Curzio Malaparte

 4.1 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor von Kaputt, Die Haut und weiteren Büchern.

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Curzio MalaparteKaputt
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Kaputt
Kaputt
 (11)
Erschienen am 01.08.2007
Curzio MalaparteDie Haut
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Die Haut
Die Haut
 (9)
Erschienen am 01.02.2008
Curzio MalaparteZwischen Erdbeben
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Zwischen Erdbeben
Zwischen Erdbeben
 (3)
Erschienen am 01.03.2007
Curzio MalaparteDer Zerfall
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Der Zerfall
Der Zerfall
 (1)
Erschienen am 01.01.1961
Curzio MalaparteTechnik des Staatsstreichs
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Technik des Staatsstreichs
Technik des Staatsstreichs
 (0)
Erschienen am 01.01.1988
Curzio MalaparteDas Kapital
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Das Kapital
Curzio MalaparteDie Haut
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Die Haut
Die Haut
 (0)
Erschienen am 17.08.2009
Curzio MalaparteDie Wolga entspringt in Europa
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Die Wolga entspringt in Europa
Die Wolga entspringt in Europa
 (0)
Erschienen am 01.02.1992

Neue Rezensionen zu Curzio Malaparte

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Rezension zu "Die Haut" von Curzio Malaparte

Schockierend, brutal, ehrlich
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Selten hat ein Buch so schockiert, wie es Curzio Malapartes Roman „Die Haut“ vermag. Der 1898 in Florenz geborene Journalist und Autor liefert einen semi-autobiographischen Bericht über die Zustände in Italien im Jahre 1943, dem Zeitpunkt der „Befreiung“ des faschistischen Landes durch alliierte Truppen. Das Spektrum der erzählerischen Sicht reicht dabei von den höchsten Kreisen ziviler und militärischer Kreise bis in jene des Proletariats. Zwei Drittel der Erzählung spielen in Neapel und beschäftigen sich mit dem moralischen und gesellschaftlichen Verfall der Stadt nach deren Besetzung durch die Alliierten. Mit einer Eindringlichkeit, die beinahe Penetranz gleicht, mit einer Brutalität, die manchen Thriller der Neuzeit in den Schatten zu stellen vermag, mit einer Offenheit, die dem Leser Ekel und einen Schauer verursacht, gibt Malaparte Zeugnis dieser Stadt, die Sodom und Gomorrha durchaus Konkurrenz machen dürfte. Inmitten dieses Infernos, welches an Dante und Boccaccio gemahnt, bewegt sich der Verbindungsoffizier Malaparte, häufig in Begleitung eines amerikanischen Offiziers oder Soldaten und bedeutet so der freien, demokratischen Welt das Übel, welches diese Begriffe auf ein Volk ausüben, dass sich ihrer nicht zu bedienen weiß. Nie ist die Erzählung sentimental oder melancholisch, sondern immer neutral, während die eigentliche Anklage im Subtext zu suchen ist. Dabei macht der Autor nicht den Befreiern den Vorwurf, die moralische Verworfenheit über sein Volk gebracht zu haben. Vielmehr besteht zwischen Siegern und Besiegten eine unheilige Allianz, innerhalb derer sich die einen zum Missbrauch genötigt sehen und die anderen diesen dulden oder sich zum Opfer machen lassen. Das letzte Drittel des Buches spielt in Rom und Florenz, bei dessen Befreiung der Autor wiederum vor Ort ist. Auch hier treffen die Soldaten auf ein Volk, dass durch die plötzlich eingetretene Freiheit in Brutalität und Egoismus verfällt, wie es auch schon in Neapel der Fall war. Die Alliierten bringen die „Pest“ ins Land, eine Krankheit der Moral und der Werte, der sich kein einfacher Mann und keine einfache Frau entziehen kann. Für das nackte Überleben, für die eigene Haut, ist der Mensch in seinen Handlungen nicht einzuschränken, nicht zu kontrollieren. Malaparte schrieb dieses Buch 1949 und löste damit einen Skandal aus, der ihm den Unmut der Neapler und der Kurie einbrachte. Doch tat dies dem Erfolg seines Werkes keinen Abbruch. Vielmehr ist „Die Haut“ bis heute ein lesenswertes Buch, dass die Tragik einer oktroyierten Freiheit und eines Volkes zeigt, das an ihrer Umsetzung scheitert.

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christiane_dieckerhoffs avatar

Rezension zu "Kaputt" von Curzio Malaparte

Rezension zu "Kaputt" von Curzio Malaparte
christiane_dieckerhoffvor 8 Jahren

Dieses Buch ist etwas ganz anderes und auf keinen Fall leichter Tobak. Fast lapidar erzählt Malaparte, der als italienischer Kriegsberichterstatter, von seinen Erlebnissen in Rumänien und Polen. Sei es, dass im See eingefrorene Pferdekörper entsorgt werden, die den deutschen Soldaten im Winter als Sitzkissen beim Eisangeln gedient haben, oder den Überlegungen eines deutschen Stadthalters, der sich Gedanken dazu macht, wie man die Sterblichkeit im Ghetto senken könnte, (Man erhebe eine Sonderabgabe auf jeden Toten) Malaparte ist Zeuge und hält mit seinem Sarkasmus den Mächtigen einen Spiegel vor. Aber er ist nicht nur sarkastisch, wenn er von den Elenden und den Ländern erzählt, gelingen ihm Sätze, die den Leser frierend zurücklassen.

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