D. B. Blettenberg

 3.6 Sterne bei 64 Bewertungen
Autor von Bis zum späten Morgen, Victoria Falls und weiteren Büchern.
D. B. Blettenberg

Lebenslauf von D. B. Blettenberg

Detlef Bernd Blettenberg wurde am 13. Oktober 1949 in Wirges, Westerwald geboren. Er absolvierte nach Abbruch des Gymnasiums eineLehre als Technischer Zeichner und leistete seinen Wehrdienst als Bordfunker bei der Marine. Nach einigen Jahren Tätigkeit in der Industrie, ging er 1972 zur Entwicklungshilfe, wo er für den Deutschen Entwicklungsdienst arbeitete. Er war dabei in Ecuador, Thailand und Nicaragua im Einsatz. Seit 1994 ist er freier Autor, bescäftigte sich aber schon in seiner Zeit beim DED mit Kurzgeschichten und Romanen. Heute schreibt er zudem auch Drehbücher und Reportagen. Zentrale Spielzentren sind die Länder Südamerikas, Afrikas und Asiens, die er während seiner früheren Tätigkeit kennenlernte. Sein Debüt »Weint nicht um mich in Quito« wurde 1980 mit dem Edgar Wallace Preis ausgezeichnet, für »Farang« erhielt er 1989 den »Deutschen Krimipreis«, 2004 für desses Fortsetzung »Fidschitown« und 2011 für »Murnaus Vermächtnis« erneut. Seit 1994 lebt und arbeitet er vorwiegend in Berlin.

Alle Bücher von D. B. Blettenberg

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Victoria Falls

Victoria Falls

 (18)
Erschienen am 14.06.2016
Bis zum späten Morgen

Bis zum späten Morgen

 (20)
Erschienen am 14.06.2016
Land der guten Hoffnung

Land der guten Hoffnung

 (5)
Erschienen am 03.01.2010
Farang

Farang

 (4)
Erschienen am 07.07.2004
Null Uhr Managua

Null Uhr Managua

 (2)
Erschienen am 03.02.2006
Falken jagen

Falken jagen

 (2)
Erschienen am 15.08.2018
Harte Schnitte

Harte Schnitte

 (1)
Erschienen am 02.02.2005
Land der guten Hoffnung

Land der guten Hoffnung

 (1)
Erschienen am 01.08.2011

Neue Rezensionen zu D. B. Blettenberg

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Falken jagen" von D. B. Blettenberg

Solider Krimi
Gwhynwhyfarvor einem Monat

Der Anfang:
»Sampeng.
Bankogs Chinatown.
Eine Lagerhalle am Ufer des Chao Praya River. Es stinkt nach verrotteten Pflanzen und verfaulten Fisch. Vor dem Tor des Lagers warten zwei Chinesen, die ihm zur Begrüßung zunicken.«

In Thailand geht ein Killer herum, der zwei Deutsche ermordet hat. Was könnte diese Männer verbinden? Kompliziert wird es, als ein als korrupt bekannter griechischen Diplomat das Zeitliche segnen muss. Der Mörder hinterlässt bei jedem Opfer eine Nachricht in altgriechischer Sprache und unterzeichnet mit »Falke«. Privatermittler Farang wird eingeschaltet, weil die Polizei allein nicht weiterkommt, auch er ist zunächst ratlos. Es gibt keinen Ansatz, das Leben dieser Männer in Zusammenhang zu bringen. Da erhält er einen Tipp, der nach Griechenland führt. Dort könnte die Mordserie ihren Anfang genommen haben. Wer steht noch auf der Todesliste und warum überhaupt?
Der Leser beobachtet parallel den Falken, den Assassino. Sein Motiv reicht tief in die deutsche Vergangenheit zurück, geht zurück auf ein traumatisches Ereignis, bei dem fast ein ganzes Dorf auf einer griechischen Insel ausgelöscht wurde. Der Leser kennt das Trauma des Falken, seine Motive. Der Falke selbst weiß aber nicht, dass man ihm auf der Spur ist, wenn auch wage. – Spannung beim Leser durch seinen Wissensvorsprung.

»Farang sah das, was Bangkok in seinem schmuddligen Betonherz ausmachte. Unebene Gehsteige voller Plastikmöbel und Töpfe mit teils vertrockneten, teils blühenden Pflanzen. Gelb-schwarz gestreifte Metallbarrieren, die am Parken hindern sollten, sowie Motorräder und Autos, die sich nicht daran hindern ließen.«

Ein solider Krimi, der bis tief in den Zweiten Weltkrieg zurückgreift. Wir wissen zwar viel über die Besetzung von Frankreich und Polen, aber die Bedeutung der Ägäis in diesem Krieg ist den meisten Menschen unbekannt. Nach der Kapitulation Italiens versuchten die Engländer, die südöstliche Ägäis zu besetzen, um von dort die Deutschen anzugreifen, die die Balkanländer kontrollierten. Die Italiener hatten auf Leros ein Tunnelsystem installiert, das heute zu einem Museum umgestaltet ist und in dem Roman eine Rolle spielt. Nachdem die Engländer die Insel eingenommen hatten, wurde sie 1943 in einer blutigen Schlacht von den Deutschen erobert. Auf diese Zeit geht der Roman zurück, denn es gab in Griechenland viele Partisanen, mit denen die Deutschen rigoros umgingen, um die Bevölkerung einzuschüchtern. Die Geschichte ist erstklassig recherchiert und glaubwürdig, schnörkellos geschrieben. Mit Ortswechseln habe ich normalerweise keine Probleme, aber hier war es mir ein Einschnitt in der Story, ein gesamtes Setting in Griechenland bzw. Europa wäre mir einleuchtender gewesen. Der Thai-Anfang passt für mich atmosphärisch im Nachgang nicht ganz, aber das ist sicher Geschmacksache. Der geschichtliche Hintergrund ist sehr interessant, und der Krimi ist tadellos, keine Frage, aber so richtig konnte er mich an keiner Stelle packen, ich habe das Buch ein paarmal zur Seite gelegt. Bei solchen Büchern ist es klar, wie sie ausgehen, nur der Weg ist unklar. Fazit: Ein guter Krimi ohne Ausrufezeichen. 

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Vorleser2s avatar

Rezension zu "Falken jagen" von D. B. Blettenberg

Farang Meyer ist zurück
Vorleser2vor einem Monat

Auch wenn Farang sich eigentlich ein ruhiges Leben mit einem Restaurant mit der Spezialität Rattenfleisch im beschaulichen Süden Thailands aufgebaut hat, kann er sich nicht widersetzen als ihn der Ruf von Imelda, der Tochter des Generals, ereilt. Imeldas Bruder, der für den Polizeiapparat in Bangkok verantwortlich ist, droht bei der Verfolgung eines Serienmörders ein Gesichtsverlust. Der Täter tötet Deutsche in Bangkok und hinterlässt am Tatort eine Epistel über das Leben des Phaulkon.
Da die Polizei sich bei den Ermittlungen schwer tut und weitere Opfer sich negativ auf die Stellung des Polizeichefs auswirken würden, soll sich nun Farang der Sache annehmen. Er sieht sich noch immer in der Schuld seines Mentors, dem General, und Imelda lockt im Gegenzug mit der finanziellen Unterstützung seines Projekts "junge Engel" für Prostituierte, sodass Farang kurzerhand zusagt ... mehr dazu bei www.dievorleser.blogspot.de

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mabuereles avatar

Rezension zu "Victoria Falls" von D. B. Blettenberg

Und erstens kommt es anders ...
mabuerelevor 8 Monaten

Robert ist mit seiner Frau Lisa auf Safari zwischen Sambesi und Okawango unterwegs. Mit dabei sind auch Michael und Rachel. Eine der Stationen sind die Victoriafälle. Hier werden sich mehrere Schicksale entscheiden.

Der Autor hat eine spannende Kurzgeschichte geschrieben, in der nicht nur Probleme des Zusammenlebens thematisiert werden.

Robert fühlt sich von Lisa dominiert und durch ihre umfangreichen Kenntnisse über Land und Leute zurückgesetzt. Er träumt von Freiheit. Gleichzeitig kann er die Augen nicht von Rachel lassen. Ein stets wiederkehrender Traum verdeutlicht Roberts Probleme.

Andererseits aber ist die Kurzgeschichte eine gekonnte Reisebeschreibung zu den Sehenswürdigkeiten Afrikas. Die beeindruckende Schönheit der Victoriafälle wird wird genauso mit passenden Metaphern wiedergegeben wie die Vielfalt der Tierwelt.

Ein dritter Aspekt klingt in der kurzen Erzählung unterschwellig an und macht betroffen. Das Hotel an den Wasserfällen wird nicht mehr von Weißen, sondern von Einheimischen geleitet. Ein Teil der Touristen, allen voran Michael, fällt durch ihre Überheblichkeit und Voreingenommenheit gegenüber den Schwarzen auf. Die haben allerdings gelernt, auf sehr feine Art auf diese Verachtung zu reagieren und sie nötigenfalls zu kontern.

Die Geschichte entwickelt sich an den Victoriafällen zu einem Krimi. Erst viele Tage später begreift Robert, was er verloren hat und welche neue Fesseln ihn nun binden. Der Vergleich seines letzten Traums zu den vorhergegangenen macht dies besonders deutlich.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Auf den wenigen Seiten werden die Personen ausreichend charakterisiert. Die Handlung ist schlüssig und vielseitig.

Kommentare: 3
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Gespräche aus der Community

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DIGITALPUBLISHERS_Verlags avatar
Liebe Lovelybook-Freunde, 

wir starten eine neue Leserunde zu dem aufwühlenden Drama "Victoria Falls" von D. B. Blettenberg. Vor der traumhaften Kulisse Afrikas geht es in dieser Geschichte um Unabhängigkeit. Robert Stein, der mit seiner Frau Lisa auf den Spuren von Richard Burton und Elizabeth Taylor zwischen Sambesi und Okawango unterwegs ist, kämpft eine ganze Reise lang um diese Unabhängigkeit. 

Neugierig? Dann macht mit: Wir verlosen 20 Freiexemplare im epub- oder mobi-Format unter den Bewerber/innen! Bewerbungsschluss ist der 26. Juli 2016.

Worum es geht?
Gehorsam treibt Robert Stein inmitten einer Schar von Luxustouristen durch die Tropen und beobachtet wilde Tiere. Man nächtigt in noblen Safariherbergen, genießt Haute Cuisine mitten im Busch, und nachts lauscht man dem Husten der Hippos vor der klimatisierten Camphütte. Aber: Noch nie hat Robert sich so gefangen gefühlt, gekettet an eine gnadenlos perfekte Frau.

Vielleicht ist es die Weite und Großartigkeit Afrikas, die Roberts Sehnsucht nach Freiheit schürt. Vielleicht liegt es aber auch an Rachel, der vermeintlichen Seelenverwandten. Leider ist sie mit einem bornierten britischen Investor verheiratet, der wie ein verspäteter Kolonialherr durch dieses grade von der Herrschaft des weißen Mannes genesende Land trampelt. An den Viktoriafällen greift Robert nach der Unabhängigkeit …

Der Autor: D. B. Blettenberg, geboren 1949, lebte mehr als 20 Jahre in Übersee — u.a. in Ecuador, Thailand, Nicaragua, Ghana – und bereiste weitere Länder in Lateinamerika, der Karibik, Südost-Asien, Arabien und Afrika. Er schrieb bislang 11 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Für seine Thriller erhielt er bereits vier Mal den Deutschen Krimipreis: 1989 für Farang, 1995 für Blauer Rum, 2004 für Berlin Fidschitown und 2011 für Murnaus Vermächtnis.

Sein Roman "Siamesische Hunde" wurde mit Heiner Lauterbach, Rolf Hoppe und Günther Maria Halmer in der Produktion von Oscar-Preisträger Manfred Durniok (Mephisto) fürs Kino verfilmt. Außerdem schreibt er Drehbücher für Kino und Fernsehen und veröffentlichte Reiseberichte, Reportagen und Essays in Magazinen wie TransAtlantik, Merian und Cosmopolitan.

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!
Zur Leserunde
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Liebe Lovelybook-Freunde, ihr könnt euch für gepflegte, südamerikanische Bar-Geschichten begeistern? 

Dann haben wir da etwas für euch: Wir starten eine Leserunde zu den Barkeeper-Geschichten "Bis zum späten Morgen" von D. B. Blettenberg. Denkt euch weit, weit weg - nach Südamerika. Es ist ein heißer, später Nachmittag in Managua – die La Cita Bar ist noch fast leer, aber schon liegt eine gewisse Spannung in der Luft. Die unterschiedlichsten Gäste werden kommen und gehen und ihre eigenen Abenteuer und Geschichten mit sich bringen. In "Bis zum späten Morgen" könnt ihr ihnen zuhören... Das E-Book richtet sich vor allem an ein Lesegemeinde ab 35 Jahren +. 

Neugierig? Dann macht mit! 

Wir verlosen 20 Freiexemplare im epub- oder mobi-Format unter den Bewerber/innen! Bewerbungsschluss ist der 26. Juli 2016.


Worum es geht? Antonio, der Barkeeper, steht an seinem altvertrauten Platz und poliert Gläser. Man bestellt sich einen Flor de Cana und betrachtet die weiteren Gäste. Den einsamen Amerikaner am Ende der Theke zu Beispiel und die anderen, die sich nach und nach einfinden. Und man hört sich ihre Geschichten an: Es sind Geschichten von Gestrandeten, Ver- und Getriebenen, Weltenbummlern und Reisenden, von Cops und Killern, Abenteurern und zwielichtigen Existenzen. In der La Cita Bar halten die Gäste bis zum Morgen aus und hören Geschichten aus vier Kontinenten.

Der Autor: D. B. Blettenberg, geboren 1949, lebte mehr als 20 Jahre in Übersee — u.a. in Ecuador, Thailand, Nicaragua, Ghana – und bereiste weitere Länder in Lateinamerika, der Karibik, Südost-Asien, Arabien und Afrika. Er schrieb bislang 11 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten. Für seine Thriller erhielt er bereits vier Mal den Deutschen Krimipreis: 1989 für Farang, 1995 für Blauer Rum, 2004 für Berlin Fidschitown und 2011 für Murnaus Vermächtnis.

Sein Roman "Siamesische Hunde" wurde mit Heiner Lauterbach, Rolf Hoppe und Günther Maria Halmer in der Produktion von Oscar-Preisträger Manfred Durniok (Mephisto) fürs Kino verfilmt. Außerdem schreibt er Drehbücher für Kino und Fernsehen und veröffentlichte Reiseberichte, Reportagen und Essays in Magazinen wie TransAtlantik, Merian und Cosmopolitan.

Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!
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Zusätzliche Informationen

D. B. Blettenberg wurde am 12. Oktober 1949 in Wirges (Deutschland) geboren.

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