mr. Bingley…. wir treffen auf viele liebgewonnene Charaktere, die in unserer Zeit ihr Tun haben. Was sie nicht haben, ist die Charme und die Liebenswürdigkeit der originalen Charaktere. Nach und nach gingen mir alle Figuren auf die Nerven. Allen voran die kleinen Schwestern Kitty und Lydia, die hier noch arroganter rüber kamen als in der Originalvorlage. Jede Figur, jedes Tun, jedes Handeln war hier total überspitzt. Sittenfeld hat in meinen Augen, Austens Roman total verhunzt und der Geschichte das Herz gestohlen. Die damalige Gesellschaftskritik fehlt in diesem Roman ganz. Es ist total schade und mir tut es in der Seele weh, aber dieses Buch hätte man mit Sicherheit besser machen können. Schon allein, dass es nun der Bachelor sein sollte, verleiht der Handlung eine Oberflächlichkeit sondergleichen, die mich dermaßen störte, dass ich das Buch letztendlich abbrechen musste. Ich wollte es mir einfach nicht mehr antun. Das einzig Positve: Der Schreibstil, der leicht ist und mich anfangs gut durch die Seiten kommen lies. Und auch die Gestaltung des Covers ist eine Augenweide. Aber es rettet nicht mehr viel, so dass ich dieses Buch eigentlich niemanden empfehlen mag. Lest lieber das Original! Nicht jede Neu-Adaption ist gut! Diese hier hätte man sich sparen können. Es ist schade, aber leider musste ich dieses Werk abbrechen, weil ich sowohl mit den Figuren als auch mit der Umsetzung der Handlung meine Probleme hatte. Es strotzt nur so vor Oberflächlichkeiten und alles ist total überspitzt. Für mich eine absolute Enttäuschung! Lediglich zwei Sterne für Erzählstil und Cover.

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  • Rezension zu "Vermählung"

    Vermählung

    Tiana_Loreen

    27. July 2017 um 19:45

    Ein Klassiker in der Gegenwart. Gute Idee, aber auch mit entsprechenden Längen und anstrengenden Charakteren.Inhalt:Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor Kurzem als Bachelor in der Fernsehshow „Vermählung“ vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können … (© Harper Collins)Meine Meinung:„Stolz und Vorurteil“ zählt nicht nur zu meinen Lieblingsbüchern, nein, es ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich kann es immer und immer lesen.Ich liebe die Schreibweise, die Charaktere und den Handlungsverlauf.Dementsprechend gespannt war ich auf die Neuadaption des Buches. Die Geschichte rund um die Bennets und Darcy in der modernen Neuzeit. Die Idee ist gut, hat aber auch einiges an Länge.Die HandlungStark am Original angelehnt, aber dennoch mit einer ganz eigenen Dynamik schafft es Curtis Sittenfeld die Geschichte der Bennets in die Neuzeit einzugliedern.Die Familie ist immer noch ein Haufen voller Chaoten, aber diesmal geht alles etwas in eine andere Richtung.Sportbesessene Schwestern.Arbeitsfaule Familienmitglieder.Und die bekannte Hochzeitssüchtige-Mutter. Und Liz & Jane mittendrin. Und da wo Chaos ist, ist die Liebe bekanntlich nicht fernt xP.Die CharaktereHierbei muss ich der Autorin zugutehalten, dass sie diese wirklich aus dem Original entnommen hat. Und doch nerven sie mich die meiste Zeit.Warum das?Tja, das Alter passt nicht zu den Charakterzügen. Lydia und Kitty sind unter 30 unter verhalten sich wie zwei 14 jährige verwöhnte Mädchen.Mary ist Dauer-Studentin mit 30 und ohne großes Interesse jemals auf eigenen Beinen zu stehen.Liz ist zwar Berufstätig, aber Darcy gegenüber oft so zickig und herablassend, dass ich verstehe, dass er sie anfangs echt nicht leiden konnte. Bei mir war es genauso.Die Protas waren charakterlich gut getroffen, aber das Alter war etwas, das mich gehörig störte.Single und nicht verheiratet sein ist nicht bedeutend damit, dass man zuhause lebt und den Eltern ständig auf der Tasche sitzen muss. Schade, dass Curtis Sittenfeld es genau so dargestellt hat.Mein liebster Protagonist war Ham. Er ist zwar nur eine Nebenperson, aber er hat es quasi sofort in mein Herz geschafft, Liz brauchte da um einiges Länger.Die SchriebweiseGewöhnungsbedürftig. Langgezogen. Extrem ausholend.Es wird alles erklärt. Egal ob wichtig oder (wie so oft) eigentlich total unwichtig. Das erklärt zwar die stolze Seitenzahl von knapp 600 Seiten, aber ist der Lesefreude nicht gerade dienlich.Erst weit nach der Hälfte – als die Charaktere „normaler“ wurden, machte das Lesen Spaß und ich fühlte mich langsam aber sicher im Buch wohl. Aber das dauerte eben. Lange.Fazit:Interessante Idee mit der Adaption, aber ich bleibe lieber beim Original.Die Charaktere (meist die Bennets) nerven einfach nur und die Handlung wird bis aufs Äußerste langgezogen, dass die ersten 300 Seiten ein wahrer Kampf waren.Und doch…und doch gefiel es mir. Irgendwie.Es war eine etwas andere Geschichte von „Stolz und Vorurteil“ und die Komponente aus „Original“ und „Neuzeit“ sind dann doch wieder gut gelungen.Als ich mich dann erst im Buch wohl fühlte, konnte ich nicht mehr mit Lesen aufhören.Das Buch war gut, aber nicht unbedingt ein MUST READ. Fans von Jane Austen werden es aber dennoch mögen, immerhin wird die Liebesgeschichte von Elisabeth und Darcy darin vor ;).Von mir bekommt „Vermählung“ 3,5 von 5 Federn! 

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  • Mittelmäßige Adaption, großartiger Roman!

    Vermählung

    someloststories

    25. July 2017 um 13:39

    Jane Austens 'Stolz und Vorurteil' gehört selbstverständlich neben Harry Potter zu meinen Lieblingsbüchern, obwohl es noch gar nicht so lange her ist, dass ich das Buch zum ersten Mal in meinen Händen gehalten habe. Es hat mich sofort verzaubert. Elizabeth ist einer der bewundernswertesten Charaktere, die mir begegnet sind, besonders in dieser schwierigen Zeit zu der die Geschichte der Bennets spielt. Auch wenn der Roman von Jane Austen unfassbar alt ist, schafft sie es mit ihrer lebendigen Sprache einen zu packen.Natürlich war ich dann Feuer und Flamme, als ich von der Adaption 'Vermählung' von Curtis Sittenfeld hörte und lief gleich zur nächsten Buchhandlung. Nach den ersten Seiten begann ich schon unbewusst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Adaption und dem Original zu suchen. Nicht nur in der Geschichte, sondern auch in den verschiedenen Charakteren.Im Jahre 2013 ist Liz um einiges älter und wohnt in New York, genauso wie Jane, während der Rest der Bennets in Cincinnati wohnt und ihren Tätigkeiten nachgehen. Liz ist in der heutigen Zeit Journalistin, Jane ausgebildete Yogalehrerin und die beiden Problemkinder Kitty und Lydia haben ihre Liebe im Crossfit Training entdeckt. Besonders Mr. Bennet hat mir gut gefallen, denn er wurde in der neuen Version kaum verändert und ist seinem Charakter treu geblieben.Die erste Begegnung mit Mr. Chip Bingley und mit Darcy hat mir sehr gut gefallen. Es ähnelte sehr der älteren Version und trotzdem wurde sie gut in unsere Zeit übertragen. Natürlich durften die berühmten Worte Darcys über die Bennet Schwestern und besonders über Elizabeth nicht fehlen. Die Arroganz in der Adaption von Mr. Darcy war also kaum zu übersehen.Die Geschichte entwickelte sich auch gut. Liz hatte mit vielen Problemen mit ihrer Familie zu kämpfen und trotzdem zögerte sie nicht einen Moment ihnen zu helfen, auch wenn sie nicht ein Stück Dankbarkeit von ihnen zurückbekam. Jane dagegen hatte ihre ganz eigenen Schwierigkeiten.Bis kurz vor dem Ende konnte ich das Buch kaum aus der Hand halten und fand es wirklich gut umgesetzt. Bis auf ein paar kleine Momente, wo ich mich doch sehr fremdbeschämt hatte für Lydia und Kitty, hatte Sittenfeld eine schöne Adaption geschaffen.Das Ende im Gegenteil hat mir dann überhaupt nicht gefallen. Es wirkte alles zu übertrieben, selbst für unsere heutigen Verhältnisse. Auch hat mir das starke Thema 'Der Bachelor' nicht wirklich überzeugt. Besonders zum Schluss hat das Buch sich zu sehr drauf fokussiert und alles schien noch unrealistischer.Das Buch hat jede Menge Witz, Romantik und einen kleine Verbindung zu Austen, was mich sehr überzeugt hat. Ich musste schon schmunzeln, als Darcy einmal eine leichte Verbeugung andeutete!Ich finde es wirklich gelungen, dass Sittenfeld auch heutige Probleme angesprochen hat wie die Rolle der Frau, selbstbestimmte Leben und Rassismus.Für mich ist Vermählung nur eine mittelmässige Adaption, aufgrund des enttäuschenden Endes, und dafür für richtige Austen Fans mit Vorsicht zu genießen. Dafür ist er aber als alleinstehender Roman sehr empfehlenswert! Deswegen vergebe ich 4 von 5 Herzchen.Ganz viel Liebe x

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