Cynthia D'Aprix Sweeney Das Nest

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Inhaltsangabe zu „Das Nest“ von Cynthia D'Aprix Sweeney

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann.

Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben …
Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman

»Ein Roman wie gute dunkle Schokolade: elegant und bittersüß, so köstlich, dass man ihn in einer Nacht verschlingt.«
Entertainment Weekly

Ein Porträt über eine Familie in New York, die die erwartete Erbschaft (Fonds) nicht bekommt.

— schokoloko29

Eine sehr interessant-geschriebene Geschichte, die mich total für sich einnehmen konnte - wenngleich es auch ein paar Schwächen gab.

— Benni_Cullen

Sehr unterhaltsam.Großartig die durchgehend feine Ironie und das Auge der Autorin für die großen und kleinen Schwächen ihrer Protagonisten!

— Code-between-lines

Überraschende, intelligente und sehr ausgefeilt geschriebene Familiengeschichte über Geld und wie es die Menschen verändert

— Isalay

Überhaupt nicht mein Fall! Zu viele Protagonisten, dementsprechend auch zu viele Handlungsstränge, die einfach nur langweilig waren.

— TraumTante

Bitterböse, kluge Charakterstudie aus New York über das liebe Geld, die nach Verfilmung schreit.

— SalanderLisbeth

Mäßig unterhaltsame Gesellschaftskritik über die teils schwer nachvollziehbaren Probleme von Neureichen ...

— DieBuchkolumnistin

Bissig, ironisch und schonungslos ehrlich. Obwohl ich keinen der Charaktere mochte, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt.

— -Leselust-

Ich habe mir leider mehr davon erhofft. Waren für mich zu viele Nebenschauplätze und zu wenig Zusammenhang. Gute Idee, zu aufgebauscht.

— Linsenliebe

Ausgezeichnet und überraschend fand ich diesen Debütroman um den Weg von vier erwachsenen Geschwistern in die Selbständigkeit.

— Sigismund

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  • Das liebe Geld

    Das Nest

    schokoloko29

    Es werden vier Geschwister porträtiert, die in New York City leben. Sie erwarten eine Auszahlung eines Fonds, der ihnen das Leben erleichtert. Bei dem einen kann er die Hypothek auf das Haus tilgen. Bei der anderen kann sie ein gutes College für ihre Zwillinge leisten. Leider ist es so, dass der älteste Bruder sich mit dem Geld davonmacht und er es nicht an die Geschwister auszahlt. Mehrere Ehen brökeln und am Ende gibt es auch ohne viel Geld eine Lösung....Mir hat das Buch gut gefallen. Es liest sich gut. Ich kam in ein Lesesog hinein, da es so spannend war. Und am Ende war ich traurig, dass es vorbei war.Das einzige Manko war die Überzeichnung der Charakteren. Sie wirkten auf mich etwas stereotyp. Deshalb bekommt das Buch vier Sterne.

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  • Familie ist wichtiger als Geld...

    Das Nest

    Federchen

    05. February 2018 um 12:26

    Leon ist ein verheirateter Lebemann. Er hat viel Geld verdient und steht kurz vor der Scheidung. Über seine leichtfertige Lebensweise können seine drei Geschwister Bea, Jack und Melody nur den Kopf schütteln. Denn ihnen steht das Wasser bis zum Hals. Da muss eine Hypothek abbezahlt werden, die Wohnung soll vergrößert werden und die Töchter können doch bitte nicht auf eine staatliche Universität gehen. Doch es scheint Licht am Ende des Tunnels. Schließlich hat der Vater der vier einen großen Batzen Geld zur Seite gelegt, bevor er verstarb. Das Erbe soll am 40. Geburtstag der jüngsten Tochter ausgezahlt werden. Doch was passiert, wenn das Geld nicht fließt? "Das Nest" ist der Debütroman der Autorin Cynthia D'Aprix Sweeney. Das eng verwobene Netz der Familiengeschichte der Plumbs aus New York lässt sich anfangs etwas holprig lesen, da die Autorin mit Vorliebe eine bestimmte Form von Schachtelsätzen bildet, die hin und wieder mit Erweiterungen versehen werden. Hinzu kommt die für manchen Leser zu hohe Anzahl von mitwirkenden Charakteren. Da fällt es zu Beginn nicht leicht, den Überblick zu behalten. Dennoch fesselt die Geschichte um die New Yorker Familie, denn ab einem bestimmten Punkt, der sich nicht wirklich genau festlegen lässt, fliegen die Seiten nur so dahin. Von warmherzigen bis boshaften Charakteren, von überführsorglichen bis hin zu sehr verständnisvollen Personen ist beinah alles in diesem Roman zu finden. Auch wenn die Autorin, wie oben bereits erwähnt, ihre Sätze gern ausschmückt, so klarer ist der Schreibstil bei der direkten Rede. Die Dialoge der Figuren sind knackig und treiben den Lesefluss voran. Durch kleine Rückblicke lernt der Leser die Figuren besser kennen und verstehen.Mich hat vor allem aber auch das Cover verzaubert. Vier gefiederte Freunde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, stellen die vier sehr unterschiedlichen Charaktere der Geschwister dar. Jeder der vier hat seine ganz eigene Ansicht von seinem glücklichen Leben. Waren sie in der Kindheit eng miteinander vereint, so zeigt sich im Alter, dass die Unterschiede nicht größer sein könnten. Dennoch zeigt Cynthia D'Aprix Sweeney, dass man mehr gemeinsam haben kann, als es dem ersten Anschein nach ausssieht. Das Buch ist eine wunderbare Familiengeschichte, wie sie zum Teil überall passieren könnte. Eine Familiengeschichte, die vor allem am Ende genau da ist, wo sie sein sollte. Auch wenn ich einige Textstellen mit einer Art Genugtuung gelesen habe und vielleicht auch mit einem anderen Ende gerechnet hätte, so hat mich der Abschluss, denn die Autorin gewählt hat, mehr als versöhnlich gestimmt.(c) buchgefieder.blogspot.com

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  • Eine ermutigende Familiengeschichte mit ein paar kleineren Schwächen

    Das Nest

    Benni_Cullen

    27. January 2018 um 18:03

    Dieses Buch lag seit Erscheinung am 13. Februar 2017 auf meinem SuB und ich wollte immer wieder danach greifen, habe es aber dann aus unterschiedlichen Gründen nie geschafft. Und dann war es so weit: Gemeinsam mit einer Co-Bloggerin (liebe Grüße an Karin von Buchgefieder an dieser Stelle) begab ich mich auf die Reise nach New York und lernte die vier Plumb-Geschwister kennen. Vorher kannte ich die Autorin noch gar nicht und auch diese Art von Roman steht jetzt nicht regelmäßig auf meiner WTR-Liste - deshalb konnte ich so gar nicht abschätzen, wie gut mir die Geschichte gefallen wird oder halt nicht.Leo, Melody, Jack und Bea führen nach außen hin ein unkompliziertes Leben: Leo ist Millionär, der gar nicht mehr arbeiten muss, um zu überleben. Melody hat Zwillinge, ist glücklich verheiratet und lebt in ihrem Traumhaus bei New York. Jack hat seine große Liebe gefunden und besitzt sogar ein Sommerhaus. Und Bea ist zwar nicht die erfolgreiche Autorin geworden, die sie werden wollte, aber immerhin hat sie einen sicheren Job bei einem kleinen Verlag und lebt glücklich in ihrer Eigentumswohnung. Doch das nur nach außen hin. Denn eigentlich plagen alle große Laster. Gut, dass sie sich da auf ein finanzielles Polster freuen können: Ihr Vater hat für sie alle Geld angelegt. Das so genannte Nest soll sie finanziell unabhängig machen. Doch ein Unfall verändert alles und plötzlich ist das Erbe nicht mehr so groß, wie angenommen. Ob sie die Facade, von glücklichen und reichen Menschen da noch lange aufrecht erhalten können?Ich muss sagen, dass ich die Geschichte von Anfang an mochte und interessant fand. Es sind echte Probleme von echten Menschen, die mit Dingen zu tun haben, die uns alle betreffen könnten. Ich fand diesen realistischen und sehr erwachsenen Aspekt der Geschichte wirklich gut dargestellt. Das Thema Schulden ist ja gerade in der heutigen Zeit allgegenwertig und man hört immer wieder von den Sorgen und Ängsten, die Betroffene in solch einer Situation haben - besonders dann, wenn es aussichtslos erscheint. Ich fand, dass genau das zum Tragen kam und die Geschichte so glaubwürdig präsentiert wurde, ohne alles durch eine rosarote Brille erzählt zu bekommen. Dabei waren die Probleme so vielfältig wie das Leben, was der Story eine Komplexität gegeben hat, die ihr gut getan hat.Besonders hervorheben möchte ich die Entwicklung (fast) aller Figuren. Am Anfang war mir unter den Geschwistern eigentlich nur Bea so richtig sympathisch, Jack war mir in vielen Aspekten ein zu großer Lügner, Melody war für mich für ihre 40 Jahre viel zu naiv und Leo war von Anfang an der Proll, der eigentlich mal so richtig eine drübergezogen bekommen sollte. Zwar verfolgte ich interessiert, wie die vier mit den Herausforderungen umgehen, die ihnen das Leben bringt, allerdings rollte ich nicht nur an einer Stelle mit den Augen. Der Autorin ist es allerdings wirklich gut gelungen, die Figuren auf eine Reise zu schicken, auf der sie viel über sich selbst, ihre Einstellung und ihren Charakter erfahren. Das führte dazu, dass ich schlussendlich viele Eindrücke, die ich zu Beginn hatte, revidieren konnte und mich mit den meisten Figuren gefreut habe, dass sie jetzt dort sind, wo sie sind. Und auch hier wieder: Es ist kein typisches, aber eben ein echtes Ende für einen Roman und genau das rechne ich Frau Sweeney hoch an. Das und ihre Art und Weise Entwicklungen darzustellen.Neben des Hauptplots finden aber so allerlei Nebenstränge statt, die sich um die Geschichte wickeln. Anfangs dachte ich ja, dass man sich hier auf ein paar kleinere Zusatzgeschichten konzentriert, aber die Autorin hatte wohl vor ein großes Ganzes zu erschaffen und verlor sich hier teilweise in unwichtigen Nebenaspekten. Mir waren viele Ausführungen einfach zu detailreich dargestellt und ganz ehrlich: Ich hätte sogar auf manche Aspekte komplett verzichten können. Denn dann wären auch einige Personen gar nicht aufgetaucht. Und da kommen wir schon zu meinem zweiten Kritikpunkt: Die Fülle an Personen, die die Geschichte vorstellt. Karin hatte irgendwann mal gezählt und es waren über 20 Figuren, die wir kennengelernt haben. Viel zu viel, wenn man uns fragt, weshalb eine Reduzierung des Plots und dadurch auch der Figuren sinnvoll gewesen wäre.Der Schreibstil war anfangs etwas holprig und recht kompliziert, so gab es immer mal wieder tausend Nebensätze und ganz viele Erklärungen in Klammern, die mich am Anfang etwas irritiert haben. Mit der Zeit hatte ich mich aber daran gewöhnt, deshalb mein Tipp: Solltet ihr das Buch lesen wollen, dann stellt euch darauf ein, dass der Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist. Dennoch lohnt es sich dran zu bleiben, denn man stellt sich mit der Zeit darauf ein. Dafür ist am Anfang relativ viel los, da vergisst man dann schon mal den Schreibstil. Übrigens haben wir in der Geschichte einen auktorialen Erzählstil, was ich immer ungewöhnlich finde, da ich meist die Ich-Perspektive gewohnt bin. Dennoch schafft es die Autorin, das Gefühlsleben der Figuren treffend darzustellen, was ich bei diesem Erzählstil umso wichtiger finde.Mein Fazit:Insgesamt mochte ich die Idee der Geschichte und genoss es total, endlich mit erwachsenen Problemen in Büchern konfrontiert zu werden. Für manche mag sich das jetzt total lächerlich anhören, aber oft habe ich das Gefühl, dass Bücher bestimmte Aspekte des Lebens verschönigen oder den Mantel des Schweigens darüber legen. Ganz anders in "Das Nest": Hier werden wir mit der Realität konfrontiert und versuchen sie, gemeinsam mit den Figuren, erträglicher zu machen. Abzüge gibt es für den komplexen Aufbau und die teilweise unnötigen Nebenhandlungen, allerdings gewichte ich diesen Punkt nicht wirklich sehr, da zumindest alles Sinn ergeben hat - auch wenn es hier und da unnötig war. Und auch an den Schreibstil gewöhnt man sich und lernt, wie man die Geschichte zu lesen hat. Dafür vergebe ich 4 Sterne und empfehle die Geschichte all jenen, die Hoffnung im Alltag suchen - ihr findet sie mit diesem Buch.

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  • Ein Leben auf Pump

    Das Nest

    SalanderLisbeth

    25. June 2017 um 00:36

    Keiner von ihnen erinnerte sich, wer damit angefangen hatte, ihr Erbe „Das Nest“ zu nennen, aber der Name blieb hängen. Melody war gerade mal sechzehn, als Leonard Plumb sen. beschloss, einen Fonds für seine Kinder einzurichten. „Nichts Großes“, erklärte er mehrfach, „ein bescheidenes Polster, sicher angelegt, so dass ihr etwas davon habt, aber nicht alles auf einmal ausgeben könnt.“ An das Geld kämen sie erst, so Leonard sen., wenn Melody, die Jüngste, vierzig wurde. Auszug Seite 45 Die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb stehen sich nicht besonders nah. Was sie als Erwachsene verbindet, ist eine gemeinsame Erbschaft, die an Melodys 40. Geburtstag ausgezahlt werden soll. So hat es ihr inzwischen verstorbener Vater verfügt, als er für seine Kinder einen Trust-Funds anlegte, der inzwischen auf zwei Millionen Dollar angewachsen ist und von den Vieren nur „Das Nest“ genannt wird. Und in Erwartung des sicheren Geldregens leben alle über ihre Verhältnisse und haben das erwartete Geld schon fest verplant. Melody geht total in ihrer Rolle als Hausfrau und über fürsorgliche Mutter auf, macht sich Sorgen über die Studiengebühren ihrer Zwillingstöchter, will aber auch nicht auf das privilegierte Leben im Vorstadthäuschen verzichten. Jack hat ein Antiquitätengeschäft, dass nicht mehr gut läuft und lässt sich von seinem gutmütigen Ehemann Walker aushalten. Dem verheimlicht er aber, dass er längst das heißgeliebte Sommerhaus verpfändet hat. Der jüngste Bruder ist der Typ Mensch, der schon immer einen guten Lebensstandard ohne große Anstrengungen genießen wollte. Beatrice, eine erfolglose Schriftstellerin, steckt nach einem vielversprechendem Anfangserfolg in einer Schaffenskrise. Der Vorschuss vom Verlag ist schon lange aufgebraucht und sie verdient ihr Geld in der PR und lebt in einem winzigen Appartement. Einzig der gutaussehende und charismatische Leo, der jede Frau zu bekommen scheint, hat sich in seiner Jugend etwas aufgebaut. Trotzdem stellt er sicher die mieseste Figur in der Geschichte dar. Nach dem Tod des Vaters ist die Mutter mit der Verwaltung der Erbschaft beauftragt. Eine Frau ohne jegliche Sozialkompetenz, die sich schon immer mehr um sich selbst und ihr eigenes Leben gekümmert hat.Denn kurz bevor das Geld ausgezahlt wird, verwendet sie es, um einen Skandal zu verhindern, den Sohn Leo verursacht hat. Dieser hatte, ganz in alter Playboy-Manier auf einer Party eine junge Kellnerin abgeschleppt und mit ihr im Auto unter Einfluss von Alkohol und Kokain einen Unfall verursacht. Die neunzehn Jahre alte Puertoricanerin Matilda verliert dabei einen Fuß. Aufgrund der finanziellen Sorgen nähern sich die Geschwister wieder unfreiwillig an. Dabei verfügt Leo über einen Notgroschen, mit dem er seine Geschwister ganz leicht ausbezahlen könnte. Aber er als Verursacher des ganzen Debakels, denkt gar nicht daran, sich für seine Geschwister verantwortlich zu fühlen. Auch dass die junge Matilda nun behindert ist und unter ständigen Schmerzen leidet, kümmert den Lebemann wenig. Nach dem Vorfall reicht seine Frau die Scheidung ein und er beginnt eine neue Beziehung mit einer ehemaligen Liebe. Aber Jack konnte Walker nicht mitnehmen. Er hatte den anderen noch nichts von ihrer Hochzeit Anfang September erzählt, zu der sie nicht eingeladen worden waren, weil Jack wollte, dass der Tag perfekt war, und perfekt bedeutete für Jack ohne seine Familie. Er hatte keine Lust, sich Beas Sorgen wegen Leos Unfall anzuhören oder Melodys plumpen Mann, der jedem, der es wissen wollte, erklärte, sein Name sei Walter-nicht-Walker. (Dass Jack und Melody sich Partner mit fast demselben Namen ausgesucht hatten, wurmte sie nach all den Jahren immer noch beide.) Auszug Seite 27 Das Debüt der US-amerikanischen Autorin kam mit einem großen Hype auf den europäischen Markt, war lange in den US-Bestsellerlisten und hat mich amüsiert und gut unterhalten. Und Cynthia D'Aprix Sweeney schreibt auch sehr elegant und beobachtet klug die gebildete New Yorker Mittelschicht. Wie der Kampf ums liebe Geld die Lebensentwürfe der vier Geschwister durcheinander bringt, wird flott und mit leichter Hand erzählt. Ohne Probleme bringt sie eine Vielzahl an Personen in wechselnden Handlungssträngen und auch noch in mehreren Seitensträngen unter. Obwohl ich sehr auf zeitgenössische Familiengeschichten, besonders auf amerikanische stehe, ist der Funke leider nicht so ganz übergesprungen. Dafür wirken die mit scharfem Auge sezierten Figuren in dieser bitterbösen Charakterstudie trotz versöhnlichem Ende zu unsympathisch. Alle haben ihre guten und schlechten Seiten und die individuellen Eigenheiten der Charaktere werden plausibel portraitiert, trotzdem lag mir niemand so richtig am Herzen. Alle wollen mehr darstellen, als sie sind und damit zeichnet die Autorin natürlich auch ein Bild unserer Gesellschaft. Das verdeutlicht auch, dass die Familie Plumb mit „Das Nest“ nicht ein behagliches, wohliges Zuhause tituliert, sondern den Begriff als Insiderwitz für einen großen Geldbetrag benutzt. Die Atmosphäre empfand ich unterkühlt und distanziert, und trotz erzählerischer Ironie hätte ich mir mehr Biss und Witz gewünscht. An der Verfilmung soll schon gearbeitet werden und die Inszenierung dieser charmanten Unterhaltung mit viel New Yorker Lokalkolorit und vielen Neurosen kann ich mir wieder sehr gut vorstellen. Cynthia D'Aprix Sweeney arbeitete 27 Jahre als freiberufliche Werbetexterin in New York City unter anderem für McDonalds. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und den Kindern in Los Angeles. Erst mit Anfang fünfzig begann die Autorin ein Studium in Creative Writing und ich hatte den Eindruck, als hätte sie beim Schreiben die Verfilmung schon im Hinterkopf gehabt. Gleich für ihren ersten Roman bekam sie einen Vorschuss in Millionenhöhe vom zweitgrößten Verlag der Welt. Der Roman wurde ihr geradezu aus der Hand gerissen und mittlerweile schreibt sie auch das Drehbuch zu der Verfilmung.

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  • Bissig, ironisch und schonungslos ehrlich.

    Das Nest

    -Leselust-

    12. May 2017 um 21:51

    Mir hat "das Nest" richtig gut gefallen. Diesen herrlich spitzen und ironischen Schreibstil fand ich einfach nur grandios.Keiner der Charaktere ist so wirklich sympathisch. Trotzdem leidet man mit ihnen und wünscht ihnen, dass alles gut geht. Und eigentlich ist es ja auch sehr realistisch, denn den perfekten, fehlerfreien Helden, wie es ihn in vielen Romanen gibt, findet man ja eher selten im wahren Leben.Hier werden echte Menschen beschrieben, mit all ihren Fehlern und Macken. Und davon haben die vier Geschwister wirklich reichlich. Aber all das wird mit so einem Augenzwinkern erzählt, dass man eigentlich die ganze Zeit über diese verwöhnten Großstädter schmunzeln muss, obwohl man gleichzeitig den Kopf schütteln und die Hände vors Gesicht schlagen möchte, weil mal wieder jemand etwas gar Blödes angestellt hat.Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass es mir teilweise zu viele Charaktere waren und ich zeitweilig den Überblick darüber verloren habe, wie die Personen alle zusammenhängen und warum eine weitere Nebenfigur jetzt für die Handlung unbedingt notwendig ist.Insgesamt hat Cynthia D'Aprix Sweeney mit "Das Nest" aber wirklich eine kurzweilige Geschichte geschrieben, die dem Leser so manches Mal vielleicht auch den Spiegel vor die Nase hält.

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  • Das Nest

    Das Nest

    angeltearz

    06. May 2017 um 11:06

    Gegenwartsliteratur ist jetzt nicht unbedingt mein Genre, aber ich lese gerne mal "über den Tellerrand". Ab und zu versuche ich gerne mal in neue Bereiche zu schnuppern und Neues zu erkunden.Das Buch wurde sehr zum Himmel gelobt und da ich es noch liegen hatte, dachte ich mir, dass es ja vielleicht mal was nettes für zwischendurch ist.Die Geschichte an sich ist okay. Es geht um eine Familie, wo die einzelnen Familienmitglieder ihr Leben leben. Dass dieses Leben nicht unbedingt reibungslos abläuft, ist klar. Ich finde es ganz gut, dass es nicht das perfekte Leben zeigt. Jeder hat doch irgendwie sein Päckchen zu tragen. So kommt es auf jeden Fall glaubhaft rüber und das hat mich schon beeindruckt. Allerdings war es trotzdem nichts besonderes. Diese alltäglichen Dinge, die waren einfach so da. Es war jetzt nichts was mich besonders interessiert hat, obwohl man auch nicht sagen kann, dass es langweilige Leben waren. Mein Leben läuft schon nicht reibungslos und ich muss praktisch für alles kämpfen. Vielleicht hat es mich deswegen in der Hinsicht nicht von den Socken gehauen.Die Autorin schreibt aber sehr flüssig. Ich konnte das Buch gut durchlesen und musste nie stocken. Es hat mich auch hier nicht unbedingt gefesselt, aber es war okay.Die Charaktere waren auch eher durchschnittlich. Man konnte bei jedem seine Eigenarten rauslesen, was wirklich super umgesetzt wurde. Aber es gab keinen, den ich jetzt besonders toll oder besonders unsympathisch fand. Sie waren alle Durchschnitt.Ich kann das Buch leider nicht so in den Himmel loben, wie es manch andere gemacht haben. Für mich war es Durchschnittlich. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Deswegen mag ich jetzt keine Empfehlung aussprechen. Ich würde es nicht noch mal lesen wollen.Das Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut. Auch wenn das Sinnbild mit den Vögeln nicht wirklich zur Geschichte passt.Fazit: Es war okay. Nicht gut, aber auch nicht schlecht.

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    • 2
  • Das Nest

    Das Nest

    Lenny

    24. April 2017 um 08:07

    So unterschiedlich ist das oft... sicher waren meine Erwartungen zu hoch?! Mich hat dieses Buch nicht gepackt. Dabei ist der Plot genau nach meinem Geschmack! Auch klasse, dass es 4 Geschwister sind, die eigentlich vom Nest profitieren sollten. 

  • Aus dem Nest gefallen

    Das Nest

    StMoonlight

    28. March 2017 um 09:47

    Das Leben der vier Hauptprotagonisten, allesamt Geschwister, hängt miteinander zusammen. – Nicht nur durch ihren Verwandtschaftsgrad. – Jeder versucht sein verkorkstes Leben wieder in den Griff zu bekommen, denn hier scheint jeder Charakter so seine Probleme mit den Finanzen und der Familie zu haben. Wie auch in der „richtigen Welt“ wird hier viel mit Geld geplant, was Mensch noch gar nicht hat. Eine Menge Protagonisten führen hier auch zu einer Menge Handlungssträngen. Leider sind diese so langatmig aufgebaut, dass die Geschichte nicht so recht Fahrt aufnimmt. Vielmehr als eine Haupthandlung stellt die Autorin hier die Charaktere, also die Hintergrundgeschichten, in den Vordergrund. Es gibt zwar die eine oder andere überraschende Wendung, aber leider ist der Schreibstil sehr schwerfällig. Es hat mich wirklich Mühe gekostet, dass Buch weiter zu lesen.

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  • Konnte mich nicht überzeugen ....

    Das Nest

    wortgeflumselkritzelkram

    12. March 2017 um 10:12

    "Das Nest" von Cynthia D´Aprix Sweeney ist 2017 bei Klett-Cotta erschienen.Zum Inhalt: Die vier Geschwister Melody, Jack, Bea und Leo wissen schon lange, dass sie in einem gewissen Alter mit einem Treuhandfond, genannt „Das Nest“, rechnen dürfen. Als Leo jedoch einen Unfall hat, benutzt ihre Mutter das Geld, um einen Skandal zu vermeiden. Nun müssen sich die Geschwister damit auseinander setzen, dass das Geld, welches sie schon verplant hatten, ausbleibt … Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass dieses Buch hoch gelobt wird. Und ich frage mich, warum. Für mich ist dies ein relativ klassischer Familienroman ohne große Überraschungen, der leicht dahin dümpelt. Zudem werden hier so gut wie sämtliche Klischees bedient: Zum einen ist da die erfolglose Schriftstellerin Bea, die an Erfolge anzuknüpfen versucht. Ihre Schwester Melody versucht für Mann und Kinder nur das Beste zu erreichen und hofft mit dem zu erwartenden Geld, die Privatcolleges ihrer Töchter bezahlen zu können. Dann ist da der homosexuelle Jack, der heimlich einen Kredit auf das Anwesen seines Mannes aufgenommen hat. Und schließlich Leo, der Lebemann und Playboy, für den die Mutter mit dem Familienerbe die Kastanien aus dem Feuer holt. In meinen Augen findet generell wenig Handlung statt. Statt dessen werden die einzelnen Personen sehr ausführlich vorgestellt, jeweils mit ihrer eigenen Vergangenheit und Geschichte. Diese bleiben jedoch blaß, farblos und langweilig und vermögen mich nicht wirklich zu berühren. Jeder dreht sich um sich selbst, selbst in dem Versuch wieder zu einander zu finden. (Achtung Spoiler: Selbst als zum Schluss – platt und wie erwartet – fast alles wieder gut wird, bleiben mir die Charaktere nicht im Gedächtnis) Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Analogie vom Titel des Buches zu der Situation der vier Geschwister: Quasi aus dem Nest gestoßen, müssen sie nun lernen, im Erwachsenenalter erwachsen zu werden. Dies ist ein Roman, der als leichte Urlaubslektüre evtl angenehm sein kann, ohne dass man groß in irgendetwas eintauchen muss. Für mich ist es leider ein Buch, das ich morgen vergessen haben werde.

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  • Lesenswerter Debütroman!

    Das Nest

    Sigismund

    11. March 2017 um 18:15

    AUSGEZEICHNET fand ich den Debütroman "Das Nest" der New Yorker PR-Beraterin Cynthia D'Aprix Sweeney. Im Vordergrund steht nicht eine Handlung, sondern es sind eigentlich vier Handlungen: Vier erwachsene Geschwister warten auf die ihnen versprochene große Erbschaft, sobald die Jüngste von ihnen, Melody, ihren 40. Geburtstags gefeiert hat. Sie haben ihr Leben auf dieses Geld ausgerichtet. Erst als die Erbschaft platzt und das erhoffte Geld ausbleibt, beginnen sie ein eigenständiges Leben - sie werden endlich flügge, verlassen ihr "Nest" und werden zu selbständigen Menschen. Die Autorin begleitet alle vier Personen über neun Monate, solange dauert bekanntlich jede "Menschwerdung", auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit. "Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann", meint der Verlag. Es stimmt! Ich fand dieses Buch mit der hervorragenden und präzisen Charakterdarstellung jeder einzelnen Person erstaunlich - zumal es der erste Roman dieser Autorin ist - und kann diesen Nr. 1-Besteller in USA und Kanada nur als unbedingt LESENSWERT empfehlen!

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  • Lädt zum Lesen ein

    Das Nest

    cornflake

    09. March 2017 um 13:43

    Schon beim Anblick des Covers wird man direkt zum Lesen angelockt. Die vier Vögel lassen vermuten,dass hinter diesem Buch eine humorvolle, abwechslungsreiche Geschichte auf den Leser wartet. Beim ersten Lesen kommt man aufgrund des flüssigen Schreibstils sehr gut in die Geschichte hinein ohne groß Überlegungen anstellen zu müssen. Diese Geschichte lässt vermuten,dass es an der ein oder anderen Stelle mal harmonische und humorvolle Situation aber auch schwierige Situation unter den Protagonisten geben wird. Trotzdem ist es mal wieder in ganz anderes Genre,welches ich bisher noch nie gelesen hab und mich demnach sehr auf die gesamte Geschichte freuen würde. Spannend klingt es beim ersten Lesen auf jedenfall.

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  • Eine Familie, die keine Feinde braucht....

    Das Nest

    lievke14

    21. February 2017 um 10:10

    Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann. „Das Nest“ ist ein bitterböser Familienroman, der vor allem durch seine detaillierte Charakterstudie der einzelnen Familienmitglieder besticht. Senior Plumb hat für seinen Nachwuchs vorgesorgt. Sobald die Jüngste der vier Geschwister 40 Jahre wird, kommt eine ordentliche Zuwendung zur Auszahlung, die von den Empfängern schon sehnsüchtig erwartet wird. Denn so reibungslos läuft es nicht bei den Geschwistern. Jeder hat bereits klare Vorstellungen und das Geld zum Teil bereits fest verplant oder sogar investiert. Keiner hat allerdings damit gerechnet, dass das Schlitzohr Leo allen einen Strich durch die Rechnung macht. Aufgrund eines bösen Ausrutschers verwendet die Mutter einen Großteil des „Nestes“ (wie das Erbe von den Plumbs genannt wird) und stürzt die drei anderen Kinder in eine  ziemlich arge  Notlage…. Eine sehr interessante Ausgangslage bietet sich hier dem Leser. Was passiert, wenn die fest eingerechneten Geldmittel nicht eintreffen? Die Plumb Geschwister haben viel riskiert und sich vor allem ein Leben weit über ihren finanziellen Möglichkeiten aufgebaut, weil jeder in seiner Lebensplanung das Nest eingebaut hat, das nun nicht mehr zur Verfügung steht. Die Autorin zeigt in ihrem Roman, wie jeder der Geschwister mit dieser folgenschweren Situation umgeht. Hier liegt meiner Meinung nach auch die Stärke des Romans. Gelungen werden die individuellen Eigenheiten und Charaktere der Geschwister portraitiert. Dabei wird zu keinem Zeitpunkt schwarz-weiß gemalt. Die Figuren zeigen sich in all ihren Facetten - den guten wie den schlechten. Diese Bandbreite und Eindringlichkeit, mit der die handelnden Personen beschrieben werden, hat für mich die Einzigartigkeit des Romans ausgemacht. Dennoch hatte ich so meine Probleme mit dem Roman. Ich fand die Geschichte und deren Verlauf richtig interessant und gut. Leider las sich die Story aber äußérst zäh und anstrengend. Ich bin überhaupt nicht in die Geschichte ‚reingerutscht. So genial die Figuren auch gezeichnet waren, konnte ich mich mit keiner wirklich identifizieren. Die Geschwister waren mir allesamt zu unsympathisch. Die einzelnen Schicksale ließen mich größtenteils kalt. In der Kurzbeschreibung wurde der Roman als besonders warmherzig gelobt. Dies kann ich für mein Empfinden leider nicht bestätigen. Ich empfand die Atmosphäre beim Lesen eher kühl und distanziert. Ich musste mich manchmal regelrecht zwingen, weiterzulesen. Eine besondere Lesefreude ist bei mir daher leider nicht aufgekommen. Das erlebt aber sicher auch jeder anders. Von daher: einfach ausprobieren! Wer auf vielschichtige Familienromane mit einem bösen Wimpernschlag steht, ist mit diesem Buch wahrscheinlich gut beraten.

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    • 3
  • Das Nest

    Das Nest

    vormi

    19. February 2017 um 00:03

    Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann. Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben … Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman »Ein Roman wie gute dunkle Schokolade: elegant und bittersüß, so köstlich, dass man ihn in einer Nacht verschlingt.« Entertainment Weekly So weit die Inhaltsangabe bei amazon.de Ich habe dieses Buch von meiner besten Freundin geschenkt bekommen. Die hatte es bei einer Veranstaltung in unserer örtlichen Buchhandlung als besonderen Tipp vorgestellt bekommen und es mir deshalb gekauft. Echt erstaunlich eigentlich, denn wie sich herausgestellt hat, hätten wir beide dieses Buch in einer Buchhandlung gar nicht beachtet, da uns das Cover beiden gar nicht gefällt. Und das Buch hat mich so begeistert, es wäre echt schade gewesen, wenn ich es nicht gelesen hätte. Es ist spannend, interessant und abwechslungsreich. Mit viel lokalkolorit, obwohl das im Zusammenhang mit New York City schon ein eigentümliches Wort ist. Aber es spielt fast ausschließlich in dieser großartigen Stadt. In den verschiedenen Zeiten, ab der Geburt der 4 Kinder bis in die Gegenwart. Mit sehr schönen Worten geschrieben, in einer sehr beeindruckenden Sprache, ohne zu langatmig zu sein oder zu sehr ins philosophische Abzugleiten. Ein Buch, dass schon alleine durch die Sprache begeistert und ich habe es richtig genossen, die Worte zu genißen. Es ist so interessant zu beobachten, wie die Geschwister untereinander interagieren. Die meisten Handlungen und Begebenheiten sind absolut nachvollziehbar und ralistisch. Ein Buch das echt Spaß macht und mich begeistert hat. Mal was anderes, ein Satz, der mir immer sehr gut gefällt, denn das sind fast immer die besten Bücher

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  • Chaos für alle, Unterhaltung für Schadenfrohe

    Das Nest

    Alira

    07. February 2017 um 15:14

    Vier Geschwister haben ihr Leben in Hinblick auf ein sattes Erbe (Das Nest) aufgebaut, doch der jüngste Bruder macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Es hat lange gedauert, bis ich die einzelnen Erzählstränge diesen jeweiligen Geschwistern samt ihren Kindern, Freunden, LiebhaberInnen, BürokollegInnen etc. zuordnen konnte. Die Charaktere in dem ganzen Chaos waren nur wenig sympathisch und es ist mir nicht gelungen, den Schreibstil oder den Inhalt dieses Buches amüsant zu finden.

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  • Von Geschwisterliebe und ihren Abgründen

    Das Nest

    Babscha

    04. February 2017 um 01:19

    Vier Geschwister sind es, die sich hier als mehr oder minder flügge Vögelchen ums warme Nest versammeln. Nur dass sie nicht mehr von ihrer Mutter gefüttert und versorgt werden, das hat´s nie gegeben, alldieweil diese leider von Anfang an weder sowas wie elterliches Verantwortungsbewusstsein gespürt hat noch von irgendeiner Sozialkompetenz gebeutelt wurde und sich stattdessen lieber um sich selbst und ihr eigenes Leben gekümmert hat. Und das Nest ist natürlich auch kein kuscheliges, Sicherheit spendendes Refugium aus Stroh für die Kleinen, sondern ein Treuhandfonds, den der inzwischen verstorbene Vater der vier als kleines finanzielles Zubrot für seine Kinder vor langer Zeit mal angelegt hatte. Bedauerlicherweise mit der Maßgabe, dass seine Nachkommen hierüber erst verfügen dürfen, wenn der Jüngste von ihnen 40 Jahre alt ist. Noch bedauerlicher ist allerdings, dass seine zweifelhafte Gattin nach seinem Tod für "Notfälle" über das Vermögen verfügen durfte, wozu es natürlich auch gekommen ist, da sie hiermit still und leise ihrem Ältesten aus einer prekären Notlage geholfen hat. Und während die drei anderen nichtsahnenden Geschwister, in ihrem fünften Lebensjahrzehnt angekommen, alle selbst finanziell schwer unter Druck, davon ausgehen, in Kürze jetzt endlich satten Mammon abgreifen zu können, wissen nur Bruder und Mutter, dass sich im Nest nur noch ein kleiner kaum erwähnenswerter und nicht gerade zur allgemeinen Problemlösung geeigneter Bodensatz befindet. Das hat natürlich Folgen. Und wer sind die vier? Da ist Melody, die Jüngste, geistig eher einfach strukturiert, die mit Mann und zwei halbwüchsigen Töchtern in der Vorstadt lebt und so gerne gesellschaftlichen Status und Anerkennung erlangen möchte, aber leider nicht mal weiss, wie sie die Collegegebühren der Kids demnächst bezahlen soll. Dann Jack, seit einiger Zeit mit seinem langjährigen Lebensgefährten verheiratet, dem das Wasser auch bis zum Hals steht, da sein kleiner Antiquitätenladen seit Jahren ein Zuschussgeschäft ist und er sich deshalb bereits am ehelichen Immobilienvermögen vergriffen hat. Bea, Möchtegernschriftstellerin, die seit Ewigkeiten an ihrem ersten Roman laboriert und auf den großen Durchbruch hofft, aber im Grunde bei fehlenden Einkünften nur Ausgaben produziert, eine langfristig eher ungesunde Entwicklung. Und dann noch Leo, der Älteste, der Star, der mit allen Wassern gewaschene Typ, zu dem die anderen immer aufgeblickt haben, der im richtigen Moment sein florierendes Medienunternehmen verkauft, Kasse gemacht und dann gemeinsam mit einer gelangweilten Luxusehefrau alles wieder verprasst hat. Die Scheidung läuft, Zukunftsperspektiven sind mau, und der vierzigste Geburtstag seiner Schwester steht kurzfristig an, somit der langerwartete große Geldverteilungstermin, an dem er notgedrungen Butter bei die Fische tun muss. Soweit die Ausgangslage des Buches, das mit einer flotten, witzigen Story, einigen guten Ideen und Wendungen, viel New Yorker Lokalkolorit, und gut gebastelten, lebensnahen Figuren aufwartet. Damit stört dann auch das zuletzt etwas konstruiert wirkende Ende und die leicht überhastete Verknüpfung der zunächst geschickt gelegten Handlungsfäden nicht sonderlich. Erfrischende Dialoge unter den Geschwistern, von denen jeder sein ganz eigenes Süppchen kocht, runden das Ganze ab. Insgesamt habe ich mich hier gut unterhalten gefühlt. Gelungener Debütroman der Autorin.

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