D. L. Bogdan

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D. L. BogdanSecrets of the Tudor Court
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Secrets of the Tudor Court
Secrets of the Tudor Court
 (1)
Erschienen am 27.04.2010
D. L. BogdanRivals in the Tudor Court
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Rivals in the Tudor Court
Rivals in the Tudor Court
 (1)
Erschienen am 26.04.2011

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Rezension zu "Rivals in the Tudor Court" von D. L. Bogdan

Rezension zu "Rivals in the Tudor Court" von D. L. Bogdan
lalibertadvor 7 Jahren

"Gratia dei, sum quod sum! - Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin."

Der äußere Rahmen der Geschichte hält sich relativ genau an die geschichtlichen Ereignisse zur Zeit Heinrich VIII, wie es auch schon in seinem Vorgänger der Fall war. Im Privatleben der Figuren tauchen jedoch immer wieder Kleinigkeiten auf, die im vorigen Buch nicht genannt wurden, weil Mary diese Dinge nicht wissen konnte. Alles in Allem war der grobe Verlauf der Geschichte aber schon bekannt und manchmal hat es sich etwas gezogen sodass ich das Buch irgendwann einfach wieder weg gelegt habe.

Die Charaktere haben mir aber wieder sehr gut gefallen. Nach "Secrets of the Tudor Court" brannte ich ja darauf, Norfolk besser kennenzulernen. Auf den ersten Blick wirkte er kalt und unbarmherzig, nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Zwischen den Zeilen war aber schon zu erkennen, dass er Schicksalsschläge erlitten hat und immer noch damit kämpft. Das bestätigt sich nun in "Rivals in the Tudor Court". Der Verlust seiner ersten Familie lässt ihn verbittern und er traut sich nicht mehr, Menschen an sich heran zu lassen, außer Bess Holland, seine Mätresse. Er pflegt kein liebevolles Vehältnis zu seineen Kindern, nur seiner Tochter Mary bringt er sowas wie Liebe entgegen und zwischen ihm und seiner Frau entsteht eine Hass-Liebe, die in Gewalt ausartet und beide unglücklich macht.

"For all that he was, for all that he is, for all that he can ever be, he is mine. I'm glad he is mine.
'Do you know why you were hardest to love?' he askes me then. I shake my head.
'Because you were me,' he whispers.
'That's strange,' I tell him, touching his face in turn. 'Because that was the very reason I loves you.'"
[Elizabeth Howard, 'Rivals in the Tudor Court', p.333]

Lediglich dem Thron ist er stets treu, um seine Macht zu erhalten. Dabei geht er wortwörtlich über Leichen, verurteilt sogar seine beiden Nichten, Königin Anne Boleyn und Königin Catherine Howard, zum Tode. Zwar verspürt er über all dies Schmerz und später, im Tower of London, bereut er sogar, aber er bleibt seinem Motto treu: Press on, mach weiter.

Als Elizabeth den 40-jährigen Duke of Norfolk heiratet, ist sie grade 15. Trotz ihres Alters ist sie nicht auf den Mund gefallen und gibt ihrem Mann Ratschläge und Wiederworte, die er aber nicht hören möchte. Deshalb streiten sie oft und die Situation eskaliert immer wieder. Sie ist stur, hält an ihren Prinzipien fest und entscheidet sich so, den steinigen Weg zu gehen.

Bess ist ebenfalls 15, als Norfolk sie zu seiner Geliebten macht. Sie kommt aus einfachen Verhältnissen, kann nicht lesen und schreiben und lässt sich von den süßen Worten Norfolks einlullen. Nachdem die Euphorie über die Geschenke und die Zuneigung des Herzogs verflogen ist merkt sie, dass sie mit ihm nicht glücklich werden kann. Aber weg kann sie nicht, denn als Geliebte des Herzogs wird sie geringgeachtet. Wie alle anderen Charaktere auch macht sie eine Wandlung durch. Im Gegensatz zu Elizabeth fügt sie sich ihrem Schicksal aber und wartet auf eine günstige Gelegenheit, denn sie hat aus den Fehlern ihrer Konkurrentin gelernt.

Die Charaktere sind alle ganz wunderbar gestaltet. Ihre Wandlung wird glaubwürdig und nachvollziebar dargestellt. Durch die drei Ich-Erzähler, Elizabeth, Bess und Norfolk, ist man ihnen als Leser ganz nahe.

Auch die Sprache hat mir wieder sehr gut gefallen, Bogdan schafft es mit ihren Worten, mich in eine andere Welt zu ziehen.

Insgesamt fand ich den Roman aber eher mittelmäßig. Er glänzt durch eine wundervolle Sprache und großartige Charaktere, die Handlung war aber größtenteils bekannt und insbesondere die politischen Aktivitäten Norfolks zogen sich oft und wirkten gefühllos und runtergeleiert. Bess' und Elizabeths Sichtweisen waren zwar ganz nett, nicht sehr spannend. Insgesamt hätte man Norfolks Geschichte auch gut mit in "Secrets of the Tudor Court" einbauen können. Zwar habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut und es war auch schon, noch ein bisschen länger am Hofe Heinrichs zu sein, aber es hat mich nicht umgehauen. Deshalb gibt es 3 1/2 Sterne. (Den halben aber auch nur, weil die Figuren so toll dargestellt sind...)

"Of course I have survived, I think to myself. I am Thomas Howard."
[Rivals in the Tudor Court, p.327]

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Rezension zu "Secrets of the Tudor Court" von D. L. Bogdan

Rezension zu "Secrets of the Tudor Court" von D. L. Bogdan
lalibertadvor 7 Jahren

"We hold each other a long while. I find myself enveloped in death's mantle; I cannot shrug it off. When I leave him, my anger faded to a numbness some may call peace, I know I will not see my lord Norfolk again. It does not matter so much. Wherever he goes I will soon follow. So it has always been with Norfolk and me."

When young Mary Howard receives the news that she will be leaving her home for the grand court of King Henry VIII, to attend his mistress Anne Boleyn, she is ecstatic. Everything Anne touches seems to turn to gold, and Mary is certain Anne will one day become Queen. But Mary has also seen the King's fickle nature and how easily he discards those who were once close to him...

Discovering that she is a pawn in a carefully orchestrated plot devised by her father, the duke of Norfolk, Mary dare not disobey him. Yet despite all of her efforts to please him, she too falls prey to his cold wrath. Not until she becomes betrothed to Harry Fitzroy, the Duke of Richmond and son to King Henry VIII, does Mary finds the love and approval she's been seeking. But just when Mary believes she is finally free of her father, the tides turn. Now Mary must learn to play her part well in a dangerous chess game that could change her life - and the course of history.

Ach ja, ein ganz großartiges Buch, bei dem ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Es ist eine Schande, dass es so lange ungelesen in meinem Regal verstaubt ist. Andererseits musste ich jetzt nicht auf den zweiten Band warten. Aber nun zum eigentlichen:
Den groben Verlauf der Handlung kannte ich ja bereits, bevor ich das Buch überhaupt angefangen hatte. Jedoch wurde es dadurch keineswegs langweilig für mich. Es gab immer wieder interessante Wendungen im Leben von Mary Howard, der Protagonistin, die ihr gesamtes Leben lang nicht von ihrem Vater loskommt. Dieser bestimmt einen großteil ihres Lebens und trifft Entscheidungen, die sie nicht immer glücklich machen (Anmerkung am Rande: da sie nicht verheiratet ist, ist sie rechtlich gesehen sein Eigentum). Besonders gefallen hat mir, dass sich die Autorin größtenteils an die korrekten Daten und Abfolgen der Ereignisse gehalten hat. Lediglich Marys Tod hat sie zwei Jahre vorverlegt.
Durch den Ich-Erzähler, der in diesem Roman übrigens ganz großartig ist, werden die Ereignisse und die anderen Charaktere sehr objektiv dargestellt, insbesondere in Marys jungen Jahren ist auf ihr Urteil nicht immer Verlass. Ihre Blauäugigkeit und ihre Naivität verliert sie im Laufe der Geschichte, jedoch bleibt sie bis zum Ende eine gutgläubige Persönlichkeit, die den Glaube an die Liebe nicht aufgegeben hat, obwohl die Vergangenheit ihr besseres gelehrt haben könnte. Das macht sie zu einer sehr sympathischen Heldin, in einer Zeit, in der Frauen nichts wert waren. Jedoch ist es keineswegs so, dass sie, wie in vielen anderen historischen Romanen der Fall, eine starke, unabhängige Frau ist, die für ihre Rechte - und vorallem ihre Freiheit - kämpft. Sie lebt ihr Leben im Schatten ihres Vaters, der ihr Aufbegehren auf brutale Art und Weise unterbindet. Trotzdem hört sie nicht auf, ihn zu lieben. Das war das, was mich am meisten an ihr fasziniert hat. Wie grausam Norfolk (ich nenne ihn einfach mal so, um keine Verwirrung zu stiften) auch gewesen sein mag und wie sehr sie ihn dafür verabscheut, letztendlich kommt sie doch immer wieder zu ihm zurück und kämpft zum Schluss sogar für ihn, auch wenn das nicht von Erfolg gekrönt ist. Von Anfang an hat sich Mary in mein Herz geschlichen und durch ihre intelligente, einfühlsame Art ist sie mir immer sympathischer geworden. Und Norfolk? Über ihn möchte ich erst urteilen, wenn ich den zweiten Teil der Reihe gelesen habe, in dem es um sein Leben geht. Eines kann ich aber sagen: es war einfach wunderschön, als die beiden Frieden miteinander schließen und gewiss sein können, dass sie geliebt werden. Definitiv meine Lieblingsszene, die mich beinahe zu Tränen gerührt hat.
Neben den beiden Hauptpersonen sind mir immer wieder alte Bekannte begegnet: Heinrich VIII, Anne Boleyn, Maria und Elizabeth, Jane Seymour und noch ganz viele andere Charaktere, die ganz wunderbar gezeichnet wurden. Am Anfang musste ich oft schmunzeln, als die Charaktere vorgestellt und beschrieben wurden, denn im Gegensatz zur Fernsehserie "Die Tudors" sind in diesem Roman nicht mehr alle Figuren in der Blüte ihrer Jugend.
Einen großen Teil zur Großartigkeit des Buches hat die Sprache der Autorin beigetragen. Sie hat eine sehr angenehme Art zu erzählen, insbesondere die Gefühle sind sehr gut eingefangen. Außerdem ist das Buch vom ersten Satz an spannend sodass es mich direkt zu anfang schon gefesselt hat, was nicht viele Bücher schaffen.
Bogdan hat mit "Secrets of the Tudor Court" einen ganz großartigen Roman geschaffen, der das Leben zu Hofe zur Zeit Heinrich VIII sehr gut beschreibt und nichts beschönigt. Tolle Figuren und eine wundervolle Sprache lassen einen in die Geschichte eintauchen, von der ich mir wünschte, dass sie nicht zuende geht.
Ein ganz besonderes Vergnügen war es mir, wikipedia und andere Internetseiten zu Rate zu ziehen. Ich liebe es einfach, während des Lesens Dinge nachzuschlagen und bei diesem Roman ging das besonders gut. (Hab ich bei der Fernsehserie schon immer gemacht...) So habe ich immer wieder einzelne Personen nachgeschlagen und etwas über sie gelesen.
Deshalb gibt es auch fünf Sterne!

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