Cynthia D. Sweeney

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Autor von The Nest.

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The Nest

The Nest

 (4)
Erschienen am 22.03.2016

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Rezension zu "The Nest" von Cynthia D. Sweeney

Gute Idee, zu viel Unsympathen
ichundelainevor 2 Jahren

Es ist ziemlich mutig von der Autorin, dem Leser auf den ersten 50 Seiten mehr als fünf absolut ätzend, unsympathische Charaktere zu präsentieren. Fast hätte ich hier das Buch schon zur Seite gelegt!

Der einzige Grund, das Buch weiterzulesen, war die eigentlich sehr gute Grundidee, sowie die wirklich lockere Schreibweise. 

Vier Geschwister, jeder auf seine Art und Weise nervig, eine Mutter, die ganz klar eines von ihnen bevorzugt, am meisten aber sich selber, und ein Trust-Fund (The Nest), der den Kindern (die alle um die 40 sind) das Leben auf einen Schlag einfacher machen soll. Dann baut aber der Älteste von ihnen eine folgenschweren Unfall und um für seine Rehab und die Vertuschung des unschönen Umstands, dass neben ihm eine Kellnerin sass, die seinen Schwanz in der Hand hielt, als das Auto von der Strasse abkam, zu zahlen, zapft die Mutter einfach den Fund an, was dazu führt, dass die anderen drei Geschwister statt der erwarteten Millionen gerade mal mickrige 50.000 Dollar pro Nase bekommen. 

Das alle mit weitaus mehr gerechnet und dementsprechend ihr Leben darauf ausgerichtet haben, sind sie nun natürlich alles andere als begeistert und wollen den Ältesten irgendwie zur Rechenschaft ziehen. Was mich am allermeisten genervt hat, waren diese bescheuerten Individuen, die so absolut unselbstständig agieren, alles auf den Trust Fund setzen, dumme Entscheidungen treffen und dafür dann irgendwie den Bruder verantwortlich machen. Besonders ätzend ist die jüngste im Bunde, eine hypernervöse Helikoptermutter, die in ihrem Leben kaum einen Tag gearbeitet hat, ihre Kinder aber per GPS überwacht und diese von dem Fund Geld eigentlich auf ein Ivy League College schicken wollte. 

Auf den letzten 50 Seiten bekommt das Buch dann noch mal irgendwie die Kurve und die Autorin versucht wenigstens etwas Sympathie für diese kaputten Spinner herauszupressen. Hierbei bedient sie sich der altbekannten und gern genutzten Schwangerschafts- und Geburt-Storyline. Ich habe das Gefühl, dass Autoren, die nicht mehr wissen, wie sie die Geschichte aus dem Dreck ziehen sollen, sich gerne dieses erzählerischen Mittels bedienen um alles wieder ins Lot zu rücken. 

Trotz der guten Grundidee und der eigentlich netten Botschaft, "Familie ist das, was du daraus machst", kann mich "The Nest" nicht wirklich begeistern. 

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