Désirée von Trotha Die Enkel der Echse, Teil I und Teil II

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Inhaltsangabe zu „Die Enkel der Echse, Teil I und Teil II“ von Désirée von Trotha

Welch ein Schatz ginge der Menschheit verloren, wenn die Kultur der Tuareg für immer verschwinden würde? Aus sehr persönlicher Sicht berichtet die Autorin über zwei Jahrzehnte ihrer Begegnungen mit den Nomaden in der südlichen Sahara. Ein historischer und politischer Überblick ermöglicht Einblicke in die aktuelle dramatische Entwicklung.

Eine Reise in die faszinierende Welt der Tuareg

— Fabella
Fabella
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    Die Enkel der Echse, Teil I und Teil II
    Fabella

    Fabella

    31. December 2013 um 13:07

    Inhalt: Die Autorin berichtet über sich, über die Tuareg und über ihr Leben mit ihnen. Pendelnd zwischen München und Sahara versucht sie, ein Teil dieser Gemeinschaft zu werden, ihnen zu helfen, ihre Gebräuche zu verstehen und zu wahren. Sie zeigt, wie wichtig und wertvoll diese Menschen sind und was zwanzig Jahre an ihrem Dasein verändert haben, wie sie oft scheinbar verloren gehen. Meine Meinung: Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, etwas, was sich nicht zwischen dem einen und dem nächsten Termin "einschieben" lässt. Hier geht es um mehr, als Worte zu lesen, denn viel mehr muss man eigentlich zwischen den Zeilen lesen und verstehen. Ich gebe zu, ich fand den Schreibstil der Autorin sehr anders. Sprunghaft. Oft war es schwer, ihren Gedanken zu folgen, man musste innehalten und begreifen, was geschieht, wo der Wechsel war. Ich kann mir gut vorstellen, dass es aus ihrer Sicht sehr klar und offen ist, wenn man die Ereignisse bildlich vor Augen stehen hat. Mir als wirklich unbedarften Leser verwirrte das hier und dort doch mal. Manchmal wusste ich nicht, wer war wo, in welchem Land befinden wir uns gerade, wer ist bei wem. Doch mit der Zeit lernt man diese Sprünge schneller zu begreifen. Ich fand es faszinierend, einen Einblick in diese für mich völlig fremde Kultur zu erhalten. Und das nicht oberflächlich und schnell, sondern eher eindringlich, ungeschminkt, wahr. Diese eigentlich so einfachen Menschen, die dennoch teilweise so klug sind in ihrer Unbedachtheit und Naivität. Die keinen falschen Stolz kennen, und die unsere Regeln so gar nicht verstehen. Und dennoch von sich und ihrem Handeln überzeugt sind, sie wissen, das was sie machen ist das einzig wahre. Das Buch wird immer wieder aufgelockert durch Bilder und Lyrik der Tuareg. Worte, die für uns teilweise bestimmt nicht auf den ersten Blick einen Sinn ergeben, an denen wir uns schwer tun. Und doch, wenn wir ihnen Zeit geben, werden sie klarer. Die Bilder zeigen überwiegend die Menschen. Es sind schöne Menschen, finde ich, mit absolut eindrucksvollen Augen, die ganze Geschichten erzählen. Nachdenklich, dunkel, geheimnisvoll und dann doch auch wieder voller Humor und Fröhlichkeit. Ich finde, der Autorin ist es hier wirklich gelungen, eine Zeitspanne eines Volkes festzuhalten, die es schwer haben, in unserer Zeit sie selbst zu bleiben. Die mehr und mehr von sich verlieren. Und ich frage mich, ist es das Wert? Fazit: Ein außergewöhnliches Buch, das uns das Leben, die Gebräuche und die Einzigartigkeit der Tuaregs näher bringt. Geschildert von einer nicht weniger außergewöhnlichen Autorin, die ihr Leben dem der Tuaregs gewidmet hat. Echter könnte es wohl nicht sein.

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