Cynthia Hand Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

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Inhaltsangabe zu „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ von Cynthia Hand

Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.

Ein Buch, dass mich einfach komplett überzeugen konnte & ein besonderer Schatz in meinem Regal ist.

— JessiBuechersuchti
JessiBuechersuchti

Ein gutes Buch, dass mich aber leider nicht wirklich überzeugen konnte.

— Kleines91
Kleines91

das ende - das ende war einfach nur krass, eigentlich das ganze buch.

— MoWilliams
MoWilliams

Eine unwahrscheinlich tragische Geschichte, die direkt ins Herz geht.

— Svenjas_BookChallenges
Svenjas_BookChallenges

Ich liebte den Schreibstiel der Autorin, doch die Geschichte an sich konnte mich leider nicht so gut uberzeugen, wie ich gehofft habe...

— readingismypassion
readingismypassion

Konnte mich leider nicht berühren. Das ist schade denn es handelt sich um eine gute Idee, aus der man viel mehr hätte rausholen können.

— Linsenliebe
Linsenliebe

Emotional, ergreifend, echt = mein Herbst-Lesehighlight!

— books-in-my-world
books-in-my-world

3,5 Sterne

— MuenisBookWorld
MuenisBookWorld

Die Geschichte ist an sich sehr traurigschön. Die Umsetzung hat mir nicht immer so gut gefallen.

— LimitLess
LimitLess

Eine sehr schöne Geschichte, allerdings fehlten einige Dinge.

— Viiivian
Viiivian

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  • Rezension - Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    JessiBuechersuchti

    JessiBuechersuchti

    25. March 2017 um 15:39

    Cover Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Der Titel allein ist schon sehr passend - mathematisch - gestaltet, zeigt aber durch das Mädchen und die Pusteblume eine irgendwie romantische Seite. Außerdem gefällt mir die Farbe sehr gut.Erster Satz "Erst mal möchte ich festhalten, dass es nicht meine Idee war, das hier aufzuschreiben. Die kommt von Dave. Meinem Therapeuten."Meinung Da mich das Cover fast schon magisch angezogen hat und der Klappentext einfach super interessant klang, habe ich mein Glück bei 'Blogg dein Buch' versucht - und durfte das Buch lesen.Der Schreibstil von Cynthia Hand hat mir super gut gefallen. Er ist sehr ruhig, sodass man sich in die Geschichte fallen lassen kann und sie einfach stundenlang genießen kann. Außerdem schafft sie es, die Emotionen sehr authentisch rüberzubringen - also wappnet euch mit einer Ladung Taschentücher -, sodass ich nicht nur im Buch ein paar Tränen vergossen habe.. sondern auch noch in der Danksagung der Autorin. Und das ist mir nun wirklich noch nie passiert.Auch die Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet. Lexie ist ein Mathegenie, welches ihren Bruder verloren hat. Nach außen hin scheint sie sehr distanziert zu sein und überhaupt nicht zu trauern. Doch sie hat einfach nur ihre eigene Art und Weise mit ihrer Trauer umzugehen. Außerdem bekommen wir durch die Erzählweise des Buches einen super Eindruck von ihr. Zum einen weil das Buch aus Lexies Ich-Perspektive geschrieben ist, zum anderen aber auch, weil sie Tagebucheinträge schreibt und wir so einen guten Eindruck der Vergangenheit bekommen.Aber auch ihre Familie und ihre Freunde sind echt liebenswürdig gestaltet und das auf nur 320 Seiten ist wirklich eine Leistung - mir kam nicht ein Charakter irgendwie oberflächlich vor, sondern alle hatten irgendwie etwas Besonderes.Auch das Ende konnte mich überzeugen, auch wenn es mir schwer fällt die liebgewonnen Charaktere gehen zu lassen.        Fazit     Ein Buch, das mich einfach total überzeugen konnte. Absolut lesenswert. Ich habe zwar erst wenige Bücher mit einer solchen Thematik gelesen, aber dieses hier ist wirklich ein besonderer Schatz in meinem Regal.

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  • Gefühlvoll, packend, echt

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    18. January 2016 um 22:24

    Lexie ist 19 Jahre alt und steht kurz vor ihrem ersten Studienjahr. Seit sechs Monaten ist sie mit Steven zusammen, und eigentlich könnte es nicht schöner sein. Doch dann passiert das Unfassbare: Lexies 17 Jahre alter Bruder Tyler begeht Selbstmord! Lexies Welt bricht auseinander. Nun muss sie zusehen, wie sie diesen großen Verlust verarbeiten kann und die Trauer bewältigt... Mein Leseeindruck: Ich muss gestehen, dass ich ein wenig gebraucht habe, mich einzulesen bzw. mich auf die Geschichte von Lexie einzulassen. Vielleicht liegt es am Schreibstil. Der ist durchaus gut und angenehm, aber doch - für mich - gewöhnungsbedürftig. Die Geschichte wird aus Lexies Sicht erzählt. Dabei gibt es auch immer wieder Rückblicke - meist in Tagebuchform. So erfährt der Leser nach und nach, was für ein Mensch Tyler war und wie es letztendlich zum Selbstmord gekommen ist. Obwohl das Thema sehr traurig ist, konnte mich die Geschichte zunächst noch nicht wirklich berühren. Das hat sich dann aber geändert, und auf den letzten Seiten hat es mich wirklich gepackt und mein Herz berührt. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es hat mir Freude gemacht und mir schöne Lesestunden geschenkt. Auch denke ich, dass die Geschichte von Lexie und Tyler mir noch lange im Kopf bleiben wird. Sie hat mich sehr nachdenklich gemacht. Auf jeden Fall werde ich das Buch gerne weiterempfehlen!  

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel
    Daniliesing

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • "Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks" von Cynthia Hand

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Nelly87

    Nelly87

    30. December 2015 um 15:25

    Der Klappentext Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen. [ Quelle: Harper Collins ] Meine Meinung Ich weiß nicht, was das mit mir und diesen Büchern ist, die in der Leser- und Bloggerwelt total begeistert aufgenommen werden. Wahrscheinlich stimmt da bei mir irgendwas nicht, aber die Bücher, bei denen andere in Tränen ausbrechen, während ich augenrollend das Buch zuschlage, häufen sich so langsam. Und da sind nicht ganz unbekannte Titel darunter wie Das Schicksal ist ein mieser Verräter oder 30 Tage und ein ganzes Leben. Jetzt reiht sich ein weiteres Buch in diese glamouröse Reihe ein, nämlich Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks. Cynthia Hand erzählt die Geschichte der 18-jährigen Lexie, die erst einige Wochen vorher ihren Bruder Ty verloren hat. Tyler war gerade mal 16 Jahre alt, als er kurz vor Weihnachten beschloss, sich in der Garage eine Kugel in die Brust zu schießen. Für Lexie, ihre Familie und Tys Freunde eine furchtbare Tat, die nicht nur Trauer zurücklässt, sondern auch Wut und Schuldgefühle. Das Buch begann noch recht vielversprechend. Man bekommt einen Einblick in die Familie von Lexie, in ihre Probleme. Der Vater hat vor nicht allzu langer Zeit die Familie verlassen, um mit seiner jungen Sekretärin, mit der er bereits einige Zeit eine Affäre hatte, zusammenzuleben (Achtung, Klischee!!). Tyler schien die Trennung nicht verkraften zu können und entwickelte einen regelrechten Hass gegen seinen Vater. Leider hat mir der Verlauf der Geschichte gar nicht mehr zugesagt, denn es ging nur um ein Thema: den Selbstmord von Ty. Ich fand es ja verständlich, dass es sich dabei um das Hauptthema handelt, doch irgendwie habe ich erwartet, dass es vielleicht auch noch um die Beziehung zwischen Lexie und ihrem Dad geht oder um ihre Liebe zu Steven, ihrem (Ex-)Freund. Vielleicht gerade wie in Das Schicksal ist ein mieser Verräter, wo es auch nicht nur um den Krebs sondern auch um die junge Liebe geht. Und selbst wenn man nur das Selbstmord-Thema heranzieht, kann ich im Nachhinein noch nicht mal behaupten, dass es um die Verarbeitung einer solchen Tragödie geht. Als sich dann auch ein Freund von Ty das Leben nimmt, hatte ich gehofft, dass sich dahinter vielleicht noch ein spannender Handlungsstrang verbergen könnte. Aber selbst das geht unter. Da der Verlauf schon ein wenig enttäuschend war, hab ich also auf die Charaktere gehofft. Und auch hier find alles ganz gut an. Zunächst lernt der Leser Lexie kennen, deren größte Leidenschaft die Mathematik ist. Zahlen haben auf sie eine unglaubliche Faszination und sie können ihr helfen, sich selbst zu beruhigen. Das hob sie von der Vielzahl von Protagonistinnen in der noch größeren Anzahl an Büchern irgendwie ab. Obwohl ich selbst mit Mathe soviel anfangen kann wie mit Raketentechnik, machte dieser Umstand sie mir irgendwie sypmathisch. Allerdings hab ich auch an ihr etwas auszusetzen, denn obwohl die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben wurde, war es für mich unglaublich schwer, ihre Gefühle und Gedanken nachzuvollziehen. An manchen Stellen konnte ich ihre Handlungsweisen absolut nicht verstehen. Dieses Problem hat sich durchgezogen bis hin zu Tylers Beweggründe, sich das Leben zu nehmen. Es wird zwar deutlich, wie sehr ihm die Trennung seiner Eltern zu schaffen gemacht hat. Und es wird auch geschildert, dass er "schwarze Tage" hatte, an denen er Depressionen hatte. Doch meiner Meinung nach, waren eben diese Depressionen nicht so übel geschildert, dass sie den Selbstmord eines 16-Jährigen erklären können. Und auch über die Reaktionen der Familie konnte ich nur den Kopf schütteln. Ich glaube kaum, dass eine liebende und fürsorgliche Mutter (und eben so wird Lexies Mutter beschrieben, zumindest vor Tylers Tat) überhaupt nicht reagieren würde, wenn ihr Sohn fast 70 Schmerztabletten schluckt und man ihm den Magen auspumpen muss. Das Genick gebrochen hat dem Buch dann noch dazu, dass es einfach zur Mitte hin immer mehr an Spannung verloren hat. Zu den letzten 150 Seiten musste ich mich regelrecht selbst überreden. Die Handlung konnte mich allerdings auch dann null für sich einnehmen. Mein Fazit Der Geschichte rund um Lexie liegt eigentlich eine gute Grundidee zugrunde, allerdings konnte mich die Umsetzung so gar nicht überzeugen. Der Schreibstil ist zwar ganz ok, allerdings konnte mich weder der Handlungsverlauf noch die Charaktere wirklich umhauen. Vielmehr musste ich mich im Gegenteil eher immer wieder zwingen, weiterzulesen. Hinzu kam, dass ich den Schwenk ins Fantasy-Genre wirklich nicht gut fand und am Schluss einfach zuviele Fragen offen bleiben. Wirklich schade...

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  • Tragisch und berührend - geht direkt ins Herz

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Svenjas_BookChallenges

    Svenjas_BookChallenges

    17. December 2015 um 19:43

    Das Buch hat mich auf der Frankfurter Buchmesse förmlich angelacht und deswegen habe ich mich unglaublich gefreut, dass der Harper Collins Verlag mir ein Rezensionsexemplar zukommen ließ - vielen Dank dafür. :) Es klang nach einem interessanten, tiefgründigen und vielleicht etwas außergewöhnlichen Jugendbuch - und in manchen Punkten ist es tatsächlich so. Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks erzählt die Geschichte der 18-jährigen Lexie - ein Mathe-Genie, das kurz vor dem Abschluss steht und sich am MIT beworben hat. Als ihr jüngerer Bruder Ty sich kurz vor Weihnachten das Leben nimmt, bricht Lexies Welt wie ein Kartenhaus zusammen. Plötzlich ist sie für alle nur noch das Mädchen mit dem toten Bruder und dass sie all das Mitleid und die vorsichtigen Blicke nicht etragen kann, ist für mich absolut nachvollziehbar. Sie distanziert sich von ihren Freunden und von ihrer ersten großen Liebe und gibt sich nach außen stark, tough und unnahbar.  Da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, erfährt man als Leser jedoch recht schnell, dass Lexie in Wahrheit unheimlich verzweifelt ist und ziemlich nah am Abgrund steht. Sie weiß nicht, wie sie mit dem Verlust und ihrer Trauer umgehen soll und muss obendrein auch noch ihre Mutter stützen, die sich nach Tys Tod völlig aufgegeben hat. Lexies Situation - zu allem Übel hegt sie auch noch einen tiefen Groll gegen ihren Vater, der die Familie für eine Affäre verließ -erscheint trostlos und macht einen als Leser sehr betroffen. Mich haben all ihre Gefühle und Gedanken wirklich mitgenommen und deshalb habe ich auch ungewöhnlich lange für den Roman gebraucht. Man muss sich auf das traurige Thema einlassen, aber manchmal wird es einem einfach zu viel und man braucht eine Pause - in dem Bewusstsein, dass Lexie nicht einfach so eine Auszeit von ihrem Leben nehmen kann. Insgesamt ist man der Protagonistin Lexie, die eigentlich ein sehr rationaler und aufgeklärter Mensch ist, unheimlich nahe und fühlt auf jeder Seite mit ihr. Sie suhlt sich nicht in Selbstmitleid, sondern kämpft sich wacker durch jeden einzelnen Tag, was sie zu einem unglaublich starken Charakter macht. Durch die eingeschobenen Tagebucheinträge in Kursiv-Schrift erfährt man außerdem viel darüber, was sich in den Monaten vor Tys Selbstmord ereignet hat und begleitet Lexie dabei, wie sie alles Stück für Stück aufarbeitet. Am bedrückendsten waren für mich ihre Schuldgefühle, die im Wesentlichen darauf beruhen, dass sie auf die letzte SMS ihres Bruders nicht geantwortet hat, und die Erinnerung an Ty, der Lexie und ihrer Mutter immer wieder erscheint. Manchmal hatte ich während des Lesens das Gefühl, dass der Roman in ein anderes Genre - vor allem Fantasy und Thriller - abdriftet und dass hinter Tys Tod doch mehr steckt, als es zu Beginn den Anschein hat. Hand streut immer wieder kleine Hinweise und Elemente ein, die die Handlung trotz des bedrückenden Hauptthemas spannend und dynamisch machen und einen am Ball bleiben lassen, auch wenn man manchmal denkt, dass man vor lauter Trauer am liebsten mit dem Lesen Aufhören möchte. Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks ist schonungslos und ehrlich und zeichnet das Porträt eines jungen Mädchens, das irgendwie mit dem Verlust ihres Bruders umgehen und sein Leben weiterleben muss. Besonders gelungen finde ich, dass Cynthia Hands Roman sich wirklich im Wesentlichen auf die Beziehung zwischen Lexie und Ty konzentriert und ihren Umgang mit seinem Tod. Er zeigt, wie sich das Leben nach dem Verlust eines geliebten Menschen verändert und welchen Einfluss dieser Mensch auch nach seinem Tod noch auf die Hinterbliebenen hat. Es gefällt mir, dass Lexies Kampf im Vordergrund steht und nicht die Liebesbeziehung mit Steven, was ich angesichts des Klappentextes befürchtet hatte.  In der zweiten Hälfte des Romans geschieht noch einmal etwas ziemlich Unerwartetes (ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern), das ich mir im Nachhinein nicht erklären kann. Ich weiß nicht, wieso es passiert ist, weil es so unwahrscheinlich ist und ich habe keine Ahnung, was Cynthia Hand damit sagen möchte. Ihr werdet sehen, was ich meine :) Aber dieses Ereignis passt überhaupt nicht in die Handlung und es wird auch nicht wirklich erklärt, was dem ansonsten großartigen Roman in meinen Augen einen kleinen Dämpfer verpasst. Mein Fazit: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks von Cynthia Hand ist ein unglaublichtrauriger, ehrlicher und schonungsloser Roman, der davon erzählt, auf welch grausame Art und Weise der Tod eines geliebten Menschen einen aus dem Leben reißt und wie schwer es ist, danach in den Alltag zurückzukehren. Lexie ist einejunge Protagonistin, die gleichzeitig stark, tough, tief verletzt und innerlich zerrissen ist. Sie ist einem sehr nahe, was den Roman zu einer wirklich bedrückenden, aber auch schönen und Hoffnung spendenen Geschichte macht. Nur ein Detail hat mir nicht gefallen, da es überhaupt nicht zur Handlung passt - ansonsten habe ich das Buch wirklich gerne gelesen, auch wenn ich manchmal kurz pausieren musste, da mich Lexies Geschichte sonst zu sehr deprimiert hätte.

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  • Konnte mich leider nicht überzeugen

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Linsenliebe

    Linsenliebe

    15. December 2015 um 08:31

    Alexis, kurz Lexie, ist auf den ersten Blick ein ziemlich normaler Teenager doch auf den zweiten Blick erkennt man ein Mädchen mit Panikattacken, die den Selbstmord ihres Brudes Ty noch lange nicht verarbeitet hat und sich nun nicht nur um sich selbst sondern auch um die zum übertriebenen Alkoholkonsum neigende Mutter kümmern muss. Ty hat sich das Leben genommen und keiner hat es so richtig kommen sehen obwohl es die Anzeichen schon im Vorfeld gab. Doch Lexie war zu beschäftigt mit sich selbst und ihrem frischen Liebesglück mit Steven. Außerdem war sie vollkommen eingenommen von ihrer Bewerbung am MIT College.  Nach Tys Tod ist jedoch alles anders. Alles gerät ins schwanken, Lexie muss eine Therapie machen und ihre Mutter sieht den totel Tyler im Haus umherwandern. Alles gerät aus den Fugen und als Lexie auch noch einen Abschiedsbrief für Tylers Ex-Freundin Ashley findet, weiß sie gar nicht mehr was sie noch machen soll.

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  • Buchverlosung zu "Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks" von Cynthia Hand

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    13. December 2015 um 19:32

    Wir verlosen ein Buch (Leseexemplar) dieses Buches auf unserem Blog. Schaut doch mal vorbei. http://www.buechersalat.de/2015/12/turchen-nummer-13-dritter-advent.html

  • Emotional, ergreifend, echt = mein Herbst-Lesehighlight!

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    books-in-my-world

    books-in-my-world

    18. November 2015 um 13:50

    Aufgrund des wunderschönen und bis ins kleinste Detail durchdachten Covers und den vielversprechenden Klappentext war meine Erwartung an „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ recht hoch und die Angst, dass die Autorin derer nicht gerecht werden kann, war groß. Zum Glück war mir schon nach wenigen Seiten klar, dass diese Angst vollkommen unbegründet ist. Der Einstieg in die Geschichte, die aus der Sicht der 18-jährigen Protagonistin Lexie erzählt wird, gelingt mühelos. Lexie ist eine sympathische Protagonistin mit Ecken und Kanten. Auch wenn man anfänglich das Gefühl hat, sie entspreche dem Klischee eines Mathe-Genies, wird im Verlauf des Plots deutlich, dass sie viel mehr ist als ein wandelndes Klischee. Durch die Ich-Perspektive, welche durch Tagebucheinträge, Briefe und kursiv hervorgehobene Rückblenden ergänzt wird, fühlt man von Anfang an mit Lexie, deren Welt sich nach dem Selbstmord ihres Bruders auf den Kopf gestellt hat, mit. Cynthia Hands Schreibstil ist sehr flüssig, ansprechend, aber nicht anspruchsvoll und überzeugt vor allem durch einen sensiblen Umgang mit den richtigen Worten. Was diese Geschichte aber allen voran ausmacht, ist ihre Authentizität. Von Anfang an hat man das Gefühl, man liest eine wahre Geschichte und keinen Roman. Nichts wirkt konstruiert oder gekünstelt. Vielmehr gelingt es Cynthia Hand eine ernsthafte Thematik – den Selbstmord eines geliebten Menschen – einen Rahmen zu geben, der den Leser trotz aller Schwere des Stoffes nicht bedrückt. Dies gelingt ihr durch die Verbindung des Themas mit einer zarten Liebesgeschichte und an den richtigen Stellen eingesetzen Humor. Obwohl ich während des Lesens so manches Mal mit den Tränen zu kämpfen hatte, ist es insgesamt ein positiver Roman, der den Leser nicht runterzieht sondern vielmehr aufzeigt, dass es Wege gibt mit solch einem Schicksalsschlag umzugehen, auch wenn das anfangs unmöglich scheint. Liest man Cynthia Hands Danksagung klärt sich auf wie sie derart authentisch über die Themen Trauer, Verlust und Schuld schreiben kann: Sie musste leider selbst lernen mit dem Tod ihres Bruders zu leben. Und auch wenn sie betont, dass „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ keine Autobiografie ist, war dies für mich der „Aha!“-Moment. Ich denke, man kann nicht derart realistisch über solche Themen schreiben, wenn man keinen Bezug dazu hat. Mein Fazit: Mit „Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks“ gelingt Cynthia Hand ein absolut überzeugendes Debüt im Jugendbuch-Bereich. Wer einen klassischen Jugend-Liebesroman erwartet, wird vermutlich enttäuscht werden. Wer aber bereit ist, sich auch mit ernsten Themen wie Verlust einen geliebten Menschen, Schuld und Trauerbewältigung auseinanderzusetzen, wird von dieser Geschichte durch ihre Authentizität ebenso begeistert sein wie ich. Mein Herbst-Lesehighlight 2015!

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  • Die Wahrscheinlichkeit des Glücks

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    MuenisBookWorld

    MuenisBookWorld

    16. November 2015 um 19:49

    Herzzerreißend bis zur letzten Seite.Der Roman handelt von der Protagonistin Lexie, die ihren jüngeren Bruder Tyler verloren hat.Im gesamten Roman geht es um die Verarbeitung des Schmerzes und der gesamten Vergangenheit. Lexie kann nicht vergessen was mit ihrem Bruder passiert ist. Es ist einer der Gründe, warum sie Tyler überall sieht und immer von ihm träumt. Selbst die Integration in den normalen Alltag gelingt ihr nicht. Deshalb besucht sie auch einen Psychologen namens Dave, aber auch mit ihm ist sie unzufrieden, da sie nicht wie eine mit Problemen bepackte Person auftreten möchte. Sie will keine Verrückte sein. Schließlich freundet sich Lexie erneut mit ihrer alten besten Freundin Sadie an.Die Handlung gelangt an ihren Wendepunkt. Lexie taucht wieder in eine soziale Welt ein. Man denkt, dass der Tod von Tyler endlich etwas in den Hintergrund rückt. Doch man täuscht sich. Mit Sadie spricht Lexie das erste Mal über den Tod von Tyler. Endlich verarbeitet sie die Geschehnisse nicht mehr alleine. Sie muss sich mit diesem Thema nicht mehr quälen und gibt alles frei. Die Handlung bleibt auf lange Sicht konstant. Und dann auf einmal geschieht der plötzliche Tod von Patrick. Lexie und ihre Mutter fühlen sich wie auf Tyler's Trauerfeier. Dort merkt Lexie zum ersten Mal, dass die Trauerfeier von Patrick durchdacht ist, so gestaltet wie er es immer wollte. Aber Lexie's Mutter hat Tyler's Beerdigung nach ihrem Interesse gestaltet.  Was wollte Tyler mit seiner Notiz "Sorry Mom, aber ich war mehr als alle" sagen?Es bleibt unklar. Die Protagonistin Lexie macht in dem gesamten Romanverlauf eine beobachtbare Entwicklung durch. Das ängstliche, im Stich gelassene Lexie startet ein neues Leben ohne Tyler. Sie schließt ab. Sie schreibt ein Tagebuch um ihren Schmerz zu verarbeiten und adressiert ihren Bruder dabei. Sie wird an der MIT angenommen. Und viel wichtiger, sie schafft es, ein neues soziales Umfeld aufzubauen. Selbst mit ihrem Therapeuten Dave scheint sie mehr zu sprechen.Dass Lexie abschließt, wird besonders im letzten Kapitel, in der letzten Szene erkennbar. Einer meiner Lieblingsstellen des gesamten Romans   "Alexis, bist du noch da?" (S.249) Die Autorin Cynthia Hand hat einen sehr wunderschönen Schreibstil. Der Roman lässt sich einfach lesen. Durch die Zahlen und teilweise auch eingebauten Rechnungen schafft sie einen abwechslungsreichen Lesefluss und motiviert selbst den Leser zum Nachdenken und Rechnen. Als wäre das nicht genug verwendet sie Intertextualität. Mal ist es Stephenie Meyers "Twilight"-Serie die erwähnt wird, mal Songtexte von Christina Perri. Auch andere bekannte Künstler und Werke werden zusätzlich noch genannt.Die Verarbeitung des Todes gelingt diesem Roman auf eine sehr gute Weise, wobei ich auch mal an gute und positive Dinge in Lexies Leben gehofft hätte. Ein Tod wird meistens so dermaßen in den Vordergrund gestellt, das man alles und damit meine ich auch das GUTE im Leben ausblendet. Genau das ist in diesem Roman der Fall. Manchmal wird Tyler viel zu oft erwähnt. Der Roman zeigt, dass die Unwahrscheinlichkeit des Glücks wahrscheinlich sein kann, wenn man sie genauesten durchdenkt und berechnet.  Jeder der gerne eine etwas emotionalere Geschichte lesen möchte, sollte sich "Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks" von Cynthia Hand nicht entgehen lassen. Es ist keine neue Geschichte, es ist nichts was wir noch nicht gehört haben. Aber gerade die Art, wie es erzählt und vermittelt wird und wie sich Lexie entwickelt, ist spannend zu beobachten. 

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  • Berührend und realistisch

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    CasusAngelus

    CasusAngelus

    16. November 2015 um 10:57

    Inhalt: Seit dem Selbstmord ihres Bruders ist Alexis nicht mehr die selbe. Sie zieht sich immer mehr von ihren Freunden zurück und macht sich stattdessen lieber Vorwürfe. Die Frage, ob sie Ty hätte retten können, plagt sie die ganze Zeit. Sie versucht den Gründen auf die Spur zu gehen und entdeckt dabei einen Brief, den Ty seiner Ex-Freundin hinterlassen hat. Meine Meinung: "Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks" von Cynthia Hand ist ein trauriger Roman, der die Geschichte der Hinterbliebenen eines Selbstmörders erzählt, ihren Umgang mit der Trauer. Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive von Tylers Schwester Alexis. Dabei gibt es zwischen dem Geschehen in der Gegenwart immer wieder Tagebucheinträge von ihr, in denen sie von Erinnerungen an ihren Bruder berichtet. Mit der Protagonistin Alexis habe ich mich sofort verbunden gefühlt. Sie ist, genau wie ich, ein kleiner Mathefreak, der in Zahlen denkt und immer logisch an alles rangeht. Nach außen wirkt das zwar manchmal ein wenig gefühlskalt, aber da ich aus eigener Erfahrung weiß, dass dem nicht so ist, hat mich dies beim Lesen nicht gestört. Insgesamt fand ich das Buch sehr spannend, auch wenn nicht so viel passiert. Zusammen mit Alexis versuchen wir zu ergründen, warum Ty es getan hat, und seinen Tod zu akzeptieren, was nicht unbedingt einfach ist. Denn Alexis hat Schuldgefühle, über deren Ursache wir anfangs nur spekulieren können. In der Mitte hatte ich manchmal das Gefühl, dass die Geschichte nicht wirklich voran kommt, aber das hat sich zum Ende hin dann wieder gelegt. Fazit: Cynthia Hands "Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks" ist ein trauriger, realistisch wirkender Roman über Selbstmord und den Umgang der Familie damit. Auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass es nicht vorwärts ging, hat mir das Buch gut gefallen, so dass ich 4 von 5 Muscheln vergebe.

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  • emotional & aufwühlend

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    katja78

    katja78

    08. November 2015 um 11:45

    Klappentext Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen. Autorin Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt. Meine Meinung Puh, wie ich das Buch beschreiben soll, weiss ich nicht genau. Schon recht zu Anfang weiss man grob wohin die Reise führt. Autorin Cynthia Hand beschriebt gekonnt das Gefühlschaos von Lexie. Oder wie die Menschen nach einer Tragödie mit einem umgehen. Ich habe beim Lesen regelrecht nachempfunden wie man sich fühlen muss, wenn man angestarrt wird, oder wenn die Menschen nicht mehr normal mit einem reden. Geschichte an sich ist so berührend und doch sehe ich das ende mit einem lachenden und einem weinendem Auge. Wäre Lexie nicht ein so charakterstarker Mensch, hätte die Geschichte wohl auch anders ausgehen können. Die nachvollziehbaren Beschreibungen, wie Lexie diese dramatische Familiengeschichte verarbeitet, hat mich beim Lesen total mitgerissen und emotional aufgerührt. Der Schreibstil von Cynthia Hand ist aufwühlend, mitreißend und hat einen Hang zur nachhaltigen Dramaturgie. Komplex geschrieben und doch einfach verständlich. Ich glaube, wenn man in die Seele vordringt, ist es besonders schwer, seinen Lesern zu beschrieben, was in einem vorgeht, zumindest so, das man es nachvollziehen kann. Das ist hier gekonnt umgesetzt. Wenn man nun am Ende die Danksagung liest, bekommt dieser Roman noch mal ein ganz persönliches Gewicht. Vielen Dank für diesen tollen Roman, er hat mich sehr berührt. Fazit Emotional & fantastisch in der Ausarbeitung. Dieser Roman hat mich am Ende zu Tränen gerührt... Absolute Leseempfehlung! Sterne 5 von 5

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  • Wunderschöne, humorvolle sowie melancholische Geschichte!

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Die-wein

    Die-wein

    29. October 2015 um 23:27

    Als Lexie von ihrem Therapeuten den Rat bekommt, ihre Sorgen, Ängste und Probleme in einem Tagebuch niederzuschreiben, sträubt sie sich anfangs sehr dagegen und hält es für sinnlos. Da sie jedoch auch keine Antidepressiva nehmen möchte, ist es ihre einzige Möglichkeit sich mit allem was passierte auseinanderzusetzen. Sieben Wochen sind gerade mal vergangen seit dem Selbstmord des Bruders und Lexie versucht sich zu erinnern, wann er das letzte Mal glücklich wirkte. Seit der Trennung der Eltern, begann sich alles zu verändern und all die glücklichen Momente ihrer Kindheit scheinen so weit weg. Die Mutter arbeitet nun den ganzen Tag und dennoch reicht das Geld kaum. Außerdem versucht diese ihre Sorgen mit Alkohol und Medikamenten zu lösen. Als sie schließlich noch einen verschlossenen Brief ihres Bruders an seine ehemalige Freundin findet, beginnt sie Stück für Stück zu erkennen, warum Ty sich das Leben nahm und was sie tun muss um ihrem Leben endlich wieder eine positive Wendung zu geben. Ich bin eigentlich mit keinerlei Erwartungen an das Buch herangegangen und wollte es gerne lesen, weil mir das Cover sehr gefiel. Bereits nach wenigen Seiten war ich sehr positiv überrascht und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Was wohl vor allem daran lag, dass ich die Protagonistin Alexis (Lexie), aus deren Sicht die Geschichte geschrieben ist, sofort in mein Herz geschlossen habe. Lexie geht auf die Highschool und zählt zu den Nerds an ihrer Schule. Es ist das letzte Schuljahr und sie träumt davon, anschließend am Institut für Technologie Massachusetts Mathematik zu studieren. Zahlen und Gleichungen sind etwas konstantes in ihrem Leben und so beruhigt sie sich auch stets mit gedanklichen Rechenspielen. Seit dem Tod ihres Bruders ist sie jedoch zum Einzelgänger geworden und meidet ihre Freunde. Ihr Leben scheint ein einziger Trümmerhaufen zu sein und dennoch bewunderte ich oftmals Lexies Selbstsicherheit. Während ihre Mutter versucht mit Alkohol und Medikamenten über den Tod des Sohnes hinwegzukommen, nimmt sie es in die Hand und denkt viel über seinen Selbstmord nach. Gleichzeitig plagen sie Schuldgefühle, weil sie nicht auf seine letzte SMS antwortete und nachdem sie glaubt, ihn einige Male zu sehen, denkt sie, dass er ihr damit etwas wichtiges mitteilen möchte. Die Geschichte liest sich trotz der schwierigen Grundthemen leicht sowie flüssig und ist unheimlich spannend, da man natürlich wissen möchte, warum sich Ty das Leben nahm. Es ist voller Gefühl, ohne dabei zu bedrückend zu werden. Was das Ganze auch sehr auflockerte waren die umgangssprachlichen Ausdrücke sowie Lexies Sandkastenfreundin Sadie, die in der Nachbarschaft wohnt und irgendwie herrlich schräg ist. Wie ein roter Faden ziehen sich Lexies Tagebucheinträge durch das Buch, welche leicht erkennbar sind durch die kursive Schrift. Man erfährt daraus immer wieder wichtige Dinge aus ihrer Vergangenheit und lernt so auch ihren verstorbenen Bruder sehr gut kennen. Sie sind voller Gefühl geschrieben und so hautnah zu begreifen, wie unbeschwert und glücklich diese Familie einst war, bewegte mich sehr. Mein einziger Kritikpunkt waren die Unmengen an Rechtschreibfehlern. Ich erhielt das Buch als unkorrigiertes Leseexemplar, sodass mir klar war, dass das Buch nicht fehlerfrei sein würde, aber irgendwann wurde mir das echt zuviel und störte mich beim Lesen doch sehr. Oftmals musste ich Sätze mehrfach lesen um sie zu verstehen, was mich dann immer wieder unnötig aufhielt. Mein Fazit: Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks ist eine wundervolle, zu Herzen gehende und tiefgründige Geschichte über die Trauerbewältigung und Schuldgefühle. Eine sehr gelungene Mischung aus Tragik, Humor und gelungenen Charakteren. Mich hat das Buch absolut überzeugt und zum Nachdenken gebracht.

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  • Kein Buch für Zwischendurch

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    eclipse888

    eclipse888

    29. October 2015 um 10:41

    Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lex wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen. Ich gebe es offen und ehrlich zu: Das Cover hat mich magisch angezogen! Meine beiden Lks treffen auf einander, wie oft kommt das schon vor? =D Ich liebe diesen mathematischen Touch, in dem der Titel abgebildet ist. Und genauso gerne mochte ich, dass Lexie ein Charakter ist, der Mathe liebt. Irgendwann kommt es einem eben zu den Ohren raus, wenn ständig alle Figuren betonen, wie schlecht sie doch in Mathe sind und/oder wie sehr sie Mathe hassen, wenn man zu der Minderheit gehört, der es anders geht. Müsste ich das Buch aber in einem Wort beschreiben, dann wäre es wohl „deprimierend“. Oder vielleicht auch „hoffnungslos“. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber als ich das Buch gelesen habe, war ich nicht in wirklich in der Stimmung für etwas Hoffnungsloses oder Deprimierendes. Ich denke, ich bin durch das Cover und den Klappentext einfach mir ganz falschen Erwartungen rangegangen. Da ich auch schon viele Bücher mit ähnlichen Titeln gelesen habe, habe ich zumindest auf ein bisschen Freundschaft, Liebe, IRGENDWAS, abgesehen von dem Selbstmord des Bruders, gehofft. Aber genau darum geht es. NUR. Lexies Bruder Ty hat sich umgebracht und nun hat sie mit den Folgen und ihren Schuldgefühlen zu kämpfen. Die ganze Trauer-und-Trauerbewältigungs-Thematik fand ich abgesehen davon aber echt gut. Cynthia Hand hat beim Schreiben aus ihren eigenen Erfahrungen geschöpft und das merkt man der Geschichte auf jeden Fall an. Ich denke, wenn man nicht selbst einen solchen Verlust erlitten hat, dann ist es schwer, die Gefühle so echt und unverfälscht und realistisch darzustellen. Aber was sollte die Sache mit dem „Geist“? Sich plötzlich materialisierendes Parfüm, okay, alle bilden es sich ein, weil sie ihren Bruder/ Sohn schrecklich vermissen. Aber im Ernst, was sollte das mit dem Geist denn? Das war so ein Schwenk in Richtung Fantasy, der da nicht hin passt. Wieder ganz toll fand ich Lexies Rückblicke und Erinnerungen an ihren Bruder. Sie sind typische Geschwister, die sich streiten und necken, aber man konnte immer spüren, dass die zwei sich geliebt haben. Da ich selbst Geschwister habe, kenne ich das ziemlich gut und ich fand es klasse, diese Geschwistergefühle in dem Buch wiederzufinden. Über die Autorin: Die New York Times-Bestsellerautorin Cynthia Hand unterrichtete mehrere Jahre lang Kreatives Schreiben an der Pepperdine University nahe Los Angeles, bevor sie sich hauptsächlich dem Schreiben widmete. Vor kurzem ist sie mit ihrer Familie zurück in ihre Heimatstadt in Idaho gezogen, wo sie die klare Luft genießt und an neuen Romanen schreibt. Fazit Ich hatte ganz falsche Erwartungen an das Buch, es konnte gar nicht anders, als mich zu enttäuschen. Schade, es war nicht übel, aber auf so eine schwerere Thematik muss man einerseits vorbereitet sein und andererseits müssen auch die Lust und der richtige Zeitpunkt da sein.

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  • Die Kunst des Abschiednehmens

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    LimitLess

    LimitLess

    26. October 2015 um 10:42

    Cynthia Hand verarbeitet mit diesem Roman den Verlust ihres Bruders, der im Alter von 17 Jahren Selbstmord begangen hat. Und doch ist es nicht ihre eigene Geschichte, die sie erzählt, sondern eine erfundene, jedoch mit vielen persönlichen Erfahrungen geschmückt. Lexie verliert ihren Bruder und versucht auf ihre Art damit umzugehen. Sie denkt sehr rational, kann ihre Gefühle nicht so richtig zeigen und sie weiß nicht, welches Ventil sie aufmachen muss, um alles zu verarbeiten. Ihr Therapeut schlägt ihr irgendwann vor, Tagebuch zu schreiben und ihre Erinnerungen an Tyler aufzuschreiben. Die Tagebucheinträge sind Rückblenden in ein Leben, in dem noch alles mehr oder weniger gut war. Sie ermöglichen, dass man Lexie besser versteht, dass die Verbindung zwischen ihr und ihrem Bruder klarer wird. Die Einträge machen die Geschichte emotional. Mit Lexie wurde ich leider nie richtig warm. Ich konnte sie nie richtig einschätzen. Da waren mir die Nebencharaktere schon sympathischer. Lexie war für mich immer viel jünger in meiner Vorstellung als sie eigentlich war. Das hat dann irgendwie nie so richtig zusammen gepasst. Die Geschichte plätschert am Anfang leider nur ein wenig dahin. Mir hat oft der Reiz gefehlt, weiterzulesen. Erst im letzten Drittel hat mich die Handlung richtig mitgenommen. Davor war es nicht so besonders spannend, auch wenn ich weiß, das Bücher dieses Genres nicht unbedingt spannend im Sinne von 'Nervenkitzel' sind, sollte es mich doch in gewissermaßen unterhalten können. Zum Schluss hat es mich aber zu Tränen gerührt, was ich einem Buch immer hoch anrechne! Hands Schreibstil ist angenehm zu lesen, konnte mich aber nicht so richtig mitreißen. Man merkt aber, dass sie genau weiß, wovon sie schreibt, wenn sie über die Gefühle der Hinterbliebenen erzählt. Die Autorin hat auch phantastische Elemente miteinfließen lassen, die zwar dann eine Auflösung bekommen, der Geschichte jedoch nochmal eine besondere Note gegeben haben. Fazit Ein bedrückendes Buch über Trauerbewältigung und was der Selbstmord eines geliebten Menschen mit den Hinterbliebenen anstellt. Es ist ein Buch darüber, was danach passiert. Leider konnte mich die Geschichte anfangs nicht richtig mitnehmen, da einige Längen den Reiz am Lesen verhindert haben. Im Laufe der Geschichte bekommt man aber ein Gefühl, wie bedeutend und wichtig die Thematik ist.

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  • ✎ Cynthia Hand - Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

    Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. October 2015 um 14:25

    Als ich das Buch damals, vor Erscheinen, zum ersten Mal sah und den Klappentext gelesen hatte, war für mich sehr schnell klar, dass es ein MUSS ist, dieses Buch zu haben. Eigentlich sage ich sehr selten was zum Cover, aber dieses hier ist dermaßen gut gelungen, dass ich einfach darauf hinweisen möchte. Ich bin ja auch ein kleiner Mathe-Nerd - nicht ganz so ausgeprägt wie bei den richtigen Nerds, aber ich komme mit Mathe schon immer sehr gut klar und Zahlen und Logik faszinieren mich sehr - und diese Zahlen zwischen den Buchstaben sehen richtig toll aus. Da hat sich jemand mal richtig, richtig viele Gedanken gemacht und das auch noch sehr gut umgesetzt. Dass es ein harter Lesestoff wird, damit habe ich von Anfang an gerechnet und ich wurde auch überhaupt nicht enttäuscht. Von Anfang an habe ich mit Lexie "mitgelitten", denn ich konnte sie sooo gut verstehen. Auch ich habe meinen geliebtesten Menschen im Leben mit 15 verloren - und ich bin bis heute nicht darüber hinweg. (nicht durch Selbstmord) Cynthia Hand lässt für mich aus jeder Zeile Trauer, Schmerz, Verzweiflung, Schuld,.. sprechen. Sie lässt die Figuren leben, auch wenn sie sich selbst nicht mehr lebendig fühlen. Mitreißend, gefühlvoll, bewegend, emotional,.. - das sind nur einige Worte, die mir während des Lesens durch den Kopf gegangen sind.. Das Ende hat mich dann komplett umgehauen - da hat sich dann auch eine stille Träne gelöst.. und als ich dann das Nachwort gelesen habe, habe ich nur noch gedacht "Hut ab!". Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mit Trauer(bewältigung) umgehen kann; der versteht, dass es nicht nur Bücher gibt, in denen gute und schlechte Tage vorkommen, sondern auch mal die schlechten überwiegen; der weiß, dass nach Gewitterwolken auch die Sonne wieder scheint, auch wenn es manchmal ein bisschen länger dauert; der offen für Menschen ist und weiß, dass es solche und solche gibt..

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