D. Bullcutter

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D. Bullcutter

Lebenslauf von D. Bullcutter

"IMMER EINEN PFEIL DER SEHNSUCHT IM KÖCHER!" Ich bin ein Kind der frühen 70er Jahre und Buchautor. Meine Bildungsgrundlagen und Denkstrukturen sind überaus humanistischer Natur. Eine ausgeprägte polemische Ader kommt hinzu. Die Leidenschaft für dystopische Romane - als Warnung, nicht Handbuch - entdeckte ich in meiner Jugend dank einiger Meilensteine dieses Genres, wie z. B. THX-1138 und Logan´s Run. Seither lässt mich der Gedanke nicht los, dass der Begriff "Frieden" bei manchen Menschen in Wirklichkeit "Konformität" und "Kontrolle" bedeutet und die Abgabe aller individueller Freiheiten bedingt. Dennoch fehlt in allen bisher veröffentlichten dystopischen Büchern und Filmen ein wesentliches Element: der Weg zu einem solchen Zustand. Denn eine Dystopie ist keineswegs eine abrupt implantierte Autokratie bzw. Diktatur mit offensichtlichen Zügen. Also: keine Polizisten um jede Ecke, keine im Stechschritt marschierenden Soldaten etc. Eine Dystopie ist das Ergebnis eines langjährigen "Umerziehungsprozesses" der einzelnen Individuen und Gesellschaft, die sich langsam aber stetig daran gewöhnen, ihre Entscheidungen und somit ihre Freiheiten (individuell wie kollektiv) freiwillig an eine Obrigkeit zu delegieren. Ein One-Way-Ticket. Was ich im "richtigen" Leben tue, ist hier nicht von Belang. Und was ist denn überhaupt das "richtige Leben": Der Nine-to-Five-Job? Nein, vielmehr zeigt sich das wahre Leben außerhalb einer ökonomischen standardisierten Notwendigkeit. In der guten alten lateinischen Sprache findet sich dieses Prinzip im Begriff "Otium" wieder, dessen Negation das "Neg-Otium" ist. Wenn Dir, lieber Leser, diese Begriffe unbekannt sind, dann sei an der Stelle gesagt, dass das italienische Wort "Negozio" (zu Deutsch "Laden") davon abgeleitet ist. Der Laden (sowie der Job) bringt zwar Geld, aber keine geistige Bereicherung. Hingegen bedeutet "Otium" keineswegs "nichts tun", sondern die Pflege von sich selbst, der eigenen Seele, des eigenen Geistes, samt Entfaltung. Ich glaube nicht, dass das tägliche Eingeben von Daten in ein Warenwirtschaftssystem dazu gehört. Begleite mich auf eine spannende Reise in dystopische Welten! Dabei wird sich auch Deine Perspektive, Deine Sicht der Dinge ändern...ohne irgendwelche Pillen. Denn jede Wende vollzieht sich infolge eines Perspektivwechsels, eines Paradigmenwechsels, wie Thomas Kuhn in Bezug auf die kopernikanische Revolution zutreffend formulierte.1 1 Thomas Kuhn, The Structure of Scientific Revolutions, 1962. D. Bullcutter

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