Dörthe Binkert

 3.9 Sterne bei 87 Bewertungen
Autorin von Weit übers Meer, Brombeersommer und weiteren Büchern.
Dörthe Binkert

Lebenslauf von Dörthe Binkert

Starke Frauen und Einblick in die nähere Zeitgeschichte: Dörthe Binkert wird in Hagen, Westfalen geboren. Aufgewachsen ist sie in Frankfurt am Main, wo sie neben Münster und Zürich schließlich Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft studierte. Nach ihrer Promotion war sie längere Zeit für einen großen deutschen Publikumsverlag tätig. 2005 erhielt sie ein Autorenstipendium im Ledig House in New York. Seit 2007 arbeitet sie als freie Autorin, sowie Publizistin und literarische Agentin. Zu ihren bekanntesten Werken zählen ihre Romane "Weit übers Meer", " Bildnis eines Mädchens" und "Brombeersommer", aber auch ihre Sachbücher und journalistischen Beiträge haben das weibliche Publikum für die Werke der Autorin begeisten lassen. Als Mutter eines Sohnes lebt sie heute in Zürich.

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Erscheint am 01.03.2019 als Hardcover bei Thiele & Brandstätter Verlag.

Vergiss kein einziges Wort

 (1)
Neu erschienen am 21.09.2018 als Hardcover bei dtv Verlagsgesellschaft.

Vergiss kein einziges Wort: Roman

Neu erschienen am 21.09.2018 als E-Book bei dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.

Alle Bücher von Dörthe Binkert

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Weit übers Meer

Weit übers Meer

 (33)
Erschienen am 01.03.2012
Brombeersommer

Brombeersommer

 (23)
Erschienen am 07.07.2017
Die Weihnachtsrose

Die Weihnachtsrose

 (9)
Erschienen am 14.11.2006
Ein, zwei Wolken am Himmel

Ein, zwei Wolken am Himmel

 (8)
Erschienen am 09.06.2017
Jessicas Traum

Jessicas Traum

 (5)
Erschienen am 26.08.2016
Bildnis eines Mädchens

Bildnis eines Mädchens

 (3)
Erschienen am 01.12.2012
Freundinnen

Freundinnen

 (1)
Erschienen am 01.03.2018
Vergiss kein einziges Wort

Vergiss kein einziges Wort

 (1)
Erschienen am 21.09.2018

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Neue Rezensionen zu Dörthe Binkert

Neu
K

Rezension zu "Brombeersommer: Roman" von Dörthe Binkert

Gefühlschaos im Nachkriegsdeutscland
Kleeblatt2804vor einem Monat

Der Roman Brombeersommer von Dörthe Binkert kommt mit einem frischen Sommercover, der einlädt, gelesen zu werden. Das Cover vermittelt den Eindruck von einer Liebesgeschichte im Sommer. Der Roman spielt im Nachkriegsdeutschland. Die Hauptakteure sind Viola, Theo und Karl. Alle drei sind zusammen aufgewachsen und befreundet. Im Krieg werden sie getrennt. Als Heimkehrer kommen sie resigniert nach Hause. Karl ist der musische, künstlerische unter den Freunden. Theo ist der Realist, der Macher. Viola mag beide sehr. Schon bald heiratet Karl seine Verlobte. Liebe ist es nicht. Die Freundschaft zu Theo und Viola bleibt. Theo heiratet Viola. Ein Sommer fahren sie zu dritt mit der Violetta nach Italien. Ein traumhaft schöner Sommer. Ein Brombeersommer. Der Sommer verändert die Freundschaft. Alle drei bleiben verbunden.

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M

Rezension zu "Vergiss kein einziges Wort" von Dörthe Binkert

Ein Buch, das mitnimmt
Michael-Seyboldvor einem Monat

Bücher über diese Epoche - die beiden grossen Kriege des 20. Jahrhunderts und ihre Auswirkungen - gibt es viele. Die historischen Eckdaten sind bekannt. Was Dörthe Binkert jedoch eindrücklich gelingt: geschichtliche Daten und Fakten mit Leben, mit Emotionen, mit Einzelschicksalen zu füllen - erst dadurch werden die Abläufe auf menschlicher Ebene richtig nachfühlbar, erlebbar, greifbar. In seiner Wirkung her erinnert mich der Roman unter anderem an die Fernsehserie "Unsere Mütter, unsere Väter".

Wer sich auf die hier erzählte Geschichte Oberschlesiens einlässt, dem werden die Personen und Orte schon nach den ersten Seiten vertraut. Im Lauf der Geschichte wurden sie zu lieben Bekannten. Dörthe Binkert erweckt eine versunkene Welt zum Leben. Man merkt ihrer Erzählung die gründlichen Recherchen im Gleiwitzer Archiv an. Am Ende, nach gut 600 Seiten und einem halben Jahrhundert, vermisse ich die Menschen aus Gleiwitz. Ich habe mit ihnen gefühlt, gelitten, gehofft.

600 Seiten - das ist viel. Doch die Autorin gibt die die Zügel nie aus der Hand. Die Einzelschicksale und Handlungsstränge, die durch Orte und Zeitgeschehnisse miteinander verknüpft sind, entwickeln einen unterschwelligen Sog, der nicht mehr nachlässt. Da beweist die Autorin einen langen Atem. Und das Buch wird zum "page turner".

Den Schreibstil finde ich aufs Angenehmste "gut lesbar" - emotional, einfühlsam, warmherzig werden die Menschen und ihr Alltag gezeichnet, mit feinem psychologischen Gespür, doch nie "verkopft", dafür mit starker Verwurzelung in ihren Alltagssorgen, Wünschen und Hoffnungen. Und oft mit einer Wendung am Ende eines Absatzes, der dem eben Gesagten noch "einen mitgibt", es emotional auflädt. Da klingen die Worte noch länger nach.

Nach dem Ende des zweiten grossen Kriegs, als die Russen schon weitergezogen sind Richtung Berlin, ebbt die extreme Spannung natürlicherweise ab. Dieser kurze Zeitraum 1945-46 wird sehr ausführlich beschrieben. Das Warten, die Ungewissheit, was wird. Da kam kurz der Eindruck auf: OK, jetzt wiederholt sich einiges über die Seiten. Aber im Nachhinein fühlte es sich doch richtig an - so muss es gewesen sein: die grosse Anspannung lässt nach, gleichzeitig sind die Menschen gefangen in einer Zwischenzeit, in einem Niemandsland, das Gestern ist vorbei, das Morgen noch nicht da. Zeitenwende. Von Tag zu Tag überleben, mehr ging nicht.

Die unfassbaren Grausamkeiten - sie werden meist eher implizit beschrieben. Die direkteste Szene in dieser Hinsicht ist wohl Aron Sperbers Erinnerung, wie er seine Familie ermordet auffindet. Ansonsten gibt es die geschichtlichen Fakten, die zur Orientierung immer wieder eingestreut werden, und natürlich die Gefühle und Gedanken der Protagonistinnen, die die Greuel reflektieren oder auch verdrängen. Ich finde das sehr passend so - es muss nicht jede Bluttat explizit bebildert werden. Die Zeittafel am Ende des Buchs ist mit ihrer akribischen Aufzählung der Ereignisse, die in die Katastrophe führten, erschütternd genug.

Als die Mitglieder der Familie Strebel eine nach der anderen Gleiwitz verlassen, den Blicken der Leser entschwinden, stellt sich zunächst eine leise Enttäuschung ein - so gern wüsste man, wie es mit ihnen weitergeht. Aber im weiteren Verlauf fühlt sich das schon richtig an - die deutschstämmigen Schlesier verlieren ihre Heimat, aber wir Leser bleiben in Gleiwitz, denn es geht um Oberschlesien.

Also geht es weiter mit denen, die noch da sind und jenen, die neu dazu gekommen sind. Von den Strebels hören wir nur noch sporadisch aus ihren Briefen. Aber dafür kommt mit Aron Sperber eine neue Welt aus Lemberg dazu - eine Bereicherung, die dem Roman eine zusätzliche Dimension verleiht. Danach würde man gerne mehr von Lemberg lesen - wie war das Leben dort, der Übergang von der Habsburger Monarchie in die polnische Republik bis zur grossen Katastrophe. Stoff für ein weiteres Buch?

Wer sich für diese prägenden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts und die Menschen darin interessiert, wird dieses Buch mit viel Gewinn lesen. Dörthe Binkert schafft es bravourös, Vergangenheit lebendig werden zu lassen. Es ist ein Buch, das die Leser mitnimmt, in mehrfacher Hinsicht. Ein starkes Stück zeitgeschichtlicher Literatur.

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heinokos avatar

Rezension zu "Freundinnen" von Dörthe Binkert

Hochwertig in Ausstattung und Inhalt
heinokovor 4 Monaten

Hochwertig in Ausstattung und Inhalt

„Besuche deine Freunde oft, sonst wächst der Weg zu.“ (Sprichwort)

 „Beziehungsneugierige Leserinnen“ wünscht Verena Kast diesem Buch. Besser könnte man es nicht ausdrücken, denn die Beziehung zwischen Freundinnen ist so vielfältig, wie Menschen vielfältig sind. Der vorliegende Bildband zeigt diese Vielfalt auf beeindruckende Weise.

Schon das Äußere des großformatigen Buches besticht. Das Cover zeigt das Gemälde „Al Fresco Tea“ von Lawton S. Parker, einem amerikanischen Maler des Impressionismus, und es hat eine hinreißende Wirkung auf mich. Ein unbeschwerter Sommertag, flirrendes Sonnenlicht, das durch die Blätter fällt, im Halbschatten unter Bäumen Zweisamkeit genießen, sich erzählen und von Zukunft träumen… Genau so stelle ich mir das ideale Freundin-Treffen vor, leicht und voller „Zeitwohlstand“, wie Verena Kast in ihrem klugen Vorwort es nennt,  wenn Freundinnen Zeit haben füreinander. Der Fliederton im Bild setzt sich im Buch fort. Einfach nur schön. Seit vielen Wochen steht das Buch quer in meinem Bücherregal, und bei jedem Vorbeigehen erfreue ich mich an dem wunderbaren Cover.

Auch der Inhalt des Buches ist hochwertig. Nicht nur der großartige Beitrag von Verena Kast, der Grande Dame der Jung’schen Psychoanalyse, beleuchtet das Thema Freundschaft unter Frauen in umfassender Weise. Dörthe Binkert gelingt eine zusätzliche Dimension: Sie schlägt einen großen Bogen von der ersten Freundin über die beste Freundin, über die erotische Komponente in Frauenfreundschaften bis hin zur alle Schwierigkeiten überdauernden vertrauensvollen Verbindung. Und diesen großen Bogenschlag untermalt sie im wahrsten Sinne des Wortes mit einer unglaublichen Fülle an Gemälden aus den verschiedensten Epochen. Sie knüpft anhand der Bilder faszinierende Gedankenfäden. Und genau diese Verknüpfung macht den Reichtum des Buches aus. Die Texte lesend erschließen sich mir die Gemälde auf neue Weise, und die Gemälde betrachtend erschließen sich mir die Texte in größerer Tiefe. Das Buch endet mit dem russischen Sprichwort: „Wer sich keine Zeit für seine Freunde nimmt, dem nimmt die Zeit die Freunde.“ Nehmen Sie sich Zeit – auch für dieses wunderbare Buch!


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