DBC Pierre Frühstück mit den Borgias

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Inhaltsangabe zu „Frühstück mit den Borgias“ von DBC Pierre

Willkommen im The Cliffs, dem abgründigsten Hotel Großbritanniens

Ariel Panek möchte eigentlich nur ein paar unbeschwerte Tage mit seiner Studentin und Geliebten Zeva verbringen, am Rande eines Informatik-Kongress in Amsterdam. Doch dort kommt er nie an und landet stattdessen im Küstenhotel The Cliffs – einem Ort ohne Verbindung zur Außenwelt. Dort ist er dem schrulligen Hotelbesitzer und seinen einzigen Gästen, einer neurotischen Familie, die die »Borgias« genannt werden, ausgeliefert.

Der Booker-Prize-Träger DBC Pierre ist zurück. Skurril wie Wes Anderson und auf der Höhe der Zeit erzählt DBC Pierre von der Liebe im digitalen Zeitalter und der verlorenen Kunst, auf das zu vertrauen, was einen unmittelbar umgibt.

»Rasant erzählt, getragen von unnach-ahmlichen Figuren und mit einem Plot, der Agatha Christie alle Ehre macht.« The Mail on Sunday

»Wenn es einen Autor gibt, der die gefährliche Ironie unserer Gegenwart einfangen kann, dann ist es DBC Pierre.« The Guardian

Wunderbar skurril und voller bissiger Dialoge - ein richtiges Vergnügen

— TamiraS

Ein brilliantes Buch, dass ich nur in Ansätzen verstanden habe.

— Susilovez

Ungewöhnlich im positiven Sinne und vor allem überraschend.

— Contresse

Abgefahren! Eine empfehlenswerte Lektüre.

— lisibooks

Skurril, komisch und verblüffend! Wer auf verschrobene Charaktere steht, muss dieses Buch lesen!

— MissAtticus

Überraschend Anders! Sehr skurril, trotzdem (oder vielleicht deswegen) gut!

— Miamou

"Rocky Horror Picture Show" als Bildungsroman! Gibt es nicht? Doch, hier!

— TochterAlice

Witzig, skurril und sehr vielschichtig.

— leserattebremen

Surreal, skurril, mitunter gesellschaftskritisch und unterhaltsam. Eine ungewöhnliche, "abgefahrene" Geschichte mit überraschender Wendung.

— anushka

Eine surreale, kafkaeske Geschichte rund um einen Professor, der sich in einem unheimlichen Hotel befindet. Sehr gut!

— Nespavanje

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Intensiv. Verstörend. Lesenswert. Die nüchterne Sprache und die emotionale Distanziertheit der Protagonistin bilden eine perfekte Symbiose.

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  • DBC Pierre | FRÜHSTÜCK MIT DEN BORGIAS

    Frühstück mit den Borgias

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 15:49

    INHALT: Ariel Panik, ein noch junger Informatik-Professor an der Boston University, ist auf dem Weg nach Amsterdam, um dort auf einem Kongress über Künstliche Intelligenz zu sprechen. Das ist aber nicht sein einziges Ziel: Es wartet dort auch Zeva, eine seiner Studentinnen und seine Geliebte, um mit ihm ein vergnügliches Wochenende zu verbringen. Dummerweise wird Ariels Flug wegen dichten Nebels nach London umgeleitet, von wo er von einem mürrischen Taxifahrer bis an die Steilküsten von Suffolk und in ein altmodisches Hotel gefahren wird: »The Cliffs«. Dort gibt es weder Handyempfang noch WLAN, selbst der Fernseher in seinem Zimmer und zeigt nur ein verrauschtes Programm in schwarz-weiß. Für Ariel, der sein gesamtes Leben im Netz plant und organisiert und für den Fortschritt und Technik die einzigen Religionen sind, ist das Cliffs eine einzige Zumutung. Der Hotelmanager und sein Kompagnon wirken nicht sehr zutraulich und dann gibt es da noch diese seltsame Familie, die Borders, die in der Lobby sitzen, Ariel einen Drink nach dem anderen spendieren und sich erstaunlich gut mit Quantenmechanik auskennen. Als am nächsten Morgen die Polizei das Hotel umzingelt und Ariel eines Verbrechens verdächtigt wird, das nie benannt wird, ahnt er, dass er so schnell nicht nach Amsterdam kommen wird und im The Cliffs festsitzt. Währenddessen bekommt Zeva in Holland eine SMS nach der anderen (angeblich von Ariel), die sie an seiner Zurechnungsfähigkeit zweifeln lassen… FORM: DBC (dirty but clean) Pierre hat mit FRÜHSTÜCK MIT DEN BORGIAS einen Roman geschrieben, der anfänglich die Nachteile einer durchdigitalisierten Welt und die sozialen Defizite der netzabhängigen Jugend zum Thema hat, relativ schnell aber in einen waschechten Gruselkrimi kippt. Die Geschichte wirkt locker aus dem Handgelenk geschrieben, ist spannend und voller kauziger Charaktere und Cliffhanger – wohl ein sogenannter Pageturner. Und auch wenn sich bei mir im letzten Drittel eine gewisse Verwirrung einstellte, weil ich dem Ganzen nicht mehr so recht folgen konnte (ich will aber nicht zu viel verraten), entschädigte mich das Buch mit einem Aha-Effekt-Finale, das viele Fragen löst. FAZIT: Für die volle Punktzahl reicht es nicht, da fehlt es mir an Relevanz. Dennoch ist FRÜHSTÜCK MIT DEN BORGIAS ein gelungener kleiner Schmöker der zu unterhalten weiß und mir vier Sterne inklusive Leseempfehlung wert ist. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Vollkommen anders als erwartet, jedoch äußerst unterhaltsam

    Frühstück mit den Borgias

    TamiraS

    26. March 2017 um 21:39

    Der junge Professor Ariel Panek (der Mann) möchte sich - ohne dass seine Kollegen davon Wind bekommen - mit seiner Studentin und Geliebten Zeva (die Frau) in Amsterdam treffen, wo er einen Vortrag über Algorithmen halten soll. Sie planen dort einen romantischen Kurzurlaub. Leider wird jedoch Ariels Flug aufgrund eines starken Nebels in England abgesagt und mehr oder weniger ohne, dass er etwas dagegen tun kann, findet er sich in einem kleinen Hotel an den Klippen Englands wieder, um dort die Nacht zu verbringen oder abzuwarten, bis der nächste Flug geht - fernab jeglicher Städte, Zivilisation oder - für ihn untragbar - Handynetz oder Internet.Währenddessen wartet Zeva am Bahnhof in Amsterdam auf ihn - lange Zeit ohne Nachricht seinerseits. Im Hotel "The Cliffs" findet sich Ariel als einziger Gast neben einer äußerst seltsamen Familie wieder und verbringt dort zusammen mit ihnen eine Nacht, während der er herzlich in deren Mitte aufgenommen wird. Doch nach und nach passieren äußerst merkwürdige Geschehnisse und Ariel glaubt sich in einer Blase gefangen, die ihm jeglichen Kontakt zur Außenwelt und zu seiner Geliebten untersagt ...Als ich zu lesen begann, glaubte ich an eine Art Zeitreise-Geschichte. Ich erwartete, dass unser Professor einen erzwungen Urlaub mit den "echten" Borgias verbringt und erhoffte mir wunderbare Charaktere, Zwiespalt zwischen Vergangenheit und Gegenwart und die Umgehung  mehrere Zeitparadoxen.Weit gefehlt.Denn den Leser erwartet eine Geschichte, in der er bis zur letzten Seite mehr oder weniger im Dunkeln tappt. Wir begleiten die meiste Zeit Ariel, der enorme Anstrengungen unternimmt, um irgendwie mit Zeva in Verbindung zu treten, jedoch jedes Mal von den Umständen oder den Personen daran gehindert wird. Ariel weiß teilweise nichts mit sich anzufangen, außer eine Lösung für das Problem der Kontaktmöglichkeit zu finden. Immer wieder wird dieses mehr oder weniger kleine Problem von einem viel größeren übertroffen. Und die ganze Zeit liegt ein Schatten über der Handlung, der den Leser etwas Ungutes vermuten lässt.Doch dazwischen findet er Zugang zu dieser äußerst verrückten - und so unterhaltsamen! - Familie, die ihn von einem Hoch zum nächsten Tief zieht, dass er kaum die Zeit findet, sich um sein - wie er findet - Hauptproblem zu kümmern.Die Geschichte ist einerseits eine Art Parabel in Bezug auf unsere heutige Gesellschaft und der Tatsache, dass die meisten Menschen ohne Handy-Empfang und Internet sich vollkommen verloren fühlen, andererseits jedoch auch ein wenig Kriminalroman, auf dessen Auflösung man hin fiebert. Dieser Roman lässt sich auch keinem Genre wirklich zuordnen - am besten lässt er sich vielleicht als Mystery-Krimi bezeichnen.Es handelte sich hier um mein erstes Buch von DBC Pierre und ... du meinte Güte: Der Schreibstil ist so fantastisch! Dieser Mann versteht es, jedes Wort perfekt zu platzieren. Die Dialoge lassen seine Charaktere so lebendig wirken - jeder von ihnen ist vollkommen einzigartig und doch so überspitzt, dass man das Gefühl hat, einem Bühnenstück aus den 60er Jahren zu folgen.Die Geschichte selbst - also die Handlung - mag nicht perfekt sein. Sie enthält keine außergewöhnlichen Twists und keine großen Spannungsbögen - doch der Schreibstil des Autors und sein Händchen für so liebenswerte und verrückte Charaktere hielt mich vollkommen gefangen.Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der gern außergewöhnliche Geschichten liest und ein Faible für mysteriöse Romane hat.Mir hat das Buch äußerst gut gefallen und es fehlte nur ein wenig in der Handlung, um daraus ein 5-Sterne-Highlight zu machen.

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  • Ein sehr ungewöhnliches Buch

    Frühstück mit den Borgias

    Susilovez

    13. March 2017 um 19:17

    DBC Pierres Roman "Frühstück mit den Borgias" sollte mit einem Sekundärliteraurheftchen wie früher in der Schule verkauft werden. Der Roman ist so übervoll mit mythologischen Figuren und Verweisen, dass ich irgendwann den Überblick verloren habe. Ich kann auch nicht behaupten, dass ich den Schluss durchschaue oder eine der Figuren auch nur entfernt symphatisch fand. Ich habe immer weiter gelesen, weil ich die Hoffnung hatte, irgendwann würde schon alles Sinn machen, nur der Punkt kam nicht. 3,5 Sterne möchte ich aber trotzdem geben, denn ich halte das Buch für sehr intelligent und sicher auch sehr durchdacht, ich habe nur persönlich keinen Zugang dazu gefunden. Vielleicht mehr etwas für einen Lesezirkel, wo man angeleitet wird?

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  • Rezension zu "Frühstück mit den Borgias"

    Frühstück mit den Borgias

    lisibooks

    13. December 2016 um 16:21

    Das ist mal ein abgefahrener Roman :-) Ariel Panek ist Wissenschaftler und unterwegs zu einem Kongress. Dort will er gleichzeitig mit seiner Studentin Zeva einen Liebesurlaub verbringen. Da Beziehungen mit Studentinnen nunmal verboten sind, reisen die beiden getrennt, Ariels Reise jedoch endet im Nebel...kein Flugzeug kann weiterfliegen und er wird in ein Hotel gebracht, das berüchtigte "The Cliffs", das einsam an der Küste fernab von Merkmalen einer Zivilisation wie Wlan oder auch nur Telefonempfang ist. Wie soll man in der heutigen digitalen Welt da nur klarkommen? Der Autor entführt den Leser mitten ins Geschehen. Unweigerlich fühlte ich mich beim Lesen wie im Theater. Ob das durch den Schreibstil oder die Charaktere hervorgerufen wird, da bin ich mir nicht sicher, aber es ist toll! Im Hotel lernt Ariel die verrückte Familie, die "Borgias" genannt, kennen. Jeder Charakter ist absolut kontrovers, überzeichnet, skurril und wunderbar. Man muss die Borgias irgendwie mögen. Lange war ich mir nicht sicher, wohin die Geschichte führen soll und welchem Genre sie iegntlich zuzuordnen ist. Und auch nach dem Lesen ist das schwer einzuordnen. DIe Geschichte spricht für sich und hat eine Klassifizierung auch nicht nötig. Nur soviel, es ist quasie von jedem Genre etwas dabei ohne dass es zu gewollt wirkt. Besondes gefallen hat mir auch, wie der Autor die Irrungen und Wirrungen unserer digitalen Welt aufzeichnet. Was bleibt einem, wenn man mit dem Liebsten nur noch per Chat kommuniziert? Kann man sich der Identität des anderen sicher sein? WIe viel Liebe bleibt, wenn man vertrauen muss? Viele spannende Fragen, für die es sich lohnt, diesen satirischen Teil des Romans zu studieren. "Frühstück mit den Borgias" hat mich absolut überzeugt und wenn man gerne mal etwas Skurriles liest, ist man hier goldrichtig.

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  • Eine skurrile Geschichte, die zunehmend ins Absurde abgleitet

    Frühstück mit den Borgias

    Federfee

    02. November 2016 um 11:01

    Es hätte so eine spannende Geschichte sein können: Junger Mathematik-Professor, nur in Algorithmen denkend, der quasi sein ganzes Leben in moderner Technik stecken hat, unterwegs im Flieger zu einer Konferenz, strandet wegen Nebels in einem abgewrackten Hotel auf den Klippen am Meer. Dort hat er keinen Empfang, höchstens die Möglichkeit, per Festnetz mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, wozu man aber eine Menge Münzen brauchte. So kann er seine junge Geliebte und Studentin nicht erreichen, die in Amsterdam auf ihn wartet und er kann auch die Konferenz nicht absagen.Schlimmer noch: im Hotel auf den Klippen scheint nicht nur das Personal verrückt zu sein, sondern auch die Gäste. So weit, so gut. Das alles hätte Stoff für einen gesellschaftskritischen, skurrilen Roman abgegeben. Aber dann wird es so absurd und das Ende ist so seltsam und lässt Fragen offen, dass ich mich vom Autor ... genarrt fühle (mal vorsichtig ausgedrückt). Ist das nun eine Schauergeschichte nach dem Muster von E.A. Poe?Auch wenn DBC Pierre Booker-Preisträger ist, mit so einem Roman kann man mir keine Freude machen.

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  • Moderner Horror par excellence

    Frühstück mit den Borgias

    Nespavanje

    30. October 2016 um 12:29

    Professor Ariel Panek ist am Weg nach Holland, wo er bei einer Konferenz über K.I., Künstliche Intelligenz, teilnehmen soll. Er ist ziemlich in Eile, denn eine seiner Studentinnen, die eben auch seine Geliebte ist, wartet bereits auf ihn. Zeva heißt die Angebetete und es versteht sich von selbst, dass die Affäre geheim bleiben muss. Nur über Nachrichten die sie sich gegenseitig schicken, können die Beiden offen miteinander reden. Panek muss einen Zwischenstop in einem Hotel machen und zu seinem Leidwesen hat er keinen oder kaum Handy- und Internetempfang. Resigniert muss er die Nacht überstehen und sich mit einer Schar eigenartigen Hotelgästen herumschlagen. DBC Pierre ist zu einen meiner liebsten Schriftsteller avanciert und in der Masse der wirklich guten Literaten die es heutzutage gibt, ist das schon ein gewisses Qualitätsmerkmal, zumindest meiner Meinung nach. Er definiert in dieser Geschichte die Hölle neu und meiner Meinung nach befindet sich der Protagonist in seiner persönlichen Hölle. Der allerdings steht in dieser Geschichte symbolisch für den Modernen Menschen und dessen größtes Trauma: Offline sein. Das ist der neue Horror, dass ist das Trauma der heutigen Gesellschaft. Kein Geist, Dämon oder Zombie kann uns soviel erschrecken oder Angst einjagen, als wie die Apokalypse, oder der Untergang der Modernen Medien. Hier offenbart sich die Kunst von DBC Pierre, hier offenbart sich sein literarisches Genie. Der Mensch der sich nach Ruhe sehnt, sieht es vielleicht weniger als Horror, sondern vielleicht als eine erfüllende Ruhepause. Das führt zur Erkenntnis, dass der Mensch beides in sich selbst trägt: Den Himmel genauso wie die Hölle. Was letzteres angeht, hab ich mich ein wenig an C. S. Lewis - Die große Scheidung - erinnert, allerdings gibt es tatsächlich keine weiteren Zusammenhänge mit dieser Geschichte. Surreal und kafkaesk ist die Geschichte, der Leser der das nicht mag, wird wohl oder übel enttäuscht werden. Ich persönlich mag es sehr gerne, wenn der Schriftsteller nicht alles erzählt, um eben auch dem Leser Raum zum Selber nachdenken animiert. Für mich hat DBC Pierre eindeutig den Olymp der Schriftstellerei erreicht, und hat, auch wenn ich mich in dieser Besprechung in Superlativen überschlage, sich selbst übertroffen. Es ist aber nicht alles eitel Freude und Sonnenschein. Der Titel - Frühstück mit den Borgias - ist ein wenig irreführend, denn weder die Renaissance Adelsfamilie aus Valencia kommen vor, noch heißen die Menschen im Buch, mit denen er notgedrungen frühstückt Borgias, sondern Borders. Vielleicht steckt dahinter eine bestimmte Absicht, die sich mir noch nicht erschlossen hat. Falls jemand dazu eine Meinung hat, ich würde sie gerne hören. Falls es an einer mangelhaften Übersetzung liegt, dann akzeptiere ich diesen Umstand, finde es aber schade, dass keine bessere Lösung gefunden worden ist. Deswegen auch der Punkteabzug, der mich schon ein bisschen schmerzt. Wenn man einen Faible für außergewöhnliche und anspruchsvolle Literatur hat, kann ich - Frühstück mit den Borgias - wärmstens empfehlen.

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  • Skurril, komisch und verblüffend!

    Frühstück mit den Borgias

    MissAtticus

    20. October 2016 um 20:51

    Die Borgias bestechen durch ihre verschroben und skurril anmutenden Charaktere - eine schrecklich nette Familie, die nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, aber gerade dadurch fast liebenswert erscheint. Der Protagonist ist durch ein Unwetter gezwungen, seine Weiterreise zu unterbrechen und muss mit der Familie Borgias einige Tage auf engstem Raum in einem Hotel verbringen. Nach und nach entblättert sich vor ihm ihr seltsame Familiengeschichte, dabei scheint die Wirklichkeit immer mehr zu verwischen und man weiß nicht, ob man seinem eigenen Urteil noch trauen kann. Sehr klug und spannend geschrieben.  

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  • Brillante Charaktere treffen auf düsteres Setting

    Frühstück mit den Borgias

    melanie_reichert

    16. September 2016 um 07:40

    Was für ein Buch! Authentische Charaktere, ein ernster Hintergrund und jede Menge spannender, skurriler Wendungen, die das Lesen zu einem wahren Vergnügen machen. Schon allein der Aufbau dieser außergewöhnlichen Geschichte überzeugt durch Kreativität. So bizzar die Personen auftreten, unterstützt die Unterteilung in 3 Akte wie bei einem Theaterstück (Einführung, Problematik, Ende/Drama) immens. Ich habe mich sofort innerlich auf eine dramatisch-komische Handlung einstellen können und wurde keinesfalls enttäuscht. Chatverläufe und SMS zwischen den beiden Liebenden lockern den Fließtext auf und sorgen zusätzlich noch für Spannung, da wir so zum Beispiel auch etwas über deren Vergangenheit erfahren. Der Schreibstil ist auf den Punkt gebracht. Hier sagt jede Figur wirklich nur das, was sie sagen soll. Weniger ist hier oft mehr, was mir aber durchaus gefallen hat. Ariel war mir vom ersten Wort an sympathisch, weil er einfach individuell ist. Schnell wird klar, dass er auch gegen den Strom schwimmt, wenn es sein muss. Wir werden in seine Welt der Technik und Informatik eingeführt. Ein starkes Element hierbei ist die Abgeschiedenheit des Hotels und die Darstellung, wie Abhängig wir doch im heutigen Zeitalter von der Technik bzw. den Medien sind. Gerade diese Problematik hat mich nachdenklich gestimmt und regt den Leser dazu an, mal über seinen eigenen Konsum in dieser Richtung nachzudenken. Zwischendurch wechseln die Passagen immer wieder zu Zeva. Sie ist das Gegenteil von Ariel, denn sie steckt voller Zweifel und hat Angst, sich auf dieses Abenteuer überhaupt einzulassen. Aber auch Zeva ist so glaubhaft beschrieben, dass ich mich vollkommen in sie hineinversetzen und ihren inneren Konflikt verstehen konnte. Die Nebencharaktere sind wirklich die Krönung des Ganzen. Auf den ersten Blick scheint es ein wild zusammengewürfelter Haufen Irrer zu sein, doch im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, dass der Autor hier einfach nur eine brillante Idee umgesetzt hat und alles nach und nach Sinn ergibt. Sie sind so individuell und authentisch, dass ich hierzu eigentlich gar nichts mehr sagen möchte, außer, dass die Sprache den einzelnen Personen angepasst war und zusätzlich bei mir punkten konnte. Im Prinzip habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, denn man möchte permanent wissen, ob sich Ariel nun aus seinem Dilemma herausmanövrieren kann. Die Spannung ist greifbar und gerade der Schluss hat es wirklich in sich. Dieses Ende habe ich erst ganz spät kommen sehen, was bei mir den Eindruck bewahrt hat, dass ich immer noch überrascht werden kann. Der einzige Minikritikpunkt sind die Passagen über die Quantenmechanik. Hiermit konnte ich eher weniger anfangen und da sie die Thematik schon sehr speziell ausgeführt haben, habe ich leider nicht verstanden, um was es geht. Natürlich konnte ich das als Gerede abtun, aber wenn ich ein Buch lese, habe ich ja auch immer die Hoffnung, dass ich vielleicht noch das ein oder andere lernen kann, was hier nicht der Fall war, da ich einfach nicht mitgekommen bin. Ein düsteres Setting mit Vergangenheit, Charaktere, die mich vollkommen überzeugen konnten und eine Story, die so raffiniert verwoben ist, dass der Leser das dicke Ende nicht kommen sieht. Eine klare Leseempfehlung von mir! 4,5 Sterne

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  • Verwirrend

    Frühstück mit den Borgias

    Toirse

    03. September 2016 um 17:28

    Erster Eindruck: Dieses Cover, ich mag das Haus voll gerne. Und „Frühstück mit den Borgias“ hat keinen Schutzumschlag (aber so Klappen innen drin), seltsames Gefühl wo heute doch fast alle Hardcover einen haben. Inhalt: Ariel Panek ist in einem Hotel mitten in der englischen Provinz gestrandet. Dabei muss er doch nach Holland zu einer wichtigen Konferenz. Und zu seiner Freundin Zeva. Die anderen Gäste sind da auch keine besonders große Hilfe, sie sind allesamt etwas verrückt. Meine Meinung: Dieses Buch verwirrt mich. Zwar wird am Ende aufgelöst, warum das Hotel und seine Gäste etwas…hmm…exzentrisch sind, aber trotzdem bleiben noch tausend Fragen offen. Vom Schreibstil her ist „Frühstück mit den Borgias“ wirklich gut und flüssig zu lesen. Das war so eigentlich meine Hauptangst vorher, schließlich ist der Autor DBC Pierre ja Booker-Prize-Gewinner und oft schreiben solche Menschen ja etwas gewöhnungsbedürftig. Das Gute an diesem Buch sind die teils wirklich witzigen Dialoge, leider bleiben die Figuren aber eher schemenhaft. Ja, sie haben alle einen Knall, aber mehr kann man dann auch schon nicht über sie sagen. Einzig Zeva wird ein wenig besser charakterisiert, sie wirkt etwas echter. Allerdings kommt sie leider nicht besonders häufig vor. Ein Krimi ist dieses Buch auf jeden Fall nicht, eher vielleicht noch ein Mystery-Roman. Aber so eine richtige Handlung entspinnt sich nicht. Als Theaterstück würde es sicher gut funktionieren, aber so als Buch fehlt irgendwie dieser rote Faden, der antreibende Faktor. Ich habe es zwischenzeitlich weggelegt und lieber was anderes gelesen, weil es mich einfach nicht mitgerissen hat. Ein paar komische Menschen in einem komischen Hotel. Die immer wiederkehrenden Diskussionen sind eben auch nur beim ersten Mal spannend. Fazit: Ich habe keine Ahnung, was ich von diesem Buch halten soll. Es ist verwirrend und hat mich recht unzufrieden zurückgelassen. Vielleicht 3 Sterne? Besser auf jeden Fall nicht, dafür hat mir die richtige, spannende Handlung zu sehr gefehlt.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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    • 2951
  • Eine Familie, ein Hotel, ein Professor...ein Handy!

    Frühstück mit den Borgias

    Miamou

    30. July 2016 um 17:55

    „Technologie ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Licht, außer durch sie“. So der erste Satz in „Frühstück mit den Borgias“. Eigentlich eine interessante These und eine, die der Jungprofessor Ariel mit riesiger Vehemenz verteidigt. Aber was tun, wenn die Technologie plötzlich „verloren“ geht? Ariel ist unterwegs zu einem Kongress nach Amsterdam, wo er seine neuesten wissenschaftlichen Studien präsentieren will. Mit im Gepäck seine Studentin und Geliebte Zeva. Da es aber zu auffällig wäre, wenn sie gemeinsam reisen, planen die beiden sich direkt in Amsterdam zu treffen. Dummerweise kann Ariels Flug von London nicht starten, da zu dichter Nebel herrscht. Er ist daher gezwungen in einem Hotel einzuchecken. Das große Problem: im „The Cliffs“ gibt es keinen Handyempfang und auch sonst scheint das Hotel nicht sehr viel Wert auf irgendwelche neuartigen Technologien zu legen. Wie soll Ariel nun Zeva Bescheid geben, dass er sich verspäten wird? Und was hat es mit dieser eigenartigen Familie auf sich, die im „The Cliffs“ scheinbar Dauergast ist und von allen „Die Borgias“ genannt wird? Um es gleich mal vorwegzunehmen: Die Handlung beginnt und macht noch Sinn, aber spätestens nach dem zweiten Kapitel macht gar nichts mehr Sinn. Es kommt einem so vor, als ob hier einfach ganz viele Handlungen aneinandergereiht werden und das eine mit dem anderen nur bedingt etwas zu tun hat. Und obwohl eine skurrile Szene nach der anderen kommt und man nur wenig Zusammenhang sieht, hat es der Autor trotzdem geschafft, dass man das Buch unbedingt zu Ende lesen will, weil man doch darauf hofft, dass etwas Schlüssiges herauskommt. Und tatsächlich hat es das Ende in sich. Alles wird zu einem logischen Ganzen zusammengefügt und verspricht einen wirklichen Knalleffekt. Man kann sich also darauf einstellen, dass man es in diesem Buch mit Allem zu tun hat, außer mit etwas Gewöhnlichem. Auch die Hauptpersonen sind an Skurrilität kaum zu überbieten, sehr hervorzuheben natürlich „Die Borgias“, die eigentlich Borders heißen. Eine Familie, die man nicht so schnell treffen wird (und im wahrsten Sinne auch nicht möchte) und in der jeder einzelne ein Unikat darstellt. In den Gesprächen, die die Familie untereinander führt, fallen einem immer wieder sehr eigenartige Themen und Anspielungen auf, sodass man während dem Lesen einfach nur ein großes Fragezeichen sieht. Aber auch hier muss wieder gesagt werden, dass man sich bis zum Ende gedulden muss. Rückblickend gesehen ist der erste Satz des Buches richtig, aber auch gleichzeitig falsch. Und es stimmt, dass der Autor „auf der Höhe der Zeit von der Liebe im digitalen Zeitalter und der verlorenen Kunst, auf das zu vertrauen, was einen unmittelbar umgibt“ erzählt. Sehr viel Ironie inklusive. Ein Kammerspiel in drei Akten, das den Leser einlädt auf jeder Seite mitzudenken, denn nur dann kann man am Ende den Zusammenhang entdecken und die Handlungen und Aussagen der Beteiligten verstehen.

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    • 4
  • Skurrile und vielschichtige Story

    Frühstück mit den Borgias

    leserattebremen

    08. July 2016 um 14:18

    Ariel Panek ist Wissenschaftler und auf dem Weg aus den USA zu einer Konferenz in Amsterdam. Um Angenehmes und Nützliches zu verbinden, reist mit einem anderen Flug auch seine Studentin Zeva an, mit der er eine Affäre hat. Doch sein Flugzeug muss wegen schlechtem Wetter in Stansted landen und ein Taxifahrer bringt ihn in eine Pension an der Küste, mitten im Nirgendwo, ohne Telefon oder Internet und vor allem zusammen mit einer äußerst skurrilen Familie, die sich im Hotel „The Cliffs“ sehr langfristig eingerichtet zu haben scheint. Weder kann er Zeva informieren noch weiß er, wie er dort wieder gekommen soll. Eine außergewöhnliche Zeit für Ariel beginnt. „Frühstück mit den Borgias“ ist ein wirklich außergewöhnliches und witziges Buch. Erst ganz zum Schluss versteht man die gesamten Zusammenhänge, aber bis dahin ist es einfach wunderbar abwegig und absurd. Die Charaktere der Familie, die vom Hotelbetreiber wegen ihrer überkandidelten Art die „Borgias“ genannt werden, sind alle mit vielen Eigenarten und Seltsamkeiten angelegt. Die alte, im Rollstuhl sitzende Margot terrorisiert ihre Familie, ihre Tochter Olivia irrt fast hilflos durch die Gegend und das Mädchen Gretchen, von dem nicht ganz klar wird, wie sie zur Familie gehört, ist ein fast ätherisches, märchenhaftes Wesen, das es aber faustdick hinter den Ohren hat. Sie spielen mit Ariel ein kleines perfides Spiel, dem er im „The Cliffs“ hilflos ausgeliefert ist. „Frühstück mit den Borgias“ war mein erster Roman von DBC Pierre und hat mich restlos begeistert. Selten habe ich so einen absurden und lustigen Roman mit einem so stimmungsvollen und beeindruckenden Ende gelesen, ich kann den Roman nur jedem weiterempfehlen. 

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  • Verwirrend und skurril

    Frühstück mit den Borgias

    buecherwurm1310

    05. July 2016 um 09:20

    Professor Ariel Panek soll auf einem Kongress in Amsterdam einen Vortrag halten. Aber ihm ist es wichtiger, dort ein paar Tage mit seiner Studentin und Geliebten Zeva zu verbringen. Doch es kommt anders als geplant. Sein Flug wird gestrichen wegen eines Unwetters. Daher landet er im Hotel "The Cliffs" und ist damit abgeschnitten von der Außenwelt. In dem Hotel sind außer ihm nur der skurrile Hotelbesitzer mit dem Personal und die Familie Border, genannt die „Borgias“, als Gäste. Für Ariel entwickelt sich die Geschichte zu einem Albtraum. Der Schreibstil von DBC Pierre ist anspruchsvoll, witzig und gewöhnungsbedürftig. Aber nach einer Weile ist man drin in der Geschichte, aber gut, dass es nicht allzu viele Mitwirkende gibt. Erzählt wird aus der Perspektive von Ariel und hin und wieder lernen wir auch Zevas Sicht kennen. Jeder der Charaktere ist ganz besonders und unverwechselbar dargestellt. Ariel kann zwar mit „Künstlicher Intelligenz“ aber nicht so recht mit zwischenmenschlichen Beziehungen umgehen, daher belastet ihn, dass er vom Netz abgeschnitten ist. Zeva wirkt auf mich oft eine wenig naiv und die Borders sind in ihrem Verhalten so seltsam, dass sie nicht eingeordnet werden können. Dumm für Ariel, der immer versucht alles zu analysieren. Die Personen sind sehr überzeichnet, ihr Verhalten ist nicht vorhersehbar und die ganze Atmosphäre in dem Hotel altmodisch und absonderlich. So ist es nicht verwunderlich, dass auch das Ende noch Überraschungen bietet. Eine verwirrende Geschichte mit schwarzem Humor, die mich aber nicht so wirklich packen konnte.

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  • Ein surrealer Aufenthalt

    Frühstück mit den Borgias

    anushka

    25. June 2016 um 22:45

    Ariel Panek ist Professor und forscht zu künstlicher Intelligenz. Auf dem Weg von den USA zu einer Konferenz in Holland gibt es einen Schneesturm und Ari wird von der Fluggesellschaft mit einem Taxi zum entlegenen Hotel "The Cliffs" gebracht. Dort gibt es allerdings keinerlei Internet oder Handyempfang, aber Ari muss unbedingt seine Studentin und Geliebte Zeva erreichen, die in Holland auf ihn wartet. Neben dem sehr eigenwilligen Personal gibt es nur noch eine andere Gruppe von Gästen, die Borders. Ari kommt mit ihnen ins Gespräch, doch schon bald merkt er, dass hier etwas nicht stimmt. Nicht mit dem Haus, nicht mit dem Personal und schon gar nicht mit den Borders. Er will einfach nur noch ein Taxi nehmen und weg. Doch das ist alles andere als einfach ...Beim Lesen dieses Buches musste ich mich zunächst in den Schreibstil hineinfinden. Ich habe von dem Autor bislang nichts anderes gelesen. Man wird direkt in die Handlung hineingeworfen und muss sich die zentralen Punkte erst einmal erschließen. Danach wird es zunehmend skurriler und surrealer. Ari trifft auf die Familie Border, deren Beziehungskonstellationen mir bis zum Ende etwas unklar blieben. Immer wieder löste die Geschichte in mir den Ausruf "Wie abgefahren!" aus. Denn das ist die Geschichte und man ist als Leser oft genauso verwirrt wie Ari. Dann wiederum kann man den Gesprächen und Gefühlsschwankungen kaum folgen, da diese sehr abrupt und teilweise auf recht abgehobenem Niveau stattfinden. Der größte Teil der Handlung besteht aus Zusammenkünften und Gesprächen mit den Borders im Salon. Aber dann bringen gewisse Vorwürfe und Verwicklungen auch Personen von außen in die Handlung. Trotz dem der Sturm sich gelegt hat, kann Ari das Hotel nicht verlassen. Für den Kontakt zu seiner Freundin ist er auf das Handy der Borders angewiesen, das jedoch deren labile Ziehtochter bunkert. Für mich war hier immer wieder unlogisch, dass dieses Handy funktionierte trotz Behauptungen, dass es nirgends Empfang gäbe und dass es immer so funktionierte oder auch nicht, wie es gerade für die Geschichte günstig war. Am Ende kann man dies allerdings anhand der Wendung passend auslegen, wenn man möchte, oder sich weiterhin an dieser fehlenden Logik stören.Gruselig war diese Geschichte für mich nicht wirklich, auch wenn die Figuren teilweise sehr merkwürdig waren und agierten. Die Ziehtochter Gretchen bringt als einzige etwas Unheimlichkeit mit hinein und man merkt fast nur an ihr, dass hier irgendetwas nicht stimmt. Das Buch war schließlich kurz davor, mich zu verlieren, doch dann folgte eine für mich recht geniale Wendung, die alles in einem neuen Licht erscheinen ließ und an vielen Stellen große Interpretationsfreiräume öffnete. Ein paar Fragen bleiben am Ende jedoch offen und man kann sich das Ende eher selbst auslegen; es ist nicht ganz eindeutig.Insgesamt hat das Buch nicht komplett gehalten, was es und was ich mir davon versprochen habe. Es ist dennoch sehr ungewöhnlich, surreal und skurril und bieten neben gesellschaftskritischen Momenten auch einen guten Unterhaltungswert.

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  • Buchverlosung zu "Frühstück mit den Borgias" von DBC Pierre

    Frühstück mit den Borgias

    aufbauverlag

    Willkommen im The Cliffs, dem abgründigsten Hotel Großbritannien!Ariel Panek möchte eigentlich nur ein paar unbeschwerte Tage mit seiner Studentin und Geliebten Zeva verbringen, am Rande eines Informatik-Kongress in Amsterdam. Doch dort kommt er nie an und landet stattdessen im Küstenhotel The Cliffs – einem Ort ohne Verbindung zur Außenwelt. Dort ist er dem schrulligen Hotelbesitzer und seinen einzigen Gästen, einer neurotischen Familie, die die »Borgias« genannt werden, ausgeliefert. Der Booker-Prize-Träger DBC Pierre ist zurück. Skurril wie Wes Anderson und auf der Höhe der Zeit erzählt DBC Pierre von der Liebe im digitalen Zeitalter und der verlorenen Kunst, auf das zu vertrauen, was einen unmittelbar umgibt.»Rasant erzählt, getragen von unnachahmlichen Figuren und mit einem Plot, der Agatha Christie alle Ehre macht.« The Mail on SundayZur LeseprobeHier ein Video des Live-Hörspiels zum Buch:Mehr Informationen zum Buch unter http://www.aufbau-verlag.de/fruhstuck-mit-den-borgias.htmlÜber den AutorDBC Pierre wurde für seinen ersten Roman »Jesus von Texas« mit dem Booker Prize, dem Whitbread First Novel Award und dem Bollinger Everyman Wodehouse Award ausgezeichnet. Es folgten »Bunny und Blair«, »Das Buch Gabriel« und »Licht aus im Wunderland«. Seine Romane sind in 43 Sprachen übersetzt. DBC Pierre lebt im County Leitrim, Irland.Jetzt bewerben!Bewerbt euch im Unterthema "Bewerbung/Ich möchte mitlesen", indem ihr folgende Frage beantwortet: Welches Buch habt ihr zuletzt gelesen?Viele Grüßeeuer Team vom Aufbau Verlag* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Buchverlosung schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben.** Bitte beachtet, dass es sich hier um eine Buchverlosung handelt und nicht um eine Leserunde. Ihr könnt natürlich trotzdem gerne hier über das Buch diskutieren, aber eine Moderation wird es nicht geben.

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