DBC Pierre Bunny und Blair

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Inhaltsangabe zu „Bunny und Blair“ von DBC Pierre

"Slapstick, Speed und eine nahezu traumhafte Schreibe." Ali Smith Kühn und voller Mitgefühl erzählt Booker-Preisträger DBC Pierre von siamesischen Zwillingen und einer kaukasischen Schönheit, von Sex und Liebe, von Musik und unfassbarer Gewalt. "Bunny und Blair" ist ein atemberaubendes Märchen, ergreifend, visionär und höchst unterhaltsam. "Eine dunkle Vision, eine Abrechnung mit Großbritannien." TAZ "Sarkasmus, Sinnlichkeit und ein Witz, über den man unweigerlich lachen muss." NDR

Ein außergewöhnliches, packendes, witziges und zugleich trauriges Buch, dessen Besonderheit einem immer im Gedächtnis bleiben wird.

— CarrieTucker

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  • Rezension zu "Bunny und Blair" von D. B. C. Pierre

    Bunny und Blair

    Archibald Pynchon-Light

    31. December 2010 um 11:29

    Die siamesischen Zwillinge Bunny und Blair werden im Alter von dreiunddreißig Jahren operativ getrennt. Fortan leben sie gemeinsam in einer kleinen Kellerwohnung im Herzen Londons und entwickeln sich völlig gegensätzlich. Bunny hat die Trennung nicht gut überstanden und kränkelt vor sich hin, während sein Bruder vor Energie strotzt und seine frisch erworbene Freiheit mit Sex und Alkohol ausnutzt. Gleichzeitig muss sich in einer fernen Bürgerkriegsregion im Kaukasus die junge Ludmilla Iwanowa gegen die Zudringlichkeiten ihres eigenen Großvaters wehren, der dabei zu Tode kommt. Da seine Rente das einzige Einkommen der Familie darstellte, bestehen nun alle darauf, dass sich Ludmilla prostituieren soll, um alle zu ernähren. Ihr Foto gerät auf die Webseite eines Heiratvermittlers, wo es Bunny entdeckt und sich sofort in Ludmilla verliebt. Mit seinem Bruder im Schlepptau macht er sich auf den Weg zu seiner Traumfrau. Der Nachfolger des preisgekrönten Debüts „Jesus von Texas“ stieß bei der Kritik auf wenig Gegenliebe und auch ich habe mich schwer getan mit dem Buch. Es gibt zwei Handlungsstränge, die abwechselnd in London und im Kaukasus spielen und genauso unterschiedlich sind wie ihre Handlungsorte. Die Kabbeleien zwischen den Titelhelden fand ich langatmig und unerheblich. Man kann es sich bei dem Plot kaum vorstellen, aber die tragischen Helden des Buches sind schlicht uninteressant. Die Wortgefechte der Brüder sollen laut einigen Kritiken im Original sehr komisch und unterhaltsam sein, in der deutschen Fassung sind sie es leider überhaupt nicht und ich kann nicht so recht glauben, dass es sich dabei um ein Übersetzungsproblem handelt. Von der Kritik wurde ebenfalls laut gemutmaßt, dass es sich bei dem Roman um schnell und schlecht zusammengeschusterte Reste aus der Schublade handelte, um von dem Erfolg des Erstlings profitieren zu können. Das mag stimmen, aber die Geschichte der Ludmilla wäre die Zierde jeder Schublade. Bei diesem zweiten Handlungsstrang glaubt man durch einen Film von Emir Kusturica zu stolpern. Schmutzig, skurril, berührend und unvergesslich. Eine Comic-Klischee-Version des Wilden Ostens. Saftige Charaktere, die teilweise so widerlich sind, dass man betet, ihnen niemals außerhalb von zwei Buchdeckeln zu begegnen. Jeder nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht in einer brutalen und beinahe unwirklichen Welt und mittendrin Ludmilla auf der Suche nach der Liebe. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt auf das nächste Buch von Dbc Pierre, auch wenn mich „Bunny & Blair“ nur streckenweise überzeugen konnte. Wenn es möglich wäre, nur Teile eines Buches zu bewerten, dann würde ich einer Hälfte die Höchstbewertung geben und die andere Hälfte überblättern. Aber vielleicht hätte man die beiden Teile dieses Buches bereits vor der Veröffentlichung trennen sollen.

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  • Rezension zu "Bunny und Blair" von D. B. C. Pierre

    Bunny und Blair

    tedesca

    28. September 2010 um 10:37

    DBC Pierre's erstes Buch "Jesus von Texas" war ein großer Erfolg - mit Recht. Sein Nachfolgewerk wurde von der Kritik durchwegs negativ aufgenommen, auch die Leser konnten sich damit nur bedingt anfreunden. Ich selbst muss dazu sagen, dass ich während des Lesens stets einen Film im Kopf ablaufen hatte, eine Mischung zwischen Kaurismäki und Tarantino. Skurril, trist, brutal, schwarz-weiß und grellbunt auf einmal. Einerseits erleben wir die gerade erst voneinander getrennten siamesischen Zwillinge Bunny und Blair, die auf für sie nicht nachvollziehbare Weise in die englische Gesellschaft eingegliedert werden sollen, was zu slapstickartigen Szenen führt. Andererseits begleiten wir Ludmilla durch die Wirren eines Bürgerkrieges in einer fiktiven Gegend im Kaukasus. Immer wieder musste ich an Gogols "Tote Seelen" denken, an diesen schrägen Galgenhumor, der so treffend die Missstände im Russland des 19. Jahrhunderts beschreibt. Alles in allem ist dieses Buch eine Satire auf die englische Gesellschaft und die russische Seele, und gleichzeitig eine berührende Geschichte von Menschen, die in Umständen gefangen sind, die sie emotionell binden und ihnen die Freiheit nehmen, das zu tun, was sie sich im Innersten wünschen. Wenn man sich an Brachialsprache nicht stößt und die blutige Gewalt im Sinne eines Tarnatino als Mittel zum Zweck sehen kann, ist dieses Buch ein Leseerlebnis der besonderen Art, das ich allen Menschen mit einem Sinn für schrägen Humor nur empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Bunny und Blair" von D. B. C. Pierre

    Bunny und Blair

    Holden

    22. May 2010 um 02:55

    und das soll kein Happy end sein?

  • Rezension zu "Bunny und Blair" von D. B. C. Pierre

    Bunny und Blair

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. November 2009 um 21:42

    Eigentlich gut - aber ich bin schwer reingekommen und hab mich oftmals an der harten und kalten Sprache gestört. Klar, diese passt eigentlich sehr gut zum Thema - aber für mich ein bisschen zu heftig. Die Ideen der Geschichte sind gut, auch toll miteinander kombiniert, witzige Stellen und skurrile Momente gibt es ausreichend - tja, und rund kann man die Geschichte ohne Happy End auch nennen. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung - Fazit: lesenswert, wenn man mit einer etwas derberen Sprache leben kann.

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  • Rezension zu "Bunny und Blair" von D. B. C. Pierre

    Bunny und Blair

    lovelybooks

    06. July 2007 um 14:23

    "Bunny und Blair", eine skurrile, schnelle, spannende Geschichte mit frischen,
    unverbrauchten sprachlichen Stilmitteln, von 2 siamesischen Zwillingen, die mit 33
    Jahren voneinander getrennt und nun "in die Freiheit" entlassen" werden.
    Gesellschaftskritik mal anders.

  • Rezension zu "Bunny und Blair" von D. B. C. Pierre

    Bunny und Blair

    mufti

    05. June 2007 um 13:35

    "Bunny und Blair" spielt abwechselnd an zwei völlig unterschiedlichen Schauplätzen: der eine ist eine Art fiktives Großbritannien, bestimmt durch totale Privatisierung. Der andere ist eine Provinz in Kaukasus-Nähe, beherrscht von Bürgerkriegen, Korruption und Elend. Bunny und Blair sind Brüder, siamesische Zwillinge genauer gesagt. Mit 33 Jahren werden sie voneinander getrennt und aus einem Heim, das ihr Leben lang ihr zu Hause gewesen ist, in die "Freiheit" entlassen. Wie von ihren Ärzten prognostiziert, entwickeln sie sich auf völlig unterschiedliche Art und Weise. Blair, der körperlich stärkere, entdeckt seinen unglaublich starken Drang nach Frauen und Intimität. Bunny, der mental stärkere, (der "Parasit") ist überfordert mit der "freien Welt", siecht vor sich hin. Am anderen Ende der Welt hat Ludmilla Iwanowa schwere Lasten zu tragen, muss um jeden Preis Geld auftreiben, um ihre Familie zu versorgen. Die Welt, ein globales Dorf.. Die Vernetzung a la Internet macht es möglich, diese Schicksale zusammenzuführen. Das Ende überrascht, schockiert, berührt. Aber wer nicht schon die ganze Zeit des Lesens von derlei Gefühlen überwältigt ist, hat irgendetwas nicht richtig verstanden.. "Bunny und Blair" fasziniert durch frische, unverbrauchte Bilder. Pierre schreibt sarkastisch, schamlos, liebevoll. Wer sich Themen wie Sex, Gewalt, Terrorismus nicht annehmen möchte, sollte "Bunny und Blair" trotzdem lesen!! Wer möchte, kann Verbindungen sehen zwischen dem Blair im Roman und einem gewissen Tony... Großbritannien, man erinnere sich.. Ach, und Bunny ist nur der Spitzname seines Bruders: eigentlich heißt er Gordon.. Interpretationsmöglichkeiten sind also gegeben.. ; ) edit: Wem es gefallen hat, sollte es wie ich machen: Pierre´s Erstling "Jesus von Texas" kaufen!! (wurde nicht umsonst mehrfach ausgezeichnet!)

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