Cynthia Webb

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Die Farbe der Leere

Die Farbe der Leere

 (2)
Erschienen am 01.09.2011

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Stefan83s avatar

Rezension zu "Die Farbe der Leere" von Cynthia Webb

Rezension zu "Die Farbe der Leere" von Cynthia Webb
Stefan83vor 7 Jahren

Auf den ersten Blick nur ein x-beliebiger New York-Thriller, der durch den pinken Schriftzug besonders die weibliche Leserschaft ansprechen soll, belehrt uns "Die Farbe der Leere" schnell eines Besseren. Schon das vorangehende Zitat Rosa Luxemburgs zeigt deutlich, dass es sich bei Webbs zweitem Krimi nicht um Mainstream-Fastfood handelt, sondern sich die Autorin neben der Unterhaltung in erster Linie der Authentizität verplichtet hat. Und authentisch, ja, erschütternd realistisch gar, ist dieses Buch. Kein Wunder, trägt die Hauptprotagonistin doch viele Züge ihrer Erschafferin in sich. Das Thema, Kindesmissbrauch und seine Folgen, geht durch die lakonisch, trockene Erzählweise noch mehr an die Nieren. Das Leid ist uns näher, als man es sonst von amerikanischen Thrillern gewöhnt ist. Bei all dieser Erzählgewandheit sieht man Webb dann sogar den ein oder anderen Logikfehler gegen Ende nach. Insgesamt kein hochspannender Reißer, aber ein Buch, dessen leise, nüchterne Töne tiefer gehen, als die Mord- und Totschlagorgien der Genre-Konkurrenz.

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sternthaler75s avatar

Rezension zu "Die Farbe der Leere" von Cynthia Webb

Rezension zu "Die Farbe der Leere" von Cynthia Webb
sternthaler75vor 7 Jahren

Ist hier ein Serienkiller am Werk, der die Jungs umgebracht hat? Sie wohnten alle mal in diesem Heim, sind aus ihren Familien gerettet worden, um vor Missbrauch bewahrt zu werden . . . Und wurden doch gequält, missbraucht, gefoltert und getötet.

Katherine arbeitet beim ACS, einer Kinder- und Jugendschutzbehörde in New York City. Sie und ihre Kolleginnen Diane und Annie kümmern sich um vieles, um Kinder zu beschützen, sie in Pflegefamilien unterzubringen, Fallaufnahmen zu machen, Gespräche zu führen mit Kindern, Familien, Sozialarbeitern usw.

Und doch können sie nicht jeden davor bewahren, erneut in Gefahr zu geraten.

Als Jonathan tot aufgefunden wird, wird Katherine klar, dass es vielleicht auch ihre Schuld ist. Sie macht sich Vorwürfe, weil sie sich nicht mehr um ihn gekümmert hat.

Da sie den Toten und seine Familie gut kannte, will sie mit der Polizei und den Behörden zusammen arbeiten, um so vielleicht andere Jungs vor diesem Serientäter zu schützen.

Meine Meinung

Wenn es um Kinder in einem Krimi geht, hat das Lesen immer einen üblen Beigeschmack. So ist es mir auch hier ergangen. Egal, um welchen Fall von Missbrauch es sich handelte, ich bekam ständig eine Gänsehaut.

Die Autorin beschreibt das Geschehen sehr sachlich und nüchtern, trotzdem lassen sich Emotionen nicht unterdrücken. Zum Glück geht sie nicht sehr tief in die Details, doch das Gelesene lässt meine Fantasie und Gedanken um diese Kinder nicht ruhen.

Außerdem zeigt die Geschichte sehr gut die Arbeit des ACS, in Zusammenhang mit dem Familiengericht, den Fallbetreuern und den Anwälten. Es wird im Buch erwähnt, dass viele der dort tätigen Personen dort arbeiten, um ihre eigenen Kindheitstraumen zu verarbeiten.

Somit zeigt es sehr deutlich, wie schwer das Geschehene, Gesehene und Gehörte zu verarbeiten ist. Dabei geht es nicht nur um die Kinder, sondern auch alle anderen, die sich mit der Situation beschäftigen müssen, denn auch sie sind Menschen, die ihre Gefühle nicht abstellen können.

Cynthia Webb hat hier meines Erachten sehr gut recherchiert, um so dem Leser die Zusammenhänge besser vermitteln zu können.

Das ganze ist sehr realistisch und erbarmungslos dargestellt, genau so, wie ich es mir im wahren Leben leider auch vorstellen kann.Es zeigt die Gesellschaft mit all ihren Schwächen und läßt das Gelesene nicht so schnell beiseite schieben.

Mein Fazit

Ein sehr ernüchterndes Buch, das mich trotz seiner Sachlichkeit sehr berührt hat.

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