Den Tagen mehr Leben geben: Der Starkoch vom Hospiz und seine Gäste (HERDER spektrum)

von Dörte Schipper 
4,5 Sterne bei2 Bewertungen
Den Tagen mehr Leben geben: Der Starkoch vom Hospiz und seine Gäste (HERDER spektrum)
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Unentbehrliche Lektüre für Menschen die Menschen lieben!

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Inhaltsangabe zu "Den Tagen mehr Leben geben: Der Starkoch vom Hospiz und seine Gäste (HERDER spektrum)"

Mitten in St. Pauli, nahe der Reeperbahn, kocht Ruprecht Schmidt. Früher stand er in Sterne-Restaurants hinter dem Herd, heute ist sein Arbeitsplatz das Leuchtfeuer. Seine Gäste legen keinen Wert auf aufwendige Menüs - und trotzdem ist seine neue Arbeit für Schmidt erfüllender als alles, was er kannte. Schmidt kocht für Sterbende. In einem Hospiz. Für seine Gäste bedeutet Essen: Erinnerung. Trost. Leben. Ein überraschendes Buch über das Sterben - berührend schön.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783451804496
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:257 Seiten
Verlag:Verlag Herder
Erscheinungsdatum:27.11.2014

Rezensionen und Bewertungen

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    falkvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unentbehrliche Lektüre für Menschen die Menschen lieben!
    Ein bemerkenswert spannendes und überraschendes Buch.


    "Ich definiere mich als Koch nicht mehr darüber, wie viel gegessen wird, sondern, ob ich die Menschen damit erreiche." Früher war er Küchenchef in einem Nobelrestaurant. Heute kocht er im "Leuchtfeuer", einem Hamburger Hospiz. Die meisten seiner Gäste haben Krebs im Endstadium.


    Mit dem Einzug ins Hospiz rückt für die sterbenskranken Menschen das Endgültige immer näher. Vorbei mit: "Das kann ich noch nächstes Jahr machen." Es gilt nur noch das Heute und Jetzt. So unterschiedlich, wie sie gelebt haben, gehen die Menschen auch mit der Gewissheit um, bald sterben zu müssen. Viele fühlen sich wie zu Hause und gut aufgehoben in der familiären Atmosphäre des Hospizes. Einige fühlen sich abgeschoben und lassen ihren Frust genau an den Menschen aus, die sie am meisten lieben. Für die einen ist der Tod ein Tabu, andere reden pausenlos über das Sterben – mit schwarzem Humor, Ironie, oder abgeklärt und nüchtern. Manche finden Trost in der Religion, manche im Sarkasmus. Begriffe wie Harmonie und Dankbarkeit werden plötzlich wichtig. Zwischenmenschliche "Baustellen", die schon seit Jahren gären, sollen unbedingt noch schnell bereinigt werden. Es können sich aber auch neue auftun.

     

    Verhalten, Wünsche und Gedanken der Menschen verändern sich, je näher der Tag rückt. Wer heute noch Scherze macht, kann morgen unendliche Angst haben, verbittert sein oder umgekehrt. Trotz der extremen Gefühlsschwankungen, zeigt sich bei den Bewohnern eines durchgehend: Auch wer unwiderruflich weiß, seine Tage sind gezählt, kann noch genießen, lachen und Momente des Glücks erleben.

     

    Lebensbejahend, wie die Atmosphäre im Hospiz, ist auch das Buch. Es erzählt über einen außergewöhnlichen Koch und die Lebensgeschichten seiner Gäste.

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    blancanievess avatar
    blancanievesvor einem Monat

    Gespräche aus der Community zum Buch

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