D. H. Lawrence

 3,6 Sterne bei 161 Bewertungen
Autor von Lady Chatterley, Lady Chatterley's Lover und weiteren Büchern.
Autorenbild von D. H. Lawrence (©kein Urheberrecht mehr)

Lebenslauf von D. H. Lawrence

David Herbert Lawrence - er starb am 2. März 1930 in Vence/Frankreich

Neue Bücher

Cover des Buches Der Mann, der Inseln liebte (ISBN: 9783311150251)

Der Mann, der Inseln liebte

Neu erschienen am 18.03.2021 als Taschenbuch bei Kampa Verlag.

Alle Bücher von D. H. Lawrence

Cover des Buches Lady Chatterley (ISBN: 9783866473751)

Lady Chatterley

 (69)
Erschienen am 31.07.2009
Cover des Buches Söhne und Liebhaber (ISBN: 9783150107546)

Söhne und Liebhaber

 (7)
Erschienen am 15.02.2011
Cover des Buches Liebende Frauen (ISBN: 9783257237313)

Liebende Frauen

 (5)
Erschienen am 26.08.2008
Cover des Buches Das Meer und Sardinien (ISBN: 9783257213126)

Das Meer und Sardinien

 (3)
Erschienen am 25.09.2007
Cover des Buches Der Mann, der Inseln liebte (ISBN: 9783458347590)

Der Mann, der Inseln liebte

 (3)
Erschienen am 23.06.2004
Cover des Buches John Thomas & Lady Jane (ISBN: 9783257210309)

John Thomas & Lady Jane

 (2)
Erschienen am 01.11.2000
Cover des Buches Liebe, Sex und Emanzipation (ISBN: 9783257209556)

Liebe, Sex und Emanzipation

 (3)
Erschienen am 13.11.1990

Neue Rezensionen zu D. H. Lawrence

Cover des Buches Lady Chatterley (gebunden) (ISBN: B00BYLC7XC)Buchgespensts avatar

Rezension zu "Lady Chatterley (gebunden)" von D. H. Lawrence

Uninteressant und langweilig
Buchgespenstvor 2 Jahren

Der erste Weltkrieg hat die Zukunft von Constance zerstört. Der strahlende Lord Chatterley kehrt als zerstörter Mann aus der Schlacht zurück – gelähmt und zeugungsunfähig. Die Konvention erfordert, dass sie ihn trotzdem heiratet und beide glauben, dass ihre Liebe ihre körperlichen Bedürfnisse überwinden wird. Doch je länger Lady Chatterley in dem einsamen, alten Familiensitz eingesperrt ist desto mehr verfällt sie, spürt, dass ihr wesentliches fehlt. Eine Affäre soll sie heilen.

Dieses Buch mag zu seiner Zeit ein notwendiger Skandal gewesen sein. Wie natürlich und wesentlich die Körperlichkeit für ein gesundes und erfülltes Leben ist, wie verlogen die überhebliche Leugnung von sexuellen Bedürfnissen und Freuden ist.

Vielleicht liegt es an der Übersetzung aber ich konnte für die Charaktere keine Sympathie und für die Handlung kein Interesse aufbringen. Ich finde die Handlungsentwicklung nicht einmal überzeugend. Lady Chatterley geht ihre Affären so emotionslos ein, dass die ach so große Liebe, die es am Ende sein soll, in keinem Punkt motiviert erscheint. Constance bewegt sich wie eine seelenlose Puppe durch die Geschichte, bei der mal von diesem mal von jenem an den Marionettenfäden gezogen wird, um sie irgendetwas tun zu lassen.

Schade, ich habe mir von der Geschichte, die vollmundig als großartigster Roman des 20. Jahrhunderts angekündigt wird, sehr viel mehr versprochen.

Kommentare: 1
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Cover des Buches Lady Chatterley (ISBN: 9783866473751)Pantoffeltiers avatar

Rezension zu "Lady Chatterley" von D. H. Lawrence

interessantes Zeitdokument
Pantoffeltiervor 3 Jahren

Als das Buch 1928 erschien, sorgte die ausführliche Thematisierung von Sexualität für einen Skandal. Die lebenslustige Constance (Connie) heiratet den jungen Intellektuellen Sir Clifford Chatterley. Aus dem ersten Weltkrieg kehrt Chatterley gelähmt und impotent zurück. Seine junge Frau langweilt sich auf dem abgelegenen Gutshof Wragby Hall und sehnt sich nach körperlicher Liebe und Mutterschaft, während Clifford sich seinen geistigen Fähigkeiten zuwendet. Verzweifelt stürzt Connie sich in eine Affaire.


Das klingt ziemlich dramatisch, ist es aber tatsächlich gar nicht. Es wird sehr viel geredet und es passiert wenig und noch weniger nicht Vorhersehbares. Sicherlich gibt es einige Sexszenen, wie anregend diese jedoch sind, darüber mag man streiten. Ich persönlich musste bei den blumigen Beschreibungen und der Flut an Metaphern eher schmunzeln. Die Personen bleiben blass und entwickeln sich kaum, es gibt viele Wiederholungen ähnlicher Gedanken. Das macht es schwer, als LeserIn Sympathien zu empfinden. Gerade Connie machte es mir mit ihrer unreflektierten, kindlichen Art sehr schwer,
Die unbestreitbare Stärke des Buches liegt in der Beschreibung des Großbritanniens zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Lawrence beleuchtet interessante Aspekte wie die Standesunterschiede, die Auswirkungen der Industrialisierung, die Bigotterie in Bezug auf Sexualität usw.
Insgesamt gestaltet sich die Lektüre eher zäh, als Zeitdokument ist das Buch jedoch interessant.

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Cover des Buches Mr. Noon (ISBN: 9783257226331)Buecherspiegels avatar

Rezension zu "Mr. Noon" von D. H. Lawrence

Frei Liebe, freies Leben, darum kämpfend, um Anerkennung bittend
Buecherspiegelvor 4 Jahren

Dieses zwar unfertige aber doch recht ausgiebige Manuskript eines autobiografischen Romanes von D. H. Lawrence "Mr. Noon" mag fast 100 Jahre alt sein, ist aber aktuell wie nie. Er beschreibt mit seinen Figuren die Liebe zwischen ihm selbst und der Frau seines ehemaligen Professors, Frieda von Richthofen. Seine Sprache ist zum Teil schwierig, vor allem, da wir heute doch vermeiden, ständig Worte oder Satzteile zu wiederholen, so wie er es recht häufig tut. Es bildet aber auch die jeweiligen Gefühle, Mimik und Situationen sehr lebendig ab, als wäre ein Film direkt in Sprache umgesetzt worden. Das ausufernd oft genutzte und kursiv gestellte Wort "ach", das auch als Stoßseufzer verstanden werden kann, lässt er seine Protagonisten in jeder nur erdenklichen Situation gebrauchen. Was seinen Text so aktuell macht, sind die zum Teil kompromisslosen und doch manchmal angstbesetzten Personen vor der eigenen Courage und Mut, sein Leben so zu leben, wie es von der Gesellschaft eben nicht erwünscht und genehmigt ist. Junge Frauen und Männer, die sich am Abend in irgendwelchen Hauseingängen niederlassen um zu "schnäbeln" sich zu küssen, ein wenig befummeln, um dann unerkannt und schnell nach Hause zu entwischen, bevor die Eltern einen erwischen. Und das, obwohl bereits erwachsen, als Lehrer tätig, also bereits aus dem Teenageralter längst heraus. Zum Beispiel einer der ersten Freundinnen unseres Helden Gilbert.
Überhaupt kennt Lawrence, wenn es um die Umschreibung eines Geschlechtsaktes oder Flirtens Worte und Definitionen, die einem begreiflich machen, warum viele seiner Texte für einen Skandal gesorgt haben.
Eine Frau verlässt Mann und Kinder im fernen Amerika und flieht mit ihrem Freund immer wieder in neue Unterkünfte, um ihrer Familie und deren Werte und Wünsche zu entfliehen. Sie will eben nicht nur ein reiches und behütetes Leben, nicht nur einen Mann lieben, sondern so oft sie kann und will alle Männer haben, die sie lieben will. Frei sein, Abenteuer erleben, auch mal mit wenig Geld auskommen. Ihrem Gilbert macht das zwar oftmals Angst und Bange, doch auch er will sich nicht von seiner Umwelt vorschreiben lassen, wie er zu leben hat und wie er zu Geld kommen soll. Als Lehrer zu arbeiten mag er nicht mehr, lieber von seiner Musik und vom Schreiben seine Existenz bestreiten. Die Schwester seiner Liebsten schickt sie aus den Fängen der Familie auf Reisen, sie wandern, ohne vernünftige Ausrüstung und mit wenig Geld über Deutschland, die Alpen nach Italien. Dabei schlafen sie bisweilen in offen stehenden Heuschobern, kochen, was sie sich leisten können und testen so ihre Liebe. Leider endet der Roman just in dem Augenblick, als sie von ihrer Schwester ein Paket mit wunderbaren Kleidungsstücken geschickt bekommt. Ob sie sich doch wieder hätte verführen lassen vom Blendwerk der Mächtigen, Schönen und Reichen?
Deutschland kommt in diesem Roman denkbar schlecht weg. Die Romantik verloren, lieber technokratisch, bürokratisch und ein strammes Soldatenleben vorführend, das jegliche Regelverstöße streng bestraft. Für die damalige Zeit sicher so irritierend wie heute für uns andere Länder.
Ungewöhnlich ist auch die Art, wie er den Leser immer wieder direkt anspricht, so als wenn ein Schauspieler direkt in die Kamera schaut, in die Augen der Beobachter. Er nennt ihn den geneigten Leser, wobei er einmal keine Lust mehr dazu hat und uns, den Leser als knurrenden, fauchenden Höllenvogel und anderes mehr bezeichnet. Nur um sich später wieder dem geneigten Leser zuzuwenden. Für Freunde der nicht wirklich alternden Literatur.
Weitere Informationen zum Beispiel unter:

https://en.wikipedia.org/wiki/Mr_Noon

http://www.diogenes.ch/leser/autoren/l/dh-lawrence.html

https://de.wikipedia.org/wiki/D._H._Lawrence

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur"!

Im November gibt es mal wieder ausnahmsweise zwei Leserunden. Zur ersten Leserunde hier entlang.

Diese Leserunde startet am 9.11. und jeder der mag kann sich uns mit eigenem Exemplar anschließen.
122 Beiträge
Pantoffeltiers avatar
Letzter Beitrag von  Pantoffeltiervor 2 Jahren

Zusätzliche Informationen

D. H. Lawrence wurde am 10. September 1885 in Eastwood (Großbritannien) geboren.

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von 36 Lesern aktuell gelesen

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