Cynthia D'Aprix Sweeney Das Nest

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Inhaltsangabe zu „Das Nest“ von Cynthia D'Aprix Sweeney

Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann. Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben … Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman »Ein Roman wie gute dunkle Schokolade: elegant und bittersüß, so köstlich, dass man ihn in einer Nacht verschlingt.« Entertainment Weekly

Überraschende, intelligente und sehr ausgefeilt geschriebene Familiengeschichte über Geld und wie es die Menschen verändert

— Isalay
Isalay

Überhaupt nicht mein Fall! Zu viele Protagonisten, dementsprechend auch zu viele Handlungsstränge, die einfach nur langweilig waren.

— TraumTante
TraumTante

Bitterböse, kluge Charakterstudie aus New York über das liebe Geld, die nach Verfilmung schreit.

— SalanderLisbeth
SalanderLisbeth

Mäßig unterhaltsame Gesellschaftskritik über die teils schwer nachvollziehbaren Probleme von Neureichen ...

— DieBuchkolumnistin
DieBuchkolumnistin

Bissig, ironisch und schonungslos ehrlich. Obwohl ich keinen der Charaktere mochte, habe ich mich bestens unterhalten gefühlt.

— -Leselust-
-Leselust-

Ich habe mir leider mehr davon erhofft. Waren für mich zu viele Nebenschauplätze und zu wenig Zusammenhang. Gute Idee, zu aufgebauscht.

— Linsenliebe
Linsenliebe

Ausgezeichnet und überraschend fand ich diesen Debütroman um den Weg von vier erwachsenen Geschwistern in die Selbständigkeit.

— Sigismund
Sigismund

Konnte mich nicht überzeugen ...

— wortgeflumselkritzelkram
wortgeflumselkritzelkram

Ein grandioserFamilienroman mit Einblick in die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Lesenswert!

— perilla
perilla

Chaos für alle, Unterhaltung für Schadenfrohe

— Alira
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  • Ein Leben auf Pump

    Das Nest
    SalanderLisbeth

    SalanderLisbeth

    25. June 2017 um 00:36

    Keiner von ihnen erinnerte sich, wer damit angefangen hatte, ihr Erbe „Das Nest“ zu nennen, aber der Name blieb hängen. Melody war gerade mal sechzehn, als Leonard Plumb sen. beschloss, einen Fonds für seine Kinder einzurichten. „Nichts Großes“, erklärte er mehrfach, „ein bescheidenes Polster, sicher angelegt, so dass ihr etwas davon habt, aber nicht alles auf einmal ausgeben könnt.“ An das Geld kämen sie erst, so Leonard sen., wenn Melody, die Jüngste, vierzig wurde. Auszug Seite 45 Die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb stehen sich nicht besonders nah. Was sie als Erwachsene verbindet, ist eine gemeinsame Erbschaft, die an Melodys 40. Geburtstag ausgezahlt werden soll. So hat es ihr inzwischen verstorbener Vater verfügt, als er für seine Kinder einen Trust-Funds anlegte, der inzwischen auf zwei Millionen Dollar angewachsen ist und von den Vieren nur „Das Nest“ genannt wird. Und in Erwartung des sicheren Geldregens leben alle über ihre Verhältnisse und haben das erwartete Geld schon fest verplant. Melody geht total in ihrer Rolle als Hausfrau und über fürsorgliche Mutter auf, macht sich Sorgen über die Studiengebühren ihrer Zwillingstöchter, will aber auch nicht auf das privilegierte Leben im Vorstadthäuschen verzichten. Jack hat ein Antiquitätengeschäft, dass nicht mehr gut läuft und lässt sich von seinem gutmütigen Ehemann Walker aushalten. Dem verheimlicht er aber, dass er längst das heißgeliebte Sommerhaus verpfändet hat. Der jüngste Bruder ist der Typ Mensch, der schon immer einen guten Lebensstandard ohne große Anstrengungen genießen wollte. Beatrice, eine erfolglose Schriftstellerin, steckt nach einem vielversprechendem Anfangserfolg in einer Schaffenskrise. Der Vorschuss vom Verlag ist schon lange aufgebraucht und sie verdient ihr Geld in der PR und lebt in einem winzigen Appartement. Einzig der gutaussehende und charismatische Leo, der jede Frau zu bekommen scheint, hat sich in seiner Jugend etwas aufgebaut. Trotzdem stellt er sicher die mieseste Figur in der Geschichte dar. Nach dem Tod des Vaters ist die Mutter mit der Verwaltung der Erbschaft beauftragt. Eine Frau ohne jegliche Sozialkompetenz, die sich schon immer mehr um sich selbst und ihr eigenes Leben gekümmert hat.Denn kurz bevor das Geld ausgezahlt wird, verwendet sie es, um einen Skandal zu verhindern, den Sohn Leo verursacht hat. Dieser hatte, ganz in alter Playboy-Manier auf einer Party eine junge Kellnerin abgeschleppt und mit ihr im Auto unter Einfluss von Alkohol und Kokain einen Unfall verursacht. Die neunzehn Jahre alte Puertoricanerin Matilda verliert dabei einen Fuß. Aufgrund der finanziellen Sorgen nähern sich die Geschwister wieder unfreiwillig an. Dabei verfügt Leo über einen Notgroschen, mit dem er seine Geschwister ganz leicht ausbezahlen könnte. Aber er als Verursacher des ganzen Debakels, denkt gar nicht daran, sich für seine Geschwister verantwortlich zu fühlen. Auch dass die junge Matilda nun behindert ist und unter ständigen Schmerzen leidet, kümmert den Lebemann wenig. Nach dem Vorfall reicht seine Frau die Scheidung ein und er beginnt eine neue Beziehung mit einer ehemaligen Liebe. Aber Jack konnte Walker nicht mitnehmen. Er hatte den anderen noch nichts von ihrer Hochzeit Anfang September erzählt, zu der sie nicht eingeladen worden waren, weil Jack wollte, dass der Tag perfekt war, und perfekt bedeutete für Jack ohne seine Familie. Er hatte keine Lust, sich Beas Sorgen wegen Leos Unfall anzuhören oder Melodys plumpen Mann, der jedem, der es wissen wollte, erklärte, sein Name sei Walter-nicht-Walker. (Dass Jack und Melody sich Partner mit fast demselben Namen ausgesucht hatten, wurmte sie nach all den Jahren immer noch beide.) Auszug Seite 27 Das Debüt der US-amerikanischen Autorin kam mit einem großen Hype auf den europäischen Markt, war lange in den US-Bestsellerlisten und hat mich amüsiert und gut unterhalten. Und Cynthia D'Aprix Sweeney schreibt auch sehr elegant und beobachtet klug die gebildete New Yorker Mittelschicht. Wie der Kampf ums liebe Geld die Lebensentwürfe der vier Geschwister durcheinander bringt, wird flott und mit leichter Hand erzählt. Ohne Probleme bringt sie eine Vielzahl an Personen in wechselnden Handlungssträngen und auch noch in mehreren Seitensträngen unter. Obwohl ich sehr auf zeitgenössische Familiengeschichten, besonders auf amerikanische stehe, ist der Funke leider nicht so ganz übergesprungen. Dafür wirken die mit scharfem Auge sezierten Figuren in dieser bitterbösen Charakterstudie trotz versöhnlichem Ende zu unsympathisch. Alle haben ihre guten und schlechten Seiten und die individuellen Eigenheiten der Charaktere werden plausibel portraitiert, trotzdem lag mir niemand so richtig am Herzen. Alle wollen mehr darstellen, als sie sind und damit zeichnet die Autorin natürlich auch ein Bild unserer Gesellschaft. Das verdeutlicht auch, dass die Familie Plumb mit „Das Nest“ nicht ein behagliches, wohliges Zuhause tituliert, sondern den Begriff als Insiderwitz für einen großen Geldbetrag benutzt. Die Atmosphäre empfand ich unterkühlt und distanziert, und trotz erzählerischer Ironie hätte ich mir mehr Biss und Witz gewünscht. An der Verfilmung soll schon gearbeitet werden und die Inszenierung dieser charmanten Unterhaltung mit viel New Yorker Lokalkolorit und vielen Neurosen kann ich mir wieder sehr gut vorstellen. Cynthia D'Aprix Sweeney arbeitete 27 Jahre als freiberufliche Werbetexterin in New York City unter anderem für McDonalds. Mittlerweile lebt sie mit ihrem Mann und den Kindern in Los Angeles. Erst mit Anfang fünfzig begann die Autorin ein Studium in Creative Writing und ich hatte den Eindruck, als hätte sie beim Schreiben die Verfilmung schon im Hinterkopf gehabt. Gleich für ihren ersten Roman bekam sie einen Vorschuss in Millionenhöhe vom zweitgrößten Verlag der Welt. Der Roman wurde ihr geradezu aus der Hand gerissen und mittlerweile schreibt sie auch das Drehbuch zu der Verfilmung.

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  • Bissig, ironisch und schonungslos ehrlich.

    Das Nest
    -Leselust-

    -Leselust-

    12. May 2017 um 21:51

    Mir hat "das Nest" richtig gut gefallen. Diesen herrlich spitzen und ironischen Schreibstil fand ich einfach nur grandios.Keiner der Charaktere ist so wirklich sympathisch. Trotzdem leidet man mit ihnen und wünscht ihnen, dass alles gut geht. Und eigentlich ist es ja auch sehr realistisch, denn den perfekten, fehlerfreien Helden, wie es ihn in vielen Romanen gibt, findet man ja eher selten im wahren Leben.Hier werden echte Menschen beschrieben, mit all ihren Fehlern und Macken. Und davon haben die vier Geschwister wirklich reichlich. Aber all das wird mit so einem Augenzwinkern erzählt, dass man eigentlich die ganze Zeit über diese verwöhnten Großstädter schmunzeln muss, obwohl man gleichzeitig den Kopf schütteln und die Hände vors Gesicht schlagen möchte, weil mal wieder jemand etwas gar Blödes angestellt hat.Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass es mir teilweise zu viele Charaktere waren und ich zeitweilig den Überblick darüber verloren habe, wie die Personen alle zusammenhängen und warum eine weitere Nebenfigur jetzt für die Handlung unbedingt notwendig ist.Insgesamt hat Cynthia D'Aprix Sweeney mit "Das Nest" aber wirklich eine kurzweilige Geschichte geschrieben, die dem Leser so manches Mal vielleicht auch den Spiegel vor die Nase hält.

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  • Das Nest

    Das Nest
    angeltearz

    angeltearz

    06. May 2017 um 11:06

    Gegenwartsliteratur ist jetzt nicht unbedingt mein Genre, aber ich lese gerne mal "über den Tellerrand". Ab und zu versuche ich gerne mal in neue Bereiche zu schnuppern und Neues zu erkunden.Das Buch wurde sehr zum Himmel gelobt und da ich es noch liegen hatte, dachte ich mir, dass es ja vielleicht mal was nettes für zwischendurch ist.Die Geschichte an sich ist okay. Es geht um eine Familie, wo die einzelnen Familienmitglieder ihr Leben leben. Dass dieses Leben nicht unbedingt reibungslos abläuft, ist klar. Ich finde es ganz gut, dass es nicht das perfekte Leben zeigt. Jeder hat doch irgendwie sein Päckchen zu tragen. So kommt es auf jeden Fall glaubhaft rüber und das hat mich schon beeindruckt. Allerdings war es trotzdem nichts besonderes. Diese alltäglichen Dinge, die waren einfach so da. Es war jetzt nichts was mich besonders interessiert hat, obwohl man auch nicht sagen kann, dass es langweilige Leben waren. Mein Leben läuft schon nicht reibungslos und ich muss praktisch für alles kämpfen. Vielleicht hat es mich deswegen in der Hinsicht nicht von den Socken gehauen.Die Autorin schreibt aber sehr flüssig. Ich konnte das Buch gut durchlesen und musste nie stocken. Es hat mich auch hier nicht unbedingt gefesselt, aber es war okay.Die Charaktere waren auch eher durchschnittlich. Man konnte bei jedem seine Eigenarten rauslesen, was wirklich super umgesetzt wurde. Aber es gab keinen, den ich jetzt besonders toll oder besonders unsympathisch fand. Sie waren alle Durchschnitt.Ich kann das Buch leider nicht so in den Himmel loben, wie es manch andere gemacht haben. Für mich war es Durchschnittlich. Nicht schlecht, aber auch nicht besonders gut. Deswegen mag ich jetzt keine Empfehlung aussprechen. Ich würde es nicht noch mal lesen wollen.Das Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut. Auch wenn das Sinnbild mit den Vögeln nicht wirklich zur Geschichte passt.Fazit: Es war okay. Nicht gut, aber auch nicht schlecht.

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  • Das Nest

    Das Nest
    Lenny

    Lenny

    24. April 2017 um 08:07

    So unterschiedlich ist das oft... sicher waren meine Erwartungen zu hoch?! Mich hat dieses Buch nicht gepackt. Dabei ist der Plot genau nach meinem Geschmack! Auch klasse, dass es 4 Geschwister sind, die eigentlich vom Nest profitieren sollten. 

  • Aus dem Nest gefallen

    Das Nest
    StMoonlight

    StMoonlight

    28. March 2017 um 09:47

    Das Leben der vier Hauptprotagonisten, allesamt Geschwister, hängt miteinander zusammen. – Nicht nur durch ihren Verwandtschaftsgrad. – Jeder versucht sein verkorkstes Leben wieder in den Griff zu bekommen, denn hier scheint jeder Charakter so seine Probleme mit den Finanzen und der Familie zu haben. Wie auch in der „richtigen Welt“ wird hier viel mit Geld geplant, was Mensch noch gar nicht hat. Eine Menge Protagonisten führen hier auch zu einer Menge Handlungssträngen. Leider sind diese so langatmig aufgebaut, dass die Geschichte nicht so recht Fahrt aufnimmt. Vielmehr als eine Haupthandlung stellt die Autorin hier die Charaktere, also die Hintergrundgeschichten, in den Vordergrund. Es gibt zwar die eine oder andere überraschende Wendung, aber leider ist der Schreibstil sehr schwerfällig. Es hat mich wirklich Mühe gekostet, dass Buch weiter zu lesen.

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  • Konnte mich nicht überzeugen ....

    Das Nest
    wortgeflumselkritzelkram

    wortgeflumselkritzelkram

    12. March 2017 um 10:12

    "Das Nest" von Cynthia D´Aprix Sweeney ist 2017 bei Klett-Cotta erschienen.Zum Inhalt: Die vier Geschwister Melody, Jack, Bea und Leo wissen schon lange, dass sie in einem gewissen Alter mit einem Treuhandfond, genannt „Das Nest“, rechnen dürfen. Als Leo jedoch einen Unfall hat, benutzt ihre Mutter das Geld, um einen Skandal zu vermeiden. Nun müssen sich die Geschwister damit auseinander setzen, dass das Geld, welches sie schon verplant hatten, ausbleibt … Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass dieses Buch hoch gelobt wird. Und ich frage mich, warum. Für mich ist dies ein relativ klassischer Familienroman ohne große Überraschungen, der leicht dahin dümpelt. Zudem werden hier so gut wie sämtliche Klischees bedient: Zum einen ist da die erfolglose Schriftstellerin Bea, die an Erfolge anzuknüpfen versucht. Ihre Schwester Melody versucht für Mann und Kinder nur das Beste zu erreichen und hofft mit dem zu erwartenden Geld, die Privatcolleges ihrer Töchter bezahlen zu können. Dann ist da der homosexuelle Jack, der heimlich einen Kredit auf das Anwesen seines Mannes aufgenommen hat. Und schließlich Leo, der Lebemann und Playboy, für den die Mutter mit dem Familienerbe die Kastanien aus dem Feuer holt. In meinen Augen findet generell wenig Handlung statt. Statt dessen werden die einzelnen Personen sehr ausführlich vorgestellt, jeweils mit ihrer eigenen Vergangenheit und Geschichte. Diese bleiben jedoch blaß, farblos und langweilig und vermögen mich nicht wirklich zu berühren. Jeder dreht sich um sich selbst, selbst in dem Versuch wieder zu einander zu finden. (Achtung Spoiler: Selbst als zum Schluss – platt und wie erwartet – fast alles wieder gut wird, bleiben mir die Charaktere nicht im Gedächtnis) Das einzige, was mir wirklich gut gefallen hat, ist die Analogie vom Titel des Buches zu der Situation der vier Geschwister: Quasi aus dem Nest gestoßen, müssen sie nun lernen, im Erwachsenenalter erwachsen zu werden. Dies ist ein Roman, der als leichte Urlaubslektüre evtl angenehm sein kann, ohne dass man groß in irgendetwas eintauchen muss. Für mich ist es leider ein Buch, das ich morgen vergessen haben werde.

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  • Lesenswerter Debütroman!

    Das Nest
    Sigismund

    Sigismund

    11. March 2017 um 18:15

    AUSGEZEICHNET fand ich den Debütroman "Das Nest" der New Yorker PR-Beraterin Cynthia D'Aprix Sweeney. Im Vordergrund steht nicht eine Handlung, sondern es sind eigentlich vier Handlungen: Vier erwachsene Geschwister warten auf die ihnen versprochene große Erbschaft, sobald die Jüngste von ihnen, Melody, ihren 40. Geburtstags gefeiert hat. Sie haben ihr Leben auf dieses Geld ausgerichtet. Erst als die Erbschaft platzt und das erhoffte Geld ausbleibt, beginnen sie ein eigenständiges Leben - sie werden endlich flügge, verlassen ihr "Nest" und werden zu selbständigen Menschen. Die Autorin begleitet alle vier Personen über neun Monate, solange dauert bekanntlich jede "Menschwerdung", auf ihrem Weg in die Unabhängigkeit. "Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann", meint der Verlag. Es stimmt! Ich fand dieses Buch mit der hervorragenden und präzisen Charakterdarstellung jeder einzelnen Person erstaunlich - zumal es der erste Roman dieser Autorin ist - und kann diesen Nr. 1-Besteller in USA und Kanada nur als unbedingt LESENSWERT empfehlen!

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    Das Nest
    cornflake

    cornflake

    09. March 2017 um 13:43

    Schon beim Anblick des Covers wird man direkt zum Lesen angelockt. Die vier Vögel lassen vermuten,dass hinter diesem Buch eine humorvolle, abwechslungsreiche Geschichte auf den Leser wartet. Beim ersten Lesen kommt man aufgrund des flüssigen Schreibstils sehr gut in die Geschichte hinein ohne groß Überlegungen anstellen zu müssen. Diese Geschichte lässt vermuten,dass es an der ein oder anderen Stelle mal harmonische und humorvolle Situation aber auch schwierige Situation unter den Protagonisten geben wird. Trotzdem ist es mal wieder in ganz anderes Genre,welches ich bisher noch nie gelesen hab und mich demnach sehr auf die gesamte Geschichte freuen würde. Spannend klingt es beim ersten Lesen auf jedenfall.

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  • Eine Familie, die keine Feinde braucht....

    Das Nest
    lievke14

    lievke14

    21. February 2017 um 10:10

    Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann. „Das Nest“ ist ein bitterböser Familienroman, der vor allem durch seine detaillierte Charakterstudie der einzelnen Familienmitglieder besticht. Senior Plumb hat für seinen Nachwuchs vorgesorgt. Sobald die Jüngste der vier Geschwister 40 Jahre wird, kommt eine ordentliche Zuwendung zur Auszahlung, die von den Empfängern schon sehnsüchtig erwartet wird. Denn so reibungslos läuft es nicht bei den Geschwistern. Jeder hat bereits klare Vorstellungen und das Geld zum Teil bereits fest verplant oder sogar investiert. Keiner hat allerdings damit gerechnet, dass das Schlitzohr Leo allen einen Strich durch die Rechnung macht. Aufgrund eines bösen Ausrutschers verwendet die Mutter einen Großteil des „Nestes“ (wie das Erbe von den Plumbs genannt wird) und stürzt die drei anderen Kinder in eine  ziemlich arge  Notlage…. Eine sehr interessante Ausgangslage bietet sich hier dem Leser. Was passiert, wenn die fest eingerechneten Geldmittel nicht eintreffen? Die Plumb Geschwister haben viel riskiert und sich vor allem ein Leben weit über ihren finanziellen Möglichkeiten aufgebaut, weil jeder in seiner Lebensplanung das Nest eingebaut hat, das nun nicht mehr zur Verfügung steht. Die Autorin zeigt in ihrem Roman, wie jeder der Geschwister mit dieser folgenschweren Situation umgeht. Hier liegt meiner Meinung nach auch die Stärke des Romans. Gelungen werden die individuellen Eigenheiten und Charaktere der Geschwister portraitiert. Dabei wird zu keinem Zeitpunkt schwarz-weiß gemalt. Die Figuren zeigen sich in all ihren Facetten - den guten wie den schlechten. Diese Bandbreite und Eindringlichkeit, mit der die handelnden Personen beschrieben werden, hat für mich die Einzigartigkeit des Romans ausgemacht. Dennoch hatte ich so meine Probleme mit dem Roman. Ich fand die Geschichte und deren Verlauf richtig interessant und gut. Leider las sich die Story aber äußérst zäh und anstrengend. Ich bin überhaupt nicht in die Geschichte ‚reingerutscht. So genial die Figuren auch gezeichnet waren, konnte ich mich mit keiner wirklich identifizieren. Die Geschwister waren mir allesamt zu unsympathisch. Die einzelnen Schicksale ließen mich größtenteils kalt. In der Kurzbeschreibung wurde der Roman als besonders warmherzig gelobt. Dies kann ich für mein Empfinden leider nicht bestätigen. Ich empfand die Atmosphäre beim Lesen eher kühl und distanziert. Ich musste mich manchmal regelrecht zwingen, weiterzulesen. Eine besondere Lesefreude ist bei mir daher leider nicht aufgekommen. Das erlebt aber sicher auch jeder anders. Von daher: einfach ausprobieren! Wer auf vielschichtige Familienromane mit einem bösen Wimpernschlag steht, ist mit diesem Buch wahrscheinlich gut beraten.

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    • 3
  • Das Nest

    Das Nest
    vormi

    vormi

    19. February 2017 um 00:03

    Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und sie haben immer gewusst, sie würden eines Tages erben. Aber was, wenn die Erbschaft ausbleibt? Ein warmherziger, humorvoller und scharfsinniger Roman darüber, wie der Kampf ums Geld Lebensentwürfe und Familien durcheinanderbringen kann. Als Kinder haben sie einander geneckt, als Erwachsene verbindet die Geschwister Melody, Jack, Beatrice und Leo Plumb nur noch eine gemeinsame Erbschaft. Mitten in der Finanzkrise brauchen alle dringend Geld. Melody, Hausfrau und Mutter, wachsen die Ausgaben für ihr Vorstadthäuschen und die Collegegebühren ihrer Töchter über den Kopf. Antiquitätenhändler Jack hat hinter dem Rücken seines Ehemanns das Sommerhaus verpfändet. Beatrice, erfolglose Schriftstellerin, will endlich ihr Apartment vergrößern. Doch kurz bevor das Erbe ausbezahlt wird, verwendet ihre Mutter es, um Playboy Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben … Meisterhaft erzählter, böser und witziger Familienroman »Ein Roman wie gute dunkle Schokolade: elegant und bittersüß, so köstlich, dass man ihn in einer Nacht verschlingt.« Entertainment Weekly So weit die Inhaltsangabe bei amazon.de Ich habe dieses Buch von meiner besten Freundin geschenkt bekommen. Die hatte es bei einer Veranstaltung in unserer örtlichen Buchhandlung als besonderen Tipp vorgestellt bekommen und es mir deshalb gekauft. Echt erstaunlich eigentlich, denn wie sich herausgestellt hat, hätten wir beide dieses Buch in einer Buchhandlung gar nicht beachtet, da uns das Cover beiden gar nicht gefällt. Und das Buch hat mich so begeistert, es wäre echt schade gewesen, wenn ich es nicht gelesen hätte. Es ist spannend, interessant und abwechslungsreich. Mit viel lokalkolorit, obwohl das im Zusammenhang mit New York City schon ein eigentümliches Wort ist. Aber es spielt fast ausschließlich in dieser großartigen Stadt. In den verschiedenen Zeiten, ab der Geburt der 4 Kinder bis in die Gegenwart. Mit sehr schönen Worten geschrieben, in einer sehr beeindruckenden Sprache, ohne zu langatmig zu sein oder zu sehr ins philosophische Abzugleiten. Ein Buch, dass schon alleine durch die Sprache begeistert und ich habe es richtig genossen, die Worte zu genißen. Es ist so interessant zu beobachten, wie die Geschwister untereinander interagieren. Die meisten Handlungen und Begebenheiten sind absolut nachvollziehbar und ralistisch. Ein Buch das echt Spaß macht und mich begeistert hat. Mal was anderes, ein Satz, der mir immer sehr gut gefällt, denn das sind fast immer die besten Bücher

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  • Chaos für alle, Unterhaltung für Schadenfrohe

    Das Nest
    Alira

    Alira

    07. February 2017 um 15:14

    Vier Geschwister haben ihr Leben in Hinblick auf ein sattes Erbe (Das Nest) aufgebaut, doch der jüngste Bruder macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Es hat lange gedauert, bis ich die einzelnen Erzählstränge diesen jeweiligen Geschwistern samt ihren Kindern, Freunden, LiebhaberInnen, BürokollegInnen etc. zuordnen konnte. Die Charaktere in dem ganzen Chaos waren nur wenig sympathisch und es ist mir nicht gelungen, den Schreibstil oder den Inhalt dieses Buches amüsant zu finden.

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  • Von Geschwisterliebe und ihren Abgründen

    Das Nest
    Babscha

    Babscha

    04. February 2017 um 01:19

    Vier Geschwister sind es, die sich hier als mehr oder minder flügge Vögelchen ums warme Nest versammeln. Nur dass sie nicht mehr von ihrer Mutter gefüttert und versorgt werden, das hat´s nie gegeben, alldieweil diese leider von Anfang an weder sowas wie elterliches Verantwortungsbewusstsein gespürt hat noch von irgendeiner Sozialkompetenz gebeutelt wurde und sich stattdessen lieber um sich selbst und ihr eigenes Leben gekümmert hat. Und das Nest ist natürlich auch kein kuscheliges, Sicherheit spendendes Refugium aus Stroh für die Kleinen, sondern ein Treuhandfonds, den der inzwischen verstorbene Vater der vier als kleines finanzielles Zubrot für seine Kinder vor langer Zeit mal angelegt hatte. Bedauerlicherweise mit der Maßgabe, dass seine Nachkommen hierüber erst verfügen dürfen, wenn der Jüngste von ihnen 40 Jahre alt ist. Noch bedauerlicher ist allerdings, dass seine zweifelhafte Gattin nach seinem Tod für "Notfälle" über das Vermögen verfügen durfte, wozu es natürlich auch gekommen ist, da sie hiermit still und leise ihrem Ältesten aus einer prekären Notlage geholfen hat. Und während die drei anderen nichtsahnenden Geschwister, in ihrem fünften Lebensjahrzehnt angekommen, alle selbst finanziell schwer unter Druck, davon ausgehen, in Kürze jetzt endlich satten Mammon abgreifen zu können, wissen nur Bruder und Mutter, dass sich im Nest nur noch ein kleiner kaum erwähnenswerter und nicht gerade zur allgemeinen Problemlösung geeigneter Bodensatz befindet. Das hat natürlich Folgen. Und wer sind die vier? Da ist Melody, die Jüngste, geistig eher einfach strukturiert, die mit Mann und zwei halbwüchsigen Töchtern in der Vorstadt lebt und so gerne gesellschaftlichen Status und Anerkennung erlangen möchte, aber leider nicht mal weiss, wie sie die Collegegebühren der Kids demnächst bezahlen soll. Dann Jack, seit einiger Zeit mit seinem langjährigen Lebensgefährten verheiratet, dem das Wasser auch bis zum Hals steht, da sein kleiner Antiquitätenladen seit Jahren ein Zuschussgeschäft ist und er sich deshalb bereits am ehelichen Immobilienvermögen vergriffen hat. Bea, Möchtegernschriftstellerin, die seit Ewigkeiten an ihrem ersten Roman laboriert und auf den großen Durchbruch hofft, aber im Grunde bei fehlenden Einkünften nur Ausgaben produziert, eine langfristig eher ungesunde Entwicklung. Und dann noch Leo, der Älteste, der Star, der mit allen Wassern gewaschene Typ, zu dem die anderen immer aufgeblickt haben, der im richtigen Moment sein florierendes Medienunternehmen verkauft, Kasse gemacht und dann gemeinsam mit einer gelangweilten Luxusehefrau alles wieder verprasst hat. Die Scheidung läuft, Zukunftsperspektiven sind mau, und der vierzigste Geburtstag seiner Schwester steht kurzfristig an, somit der langerwartete große Geldverteilungstermin, an dem er notgedrungen Butter bei die Fische tun muss. Soweit die Ausgangslage des Buches, das mit einer flotten, witzigen Story, einigen guten Ideen und Wendungen, viel New Yorker Lokalkolorit, und gut gebastelten, lebensnahen Figuren aufwartet. Damit stört dann auch das zuletzt etwas konstruiert wirkende Ende und die leicht überhastete Verknüpfung der zunächst geschickt gelegten Handlungsfäden nicht sonderlich. Erfrischende Dialoge unter den Geschwistern, von denen jeder sein ganz eigenes Süppchen kocht, runden das Ganze ab. Insgesamt habe ich mich hier gut unterhalten gefühlt. Gelungener Debütroman der Autorin.

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  • Nett zu lesen

    Das Nest
    DangerDan

    DangerDan

    31. January 2017 um 12:36

    Das Cover finde ich sehr, sehr hübsch! Die vier Vögelchen passend zu den vier Geschwistern. Um diese Vier geht es auch in diesem Buch: Leo, Bea, Jack und Melody. Alle wollen endlich ihr Erbe ausbezahlt bekommen doch ein Zwischenfall verzögert alles. Ich liebe Geschichten in denen alle Charaktere miteinander verstrickt sind und die Wege sich immerwieder (bewusst und unbewusst) kreuzen. In diesem Buch ist dem auch so, alle Charaktere gehören zusammen und brauchen einander. Viele Themen werden aufgegriffen, manchmal fast schon zu viele und es wird leicht vorhersehbar. Am Anfang des Buches kam ich schwer rein, viele Namen, ich war selbst nicht ganz bei der Sache (vielleicht war auch das der Fehler!), aber dann ab der Mitte des Buches fand ich es gut zu lesen und den Schreibstil mochte ich auch. Das Ende finde ich gut, man merkt dass die Protagonisten viel gelernt haben und am Ende alle zufrieden, glücklich und "reicher"(inwiefern reich müsst ihr selber lesen hihi) wurden.

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  • fabelhafter Roman!

    Das Nest
    Eva-Maria_Obermann

    Eva-Maria_Obermann

    30. January 2017 um 11:00

    Als Leo so richtig Mist baut, muss dafür die Erbschaft angezapft werden, die eigentlich bald an ihn und seine drei Geschwister ausgezahlt werden sollte. Das Nest, wie die vier es immer genannt haben, ist plötzlich weg. Während die Schriftstellerin Bea eher in einer Schaffens- als in einer finanziellen Krise steht, muss Melody ihre Zwillinge aufs College schicken und eine Hypothek abzahlen und Jacks Antiquitätenladen ist bereits dabei, sein Sommerhaus aufzuzehren. Leo verspricht, das Geld wieder zu bekommen und versucht da einzusteigen, wo er vor seiner Hochzeit ausgestiegen ist. Die Küken müssen sich der Realität stellen.Allein die durchziehende Metaphorik des Nestes finde ich großartig. Während alle Figuren längst erwachsen sind und Melody, als jüngste, gerade 40 wird, wird schnell klar, wie infantil sie sind. Die Vorstellung des sie behütenden finanziellen Nests, das auf sie wartet, hat die Küken nie wirklich flügge werden lassen. Sie handeln unbedacht, egoistisch, ohne einen realen Sinn für die eigene Zukunft. Ihre Probleme mögen „erwachsen“ geworden sein, sie sind es nicht. Statt sich um erstes schriftstellerische Versuche, Beliebtheit oder erste sexuelle Erfahrungen zu sorgen, geht es ihnen nun plakativ um Geld, Kinder, Heim. Doch wie sie das angehen ist so herrliche kindisch, dass der Familienroman die Adoleszenzgeschichte der alternden Generation festhält. Nie erwachsen zu werden, hat sie zu Karikaturen gemacht, deren Konturen nun auszubrechen drohen.Die elementare Figur dabei ist Leo. Nicht nur, weil er den Auslöser liefert. Vielmehr ist er die Vaterfigur, die ableget werden muss. Während die Mutter der vier Geschwister schnell als „unmütterlich“ identifiziert werden kann, zeigt sich auch in den Erzählungen über den leiblichen Vater (dessen Name Leo geerbt hat), dass er es war, der das Nest „gebaut“ hat. Nun fällt seinem ältesten Sohn die Aufgabe zu, es wieder zu errichten. Der Eindruck, dass Leo nicht nur der große Bruder ist, sondern Vaterqualitäten hat, wird in den Rückblenden seiner Geschwister nur allzu deutlich und kehrt sich mit dem Buchende zu einem geradezu offensichtlichen Element um. In manchen Momenten erinnerte mich das Nest durchaus an die großen Klassiker des Familienromans. Ich dachte gerade durch den finanziellen Aspekt mehr als einmal an die Buddenbrooks. Bei Cynthia D‘Aprix Sweeney verfällt die Familie nicht, sie wird erwachsen. Und das trifft den Nerv einer Zeit, der nachgesagt wird, nur große Kinder heranzuziehen. Es gibt Momente, die sich in den Generationen wiederholen, dunkle Eigenschaften, die auftreten. Einprägsam finde ich die Momente des Erkennens. Dass Loslösen zum Weiterentwickeln dazugehört und der Glaube an uns Selbst elementar ist.Das Nest ist ein großartiger Roman, der das Erwachsenwerden einer Generation zeigt, die es nie richtig gelernt hat. Vielleicht ist es ein Blick in unsere Zukunft, viel eher aber ist es ein Zeitroman. Und so viel mehr.

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  • Familie ist immer noch Familie

    Das Nest
    silvia1981

    silvia1981

    26. January 2017 um 20:22

    Ich lese sehr gerne Familiengeschichten und so war "Das Nest" von Cynthia D`Aprix Sweeney natürlich auf meiner Wunschliste, zumal ich das Thema Erbschaft auch gut gewählt fand und mir vorstellen konnte, dass es viel Potential hat, ein richtig guter Roman zu werden. Leider fiel es mir dann aber schon von Beginn an schwer, richtig in das Geschehen reinzukommen. In den ersten Kapiteln lernt man die vier Geschwister der Familie Plumb kennen, aber nicht nur sie, sondern auch ihre Partner, Kinder, Affären, Kollegen und Bekannten. Ich fand die Anzahl der Personen sehr anspruchsvoll und es fiel mir schwer den Überblick zu behalten, wie sie zusammen hängen. Es treffen sehr viele Personen, sehr viele verschiedene Leben und Charaktere aufeinander, und diese wurden oft auch nicht nur kurz erwähnt, sondern sehr ausschweifend davon erzählt, dass es für mich einfach zu viel des Guten und zu viel drum herum war."Das Nest", so nennen die Geschwister Melody, Jack, Bea und Leo liebevoll den großen Batzen Geld, den sie laut Verfügung ihres Vaters erben sollen, sobald die Jüngste 40 Jahre alt wird. Die Idee des Vaters ist witzig und die Geschwister haben sich ihr Leben lang darauf verlassen, das Geld ausbezahlt zu bekommen, habe Schulden gemacht und einen Lebensstil gepflegt, den sie sich eigentlich nicht leisten konnten. Kurz bevor es soweit ist, begeht Leo eine Dummheit und "Das Nest" wird von der Mutter kurzerhand für dessen Notlage verwendet und so für die drei anderen Geschwister unerreichbar. Und so muss sie die Erfahrung lehren, dass Geld nicht alles ist im Leben...Der Schreibstil der Autorin ist zwar flüssig, aber die Sätze teilweise auch sehr lange und verschachtelt. Ich kam einfach lange nicht so recht in die Geschichte hinein, habe das Buch deswegen öfter auch einfach wieder zur Seite gelegt und das hat es wahrscheinlich noch schwieriger gemacht, damit richtig warm zu werden. Deshalb kann ich leider nur drei Sterne vergeben.

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