Dörthe Binkert

 3.9 Sterne bei 103 Bewertungen
Autorin von Weit übers Meer, Brombeersommer und weiteren Büchern.
Autorenbild von Dörthe Binkert (© Thiele Verlag / Quelle Thiele Verlag)

Lebenslauf von Dörthe Binkert

Starke Frauen und Einblick in die nähere Zeitgeschichte: Dörthe Binkert wird in Hagen, Westfalen geboren. Aufgewachsen ist sie in Frankfurt am Main, wo sie neben Münster und Zürich schließlich Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft studierte. Nach ihrer Promotion war sie längere Zeit für einen großen deutschen Publikumsverlag tätig. 2005 erhielt sie ein Autorenstipendium im Ledig House in New York. Seit 2007 arbeitet sie als freie Autorin, sowie Publizistin und literarische Agentin. Zu ihren bekanntesten Werken zählen ihre Romane "Weit übers Meer", " Bildnis eines Mädchens" und "Brombeersommer", aber auch ihre Sachbücher und journalistischen Beiträge haben das weibliche Publikum für die Werke der Autorin begeisten lassen. Als Mutter eines Sohnes lebt sie heute in Zürich.

Neue Bücher

Staunen wie ein Kind

Erscheint am 02.03.2020 als Hardcover bei Thiele & Brandstätter Verlag.

Alle Bücher von Dörthe Binkert

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Weit übers Meer (ISBN:9783423253246)

Weit übers Meer

 (35)
Erschienen am 01.03.2012
Cover des Buches Brombeersommer (ISBN:9783423253864)

Brombeersommer

 (24)
Erschienen am 07.07.2017
Cover des Buches Ein, zwei Wolken am Himmel (ISBN:9783423216807)

Ein, zwei Wolken am Himmel

 (10)
Erschienen am 09.06.2017
Cover des Buches Die Weihnachtsrose (ISBN:9783404265879)

Die Weihnachtsrose

 (9)
Erschienen am 14.11.2006
Cover des Buches Vergiss kein einziges Wort (ISBN:9783423289641)

Vergiss kein einziges Wort

 (7)
Erschienen am 21.09.2018
Cover des Buches Jessicas Traum (ISBN:9783423261098)

Jessicas Traum

 (5)
Erschienen am 26.08.2016
Cover des Buches Wo Frauen ihre Bücher lesen (ISBN:9783851794359)

Wo Frauen ihre Bücher lesen

 (4)
Erschienen am 19.03.2019
Cover des Buches Bildnis eines Mädchens (ISBN:9783423253321)

Bildnis eines Mädchens

 (3)
Erschienen am 01.12.2012

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Dörthe Binkert

Neu

Rezension zu "Wo Frauen ihre Bücher lesen" von Dörthe Binkert

Die unvergleichliche Lust des Lesens
heinokovor einem Monat

Die unvergleichliche Lust des Lesens 


Ein weiterer wunderschöner Band in der Reihe rund um das Thema „Frauen und…“ von Dörthe Binkert. Ich liebe diese Reihe! 


Nein, es ist kein feministisches Buch, es ruft nicht zum Geschlechterkampf auf. Wer diesen Anspruch vor sich herträgt, ist bei diesem Buch falsch. Und die „uralten“ Bilder, wie es eine Rezensentin ausdrückt, sind würdige künstlerische Vertreter ihrer Zeit, die beachtens- und bewundernswert sind, auch und gerade in ihrer Ausdrucksstärke. Und die in ihrem Kunstwerk genau das festgehalten haben, was Thema des Buches ist: Orte des Lesens. Nicht mehr und nicht weniger. Das Buch wünscht sich Leser/Betrachter mit Feingeist, mit Sinn für Ästhetik. Die  Privatheit des Lesens in der Kunst eingefangen – das scheint mir perfekt in diesem Buch gelungen zu sein. Elke Heidenreich, selbst eine Lesebesessene, lässt uns in ihrem klugen Vorwort teilhaben an ihrer scharfen Beobachtungsgabe, aber auch an ihrem geistreichen Humor, wenn sie ihr Vorwort ausgerechnet mit Groucho Marx beendet. 


Alle Bücher von Dörthe Binkert, die ich bislang genießen durfte, haben meinen Horizont stets erweitert, ganz nach dem Satz „Man sieht nur was man weiß“.  Ihre Texte sind viel mehr als reine Bildbeschreibungen. Sie dringen tiefer, schauen oftmals geradezu hinter das offenkundig Sichtbare. Sie lassen uns im vorliegenden Buch anhand der ausgewählten Bilder teilhaben an der unvergleichlichen Lust des Lesens, an dieses Versinken in andere Welten, an geistige Fluchten, egal ob im Haus oder im Freien. Etwas, was Künstler aller Zeiten versucht haben festzuhalten, nämlich diese ganz besonderen Momente der selbstvergessenen Hingabe ans Buch. An das vorliegende Buch ebenso wie an Bücher generell. Wunderschön!


Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Wo Frauen ihre Bücher lesen" von Dörthe Binkert

Ein bibliophiler Schatz
duchessofmarvellousbooksvor 5 Monaten

Frauen, die dem Lesen verfallen sind, haben in der Regel schon als kleine Mädchen mit dem Laster angefangen..." 📖 Mit diesen wahren Worten beginnt das Vorwort dieses Werkes und nimmt einen sofort gefangen. Ja, auch ich habe bereits als kleines Mädchen meine Leidenschaft zu Büchern entdeckt und sie hat mich seit dem nicht mehr losgelassen. Umso besser passt dieses Buch zu mir, mit dem ich die letzten Sonnenstunden versuche zu genießen: 🌞🏝
Dieses bezaubernde und opulent illustrierte Buch von Dörthe Binkert, mit einem Vorwort von Elke Heidenreich aus dem @thieleverlag, ist ein wahres Schmuckstück und allen Bibliophilen, egal ob männlich oder weiblich, wärmstens ans Herz zu legen:😍 Unzählige, grandiose und liebevoll ausgesuchte Abbildungen von bekannten und unbekannten Frauen, die an den unterschiedlichsten Orten lesen, sind in diesem Buch vereint. Ob am Strand, am See, am Schreibtisch, im Garten oder anderswo, Frauen lesen immer und überall:). Begleitet werden die Bilder mit informativen sowie interessanten Texten. Dabei wird etwa den Fragen nachgegangen warum und wie man liest und ob es etwa vom Genre etc. abhängig ist. Mit dies und mit vielen anderen Fragen/Antworten rund ums Lesen der Frauen beschäftigt sich diese ausgezeichnete Lektüre. Perfekt für den Sommer geeignet :)

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "Vergiss kein einziges Wort" von Dörthe Binkert

Ein mitreißendes Familienepos über eine schlesische Familie in Gleiwitz/Gliwice
InaRomvor 6 Monaten

Ein mitreißendes Familienepos über eine schlesische Familie in Gleiwitz/Gliwice

Carl Strebel, geboren 1869 in Breslau, protestantisch und Beamter bei der Deutschen Reichsbahn zieht aufgrund einer Beförderung mit seiner Frau Martha, einer geborenen Oberschlesierin nach Gleiwitz in die Paulstraße. In Gleiwitz herrscht durch die ewig rauchenden Schornsteine, Kokshalden und Schmelzöfen, bedingt durch den Kohleabbau, die vorherrschende Farbe „schwarz“. Der  Kleidung der Menschen haftet immer ein kleiner Hauch Rußpartikel an und im Winter ist sogar der Schnee mit einer Schicht dieses Kohlenstoffes überzogen. Martha bekommt sechs Kinder und wir lesen über deren Leben und politischen Gesinnung in einer harten Zeit.

Martha Strebel: die Mutter, die auf ihre Kinder schaut, eigene Wünsche zurücksteckt und ihre Träume von einem anderen Leben in einer kleinen Keksdose verwahrt.

Carl Strebel: der Vater, eigenbrötlerisch, starrsinnig, ungerecht und keiner Zärtlichkeit fähig.

Konrad: ältester Sohn, geb: 1900, ein Polenfreund

Heinrich: geb: 1902, der NSDAP sehr zugetan

Ida: geb: 1904, macht eine Schneiderinnenlehre und ist sehr attraktiv

Hedwig (Hedel): geb: 1907, wird Krankenschwester

Anton: geb: 1915, stirbt im ersten Lebensjahr

Klara: geb: 1916, wirkt immer abwesend, beweist aber wenn es darauf ankommt innere Stärke

Emma Luise: geb: 1921, ist sehr intelligent, bevorzugtes Schulfach: Mathematik

Magda: geb: 1920, Luises beste Freundin.

Am Anfang des Buches befindet sich ein Personenverzeichnis über weitere Charaktere, die in der Paulstraße, der Annastraße, der Daimlerstraße und der Husarska wohnen.

Die Kluft zwischen Deutschen und Polen wird in Gleiwitz immer größer, als der Nationalsozialismus von Tag zu Tag an Macht gewinnt. In der Familie Strebel kommt es zum Bruderzwist zwischen Konrad und Heinrich. Die polnischen Schlesier trauen sich nicht mehr ihre Verwandten hinter der Grenze zu besuchen, um nicht als Spione zu gelten. Es herrschen Angst, Verwirrung und Misstrauen. Einmal im Monat von Oktober bis März gibt es den Eintopfsonntag und der Blockwart kassiert dann immer die Differenz zu einem reichhaltigeren Essen. In dieser Zeit werden jüdische Familien öffentlich schikaniert - ihre Geschäfte geschlossen. Agnes Liedka, eine Hausmitbewohnerin der Paulstraße, unterstützt Martha und ihre Familie so gut es geht. Die Menschen erleben den Zweiten Weltkrieg und die schrecklichen Folgen.

1946: Frau Anna Kuznik (Magdas Mutter) verschränkt die Arme, nickt und seufzt. Was hat sie nicht schon in ihrem bisherigen Leben alles erlebt: „ein deutsches Oberschlesien, ein geteiltes Oberschlesien, ein von den Russen besetztes deutsches Oberschlesien. Nun ist dieses Oberschlesien eben polnisch. Aber Schlesien bleibt es trotzdem, und sie bleiben Schlesier, Schlesinger, wie die weiter oben sagen, egal, wer gerade das Sagen hat“. (Seite: 432)

1952 hat sich die Situation zwischen Polen und Deutschen etwas entspannt. Maria, eine Freundin von Luise Strebel, die inzwischen Polnisch spricht, vermisst „das Deutsche“ sehr.“Gleiwitz war ihre Heimat, aber aus der Heimatsprache war sie vertrieben, und wenn sie auf Polnisch beichtete, hatte sie immer das Gefühl, nicht die Wahrheit zu sagen, weil sie nicht bei sich selber war“. (Seite: 555)

Berührender Epilog über ein im Jahre 2004 zustande gekommenes Wiedersehen in Gliwice.

Ich habe dieses Buch glücklicherweise auf der Seite einer Leserin entdeckt. Es ist in drei große Teile (1921-1938, 1939-1945, 1946-1970) eingeteilt und in einem angenehmen Schriftsatz gedruckt. Auf den ersten Doppelseiten erleichtert einem eine Landkarte von Oberschlesien mit Grenzen und deutschen Ortsbezeichnungen, auf den letzten beiden Seiten eine Landkarte vom heutigen Schlesien (Slask) mit polnischen Ortsbezeichnungen, den Überblick über die einstigen deutschen Städte. Weiters befindet sich im Anhang eine sehr übersichtliche  und historisch interessante Zeittafel. Das Buch ist mit seinen ca. 600 Seiten Gott sei Dank sehr flüssig und leicht zu lesen. Die sich ständig abwechselnde Perspektive auf eine andere Person gibt der Geschichte einen außerordentlichen Schwung und lässt nie Langeweile aufkommen. Die vielen Protagonisten und Nebencharaktere, werden sehr gut beschrieben und wachsen einem sehr ans Herz. Beeindruckend und herausragend sind die historischen Recherchen der Autorin. Am Ende des Buches verrät sie auch, dass ihr eine Reihe von Menschen ihre Lebensgeschichten anvertraut und sie damit sehr bewegt haben.  

Da meine Mutter eine gebürtige Oberschlesierin (geb: 1923) ist, war es für mich ein persönlicher Anreiz dieses Buch zu lesen und ich bin sehr froh, es durch Zufall beim Stöbern gefunden zu haben. Im Roman gab es so viele Ortsbezeichnungen, schlesische Speisen wie den Streuselkuchen und den Mohnkuchen sowie Ausdrücke, die bei mir Erinnerungen an Mutters Erzählungen von früher geweckt haben. Dieser Roman macht sehr nachdenklich. Wie froh können wir alle weit nach Kriegsende Geborenen sein, solche Zeiten wie in diesem Buch beschrieben, nicht miterlebt haben zu müssen. Die Geschichte hat mich natürlich sehr berührt und ich empfehle diese Meisterleistung von einem Buch vor allem Lesern, die an einem Familienepos und an der Historie Schlesien-Polen, interessiert sind.

 

.  

 

Kommentare: 8
49
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Dörthe Binkert im Netz:

Community-Statistik

in 187 Bibliotheken

auf 19 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks