D. E. Stevenson Stich ins Wespennest

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Inhaltsangabe zu „Stich ins Wespennest“ von D. E. Stevenson

Ein kleines englisches Dorf steht kopf, als sich dessen Bewohner plötzlich als Figuren in einem Roman wiederfinden. Und nur die unscheinbare Miss Buncle weiß, wer der Autor ist. In dem kleinen englischen Dorf Silverstream sucht Barbara Buncle, eine unscheinbare Dame Anfang vierzig, nach Möglichkeiten, ihr bescheidenes Einkommen aufzubessern. Schließlich hat sie eine Idee: Sie wird ein Buch schreiben, und zwar – da Phantasie nicht ihre Stärke ist – über etwas, das sie kennt. Nämlich ihr eigenes Dorf und dessen Einwohner. Und Miss Buncle trifft genau ins Schwarze. Der Roman, publiziert unter dem Pseudonym John Smith, wird ein Bestseller. Die Kritiker überschlagen sich, doch die Sache hat einen Haken: Miss Buncles Schilderungen sind so authentisch, dass sich die Bewohner von Silverstream prompt wiedererkennen, und nicht alle sind glücklich. Bald dreht sich in dem Ort alles nur um eine Frage: Wer ist John Smith?

Kurzweilige Geschichte mit liebenswerten, schrulligen Charakteren, deren idyllisches Dorf von einem ungeheuerlichen Buch aufgeschreckt wird!

— AnnaKatharinaKathi
AnnaKatharinaKathi

wundervoll witziger Roman

— Petra54
Petra54

Wundervoll, bezaubernd, britisch. I love it!

— Sterrenhemel
Sterrenhemel

Großartiges Buch. Schrullig, witzig - und very British!

— oszillieren
oszillieren

Unglaublich amüsante, feinsinniger Roman, dem man sein Alter in keiner Weise anmerkt

— once-upon-a-time
once-upon-a-time

Einfach Top!

— Aqua__
Aqua__

Köstlich, für mich ein Kleinod für einen höchst vergnüglichen Tee-Nachmittag!

— Mahrendorff
Mahrendorff

Witzig und very british!

— arwyn_yale
arwyn_yale

Bezaubernd!

— aba
aba

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    Stich ins Wespennest
    Petra54

    Petra54

    21. August 2016 um 14:32

    Eine eher unauffällige Frau verfasst aus Geldnot einen Roman. Ihre Helden sind ihre Nachbarn. Sie beschreibt die Leute und deren Eigenarten so detailliert, dass sich alle sofort wiedererkennen - allerdings recht empört reagieren. Sie versuchen, den Verfasser herauszufinden, dessen wahrer Name sich hinter einem Pseudonym verbirgt. Die Dialoge zwischen den Dorfbewohnern sind absolut witzig und lebensecht und ließen mich oft schallend laut lachen. Den Punktabzug gibt es für die unzählig verwirrend vielen Namen und den altbackenen albernen Schluss.

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  • Lohnender, amüsanter Roman

    Stich ins Wespennest
    once-upon-a-time

    once-upon-a-time

    30. October 2015 um 14:22

    „Stich ins Wespennest“ ist irgendwie mal irgendwann in mein Bücherregal gerutscht und ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer, wann und wie. Trotzdem hat mich der Klappentext immer sehr gereizt, obwohl ich erst bei der Vorgabe „Lies ein Buch, das mit dem Buchstaben „S“ beginnt“ mal wirklich einen Blick zwischen die Seiten geworfen habe. Warum erst so spät? Da hab ich ehrlich gesagt selbst keine Ahnung. Aber es hat sich gelohnt! Klappentext. England in den 1930er Jahren. In dem kleinen Dort Silverstream sucht Barbara Buncle, eine unscheinbare Dame Anfang vierzig, nach Möglichkeiten, ihr bescheidenes Einkommen aufzubessern. Schließlich hat sie eine Idee: Sie wird ein Buch schreiben, und zwar – da Phantasie nicht ihre Stärke ist – über ihr eigenes Dorf und dessen Bewohner. Der Roman, publiziert unter dem Pseudonym John Smith, wird ein Bestseller. Die Kritiker überschlagen sich. Doch die Sache hat einen Haken: Miss Buncles Schilderungen sind so authentisch, dass sich die Bewohner von Silverstream prompt wiedererkennen, und nicht alle sind glücklich darüber. Bald dreht sich in dem Ort alles nur noch um eine Frage: Wer ist John Smith? Erster Satz. An einem herrlichen Sommermorgen spähte die Sonne hinter den Bergen von Silverstream hervor und schaute gnädig ins Tal. Cover. Das Cover hat mich nicht sooo sehr angesprochen wie andere das bisher so taten. Irgendwie waren mir die Farben zu blass... Aber ich kanns nicht so genau ausdrücken, was ich dazu denke. Tatsache ist, aufgrund des Covers hätte ich es wohl nicht gekauft. But don't judge a book by its cover, das sollte also niemanden abhalten. Inhalt. Ich fand die Geschichte, die Stevenson uns hier kredenzt, köstlich. Ein schieres Feuerwerk an Witz und subtilen Feinheiten, das mich wirklich begeistert hat. Zu den offensichtlichen Pluspunkten des Romans kommt in meinen Augen auch noch dieser britische Touch, den ich sehr, sehr gern lese und der es mir noch leichter gemacht hat, gedanklich in Silverstream anzukommen. Natürlich ist nichts, was hier passiert, wirklich überraschend – viel mehr hatte ich den Eindruck, eine kleine Sozialstudie zu lesen, und konnte kaum glauben, wie alt der Roman in ursprünglicher Form tatsächlich sein soll. Insgesamt also: vorhersehbare Geschehnisse, aber grandios beobachtete Reaktionen und ein feinsinniger Blick auf die Menschen. Personen. Besonders gut gefallen hat mir, dass (wie oben schon erwähnt) die Autorin eine Menge verschiedener Menschen so gründlich beobachtet haben muss, dass ihr von jedem einzelnen überzeugende Porträts gelungen sind. Alle hatten sie ihre Macken, die meisten auch gute Seiten, und stets passende, ihrem Charakter entsprechende Reaktionen. So wünsch ich mir das. Fazit. Tja, ich weiß nicht, was ich schlechtes über dieses Buch sagen soll - vielleicht, dass die Geschichte wirklich nicht wahnsinnig tief geht. Ich werde sie sicherlich trotzdem wieder einmal lesen und freue mich, durch die Leserunde praktisch gezwungen worden zu sein, mich endlich daran zu wagen. Ganz große Empfehlung!

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  • Stich ins Wespennest

    Stich ins Wespennest
    Andreayyy

    Andreayyy

    29. May 2014 um 22:26

      Barbara Buncles lebt im kleinen Ort Silverstream, sie hat eine kleine Runde und hat Mühe, finanziell über die Runden zu kommen. Deshalb beschließt sie ein Buch zu schreiben und da sie über kaum Phantasie verfügt, schreibt sie über die Leute in ihrem Dorf.  Sie schreibt unter dem Pseudonym John Smith. Als das Buch herauskommt, dauert es nicht lange bis dem einen oder anderen Leser im Dorf die vielen Gemeinsamkeiten zu Silverstreams Bewohnern auffallen. Es herrscht große Aufregung, denn der Autor muss jemand aus ihrem Dorf sein, das ist allen klar. Viele fühlen sich beleidigt und wollen dem Autor einen verpassen und so startet die Suche nach diesem John Smith.  Das Buch ist ganz feinsinnig und humorvoll geschrieben. Die Figuren sind ein bißchen schrullig und etwas verrückt.  Manche sind sehr nett beschrieben, manche sind bösartig.  Die Geschichte ist einfach, aber liebenswert. Es finden sich hinterher viele Pärchen und selbstverständlich gibts Happy Ends en masse. Es ist ein typisch englisches Buch und ich kann es mir gut als Film vorstellen so á la Kalender Girls.

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  • In einem kleinen Dorf...

    Stich ins Wespennest
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    28. February 2014 um 14:23

    Reich, berühmt und schön – diese Attribute treffen auf die meisten Besucher eines Gedenkgottesdienstes in London zu. Es ist alles vertreten, was Rang und Namen hat: Minister, Fernsehmoderatoren, Schauspieler, Popsänger, Stararchitekten und Bestsellerautoren. Dazu gesellen sich noch Sicherheitsbeauftragte und die dem Großaufkommen von Berühmtheiten entsprechenden Journalisten. Der rote Teppich ist eigentlich alles, was fehlt… Der Tote (Clive), zu dessen Ehren sie sich alle versammelt haben, war zwar nicht prominent, wohl aber scheinbar sehr gutaussehend. Ferner war er Masseur, der seinen Kundinnen und Kunden mit seinen heilenden Händen bei Verspannungen aller Art zur Seite stand. Und bei den meisten ging die Massage dann noch einen ganzen Schritt weiter… Bei nicht wenigen der Trauernden zeigt sich nun Verwirrung ob der großen Anzahl der Menschen, die offenbar aus dem gleichen Grund der Feierlichkeit beiwohnen. Schließlich hatte man angenommen, die eigene Beziehung zu Clive wäre etwas Besonderes gewesen. Zudem treibt noch eine weitere Sorge die Trauergemeinde um: Niemand weiß so genau, woran Clive eigentlich gestorben ist. Was kann also die Ursache für den Tod des 34jährigen gewesen sein und was mag diese Ursache für einen selbst bedeuten? Ängstlich sind die Gottesdienstbesucher bemüht, sich diese Sorge nicht anmerken zu lassen. Und erst recht nicht, dass man überhaupt Grund zu dieser Sorge hat. Schließlich ist man um sein Ansehen bemüht und tritt entsprechend auf: Kusshändchen hier, Bussi da. Dazu kommt noch die Unsicherheit, wie man sich an einem solch ungewohnten Ort – nämlich einer Kirche – zu verhalten hat. („Sie können ruhig rauchen. Ich bin mir ganz sicher, dass am Eingang ein Aschenbecher stand. – Das war Weihwasser.“) Vor diesem „Publikum“ versucht der Pfarrer, eine angemessene Trauerfeier abzuhalten. Wobei er auch nicht emotional unbeteiligt ist, denn auch er kannte Clive… Die Art, wie Alan Bennett hier das Schaulaufen und die Doppelmoral der Beteiligten darstellt, fand ich insgesamt sehr amüsant. Trotzdem haben sich einige Stellen für mich beim Lesen etwas gezogen. Und das bei einer Seitenzahl von gerade mal 91 Seiten. Daher gibt es von mir hier nur 7 Punkte.

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, deren Hauptfigur 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 20 austauschen!

    • 81
  • Warmherzig und sehr britisch

    Stich ins Wespennest
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    Das kleine Dorf Silverstream im England der 1930er Jahre ist ein idyllischer Ort. Das Leben verläuft in ruhigen Bahnen, jeder hat seinen Platz in der Dorfhierarchie, die Welt ist überschaubar und in Ordnung. Bis ein gewisser John Smith ein Buch mit dem Titel „Der Störenfried“ veröffentlicht, das sofort zum Bestseller wird. Schon nach der Lektüre weniger Zeilen ist erkennbar, dass die schrulligen Charaktere im Buch ihre Entsprechung in realen Bewohnern von Silverstream haben, und man ist dort überhaupt nicht amused. Fieberhaft versuchen die Dorfbewohner herauszufinden, wer hinter dem Pseudonym steckt, denn es kann nur jemand aus dem Dorf sein. Das Misstrauen untereinander wächst, und die Methoden werden immer härter; sogar eine Kindesentführung wird begangen. Ausgerechnet die wahre Autorin allerdings verdächtigt man nicht, denn schließlich ist die graue Maus Barbara Buncle nur eine Frau… Dieses Buch ist ursprünglich 1934 erschienen, aber es ist weder überholt noch verstaubt. Im Gegenteil. Die skurrilen Charaktere wirken frisch und lebendig, und die Geschichte selbst ist auch heute noch urkomisch. Dabei wird durchweg liebevoll von den seltsamen Dorfbewohnern erzählt, und das macht die Lektüre dieses warmherzigen Buches so angenehm und entspannend. Ich habe dieses nette und sehr britische Buch genossen und freue mich auf die Fortsetzung.

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    • 2
  • Witzig, very british und ein Hauch Nostalgie

    Stich ins Wespennest
    arwyn_yale

    arwyn_yale

    09. July 2013 um 19:51

    Barbara Buncle, eine unscheinbare Frau um die vierzig, hat Geldsorgen. Sie beschließt ein Buch zu schreiben, aber da es ihr an Fantasie mangelt, schreibt sie über die Leute, die sie kennt. Die Bewohner des Dorfes Silverstream, in dem sie wohnt, das sie im Buch allerdings Copperfied nennt. Ihr Buch veröffentlicht Barbara unter dem Pseudonym John Smith. »Der Störenfried«, wie das Buch heißt, wird ein Bestseller. Und die Figuren sind so authentisch geschildert, dass sich die Bewohner von Silverstream darin wiedererkennen. Und viele sind über das Buch empört, wird ihnen darin doch kein allzu glanzvoller Auftritt gegönnt. Fortan gibt es in dem kleinen Dörfchen nur ein Thema: Wer ist John Smith?     Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und kann es all denen weiter empfehlen, die ein Faible für englische Dörfer und skurrile Charaktere haben.   Das Buch wurde in der 30er Jahren geschrieben, könnte aber auch gut in den 40er, oder 50ern spielen. Und viele Dorfbewohner passen sicherlich auch in die heutige Zeit.   Das Buch ist kurzweilig und witzig geschrieben. Die Figuren sind sehr gut ausgereift und facettenreich. Ich hatte viel Spaß beim Hörbuch und finde, es ist ideal um trüben Regentagen zu trotzen.            

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  • Stich ins Wespennest ...

    Stich ins Wespennest
    Piinquin_x3

    Piinquin_x3

    24. June 2013 um 10:07

    Ich kann mich noch gut an das Buch erinnern. In der Schule mussten wir Neuerscheinungen in Gruppen präsentieren. Wir waren zu dritt in einer Gruppe & mussten danach den Literaturclub inszenieren (wurde sogar gefilmt, zu meiner freude X_X) Jedenfalls. Das Buch klang wirklich gut, als es uns vorgestellt wurde. Klang. War es aber schlussendlich nicht. Ich find das Buch wirklich schrecklich. Vielleicht ist es einfach nicht meinem Alter entsprechend - ich weiss es nicht. Meine Kolleginnen waren ebenfalls nicht sonderlich Feuer & Flamme was das Buch anbelangte. Ich fand es zäh, langweilig und es hatte viel zu viele Namen. So konnte ich jedoch sehr gut die Rolle des Kritikers in unserem gestellten Literaturclub übernehmen. Zwar war mein Lehrer nicht sonderlich begeistert, über die Ladung Kritik, aber wenn man nur Kritik loswerden kann ... Leider konnte mich das Buch in keiner Weise überzeugen. An sich wäre die Idee sicherlich gut. Aber eben. Mir war es viel zu komplziert, es wäre sicher auch einfacher und flüssiger gegangen.

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  • Rezension zu Stich ins Wespennest

    Stich ins Wespennest
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. May 2013 um 17:58

    In einem kleinen Dorf schreibt eines Tages Barbara Buncle einen Roman. Allerdings ist dies kein Roman, den man normalerweise in jeder Buchhandlung erhält. Nein, der Roman handelt von dem kleinen Dorf. Und die einzelnen Personen werden nicht so dargestellt, wie sie es gerne haben möchten.....

    Mir hat das Buch recht gut gefallen, allerdings war der Anfang etwas langweilig.

  • Rezension zu "Stich ins Wespennest" von D. E. Stevenson

    Stich ins Wespennest
    aba

    aba

    22. January 2012 um 16:11

    „Ich brauchte Geld“ Arme Barbara Buncle! Ihre gut situierten Eltern, inzwischen verstorben, sorgten dafür, dass sie von den Dividenden leben konnte, denn in der postviktorianischen Provinz wird nicht gerne gesehen, wenn eine Tochter aus gutem Hause einer Arbeit nachgehen muss. Leider reichen die Dividende mittlerweile nicht mehr zum Leben… denn Barbara Buncle lebt in den 30er Jahren und die Wirtschaftskrise kennt kein Pardon. Also muss sich Barbara etwas einfallen lassen, um an Geld zu kommen. Ihre Haushälterin zu entlassen wäre eine Schande, ein Publikmachen ihrer schweren finanziellen Lage, und selber arbeiten, undenkbar. Die Lösung zu diesem Dilemma ist schnell gefunden: Barbara schreibt ein Buch. Aber da sie der Meinung ist, dass sie keine Fantasie besitzt und nur über das schreiben kann, was sie kennt, wird ihr Buch eine Chronik über das Leben der Bewohner des kleinen englischen Dorfes Silverstream, in dem sie lebt. Unter einem Pseudonym veröffentlicht sie das Buch. Und das hat große ungeahnte Folgen! 1934 veröffentlicht D. E. Stevenson „Miss Buncle’s Book“ (auf Deutsch „Stich ins Wespennest“, im November 2011 neu veröffentlicht), das zu seiner Zeit ein großer Erfolg wird. „Stich ins Wespennest“ ist eine herrliche Satire des bürgerlichen Lebens in der englischen Provinz der 30er Jahre. Während die Welt durch die Wirtschaftskrise zwischen zwei Weltkriegen erschüttert wird, leben die Bewohner Silverstreams ihr ruhiges Leben, das plötzlich durch das Erscheinen eines von vielen Bewohnern als skandalös empfundenes Buch ins Wanken gerät. Dorothy Emily Stevenson (1892-1973), schottische Schriftstellerin, stammt aus einer berühmten Familie, zu der auch Robert Louis Stevenson („Die Schatzinsel“) gehörte. Das bürgerliche Leben war ihr überhaupt nicht fremd und sie scheint, mit ihrer Beschreibung der unterschiedlichen Charaktere in ihrer Geschichte, den Nagel auf dem Kopf getroffen zu haben: Die Persönlichkeiten sind authentisch, jede auf ihre Art unterhaltsam und jede von ihnen erweckt in dem Leser bestimmte Gefühle, genau so wie die Autorin es offensichtlich bezweckt hat. Und genau das ist so schön! Man freut sich und leidet mit den „Guten“ und entwickelt eine Abneigung gegen die „Bösen“ und jubelt jedes Mal, wenn sie eine Niederlage einstecken müssen. D. E. Stevenson schafft es mit ihrem wunderbaren frischen Erzählstil, dass der Leser schon ab der ersten Seite in die Geschichte eintaucht. Situationskomik und Schlagfertigkeit bilden den roten Faden in diesem oh so schönen Buch. Dass das richtige Gefühl auch in der deutschen Sprache übertragen wurde, ist der Verdienst des Übersetzers Thomas Stegers. Als Beispiel folgende Szene (einfach klasse!). Barbara Buncle stellt sich ihrem Verleger vor. Als er sie fragt, warum sie das Buch geschrieben hat, was sie motiviert hat, und was sie dabei empfunden hat, antwortet Barbara „Ich brauchte Geld“. Keine langen Vorträge über Inspiration, oder Idealismus, oder himmlische Eingebungen. „Stich ins Wespennest“ ist eine Lektüre für böse trübe Wintertage. Schon nach wenigen Seiten bekommt man gute Laune! Das Cover allein ist ein Blickfang und fällt sofort ins Auge. Zu diesem Buch schrieb D. E. Stevenson eine Fortsetzung: „Miss Buncle Married“, von der es keine Übersetzung ins Deutsche gibt. An dem Buch wäre ich sehr interessiert, weil es von dem Leben von Barbara Buncle nach ihrem Erfolg als Buchautorin handelt, und dem Titel nach zu urteilen, auch über ihr Leben als verheiratete Frau erzählt. „Stich ins Wespennest“ ist ein schönes Buch mit Gute-Laune-Garantie und einer angenehmen nachhaltigen Wirkung.

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